Verlagsblog

Archiv für November 2007

Wer behauptet eigentlich immer noch Geisteswissenschaftler seien oft rechte Langweiler?

Mittwoch, 28. November 2007

Merkur Dezember 2007Wer das noch immer meint, den belehrt das Dezemberheft des Merkurs (Nr. 703) nun wirklich eines besseren.

Der Kunsthistoriker Wolfgang Kemp berichtet über die > Schriften von Laien – *.pdf – die den akademischen Betrieb aufmischen. Ganz leicht genervt und kritisch schreibt er, läßt aber doch eine bemerkenswerte Vielfalt der eingesandten Schriften erkennen.

Christian Demand hat die Kunstakademien genauer betrachtet und vermutet, sie nehmen sich nicht mehr ernst. Manche ihrer Mitglieder nehmen ihre Aufgabe aber doch sehr ernst und wenden sich gegen eine Verschulung der Grundlehre, um ja nicht die Kreativität ihrer Studenten anzutasten. Detlev Schöttker ist Literaturwissenschaftler und hat nachgeforscht, wie die DDR durch Film und Fernsehen auf die Bevölkerung der Bundesrepublik eingewirkt hat? Wolfgang Wieder, Professor für Zoologie und Zoophilosophie hat Das Handwerk der Freiheit des Schweizer Philosophen Peter Bieri gelesen. Raffiniert und frustierend nennt er die Lektüre dieser 400 Seiten. Der Philosoph Otfried Höffe berichtet über drei Pioniere der Moderne: Machiavelli, Bacon, Hobbes. Pioniere entdecken nicht nur Neuland, sie erschießen es auch. Alle drei haben, so Höffe, überzeugende Lösungsvorschläge vorgelegt. – Zum Begriff des Machiavellismus habe ich im Sommer diesen Jahres mit > Dirk Hoeges ein Gespräch geführt. –

Michael Stolleis rezensiert Bücher, die sich mit den Reaktionen des Staates auf die Gefahren des Terrorismus befassen. > Ulrike Ackermann fragt: „ist die bürgerlich-kaitalistische Moderne so kalt in ihrer Rationalität, daß ein Leben ohne Transzendenz und Erlösungsversprechen den Bürgern zu profan geworden ist?“ und schreibt über ihre Soziologiekolumne „Die Kinderzeiten der Menschheit sind nicht vorüber.“ Friedrich Vollhardt rezensiert den Lessing-Essay von Jan Philipp Reemstma Lessing in Hamburg. 1766-1770 (Beck, München 2007). Wie können elektromagnetische Prozesse zu Bewußtsein werden? fragt sich der Psychologe Wolfgang Marx. Ernst Osterkamp hat die Aufsätze von David E. Wellbery zur ästhetischen Wissenschaft gelesen. Kar-Heinz Ladeur fragt in bezug auf PISA „Von Finnland lernen?“ und Hans-Ulrich Gumbrecht berichtet aus Amerika: „Americana (III). Trailer Parks.“

Zum Abschluß des Jahres der > Geisteswissenwissenschaften also das Dezember-Heft des MERKUR.

> MERKUR

Literaturhaus Stuttgart

Mittwoch, 28. November 2007

Das Fotoarchiv des Literaturhauses StuttgartDas > Stuttgarter Literaturhaus verfügt über ein nahezu vollständiges > Fotoarchiv vin ungefähr 300 Veranstaltungen seit seiner Gründung 2005. Zuletzt war > Martin Walser am vergangenen Montag zu Gast im Literaturhaus und las aus seinen Tagebüchern 1963-1972. Die Veranstaltung wurde von Julia Schröder (Stuttgarter Zeitung) moderiert. Martin Walser
Am Montag 3.12. ist Ulf Stolterfoht, „Holzrauch über Heslach“ im Stuttgarter Literaturhaus und dort im Nachtcafé
am Donnerstag, 13.12.2007, um 21.00 Uhr wird Hanns-Josef Ortheil Peter Sloterdijk empfangen.

Das vollständige Programm
> www.literaturhaus-stuttgart.de

Fotos: H.Wittmann

Auf Lesereise: Jon McGregor: So oder so

Freitag, 23. November 2007

So oder soDas Buch von McGregor war eines der ersten Bücher, das ich von dem großen Stapel hier nahm, um es durchzublättern, um für diesen Blog etwas darüber zu schreiben. Die Lektüre der ersten Seiten … „Es war das erste Mal, daß Mary mit in der Stadt beim Gesindemarkt war. Bisher hatte sie immer ihrem Vater hinterhergesehen, wenn er mit ihren Brüdern loszog; hatte in der niedrigen Tür gestanden und zum Abschied gewinkt, neben sich ihre Schwester Cathy, Tommy, der sich an den Händen der beiden festhielt, und ihre Mutter, die sich, lange bevor sie verschwunden waren, abwandte und sagte wir haben keine Zeit, hier den ganzen Tag herumzustehen. Aus den Erzählungen ihres Vaters, wenn er abends allein zurückkam, hatte sie eine gewisse Vorstellung davon gehabt; sie und Cathy lagen im Bett und lauschten, während er leise bei den letzten Torfsoden des verlöschenden Feuers mit ihrer Mutter sprach. Aber auf so viele Menschen war sie nicht gefaßt gewesen, und so viel Lärm, und die Art, wie ihr Vater starr geradeaus blickte, wenn ein Herr auf ihn zukam und fragte sucht dein Junge eine Stelle?“ … und dann des ganzen Buches. Schade, daß ich bei der Lesung kein Mal dabei sein. Auf seiner Lesereise, liest Jon McGregor aus seinem neuen Roman > So oder so.

Jon McGrebor, > So oder so

SpezialistInnen Roundtable beim Symposiums
Mit den Worten des Anderen – Literatur und ihre Übersetzer.

Mittwoch, 21. November 2007

Am 24.11. 2007, 17:00 Uhr nimmt > Christa Schuenke, Die Übersetzerin von Mark Z. Danielewski, Das Haus, House of Leaves und William Gibson > Mustererkennung nimmt teil am SpezialistInnen Roundtable beim Symposiums Mit den Worten des Anderen – Literatur und ihre Übersetzer.

22. bis 25. November 2007 im Literaturhaus in , Seidengasse 13, A-1070 Wien.

> Erich Fried Tagen Symposium

Mit Christa Schuenke habe ich auf der Frankfurter Buchmesse ein Gespräch, geführt, das hier auf dem Blog angehört werden kann.

Kann man Persönlichkeiten ändern?

Mittwoch, 21. November 2007

Habe meinen Bücherstapel nach der Buchmesse noch immer nicht abgearbeitet. Bisher sind für jeden beitrag zwei neue Bücher draufgelegt worden.Gerhard Roth„Mit zwei Fragen des Alltags beschäftigen sich die Menschen, seit sie begonnen haben, über sich selbst, ihr Handeln und das ihrer Mitmenschen nachzudenken, nämlich erstens: ‚Wie soll ich mich entscheiden? Soll ich eher meinem Verstand oder eher meinen Gefühlen folgen?‘ und zweitens: ‚Wie schaffe ich es, Menschen so zu verändern, dass sie das tun, was ich von ihnen will? Und wie schaffe ich es, mich selbst zu ändern?'“

Das ist der erste Absatz der Einleitung des Buches von Gerhard Roth, das gerade in der 3. Auflage bei Klett-Cotta wieder erscheinen ist:
> Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern.

Mit den Antworten auf diese Fragen, die Gerhard Roth vorlegt, können auf der Grundlage neuer psychologischer und neurobiologischer Kenntnisse Entscheidungsprozesse und damit auch die Veränderbarkeit des Menschen besser verstanden werden. Roth erklärt, wie in jedem Individuum die Persönlichkeit auf mehr oder weniger von einander getrennten Ebenen unbewusst-bewusst angelegt ist und diese auch gleichzeitig emotional-rationalen Veränderungen unterliegt. Beiden Bereichen können unterschiedlichen Prozesse zugeordnet werden. Mit der Beschreibung dieser Vorgänge werden Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensänderungen zumindest theoretisch beschreibbar.

Roth schreibt in der Einleitung u. a.: „Von gänzlich anderer Art sind die Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie, insbesondere die Beschäftigung mit der Frage, ob die Erlebnisse und Erfahrungen in den ersten Lebensmonaten und -jahren tatsächlich so wichtig und prägend für die spätere Entwicklung der Persönlichkeit sind, wie dies von Vertretern der Entwicklungspsychologie und der modernen (hier über Freud hinausgehenden) Psychoanalyse behauptet wird, warum – wenn ja – dies so ist und in welchem Maße man gegen diese frühen prägenden Einflüsse in späteren Jahren noch etwas tun kann. Hier hat insbesondere die Bindungsforschung eine revolutionäre Rolle gespielt, indem sie aufzeigte, dass in der Tat Merkmale der jugendlichen und erwachsenen Persönlichkeit, insbesondere ihr Bindungsverhalten (d. h. der Umgang mit Partnern) und das Verhältnis zu sich selbst in hohem Maße von der Art und Qualität der frühen Bindungserfahrung abhängen.“

Der Blick in das Inhaltsverzeichnis:

1 Persönlichkeit, Anlage und Umwelt
2 Ein Blick in das menschliche Gehirn

EXKURS 1 Methoden der Hirnforschung

3 Ich, Bewusstsein und das Unbewusste
4 Die Verankerung der Persönlichkeit im Gehirn

EXKURS 2 Verstand oder Gefühle – ein kleiner Blick in die Kulturgeschichte

5 Ökonomie und Psychologie der Entscheidungsprozesse
6 Psychologie und Neurobiologie von Verstand und Gefühlen
7 Was uns Handlungspsychologie und Neurobiologie über die Steuerung von Willenshandlungen sagen
8 Welches ist die beste Entscheidungsstrategie?

EXKURS 3
Wie veränderbar ist der Mensch?
Ein zweiter Blick in die Kulturgeschichte Erziehungsoptimismus als »Staatsreligion«

9 Persönlichkeit, Stabilität und Veränderbarkeit
10 Veränderbarkeit des Verhaltens aus Sicht der Lernpsychologie
11 Motivation und Gehirn
12 Einsicht und Verstehen
13 Über die grundlegende Schwierigkeit, sich selbst zu verstehen
14 Was können wir tun, um andere zu ändern?
15 Möglichkeiten und Grenzen der Selbstveränderung
16 Persönlichkeit und Freiheit

Mir fällt dabei die Studie von Sartre über Gustave Flaubert Der Idiot der Familie ein, in der er die Jugendjahre Flauberts und dessen Familienleben mit den ausführlichen Porträtstudien seiner engsten Verwandten und auch später seiner Freunde wie le Poittevin von allen Seiten her untersucht. Immerhin trotz Sartres dezidierten Ablehnung des Unbewußten („Bewußtesein ist immer ein Bewußtsein von etwas…“) auch das Drehbuch zum Film von John Huston über Freud verfaßt, das in einer gekürzten Fassung des Drehbuchs – ohne den Namen Sartres – verfilmt worden ist.

Ich will aber hier nicht abschweifen, aber dennoch berichten, wie die Beschäftigung mit einem Buch, das Durchblättern, das Lesen der ersten Seiten, dann des ersten Kapitels und dann das Schreiben über ein Buch, sei es auch nur für diesen Blog, das Interesse nachhaltig weckt, das Buch auch zu lesen. Man geht oft im Buchladen an den Regalen und Tischen vorbei, nimmt man aber erstmal ein Buch in die Hand, beginnt zu lesen, dann merkt man schnell, wie das Buch sich seine Leser macht – frei nach Emile Hennequin, La critique scientifique, (mit einem Nachwort von D. Hoeges, „L’oeuvre d’art en tant que signe“ und Register) Heidelberg 1982.

Roth schreibt auch: „Im Zentrum der hier präsentierten Vorstellungen steht ein neurobiologisch fundiertes Modell der Persönlichkeit. Persönlichkeit ist danach von vier großen Determinanten bestimmt, nämlich von der individuellen genetischen Ausrüstung, den Eigenheiten der individuellen (vornehmlich vorgeburtlichen und frühen nachgeburtlichen) Hirnentwicklung, den vorgeburtlichen und frühen nachgeburtlichen Erfahrungen, besonders den frühkindlichen Bindungserfahrungen, und schließlich von den psychosozialen Einflüssen während des Kindes- und Jugendalters.“

Jetzt bin ich doch gespannt darauf, wie er die neurobiologischen Faktoren und die psychosozialen Einflüsse in ihrem Verhältnis zueinander gewichtet.

Gerhard Roth, > Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern.

Die Lesung von Michal Hvorecký in Stuttgart

Montag, 19. November 2007

Michal HvoreckýMichal Hvorecký

Michal Hvorecký fühlt sich im westlichen Münsterland, wo er vom November 2007 bis Januar 2008 im > Künstlerdorf Schöppingen ist, schon ganz zu Hause. Zur Zeit arbeitet er an einem neuen Roman, der auch schon einen Titel hat: Eskorta und der Anfang 2009 wieder im Tropen-Verlag erscheinen soll.

Bei seiner Lesung im – bis auf den letzten Platz besetzten – Buchcafé bei den > Stuttgarter Buchwochen hat er einige kürzere Texte gelesen, die gerade erst entstanden sind. Dann hat er Auszüge aus dem neuen Stück „Slowakisches Institut. Eine Komödie“ , das in dem Wortstätten 2, herausgegeben von Hans Escher & Bernhard Studlar erschienen ist, vorgetragen.

Michal HvoreckýIn seinem Roman > City: Der unwahrscheinlichste aller Orte geht es um die Vision des neues Europas in einer globalisierten und gleichzeitg zerrissenen Welt, die er in Form einer Liebesgeschichte vermittelt. In seinem Buch erscheint eine Generation aus der Mitte Europa, die nichts anderes kennt, als den Kapitalismus in seiner extremsten Ausprägung. Irvin Mirsky ist ein junger Fotograf und lebt in einer Welt, die vom globalen Kapitalismus überrollt worden ist. Neugeborene werden Markennamen wie Nivea oder Gucci, da große Konzerne für die Namensgebung bezahlen. Ein Stipendium führt Irvin nach City, eine Stadt, dei Hvorecký den unwahrscheinlichsten aller Orte nennt. Dort versucht Mirsky seiner Internet-Sucht zu entkommen, die ihn seit seiner Jugend verfolgt. Auf seiner Suche begegnet er Lina, die Frau seines Lebens. Mit ihr entkommt Irvin seiner Abhängigkeit und versucht die Welt seinerseits von der Übermacht der Bilder zu befreien.

Auf eine Nachfrage aus dem Publikum las Michal Hvorecký noch weitere Passagen aus seinem Stück „Slowakisches Institut. Eine Komödie“, in dem der scheidende Direktor seinen Unmut über die Schließung äußert und die Dolmetscherin höflich galant seinen Ärger in ein Lob für die Arbeit des Instituts umdichtet.

Die fröhliche Art mit der Michal Hvorecký sich vorgestellt und seine Lesung moderiert hat, war ansteckend. Er berichtete auch von den enormen Veränderungen in Btratislava nach der Wende, ließ aber auch befürchtungen erkennen angesichts einer so schnell wuchernden Bautätigkeit, bei der die Stadtplanung zu kurz kommt. Nach fast zwei Stunden gab es immer noch Fragen, mit denen die Zuhörer zeigten, wie gut die Lesung angekommen war.

> Michal Hvorecký

P.S. Michal Hvorecký hat gar nicht erwähnt, dass der Roman „City“ auch schon als eine > Theatervorlage gedient hat: Das Theater Na zábradlí hat 2005 in Prag unter der Regie SKUTR (Lukáš Trpišovský, Martin Kukučka) das Stück mit den Schauspielern Ladislav Hampl, Zuzana Stavná aufgeführt.

Michal Hvorecký in Stuttgart

Mittwoch, 14. November 2007

M. Hvorecký CityAnläßlich der Stuttgarter Buchwochen wird Michal Hvorecký am Samstag, 17. November um 20.15 Uhr im Buchcafé
aus seinem Buch > City. Der unwahrscheinlichste aller Orte lesen.

Der vom Internet abhängige Irvin Mirsky lebt in einem zukünftigen „Supereuropa“. In dessen Hauptstadt City versucht er, seiner Sucht zu entkommen und trifft dabei auf Lina. Eine in Lichtgeschwindigkeit erzählte Geschichte von einem der erfolgreichsten jungen Autoren der Slowakei.

Lesung in slowakischer und deutscher Sprache.
Veranstalter: Literaturinformationszentrum Bratislava, Slowakisches Honorarkonsulat, Stuttgart, Börsenverein
Eintritt frei
Michal Hvorecky
> City: Der unwahrscheinlichste aller Orte
trojanische pferde 18
Roman
Deutsch von Mirko Kraetsch
288 Seiten, gebunden mit SU
EUR 19,80 / 20,40 (A) / sFr 33,90
ISBN 978-3-932170-81-2

> 57. Stuttgarter Buchwochen
15. November bis 9. Dezember 2007
Ort: Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Str. 19
D-70174 Stuttgart
Täglich von 10 bis 20 Uhr
Eintritt frei

Psychotraumatologie im neuen Heft von Trauma & Gewalt

Mittwoch, 7. November 2007

Trauma und GewaltDie Psychotraunatologie steht im Mittelpunkt dieses Heftes. Viele Journalisten, die aus Krisengebieten berichten, sind während ihrer Arbeitstätigkeit häufig traumatischen Ereignissen ausgesetzt, was sich auf ihr psychisches Befinden auswirkt. Gavin Rees zeigt, wie englische Nachrichtenorganisationen wie der BBC mit einer von der britischen Kriegsmarine in den 90er Jahren entwickelten Methode arbeiten, genannt »Trauma Risk Management «, um das Risiko für traumatischen Stress zu reduzieren. Alfred Drees schreibt über die von ihm entwickelte Methode »Prismatik«, die es ermöglichen soll, den Therapeuten und ihren foltertraumatisierten Patienten zu helfen, blockierte prätraumatische Gefühle wieder zu erleben und ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Drees war von 1982 bis 1995 Chefarzt der Psychiatrischen und Psychosomatischen Klinik in Duisburg Rheinhausen. Seit 1996 ist er in privater Praxis tätig. Auf der grundlage des 1956 eingebrachten Bundesentschädigungsgesetz (BEG), skizzieren Harald J. Freyberger und Hellmuth Freyberger die Prozesse der Begutachtungspraxis in den Kontexten der Wiedergutmachungsämter und der gerichtlichen Entschädigungskammern sowie der ärztlichen Gutachter. Sie belegen, dass während des Zeitraumes von 1952 bis 2007 die gutachterlichen Beurteilungen wesentlich abhängig von der jeweils herrschenden Lehre zur Traumaverarbeitung waren.
Thomas Hering und Irmtraud Beerlage untersuchen, wie Alltagsbelastungen und Burnout im Rettungsdienst die Gesundheit von Einsatzkräften beeinflussen können. Außerdem legen Florian A. Gebler und Andreas Maercker eine Interventionsstudie zum expressiven Schreiben als Bewältigungsmethode traumatischer Erlebnisse vor, und Reinhard Plassmann stellt anhand eines Fallbeispiels eine EMDR-Version vor, welche auch für Patienten mit geringen Ressourcen geeignet ist.

> Trauma & Gewalt

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
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