Verlagsblog

Archiv für November 2009

Festakt zum 350. Cotta-Jubiläum

Dienstag, 24. November 2009

Am Montag, 23. November 2009, wurde im Stuttgarter Rathaus mit einem Festakt das 350. Cotta-Jubiläum gefeiert. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster würdigte den Verlag Cotta, die Verdienste seiner Verleger, besonders von Johann Friedrich Cotta und und die des heutigen Verlegers Michael Klett.

Oberbürgermeister Wolfgang Schuster:

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ca. 12 Min.

Michael Klett:

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ca. 16 Min.

Peter Kaeding stellte seine Biographie zu dem vielleicht bedeutendsten deutschen Verleger Johann Friedrich Cotta vor: „Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik“.

Peter Kaeding

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> Johann Friedrich Cotta: Ein Leben für die Literatur – 11. Mai 2009
> Johann Friedrich Cotta und die Rechte der Autoren – 3. März 2009
> Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger – 9. Sepember 2998

Und was man mit den Erfolgen von Johann Friedrich Cotta am besten verbinden kann, das ist die Kritik an Open Access – 2. Mai 2009

CottaStephan Askani, Lektor bei Klett-Cotta und Mitherausgeber der Briefe an die Cotta-Verleger, bat Brigitte Kronauer und Robert Spaemann auf das Podium. beide Briefe an die Verleger von Cotta vor. In dem soeben erschienen Band Cottas -»“Das gelobte Land der Dichter“« sind Briefe von Goethe, Jean Paul und Schiller bis zu Ernst Jünger, Jean Améry und Javier Marías versammelt.

Stephan Askani:

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> Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger Auf diesem Blog: Ein Gespräch mit Stephan Askan und Frank Wegner

Brigitte Kronauer, Robert Spaemann:

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350 Jahre Cotta-Verlag – Großer Festakt in Stuttgart

Mittwoch, 18. November 2009

Kaeding: Johann Friedrich CottaVor 350 Jahren, am 22. November 1659 übernahm Johann Georg I. Cotta durch Heirat eine bestehende Buchhandlung und führte sie unter seinem eigenen Namen weiter, die J. G. Cotta’sche Buchhandlung – wie in der Zeit üblich zugleich Buchhandlung und Verlag.

Aus Anlass dieses 350. Jahrestags findet in Stuttgart am 23.11.2009 ein großer Festakt statt – mit Brigitte Kronauer, Robert Spaemann und dem Cotta-Biographen Peter Kaeding.

Grußworte sprechen Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und Dr. h. c. Michael Klett.

Peter Kaeding stellt seine Biographie zu dem vielleicht bedeutendsten deutschen Verleger Johann Friedrich Cotta vor: Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik. Brigitte Kronauer, Robert Spaemann und Mitarbeiter des Verlags Klett-Cotta lesen Briefe an die jeweiligen Verleger. In dem soeben erschienen Band > Cotta. Das gelobte Land der Dichter sind Briefe von Goethe, Jean Paul und Schiller bis zu Ernst Jünger, Jean Améry und Javier Marías versammelt.

Rathaus Stuttgart, 19.00 Uhr, Großer Sitzungssaal, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem > Literaturhaus-Stuttgart.
> Bücher zum Jubiläum – Informationen über die beiden Bücher zum Cotta-Jubiläum

Merkur – November 2009

Montag, 9. November 2009

MERKURDas neue Heft des MERKUR ist erschienen und es war meine Zuglektüre am Wochenende auf der Fahrt nach Mainz und zurück. Diesmal geht es um Kunst, um Ästhetik und Geisteswissenschaften im weitesten Sinn. Walter Grasskamps hat das Büchlein Die Welt als Museum, das 1987 im Merve-Verlag erschienen ist gelesen. Das Buch enthält zwei Kapitel eines Buches, das der französsiche Soziologe Henri-Pierre Jeudi 1985 unter dem Titel Parodies de l’autodestruction veröffentlicht hat. Der vom deutschen Verlag gewählte Titel trifft eigentlich nicht (mehr) den Inhalt der Übersetzung. Ein Missverständnis oder ein Bedeutungswandel dieser Metapher der Welt als Museum und damit hat Walter Grasskamp das Thema seines Beitrags gefunden. Es geht hier um das Verhältnis zwischen Museum und Denkmalschutz und um die Distanz zur Kunst, die im Museum noch stärker hervortritt. Mich interessieren besonders Grasskamps Anmerkungen zur Fotografie, die in Museumslandschaften die Zeit neu bewegen kann. Wolfgang Kemp beschäftigt sich mit Sammelbänden und klagt zu Recht über eine Unsitte, einfach nur wenn auch Kluges zwischen Buchdeckeln zu sammeln. Mein einziger Sammelband bisher war eine > Festschrift, bei der es gelungen ist, vom ersten Ideenmail bis zum Erscheinungstermin einen roten Faden beizubehalten, weil die Mitautoren untereinander kaum korrespondiert haben. Peter Bürger schaut auf „Begriff und Grenzen der Kritik“ und beginnt mit dem Satz: „Wir leben in einer Zeit, in der der Geist der Kritik eigentümlich erschlafft ist.“ Die Wiedervereinigung habe 1989 keine vergleichbar 1968 ähnliche Impulse hervorgebracht. Zwar will Bürger nicht gleich von der Gesellschaftskritik auf den Zustand der Kunstkritik schließen, aber gewisse Verbindungen scheinen sich für ihn doch zu bestätigen.

Hans Friesen schreibt über die Stilgeschichte der Architektur im 20. Jahrhundert: Abarbeiten an der Moderne und Friedrich Pohlmann lädt zu einem Rundgang durch Freiburg ein: Meinen Sie Freiburg zum Beispiel sei eine tiefere Stadt?

Otfried Höffe hat sich in der Philosophiekolumne über Paradoxien, Abhandlungen, Dialoge und Aphorismen Gedanken gemacht: Vier Kardinalsprachen der Philosophie. Richard Klein berichtet über den Band von Albrecht Wellmer, Versuch über Musik und Sprache, München, Hanser 2009. Hartmut von Hentig hat Schattengespräche von Dagmar Nick, Aachen, Rimbauf 1008 gelesen und Klaus Modick untersuch die Neuübersetzung der Geschichte des Arthur Gordon Pym. Karl Heinz Bohrer gibt zu erkennen, dass mit dem Aufsatz von Peter Bürger nicht so zufrieden ist: Was kann Kritik sein am Ende der Kulturkritik? Anne Sophie Meincke stellt ihre Auffassung zum Essay vor: Adorno und Descartes, programmatisch versöhnt. Der wissenschaftliche Essay als Form. Hans georg Deggau denkt über Das Opfer in der modernen Gesellschaft nach. Und am Schluß gratuliert Michael Klett Ben Willikens zum Siebzigsten: Raumlabor, metaphysisch.

> online-merkur.de/

WDR west.art: Das Ende der Liebe – Es lebe die Vernunftehe

Mittwoch, 4. November 2009

Das Ende der LiebeSven Hillenkamp, mit dem ich auf der Buchmesse ausführlich über sein Buch > Das Ende der Liebe Gefühle im Zeitalter unendlicher Freiheit, gesprochen habe: > Nachgefragt, ist am kommenden Sonntag, 9. November, bei > west.art im WDR Fernsehen von 11.00 – 12.25 Uhr zusammen mit anderen Autoren als Gast eingeladen. Hillenkamps These: Er meint, dass im Zeitalter der unbegrenzten Möglichkeiten die Liebe auf der Strecke geblieben ist.

> Leseprobe

Sven Hillenkamp im > Literatur-Film

Sven Hillenkamp
Das Ende der Liebe
Gefühle im Zeitalter unendlicher Freiheit
1. Aufl. 2009
311 Seiten
ISBN: 978-3-608-94608-6

Millenium: Die Jahrtausendwende und das 11. Jahrhundert

Sonntag, 1. November 2009

Pauls, Die VergangenheitWas geschah um das Jahr 1000 in Europa, in Konstantinopel und in Bagdad? Wie hingen diese Ereignisse miteinander zusammen? Welche Ängste löste das Warten auf den Antichrist aus? Wie entwickelte sich das Verhältnis von weltlicher und geistiger Herrschaft in Europa? Studenten brauchen einen Überblick, in den sie die Erkenntnisse aus den Seminaren und Vorlesungen verankern können. > Millenium hätte ich gerne auch schon im Studium gehabt.

Der Leser lernt hier vor allem, dass es einen abgegrenzten Blick nur auf die europäische Geschichte im Mittelalter gar nicht geben kann. Nein, es ist noch keine Globalisierung, aber er wird sich darüber im klaren werden, dass die Ansprüche aller anderen Reiche ganz ohne Zweifel an der Geburt der europäischen Geschichte der Neuzeit ganz besonders eng beteiligt sind. Und je aufmerksamer man dieses Buch lest, so genauer wird man merken, dass heute eine Beurteilung des Islams ohne die historischen Kenntnisse, die in diesem Buch vermittelt werden, also der Jahrhunderte vor und nach dem Jahr 1000 nicht möglich ist. In dieser Zeit entstehen die die politischen und die geistigen Begriffe, die heute noch die Auseinandersetzung zwischen dem Christentum und dem Islam prägen. Auf diese Wiese führt dieses Buch auch die besondere Bedeutung der Geschichte und ihrer Kenntnisse für die heutige Politik in sehr lebendiger Form vor.

Manchmal gibt es die ein oder andere Länge zugunsten einiger Detailschilderungen, die zum Gesamteindruck der Ängste vor dem Jahr 1000 gehören. Sehr eindrucksvoll hat Holland im ersten Teil die Versuche von Papst und Kaiser beschrieben, jeweils mehr Macht als der andere zu beanspruchen. Die Trennung zwischen weltlicher Politik und geistigen Ansprüchen sind im Westen weit vor dem Jahr 1000 entstanden. Holland übersieht auch nicht die Macht einzelner Gelehrte und die herausragende Rolle der Klöster wie Cluny. Und er lässt das eigene Engagement der Herrscher, der Könige ud Kaiser lebendig werden.

Lässt man sich auf dieses Leseerlebnis ein, bekommt man als Lohn ein historisches Gerüst für die Zeit vor und nach dem Jahr 1000, das für ein Weiterlesen und eine Vertiefen einzelner Themen motiviert. Europäische Geschichte wird meist immer in einem eng begrenzten Rahmen betrieben, Selten wird zugleich auch Konstantinopel oder gar Bagdad mit berücksichtigt. Aber auch wer angeben, kann, mit der europäischen Geschichte des Mittelalters vertraut zu sein, kann einiges zur englischen Geschichte dieser Jahrhunderte lernen. Holland bietet dafür Grundlagenwissen. Im Studium haben wir immer regional und zeitlich begrenzte Themen behandelt. Hier wird eine Gesamtschau der europäischen Geschichte um 1000 geboten.

Was für ein > Lesewochenende! An einigen wenigen Stellen stehen einige zu saloppe Übersetzungen, das schadet aber dem Gesamteindruck nicht. Noch besser wird dieses Leseerlebnis mit einem > Atlas zur Weltgeschichte, ist der gerade nicht zur Hand, ist das nicht tragisch, der Band von Holland enthält auch einige Karten, die bei der Lektüre aber doch mal mit einem Geschichtsatlas ergänzt werden könnten.

Überblickswissen ist Wissen, das auch die Zusammenhänge erläutert, und das bietet Tom Holland.

Tom Holland
> Millennium. Die Geburt Europas aus dem Mittelalter
Aus dem Englischen von Susanne Held (Orig.: Millennium. The End of the World and the Forging of Christendom)
Auflage: 1. Aufl. 2009
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, 14 Karten, 32 Abb., Lesebändchen
518 Seiten
ISBN: 978-3-608-94379-5

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