Verlagsblog

Archiv für Dezember 2007

Merkur – Januar 2008

Mittwoch, 19. Dezember 2007

MerkurDas neue Heft des Merkurs ist erschienen.

Der Soziologe Rainer Paris beginnt das Heft mit einem Essay mit dem Titel Bescheuertheit und erklärt sie als ein weitverbreitetes Syndrom in allen Bereichen nicht nur in Politik und Gesellschaft, das auch in Sozialwissenschaften, z. B. Gender-Mainstreaming oder in der Antidiskriminierungspolitik oder gar im Quotendeutsch auftaucht. Im Januarheft beziehen sich weitere Artikel auf die Kultur: Der Biologe Hubert Markl beschreibt ihre evolutionären Grundlagen und Roy F. Baumeister erklärt, wieso in allen Gesellschaften ganz oben und ganz mehr Männer als Frauen zu finden sind: Wie Kultur Männer benutzt. Über Geschlechtsunterschiede als Kompensationsgeschäft steht über seinem Aufsatz. Gunnar Heinsohn glaubt, daß die deutsche Bevölkerungspolitik demographisch und ökonomisch absurd ist.

Gunnar Heinsohn hat einen interessanten Aufsatz über den Demographischen Keynesianismus verfaßt und vermittelt dabei anschaulich grundlegende Fakten der Wirschaftswissenschaft. Konrad Adam untersucht Die Herrschaft der Experten und stellt fest, „Europa funktioniert auch ohne Bürger“. Beim Stand der Dinge muß man wohl davon Abstand nhemen, „Europa eine Seele einzuhauchen“. (S. 49) und „Je perfekter die Technik, desto armseliger die Politik,“ urteilt er und bringt seien Beurteilung auf den Punkt: „Effizienz statt Demokratie.“(S. 49. Ivan Krastev schreibt über Putins antieuropäische Strategie, Jens Hacke fragt der Wirklichkeitswissenschaft und schreibt über „Realistisches Denken in analytischen Kontexten.“ Soziologie. Christoph Schwarz und Ralph Rotte haben ihre Marginalie Aeneas statt Achill genannt und legen ihre „Anmerkungen zum Postheroismus westlicher Gesellschaften“ vor.

Außerdem gibt es Kolumnen zur Ästhetik mit Christian Demand über den Kulturbetrieb und zur Ökonomie mit einem Beitrag von Uwe Jean Heuser über Sinn und Unsinn der „Neuroökonomie“.

Wunschzettel für Weihnachten

Dienstag, 11. Dezember 2007

In Buchläden sieht man in der Adventszeit immer wieder unentschlossene Käufer an den Regalen stehen, die die Bücher betrachten, dabei an ihre Lieben denken und für so machen Buchtipp dankbar wären. Also nenne ich jetzt hier einige Titel, über die ich mich selber freuen würde, bzw. von denen ich weiß, daß man mit ihnen wunderbare Weihnachtsgrüße verschicken kann.

1. Klar. > Mark Z. Danielewski, > Das Haus – House of Leaves ist so recht was für lange kalte Winterabende, wenn man auf Leseabenteuer der besonderen Art aus ist. Will Navidson zieht mit seiner Frau und den beiden Kindern in das Haus zieht. Nebenbei filmt er in den Zimmern und Fluren und stellt fest, was gar nicht sein kann, aber beim Nachmessen ist es doch so; drinnen ist das Haus größer als von außen. Ein ganz merkwürdiges Spiel um die Imagination. Einmal reingelesen; die Lektüre duldet dann keine Störung mehr.

2. Peter Heather, > Der Untergang des Römischen Weltreichs. Was ich an diesem Bucht so toll finde, das ist der Einblick in die Epoche, die Erklärung, wieso das so gut verwaltungsmäßig aufgestellte Römische Reich unvermutet doch seinem Ende entgegenging und zusammenbrach. Wie konnte das passieren? Abgesehen von der Geschichtserzählung selbst wird hier auch einiges über das Handwerkszeug des Historikers vermittelt. Großartig.

Almanach3. Erwin Seitz, Cotta´s kulinarischer Almanach No. 15. Deutschlands neue Gastlichkeit, hier auf dem Blog: > Kochen in Deutschland: Die neue Gastlichkeit.

4. Da will ich mal hinfahren. Don und Petie Kladstrup haben ein Buch über den > Champagner. Die dramatische Geschichte des edelsten aller Getränke. Auch über dieses Buch, über den > Champagner und seine Landschaft habe ich auf diesem Blog kurz berichtet. Die unauflösbare und spannende Verbindung zwischen dem Champagner und der Geschichte der Region, die ihn hervorgebracht hat, kann eigentlich nur dazu führen, daß der, der dieses Buch auf dem Gabentisch vorfindet, so bald wie möglich auch in die Champagne reisen möchte. So kann man schon Weihnachten den Frühlings- oder Sommer-Urlaub planen.

Die schönsten deutschen Bücher 2007

Montag, 10. Dezember 2007

Mit Rekordbeteiligung von 1056 Büchern von 467 Einsendern ist der Wettbewerb zu Ende gegangen. In den verschiedenen Prämierungsgruppenn erhielten 67 Titel eine Auszeichnung. Die besondere Gestaltung und Qualität des Buches wird mit dieser Auszeichnung honoriert.

Vom Verlag Klett-Cotta bekam der band von Nora Iluga > Gefährliche Launen. Gedichte eine Auszeichnung.

Ernest Wichner hat ihre Gedichte aus dem Rumänischen übersetzte und Mircea Cartarescu hat das Nachwort verfaßt.

> Leseprobe

> Stiftung Buchkunst Unten auf AKTUELL klicken…

In der Frankfurter Rundschau stand am 25.04.2007: „Und nicht zuletzt die Gedichte über Liebe und Erotik sind es, in denen sich immer wieder Wendungen finden, die so unverkrampft körperbetont wie originell sind. … Derbes und Zärtliches, Banales und Exquisites zu einer Einheit werden lassen … Iugas Gedichte bringen das fremdartige Bild mit dem Gewohnten auf eine ganz selbstverständliche, nie elitäre und oft hochkomische Art zueinander.“

Nora Iuga wurde 1931 in Bukarest geboren, wo sie auch heute lebt. Sie studierte Germanistik und arbeitete seit ihrem Studium u. a. als Übersetzerin aus dem Deutschen. Ihr erster Gedichtband erschien 1968. Seitdem gilt sie als die wichtigste rumänische Lyrikerin. Mit einem Stipendium der Akademie Schloß Solitude arbeitete sie in Stuttgart. Zahlreiche Lesungen in Deutschland haben sie bereits einem interessierten Publikum bekannt gemacht.

Im Februar 2007 hat Nora Iluga den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland erhalten.
Die > Laudation *.pdf hielt Ernst Wichner.

Nobelpreis für Literatur

Dienstag, 4. Dezember 2007

Am 10. Dezember 2007 wird der Nobelpreis an Doris Lessing verliehen. Die 88-jährige Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing wird aus gesundheitlichen Gründen an der Preisverleihung nicht teilnehmen können.

Am 10. Dezember 1957 erhielt > Albert Camus in Stockholm den Nobelpreis. Der 50. Jahrestag dieser Nobelpreisverleihung wird in Paris am Mittwoch, den 5. Dezember und am Montag, den 10. Dezember 2007, 19 h 30, im > Institut français de Stuttgart mit Vorträgen gewürdigt.

Außerdem findet am Dienstag, 11.12.2007 um 16 Uhr ein > Kolloquium im Maison Heinrich Heine in Paris zusammen mit Les Rencontres Méditerranéennes Albert Camus (RMAC) statt: Leitung: Gilbert Merlio, professeur émérite, Paris 4.

Der Band 5 des Handbuchs der baden-württembergischen Geschichte ist erschienen

Dienstag, 4. Dezember 2007

Band 5Mit dem Band 5 des Handbuchs der baden-württembergischen Geschichte ist das Werk jetzt vollständig.

Aus diesem Anlaß wird das Handbuch in einer Präsentation an der Universität Tübingen von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg vorgestellt:

Begrüßung: Prof. Dr. Mischa Meier
Dekan der Fakultät für Philosophie und Geschichte der Universität Tübingen

Geleitwort: Prof. Dr. Anton Schindling
Vorsitzender der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg

Grußwort: Dr. Johannes Czaja
Verlag Klett-Cotta GmbH, Stuttgart

Vortrag: Prof. Dr. Dieter Langewiesche
Universität Tübingen

Wozu Landesgeschichte heute?
Anschließend Empfang.

Die Präsentation findet statt am Montag, den 10. Dezember 2007, 19 Uhr c.t.
im Großen Senat, Neue Aula, Wilhelmstraße 7, 72074 Tübingen.

> Informationen zum Handbuch der baden-württembergischen Geschichte

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