Blogs sind interessanter als ihr Ruf
Donnerstag, 20. Dezember 2007In der FAZ vom 12. Dezember 2007 hat Jürgen Kaube das gerade in Hamburg gesprochene Urteil über Kommentare in Blogs kommentiert. > “Immer schön sachlich bleiben” mahnt er die Blogger und zitiert die jüngst in der Süddeutschen Zeitung erschienene Beilage über das “partizipative Web”, in der Bern Graf sich kritisch über die Qualität von Blogs geäußert hat. Dann erwähnt Kaube noch, die SZ werde nachts die Kommentiermöglichkeit zu Ihren Beiträgen schließen. Es war kaum anders zu erwarten daß die von Kaube genannten Vorgänge von Autoren in der Bloggerszene kritisch bewertet werden, da sie in Bausch und Bogen die Kritik an der Qualität von Blogs anscheinend alle Blogs ohne jede Unterscheidung treffen. “Bloggen allein genügt nicht…” schreibt die FAZ in der (gemäß des neuen Designs neuen – aber hier mißlungenen) Zusammenfassung über seinem Artikel und wirft damit Kommentare mit Blog und Bloggern in einen Topf- und verrät auf diese Weise, daß Autor möglicherweise etwas übersehen hat. Kaube nennt die Reaktionen gereizt und setzt zu einer Erklärung von Massenmedien an, die den Anspruch haben, “die öffentliche Meinung selbst zu pflegen”. Kaube scheint mit seinen Anmerkungen auf die Kommentare in Blogs zu zielen, aber er vermischt Leserreaktionen und Blogger und bezeichnet diese als “Amateure”, die wenn Sie es mit der “Medienkritik” ernst meinen, “die Publikumsrolle verlassen und auf die andere Seite wechseln müssen.” Und dann schreibt Kaube noch einen bemerkenswerten Satz: “Was keinen Standards folgt, hat nur Ausdrucks- aber keinen Informationswert.” – Sein Beitrag läßt eine notwendige Differenzierung vermissen, er sieht nicht das Potential von Blogs und gibt zu verstehen, daß deren Autoren nur “Amateure” seien und nimmt Entgleisungen als Kennzeichen für das Medium Blog.


























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