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Archiv für April 2007

Das unsterbliche Gerücht:
Robert Spaemann, Michael Klett

Sonntag, 29. April 2007

Am Mittwoch, 02.05.2007, 20.00 Uhr, wird Michael Klett im Literaturhaus Stuttgart mit Robert Spaemann ein gespräch über dessen jüngst erschienenen Band > Das unsterbliche Gerücht führen.

Robert Spaemann, der am 5. Mai seinen 80. Geburtstag feiert, spricht mit dem Verleger Michael Klett über sein neues Buch “Das unsterbliche Gerücht. Die Frage nach Gott und die Täuschung der Moderne”: Das Gerücht, dass es Gott gebe, liegt, wo immer Menschen sind, in der Luft. In der griechischen Philosophie wird Gott erstmals streng gedacht. In Israel wird er als “Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs” zu einer kollektiven Erfahrung. Was meinen wir heute, wenn wir “Gott” sagen? Haben wir Grund zu glauben, dass er existiert? Ist er unsere Idee oder sind wir die seine? Dass Religion Privatsache sei, gilt seit langem für ausgemacht. Dass dies ein Irrtum ist, darüber haben uns spätestens die Selbstmordattentäter belehrt. Die Frage, ob Gott solche Taten billigt oder missbilligt, ist von öffentlichem Interesse. Lassen sich Fragen nach der Existenz Gottes und nach einer eventuellen Offenbarung seines Willens rational erörtern? Und wenn ja, ist es berechtigt, sie auf sich beruhen zu lassen? Was steht dabei auf dem Spiel? Die Wahrheitsfähigkeit des Menschen – in dieser Antwort stimmt Robert Spaemann mit Friedrich Nietzsche und Richard Rorty überein. Nur mit dem Unterschied, dass diese Autoren beides leugnen, während Robert Spaemann beides, die Existenz Gottes und die Wahrheitsfähigkeit der menschlichen Vernunft, verteidigt. Mit Wittgenstein hält Spaemann es für den Aberglauben der Moderne, dass uns die Naturgesetze die Welt erklären, während sie doch selbst das Erklärungsbedürftigste in der Welt sind.

> Literaturhaus Stuttgart

Robert Spaemann, > Das unsterbliche Gerücht ist gerade bei Klett-Cotta erschienen.

Fotos: Heiner Wittmann

Merkur- Mai 2007

Donnerstag, 26. April 2007

Markur Mai 2007Im neuesten MERKUR steht u.a. ein Aufsatz von Fabian Goppelsröder, der am Department of Comparative Literature an der Stanford University in Kalifornien studiert: “Sraffas Geste. Zur späten Philosophe von Wittgenstein”. Es geht um die Begegnung von Ludwig Wittgenstein mit dem italienischen Ökonomen Piero Sraffa 1929 in Cambridge. Als Kritiker Mussolinis hatte Sraffa ausreisen müssen. John Maynard Kaynes hatte ihm geholfen nach Cambridge zu kommen, wo er sich zweimal wöchentlich mit Wittgenstein treffen sollte. Diese Gespräche endeten erst 1946. Der Inhalt der Gespräche ist nicht überliefert, aber Goppelsröder zeigt in seinem spannenden Aufsatz, wie verschiedene Hinweise auf diese Gespräche deren besondere Bedeutung für die philosophische Entwicklung Wittgensteins erkennen lassen. Es geht um sein Beharren, daß ein Satz und das von ihm Beschriebene eine gemeinsame “logische Form” haben. Sraffa fährt sich mit den Fingern übers Kinn fragt mit dieser Geste nach und Wittgenstein läßt diese Annahme fallen. Später notiert Wittgenstein, “Architektur ist eine Geste.” Es ist faszinierend, mit welcher Sicherheit sich Goppelsröder durch Wittgensteins Werk bewegt und aufgrund der Anekdote mit der Geste einige Hauptgedanken des Wittgensteinschen Denkens entwickelt, das ebenso eine Anleitung für eine Hermeneutik mit allen ihren spezifischen Problemen enthält, wie auch Querverbindungen, die die Musik wie Grundprobleme der Philosophie genauso einschließen. Wittgensteins Praxis begründet den Dank, der er an Sraffa im Vorwort der Philosophischen Untersuchungen ausspricht, so der Autor dieses Beitrags.

Wiilliam Pfaff hat eine “Plädoyer für eine Neurorientierung” unter dem Titel “Die amerikanische Sendung” verfaßt. Klaus Laermann legt “Überlegungen zu einem Funktionswandel der Schrift” vor. Helmut Heissenbüttel berichtet “Über Stefan George”, der Texte einer Sendung im WDR III, die im Juni 1968 anläßlich des hundersten Geburtstag von Sefan George gesendet wurde. Thomas Combrink erinnert an Helmut Heißenbüttel und die Avantgarde unter dem Titel “Keine Eliten, keine Auserwählten, keine Besserwisser”.

Christophe Fricker erzählt “Weltanschauungen. Yangos Lachen” aus Birma, Kanads und Oxford. Ulrike Ackermann untersucht in ihre Soziologiekolumne “Die Freiheit der Dissidenz”. In der Rechtskolumne beklagt Michael Stollein die “Korruption und das verschwinden der Distanz”. Jürg Drews rezensiert die neuen Bücher von Alexander Kluge “Tür an Tür mit einem anderen Leben” und “Geschichten von Kino”.

> Das vollständige Inhaltsverzeichnis Erscheint in Kürze

Lindauer Psychotherapiewochen

Mittwoch, 25. April 2007

Klett-CottaZu einem ungewöhnlichen Versammlungsort hatte Klett-Cotta geladen, um eine neue Zeitschrift vorzustellen: Die Veranstaltung zur Zeitschrift fand in Lindau am Mittwochabend 18.04.2007 auf dem Bücherschiff statt und hatte regen Zuspruch beim Publikum: ca. 170 Besucher haben wir gezählt.

Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Just wurde auf das Erscheinen des ersten Heftes mit einem Glas Sekt angestoßen und die Herausgeber Herr Seidler und Herr Maercker stellten das redaktionelle Konzept von > Trauma&Gewalt vor. Die Vorstellung fand allgemein Zustimmung und wir freuen uns auf viele neue Abonnenten.

Klett-Cotta Klett-Cotta

Die Herausgeber Andreas Maercker und Günter H. Seidler und der Verlagsleiter Rainer Just (v. l.)

Ulrich Streeck

Die Buchvorstellung zu unseren Neuerscheinung Ulrich Streeck, > Psychotherapie komplexer Persönlichkeitsstörungen. Grundlagen der psychoanalytisch-interaktionellen Methode fand am Donnerstag, 19.04.07 mittags statt: Persönlichkeitsstörungen sind immer auch soziale Störungen: Eine Therapie von Patienten mit komplexen Persönlichkeitsstörungen kann dann erfolgreich sein, wenn sie auf die Gestaltung entwicklungsförderlicher zwischenmenschlicher Beziehungen ausgerichtet ist. Dieses Buch enthält die Ergebnisse und Erfahrungen eines Autors, der seit fast 30 Jahren mit der psychoanalytischinteraktionellen Einzel- und Gruppentherapie erfolgreich arbeitet.

Ulrich StreeckAuch diesmal fand sich das Fachpublikum zahlreich ein, wir zählten ca. 70 Teilnehmer. Nach einleitenden Worten von Herr Beyer skizzierte Herr Streeck die methodischen Grundlagen des Buches und las aus einem Fallbeispiel vor. Zahlreiche Leser und Leserinnen ließen sich anschließend ihre frisch erworbenen Exemplare vom Autor signieren.

Wir danken der Leitung der > Lindauer Psychotherapiewochen für die Unterstützung bei beiden Veranstaltungen.

> www.klett-cotta.de/lebenlernen

Fotos: Friederike Kamann

“Die Kinder Hurins” im Radio

Dienstag, 17. April 2007

Die Kinder Húrins

Der Deutschlandfunk hat in der Sendung “Kultur heute” am 16.04.2007 ein Gespräch über die “Die Kinder Húrins” gesendet. Die Autoren der Sendung waren Helmut W. Pesch und Christoph Schmitz. (Länge: 04:19 Minuten),

und am 17.04.2007 hat Thomas Ihm im SWR2 “Journal am Mittag” Katharina Wilts (Klett-Cotta Verlag) über den neuen Tolkien – > “Die Kinder Hurins” befragt (5:24 min).

Aufatmen bei Tad Williams Fans

Dienstag, 17. April 2007

Tad WilliamsDas vollständige Manuskript von »Shadowmarch. Band 2: Das Spiel« ist im Verlag eingetroffen und Cornelia Holfelder-von der Tann übersetzt bereits.

Da die Bücher von Klett-Cotta grundsätzlich immer mit viel Sorgfalt übersetzt werden, müssen die Fans noch etwas warten. Aber am 2. Oktober 2007 ist der große Tag: der 2. Band von »Shadowmarch« wird dann endlich erscheinen!

> http://www.tadwilliams.de

Tad Williams am 7. Oktober 2002 im > Stuttgarter Literaturhaus. Foto: (c) Heiner Wittmann

17.4.2007: Die Kinder Húrins

Montag, 16. April 2007

Die Kinder Húrins Morgen, am Dienstag, den 17. April ist es soweit: Klett-Cotta veröffentlicht von R. R. Tolkien Die Kinder Húrins . Das ist ein echtes Ereignis für alle Tolkienfans: »Die Kinder Húrins« zum ersten Mal in einer kompletten Ausgabe. Ein echtes Stück Tolkienscher Erzählkunst, das von geheimnisvollen Fabelwesen und schrecklich bösen Mächten handelt, von Freundschaft und von Treue – eben den Motiven, die auch den »Herrn der Ringe« bestimmen. Die Freunde von Tolkiens Werk werden um ein faszinierendes Leseerlebnis bereichert. »Die Kinder Húrins« erscheint zeitgleich in Großbritannien, Deutschland und den USA.

> Die Kinder Húrins

Lindauer Psychotherapiewochen

Mittwoch, 4. April 2007

Klett-Cotta Autorinnen und Autoren sprechen bei den Lindauer Psychotherapiewochen vom 15. bis 27. April 2007 zu den Themen Scham und Neid: > www.klett-cotta.de.

PsychotherapieUnd am 18. und 19.4.07 finden auf dem Lindauer Bücherschiff anlässlich der Lindauer Psychotherapiewochen > www.lptw.de zwei KC Veranstaltungen für das Fachpublikum statt:

– Am 18.04. stellen die Herausgeber Günter H. Seidler und Andreas Maercker unsere neue Zeitschrift > Trauma & Gewalt vor.

– Am 19.04. stellt Ulrich Streeck sein neues Buch > Psychotherapie komplexer Persönlichkeitsstörungen vor.

Eine Kollegin hat mir versprochen, Fotos mitzubringen.

Das unsterbliche Gerücht: Die Frage nach Gott und die Täuschung der Moderne

Mittwoch, 4. April 2007

Robert Spaemann Am 18.04. 2007 erscheint bei Klett-Cotta das neue Buch von Robert Spaemann, > Das unsterbliche Gerücht. Die Frage nach Gott und die Täuschung der Moderne

Immer da wo Menschen sind, gibt es auch das Gerücht, es gebe einen Gott in der Luft. Was heißt es heute, wenn wir von “Gott” sprechen? Haben wir Grund zu glauben, dass er existiert? Ist er unsere Idee oder sind wir die seine?

Religion ist eigentlich eine Privatsache. Aber so heißt es auf der Website von Klett-Cotta, dies ist ein Irrtum, denn darüber haben uns spätestens die Selbstmordattentäter belehrt. Die Frage, ob Gott solche Taten billigt oder missbilligt, ist von öffentlichem Interesse. Und mit Buch von Robert Spaemann werden diese Fragen gestellt: “Lassen sich Fragen nach der Existenz Gottes und nach einer eventuellen Offenbarung seines Willens rational erörtern? Und wenn ja, ist es berechtigt, sie auf sich beruhen zu lassen? Was steht dabei auf dem Spiel?”

Robert Spaemann verteidigt die Existenz Gottes zusammen mit der Wahrheitsfähigkeit der menschlichen Vernunft. Er hält es für den Aberglauben der Moderne, dass sie uns die Naturgesetze die Welt erklären wollen, während sie doch selbst das Erklärungsbedürftigste in der Welt sind.

Robert Spaemann

Robert Spaemann, geboren am 5. Mai 1927 in Berlin, studierte Philosophie, Romanistik und Theologie in Münster, München und Fribourg, habilitierte sich 1962 für Philosophie und Pädagogik in Münster und lehrte von 1962 bis 1992 Philosophie an der TH Stuttgart und den Universitäten Heidelberg und München, wo er 1992 emeritiert wurde.

Er hatte zahlreiche Gastprofessuren inne und erhielt mehrere Ehrendoktorwürden. Träger des Karl-Jaspers-Preises 2001 der Stadt und der Universität Heidelberg.

> Leseprobe

> Weitere Bücher von Robert Spaemann bei Klett-Cotta

Am 02.05. 2007, findet um 20.00 Uhr eine Veranstaltung zum 80. Geburtstag von Robert Spaemann. Sein Verleger Michael Klett wird mit dem Autor ein Gespräch führen:
> Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4, 70178 Stuttgart

Foto: (c) Heiner Wittmann

Interview mit Tad Williams

Mittwoch, 4. April 2007

ShadowmarchGerade ist die April-Seite der > Phantastik-Couch freigeschalten worden mit einem > Interview mit Tad Williams.

Er schreibt jetzt schon am 3. Band von Shadowmarch und hat wieder viele neue Projekte. Band II ist in Vorbereitung.

> Tad Williams

> Mailingliste Tad Williams

Lesungen im April

Dienstag, 3. April 2007

Feuer und Skepsis05.04. 2007 Beginn: 20.00 Uhr
Münster: Lesung
Brigitte Kronauer liest aus > Feuer und Skepsis – Einlesebuch in der projekt bar (Foyer der skulptur projekte münster 07), Rothenburg 30, 48143 Münster

http://www.literaturhaus-stuttgart.de/archiv/fotos/jan-06/clampitt-kronauer-1.jpgAnläßlich der Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Brigitte Kronauer am 5. November 2005 hat der Verlag mit dem Band Feuer und Skepsis – Einlesebuch eine Auswahl aus dem Werk von Brigitte Kronauer vorgelegt, das sprachlich kühn und künstlerisch präzise ist wie kaum ein anderes in der deutschen Gegenwartsliteratur.

Rückblick: > Brigitte Kronauer im Literaturhaus Stuttgart

Der unbekannte Islam12.04. 2007 Beginn:19.00 Uhr in Wien
Lesung/Vortrag
> Der unbekannte Islam – Sufismus, die religiöse Herausforderung. Podiumsdiskussion mit Gerhard Schweizer (Kulturwissenschafter / Autor), Gülmihri Aytac (Lehrerin für islamische Religion, Redakteurin von EuroAgenda), Rüdiger Lohlker (Institut für Orientalistik, Universität Wien). Die Moderation hat Wolfgang Klein (Ö1, Redaktion Religion)
Büchereien Wien, Urban-Loritz-Platz 2a, A – 1070 Wien.

Eine friedliche Auseinandersetzung des Islam mit anderen Kulturen entwirft Gerhard Schweizer. Seine Reise führt in die islamische Welt zu Sufis und Derwischen. Diese pflegen seit Jahrhunderten mystische Traditionen; sie überschreiten die üblichen Grenzen und überwinden die Begrenztheiten des Islam und anderer Religionen.

Gerhard Schweizer liest auch am 14.04. 2007 Beginn:18.00 Uhr
in der Buchhandlung Averroes, Schwarzspanierstr. 20, 01090 A-Wien.

Fallers Held

16.04. 2007 Beginn:19.30 UhrTalheim: Lesung
Sobo Swobodnik liest aus seinem Roman > Fallers Held. Gemeindebücherei Talheim, In den Hofwiesen 15/2, 74388 Talheim

Georg Elser und Faller – zwei Einzelkämpfer: der eine scheitert 1939 im Münchner Bürgerbräukeller mit seinem Attentat auf Hitler, der andere mit dem Versuch, diese Geschichte für unsere Gesellschaft zu rekonstruieren. Sobo Swobodnik legte ein einfühlsames Doppelportrait aus kunstvoll komponierter Fiktion und authentischer Geschichtsschreibung vor.

Weitere Termine im April

18.04. 2007 Beginn:20.00 Uhr – Aarau/Schweiz
Elisabeth Binder liest aus ihrem neuen Roman > Orfeo in der Stadtbibliothek, Graben 12, 5000 Aarau. Eine Veranstaltung der “Literarischen Aarau”.

21.04. 2007 Beginn:19.00 Uhr – Überlingen-Lippertsreute
Sabine Herre liest zur regionalen Küche in Deutschland aus ihrem Buch Flußkrebse, Rübchen und Moorschnucken im Rahmen des literarisch-kulinarischen Festivals “WortMenue” im Landgasthof “Brauerei Keller”, Riedweg 2 88662 Überlingen-Lippertsreute

22.04. 2007 Beginn:17.00 Uhr – Nürnberg
Marianne Krüll stellt ihr neues Buch > Die Mutter in mir – Wie Töchter sich mit ihrer Mutter versöhnen im Rahmen der Reihe “Soiréen am Sonntag” vor, eine Veranstaltung der vhs Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, Orangerie, Zi. 4.24, 90403 Nürnberg.

> Ein Gespräch mit Marianne Krüll

22.04. 2007 Beginn:19.00 Uhr – Hamburg
Gerhard Schweizer stellt sein neues Buch Der unbekannte Islam – Sufismus, die religiöse Herausforderung im Rahmen der “Vattenfall Lesetage 2007″ in Hamburg vor. – Winterkirche St. Katharinen, Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg.
Eintritt: 5,–€

23.04. 2007 Beginn:19.30 Uhr – Salzburg
Lesung/Vortrag. Buchvorstellung des Titels > Die Schiffbrüchigen von Jean Améry im Rahmen des Literaturgesprächs AUFGEBLÄTTERT. Mit Christa Gürtler, Petra Nagenkögel, Klaus Seufer-Wasserthal, Anton Thuswaldner.
Rupertus Buchhandlung, Dreifaltigkeitsgasse 12 , A – Salzburg. Veranstalter ist das Literaturforum Leselampe.
Eintritt frei

Die Schiffbrüchigen > Der Beitrag auf diesem Blog

24.04. 2007 Beginn:19.00 Uhr – Hamburg
Lesung. Wolfgang Schömel liest im Rahmen der “Vattenfall-Lesetage 2007″aus seiner neuen Geschichten-Sammlung Die Reinheit des Augenblicks in der Villa Circus Mignon, Osdorfer Landstr. 380, 22589 Hamburg.
Eintritt: 5,-€

24.04. 2007 Beginn:20.00 Uhr – Kirchheim/Teck
Vortrag/Lesung. Dagmar Ruhwandl stellt ihren Ratgeber > Erfolgreich ohne auszubrennen – Das Burnout-Buch für Frauen vor. Buchhandlung Zimmermann, Max-Eyth-Str. 4, 73230 Kirchheim/Teck.

24.04. 2007 Beginn:20.00 Uhr -Heidelberg
Lesung/Vortrag. Gerhard Schweizer stellt sein neues Buch > Der unbekannte Islam – Sufismus, die religiöse Herausforderung vor. Deutsch-Amerikanisches Institut e.V., Sofienstr. 12, 69115 Heidelberg.

24.04. 2007 Beginn:18.30 Uhr – Berlin
Lesung/Vortrag. Peter Bender stellt sein neues Buch > Deutschlands Wiederkehr. Eine ungeteilte Nachkriegsgeschichte vor. Institut für Zeitgeschichte, Außenstelle Berlin, Finkensteinalle 85-87, 12205 Berlin

> Ein Gespäch mit Peter Bender

25.04. 2007 Beginn:20.00 Uhr – Karlsruhe
Lesung/Vortrag. Gerhard Schweizer stellt sein neues Buch > Der unbekannte Islam – Sufismus, die religiöse Herausforderung vor. Veranstalter sind die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe e.V., die Evangelische Erwachsenenbildung und die Evangelische Luthergemeinde. Die Lesung findet im Saal der Luthergemeinde Karlsruhe statt. Durlacher Allee 23, Eingang Melanchthonstraße in 76137 Karlsruhe.
Eintritt: 4,–€

26.04. 2007 Beginn:19.00 Uhr – Hilden
Lesung/Vortrag. Marianne Krüll stellt ihr neues Buch > Die Mutter in mir – Wie Töchter sich mit ihrer Mutter versöhnen. Evangelische Erwachsenenbildung, Schulstr. 35, 40721 Hilden.

> Ein Gespräch mit Marianne Krüll

26.04. 2007 Beginn:20.00 Uhr – Berlin
Lesung. Nora Iuga liest aus ihrem Gedichtband Gefährliche Launen gemeinsam mit Daša Drndic, Alek Popov und Ostap Slyvynksy. Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin.

26.04. 2007 Beginn:19.00 Uhr – Mannheim
Lesung/Vortrag. Gerhard Schweizer stellt sein neues Buch > Der unbekannte Islam – Sufismus, die religiöse Herausforderung vor. Veranstalter sind das Institut für deutsch-türkische Integrationsstudien und interreligiöse Arbeit e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein KulturQuer Rhein-Neckar e.V. und dem Ökumenischen Bildungszentrum St. Clara. Veranstaltungsort ist das Ökumenisches Bildungszentrum St. Clara in B 5,19, 8159 Mannheim.

Der Vater Europas

Dienstag, 3. April 2007

Karl der Große Allein schon die vielen Parallelen zum Europa von heute machen diese Biographie so lesenswert: Was uns heute der Euro ist, war damals der kaiserliche Münzfuß. Wenn die Mitgliedstaaten der EU heute die Hochschullandschaft reformieren, dann offenbart Barbero auch hier eine Parallele, wenn er uns vom Engagement Karls des Großen bei der Reform des mittelalterlichen Bildungswesens erzählt.

“…mit Karl dem Großen entsteht in Europa zum erstenmal ein einheitlicher politischer Raum, der von Hamburg bis Benevent, von Wien bis Barcelona reicht und dessen große Handelsachsen der Rhein und die Häfen der Nordsee sind. Diese politische Einheit unterscheidet sich grundlegend vom Römischen Reich, dessen Zentrum das Mittelmeer bildete und zu dessen reichsten und kulturell besonders entwickelten Regionen Nordafrika und Kleinasien zählten. Um die beiden Historiker zu zitieren, die zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts gehören: Wenn es zutrifft, daß »Europa entstand, als das Römische Reich zusammenbrach« (Marc Bloch), dann erhält es sein eigentliches Gesicht allerdings erst später: es ist »das Reich Karls des Großen, das dem, was wir Europa nennen, zum erstenmal Gestalt verlieh« (Lucien Febvre). ( M. Bloch, »Problèmes d’Europe«, Annales ÉSC 7 (1935): 476; L. Febvre, L’Europe: genèse d’une civilisation (Paris, 1999)”, schreibt Barbero in seinem Vorwort.

Karl der Große (748 – 814) gehört zu den herausragenden Gestalten der mittelalterlichen Geschichte. Alessandro Barbero verknüpft die Darstellung des politischen Lebens mit den gesellschaftlichen Entwicklungen im Europa jener Zeit, die sich an den Höfen, in den Klöstern und Abteien, Grafschaften und Diözesen und in der Welt der einfachen freien und unfreien Männer und Frauen vollzogen. Er schildert die kriegerischen Auseinandersetzungen der Franken und berichtet von den diplomatischen Verwicklungen mit Byzanz. Hofakademie, Bildungsreform und Kunst sind beeindruckende Zeugnisse für das von Karl geförderte Programm der kulturellen und wirtschaftlichen Erneuerung.

Alessandro Barbero, geboren 1959 in Turin, ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität von Ostpiemont in Vercelli.

> Alessandro Barbero, Karl der Große. Vater Europas

Merkur – April 2007

Montag, 2. April 2007

Merkur Bei Klett-Cotta ist das April-Heft vom MERKUR. Zeitschrift für europäisches Denken erschienen:

In diesem Heft geht es um Aufklärung und das Spiel der Loyalitäten: Wann, fragt Michael Rutschky, ist eine grundlegende Positionsänderung eine notwendige Revision, und wann ist sie schmählicher Verrat? Und Rutschky beobachtet “das Spiel der Loyalitäten zwischen Personen” und auch “im Hinblick auf real existierende Sozialgebilde (Fußballmannshaften, Parteien, Schülercliquen)” und “im Hinblick auf Texte – bibelgläubige Christen, die noch aus verderbten Stellen Sinn herausschlagen durch hermeneutische Akrobatik bieten hier das beste Beispiel.”

Nick Cohen “Und die Linke beschloß, Amok zu laufen” zeigt, wie die Linke ihre moralische Überlegenheit aufgab und antiwestliche Dikatoren unterstützte. Matthias Küntzel erinnert an die Teheraner Geiselnahme, mit der 1979 die amerikanische Beschwichtigungspolitik begann.

Rudolf Burger bedauert in seinem Beitrag “Suche nach Gewißheit und Sicherheit”, daß die Moderne philosophisch stärker durch Descartes als durch Montaigne geprägt ist. Ann Talbot (“Radikale Aufklärung. Zu Jonathan Israels Buch großem Spinoza-Buch”) rezensiert das Buch über Spinoza, dem sie schon den Rang eines Klassikers zuerkennt.

“Menschenleben heißt Sterbenlernen” schreibt Hubert Markl und Jürgen Kocka berichtet über die “Chancen alternder Gesellschaften”.

Der Beitrag von Volker Gerhardt > Philosophiekolumne. Im Jahr des Geistes können Sie gleich hier lesen.

Falls Sie das letzte Heft verpaßt haben oder im Archiv einen Artikel suchen möchten oder auch schon mal in die Vorschau sehen möchten, dann ist dies die richtige Adresse: > www.online-merkur.de