Verlagsblog

Archiv für August 2007

Brigitte Kronauer: Errötende Mörder

Donnerstag, 30. August 2007

Errötende MörderHeute erscheint bei Klett-Cotta der neue Roman Errötende Mörder von Brigitte Kronauer.

Diesmal geht es zu einem langen Wochenende in die Schweiz. Es wird gewandert und gelesen, so hat sich der Kleinunternehmer Jobst Böhme aus Hamburg die Tage zum Ausspannen vorgestellt. In seinem Koffer drei unveröffentlichten Manuskripte, die ihm ein befreundeter Schriftsteller mit auf die Reise gab: „… dieses Lesen in der Einsamkeit, ein erstes Korrekturlesen, werde ihm bestimmt bekommen,“ hatte der Freund ihm in Aussicht gestellt.Brigitte Kronauer Errötende Mörder steht als Titel auf einem drei Manuskripte. Böhme kommt an seinem Ziel an und erkundet die Umgebung:“Einen ganzen Roman pro Tag, so ein Wahnsinn!“ – Der böse Wolfsen oder Das Ende der Demokratie heißt der erste Roman, mit dessen Manuskript er sich in einem Talende verkriecht. Am nächsten Tag nimmt er das zweite Manuskript Errötende Mörder mit. Tippfehler findet er in den Manuskripten nicht, aber er lernt die Innenwelten von drei Figuren kennen und macht auf diese Weise auch eine Entdeckungsfahrt durch die Psyche seiner Mitmenschen.

> Errötende Mörder
Roman, gebunden mit Schutzumschlag, 334 Seiten
ISBN: 978-3-608-93730-5

Verlangen nach Musik und Gebirge
Denis Scheck, > Verlangen nach Musik und Gebirge

Ein Blick ins > Fotoarchiv des Stuttgarter Literaturhauses:

> Das gelobte Land der Dichter
Peter Kaeding, Montag, 23.11.09, 19.00 Uhr

> Zwei schwarze Jäger
Brigitte Kronauer, Donnerstag, 17.09.09, 20.00 Uhr

> Brotschrift – 25 Jahre Verlag Ulrich Keicher
Ulrich Keicher, Montag, 08.12.08, 20.00 Uhr

> Dri Chinisin – Comics & Literatur?
Brigitte Kronauer, Donnerstag, 03.04.08, 20.00 Uhr

> Amy Clampitt – Eisvogel
Amy Clampitt, Montag, 16.01.06, 20.00 Uhr

> Betrifft: Buchpremiere
Tankred Dorst, Freitag, 17.12.04, 20.00 Uhr

> Verlangen nach Musik und Gebirge
Brigitte Kronauer, Mittwoch, 08.12.04, 20.00 Uhr

> Vom Abklatsch in der Kunst
Brigitte Kronauer, Mittwoch, 22.09.04, 20.00 Uhr

Foto: Heiner Wittmann

Das Haus

Donnerstag, 30. August 2007

Das HausEs ist so weit. Heute erscheint bei Klett-Cotta Das Haus
von Mark Z. Danielewski.

Der Pulitzer-Preisträger Will Navidson zieht mit seiner Frau und den beiden Kindern in ein Haus. Ganz nebenbei filmt er die alltäglichen Vorgänge in den Zimmern und Fluren und entdeckt etwas, was eigentlich gar nicht sein kann. Es gibt tatsächlich im Haus Zimmer, die auf keinem Grundriss verzeichnet sind. Im Elternschlafzimmer wird eine schlichte weiße Tür mit einem silbernen Knauf entdeckt. Die Photographien aus früheren Tagen belegen, daß die Wand vorher weiß und glatt war – ohne Tür. Schließlich klettert Navidson auf eine Leiter und vermißt im 2. Stock die Außenwand des Elternschlafzimmers bis zu der Außenwand des Kinderzimmers. Innen sind es 12,6 Meter, hier draußen ist der vermeintlich selbe Abstand nur 12,1 Meter breit: „eine physikalische Realität, die weder der Geist noch der Körper akzeptieren kann.“ Weitere Räume werden entdeckt und es folgt eine akribische wissenschaftliche Untersuchung aller Einzelheiten, die nur immer mehr Unerklärbares aufdeckt oder eher verschleiert. Die Kinder stören sich an den seltsamen Verhältnissen gar nicht. Sie nehmen die neuen Räume einfach in Besitz, derweil die Erwachsenen sich abmühen, die „unvereinbaren Wahrheiten“ zu verstehen“.

> Das Haus: Leseprobe

> Das Haus, Roman, aus dem Amerikanischen von Christa Schuenke
(Orig.: House of Leaves).
Gebunden mit Schutzumschlag, bedruckte Vorsätze, zweifarbiger Druck,
Lesebändchen, 11 Abbildungen, 827 Seiten
ISBN: 978-3-608-93777-0

Kein Wille zur Macht: Dekadenz
Das Sonderheft vom MERKUR

Montag, 27. August 2007

Merkur Heft 7000Wenn ich dieses Heft aufschlage, die ersten Beiträge lese, um dann beim Durchblättern, die Struktur des Heftes zu erkennen, um sie für diesen Beitrag zusammenzufassen, dann passiert es wieder, dieses Festlesen. Das Thema der Dekadenz eignet sich vorzüglich, die vielen Parallelen und Verbindungen zwischen der Geschichtswissenschaft, der Soziologie, der Politik, der Wirtschaft, Psychologie und den Naturwissenschaften zu verfolgen. Jeder dieser in diesem Heft versammelten Autoren bringt das gestellte Thema im Rahmen seines Fachbereichs auf den Punkt und zeigt zugleich die Perspektiven für künftiges Handeln auf, gibt also Denkanstöße auch für die Politik. Genausogut richtet sich dieses Heft auch an Literaturwissenschaftler, weil Literatur ja immer auch eine Zeitdiagnose ist. – Eigentlich gibt es die Dekadenz nicht. Das Lamento über den Werteverfall klingt immer wieder mal an und ist auch hin und wieder gerechtfertigt. Es genügt, den Fernseher einzuschalten oder auf die Straße zu gehen, um die „Vulgarisierung des Lebens“ zu beobachten. Aber die Herausgeber Karl Heinz Bohrer und Kurt Scheel dieser Ausgabe des MERKUR betonen in ihrer > Einleitung ausdrücklich, daß es hier nicht um traditionelle europäische Dekadenztheorien geht, sondern es sollen in diesem Sonderheft „aktuelle und historische Beschreibungen von spezifischen Symptomen einer kulturellen und politischen Depression“ zur Sprache kommen. Es geht um „gewisse Standards zivilisierter Gesellschaften (…), die in Vergessenheit zu geraten drohen.“ Die Herausgeber möchten mit diesem Heft die Möglichkeit zeigen, „an einem Schimpfwort rettende Kritik zu betreiben.“ Drei Teile stellen die Herausgeber vor: Zunächst skizziert Karl Heinz Bohrer das Thema Kein Wille zur Macht. Es folgen Aufsätze von Siegfried Kohlhammer, Der Haß auf die eigene Gesellschaft. Vom Verrat der intellektuellen, Hans-Ulrich Gumbrecht, der in Stanford lehrt, Stolz. Über Grenzen des Zumutbaren und Norbert Bolz über > Die Religion des Letzten Menschen.

Danach wird die Dekadenz in politischer, soziologischer, ökonomischer und biologischer Perspektive betrachtet. Alexander Demandt berichtet über Denkformen in der Antike: Dekadenz als Mythos, Modell und Metapher. Sallust wird von Burkhard Müller vorgestellt: Vom ewigen Niedergang. Betrachtungen über unseren Unzeitgenossen Sallust. Uwe Simson fragt Spengler? Über Kämpfer, Helden und Niedergang berichtet Herfried Münkler: Heroische und postheroische Gesellschaften. Rainer erklärt, Wie globale Weltordnungen scheitern können: Der Untergang Roms.

Im dritten Teil geht es um kulturelle Aspekte, psychologische und ästhetische Fragestellungen. Hans-Peter Müller fragt „Hält das soziale Band?„, ein Begriff, den Emile Durkheim geprägt hat, und zeigt, wie soziologische Fragen auf der Grundlage profunder Geschichtskenntnisse formuliert werden können. Ihm geht es um eine neue „Zielsetzung und Vision für die Gesellschaft, um die Reziprozitätsbalance zwischen den Institutionen und Akteuren wiederherzustellen.“ Statt einfach nur das ewige Lied der Reformen anzustimmen, mittlerweile heißt ja bei uns jede Veränderung und Verteuerung auch Reform, schlägt Müller allen das Naheliegende vor: „Mehr Humboldt wagen!“ – Cord Riechelmann untersucht Degeneration und Dekadenz in der Biologie und Rainer Paris schreibt über die Frechheit.

> Merkur, Heft 700: Keine Wille zur Macht. Dekadenz

Die Borribles kommen am 29.8. zurück.

Freitag, 24. August 2007

Die BorriblesAuf dem Stapel mit den Neuerscheinungen liegt noch ein dickes Buch: > Die Borribles von Michael de Larrabeiti. Die Trilogie in einem Band steht auf der Website von Klett-Cotta.

Grabscher und Poch, zwei Borribles, befinden sich gerade auf Kontrollgang im Battersea Park, als Timbucktu, ein echter Rumbel, vor ihnen auftaucht. Statt kurzen Prozeß mit ihm zu machen – der Fluß ist nicht weit – nehmen die Beiden ihre nächtliche Begegnung mit und befördern ihn in ihrer Behausung unsanft in den Keller. Borribles? Sie sind eigentlich immer mager, haben spitze Ohren, „kommen immer abgerissen daher, der Arsch hängt ihnen aus der Hose, aber abgesehen davon sehen sie aus wie gewöhnliche Kinder…“ (S. 12) Nur Kinder kommen mit ihnen in Kontakt und diese werden leicht selber Borribles, wenn plötzlich mal nicht auf sie aufgepaßt wird. Weg sind sie, und solange sie nicht erwischt werden, gedeihen sie als Borribles, die übrigens gar nicht wachsen. Sie sind Ausgestoßene, genießen aber ihre Freiheit. Ihre echten Feinde sind die Rumbels, deren Hochmut sie nicht ausstehen können. Man wird ein Borrible, wenn man ein Abenteuer erfolgreich bestanden hat. Am besten spielt man einem Erwachsenen einen witzigen Streich. Gelingt der, bekommt der Borrible seinen Namen.

Nun, die Geschichte geht weiter, der Rumbel ist bei den Borribles angelangt, und die holen Zoff, damit er sich den Rumbel anschaut. Das macht er und äußert sich sofort bitter über die Rumbels. Grabscher versucht abzuwiegeln, und man erfährt gleich eine ganze Menge mehr über das Verhältnis von Borribles und Rumbels. Überhaupt ist die Art, wie de Larrabeiti mit die Entwicklung der Geschichte mit der soziologischen Analyse und den Erscheinungen der Borribles und Rumbels verknüpft, höchst geschickt und eine Verführung zum Festlesen. „Unmöglich kann man verlieren, was einem nicht gehört,“ (S. 19) gehört zu den Lieblingssprüchen der Borribles. Was zunächst nach einem Einzelbesuch aussieht, wird in der Versammlung der Borribles zu einer Warnung vor einer „Invasion der Rumbels auf unserem Territorium“ (S. 21)

»Die Pubertät als urbanes Überfallkommando – ein toller Lesespaß!« hat Andreas Steinhöfel geschrieben.

The Borribles (1976) hat auf deutsch 1984 den Titel Die Borribles. 1 Auf zur großen Rumbeljagd bekommen. Der 2. Band Im Labyrinth der WendelsThe Borribles go for Broke (1981) – erschien 1984 bei Klett Cotta. Der Originaltitel des 3. Bandes lautet The Borribles: Across the dark Metropolis (1986) und der Band wurde unter dem Die Schleppnetzfahndung wurde von Klett-Cotta 1986 veröffentlicht. Alle Bände wurden von Joachim Kalka übersetzt.

> Die Borribles
von Michael de Larrabeiti, 1. Aufl. 2007, 799 Seiten. ISBN: 978-3-608-93787-9

Das hier ist nicht für euch
Mark Z. Danielewski, „Das Haus“

Mittwoch, 22. August 2007

Das Haus„Das hier ist nicht für euch.“ – mit diesem Satz beginnt „Das Haus. House of Leaves“ von Mark Z. Danielewski. Ich habe den Anfang des Buchs vor einigen Wochen als Leseprobe bekommen, war fasziniert und begeistert und habe seitdem darauf gewartet, weiterlesen zu können. Letzte Woche kamen endlich die ersten Exemplare aus der Druckerei, mittlerweile habe ich den ganzen Text gelesen. Ein im besten Sinne wahnsinniges Buch, über dessen Aufbau, Erzählweise man viel sagen könnte. Vor allem aber: ein Buch, das Spaß macht, das ein Leseereignis ist, dessen Lektüre geradezu einen Sog entwickelt.

Liest man den Anfang, so meint man eine Geschichte in der Tradition Edgar Allan Poes oder H.P. Lovecrafts vor sich zu haben – transformiert in unsere moderne Welt. Es wird von einem Haus berichtet, das sich umso seltsamer und eigenartiger erweist, je genauer es erforscht wird. Das innen größer ist als außen. Das Räume hat, die auf keinem Grundriss zu finden sind. Das Gänge von unfassbarer Länge beherbergt. Das im Inneren den Gesetzen der Geometrie und Logik nicht gehorcht. Das sich fortlaufend und scheinbar mühelos verändert (was kongenial durch die unkonventionelle Textgestalt gespiegelt wird).

Man könnte die Rahmenhandlung, die vielfältigen Bemerkungen und Exkurse der Herausgeber unbeachtet lassen – sie sind durch die dafür verwendete, andere Schriftart sofort erkenntlich, und hätte auf dieser Ebene eine grandios erzählte , spannende und mitreißende Abenteuergeschichte. Oder man lässt sich auf das Spiel mit den Ebenen, Bezügen und Überlagerungen ein und findet eine faszinierende Erzählkonstruktion vor, die einen staunen lässt. Die plötzlich Bezüge zwischen dem Haus und der Identität und dem Bewusstsein der darin vorkommenden Menschen erkennen lässt. Die Fragen nach der eigenen Identität und Weltsicht aufzeigt. Und die – vielleicht das größte Aha-Erlebnis an diesem Buch – nicht schwer wirkt, sondern Spaß macht.

Ein bisschen Mut braucht man aber, um sich auf „Das Haus. House of Leaves“ einzulassen, denn man ist gewarnt: „Das hier ist nicht für euch.“

Das Haus erscheint am 29.8.2007 bei Klett-Cotta.

Kochen in Deutschland: Die neue Gastlichkeit

Dienstag, 21. August 2007

Seit gestern lese ich im neuen Kulinarischen Almanach, der am 29. August erscheinen wird. Zum Auftakt berichtet Peter Eickhoff über die Herren der Tische. Er hat Kellner in Restaurants des alten Europa beobachtet Zuerst im > Café Bräunerhof – ersatzweise: > Café Bräunerhof – in Wien, wo Robert Schindel den Roman Gebürtig schrieb: „Der Kaffeehauskellner im „Bräunerhof“ hat einen wunderbaren Kinnbart, über dem sich die Enden eines klassischen Schnurrbartes drehen.“ Und in Paris war er im Restaurant Chartier – 7, rue du Faubourg Montmartre -, wo ich schon oft gewesen bin. Genau, man kommt durch die Drehtür nicht nur ins Lokal, sondern man wird sachte in eine andere Zeit befördert.Und das schreibt auch Eickhoff, die Kellner mit den roten Weinkennernasen haben vielleicht auch schon Balzac und Zola bedient. Zumindest sehen sie so aus. In Bologna gings in Restaurant Diana unter den Arkaden der Via dell’Indipendenza. Die Gespräche am Tisch verstummen, wenn der Kellner mit dem Wagen angerollt kommt, stehen bleibt und die Fleischgabel und das genauso große Messer hochhält. Die Geschäftsleute zupfen an ihren Servietten, und die Zeremonie beginnt. Was hier passiert, nennt man festlesen. Statt oberflächlich zu resümieren, würde ich am liebsten einfach vorlesen. Das wäre hier mal angemessen.

Carmen v. Samson berichtet über Einladungskarten, die sie im Nachlaß ihrer Schwiegermutter gefunden hat. Das waren noch Zeiten: u.A.w.g. Weiter geht es mit den Vorbereitungen, deshalb fragt Anke Schipp unter dem Titel Lust auf Kleidung Was trägt der Gast? Was zu welcher Tageszeit? Welche Farben, welcher Schnitt? Aber sie erwähnt auch die Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Christian Mittermeier berät uns bezüglich der Einrichtung der Küche: Einfach gut kochen. Herd und Backofen, Wärmeschublade, Umluft, Oberhitze. Ich denke an die vielen Küchenläden, auf denen ich vorbeikomme, wenn ich vom Büro aus in die Stadt gehe. Manchmal sind Gastgeber überfordert. Ijoma Mangold weiß, warum es jetzt ums „Abrüsten“ geht, und Isabel Klett hat diesen Beitrag mit der fünfarmigen Gastgeberin illustriert, die es an nichts fehlen läßt. Joachim Blessing hat seine Gedanken zur Fischkultur notiert: Das Dithmarscher System. Erwin Seitz erinnert sich an das St. John’s College in Oxford: Gespräch und Gastronomie. Jenseits von Humtata hat Katja Mutschelknaus über ihren Beitrag geschrieben und erzählt, was sich rund um den Viktualienmarkt in München essensmäßig abspielt. – Am nächsten Samstag bin ich in München. – Michael Klett nimmt den Leser auf eine Reise nach Süddeutschland zu Landgasthöfen, Bierschwemmen und Brauereistuben mit: > Brauerei Fässla in Bamberg, > Brauerei-Hotel Drei KronenMemmelsdorf und das > Restaurant Landgasthof Brechtmann in Schürsdorf. Und Jürgen Schiller war in > Grashoff’s bistro in Bremen zu Gast.

Und dann folgt nach vielen weiteren Beiträgen der Deutsche Küchenkalender 2008 mit Rezepten ausgedacht von Christian Mittermeier und Jürgen Koch und aufgezeichnet von Erwin Seitz: Schwarzwurzeln in Petersiliensauce im Januar, Weißblaue Kalbswurst im März und Heißgeräucherte Forelle im April. Genug. Diese Rezepte sind wunderbar. Aber jetzt muß ich aufhören. Ich habe Hunger, und mir bleibt jetzt nur der Weg in die Kantine.

> Cotta’s Kulinarischer Almanach, N° 15, Deutschlands neue Gastlichkeit

Die Fotos habe ich – mit dem Handy – in der > Weinstube Adler in Stuttgart-Untertürkheim aufgenommen. – 2010. Der Chef der weinstube Adler ist mittlerweile umgezogen. Jetzt kocht Sebastian Ludwig in der > Weinstube am Stadtgraben in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Peter Heather, Der Untergang des Römischen Weltreichs

Donnerstag, 9. August 2007

Peter HeatherDas Ende der Westhälfte des Römischen Imperiums gehört zu den Revolutionen der Weltgeschichte, die die Welt von Grund auf verändert haben. Aufgrund jüngster archäologischer Entdeckungen und einer Neulektüre bekannter klassischer Texte hat er eine aufsehenerregende, neue Geschichtserzählung über diese Zeit verfasst. Der Band wird am 2. Oktober 2007 erscheinen.

H-Soz-u-Kult, das Informations- und Kommunikationsnetzwerk für professionell tätige Historikerinnen und Historiker, hat bereits in der Kategorie „Alte Geschichte“ den Band > Der Untergang des Römischen Weltreichs von Peter Heather von einer international besetzten > Jury des Geschichte-Portals H-Soz-u-Kult zu einem der Bücher des Jahres 2007 gewählt.

„Jedem, der sich einen soliden und quellenfundierten Überblick über die politischen Ereignisse im Westen des Reiches zwischen der Schlacht von Adrianopel und der Absetzung des Romulus Augustulus auf neuestem Forschungsstand verschaffen möchte, kann das Buch als hervorragende Lektüre empfohlen werden. Aber auch derjenige, der über die Gründe für den Untergang Roms nachdenken möchte, wird in Heathers Buch – trotz oder gerade wegen der Einseitigkeit seiner These – wertvolle Anregungen finden. Durch den Akzent auf die Rolle der Hunnen bietet Heathers an sich vertrautes Untergangsszenario durchaus auch neue Sichtweisen auf eine faszinierende Phase der römischen Geschichte,“ schrieb Udo Hartmann für H-Soz-u-Kult,
> http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de

Peter Heather, > Der Untergang des Römischen Weltreichs
Aus dem Englischen von Klaus Kochmann (Orig.: The Fall of the Roman Empire)
4. Aufl. 2009, 640 Seiten,gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 16 Karten im Text, Vorsatzkarte, farbiger Tafelteil
ISBN: 978-3-608-94082-4

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