Verlagsblog

Archiv für November 2010

Vorträge in Stuttgart: Emotionen und Autonomie

Freitag, 26. November 2010

29.11. 2010 Beginn: 20:00 Uhr

Vortrag
Luise Reddemann zu dem Thema: „Emotionen kreativ nutzen – und erkennen, welche emotionalen Zustände sich eher heilsam auswirken, welche eher unheilsam.“
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart
€ 6,– (€ 5,–)

Luise Reddemann > Überlebenskunst

3.12.2010, Beginn 20:00 Uhr

Vortrag von Franz Ruppert zum Thema „Symbiose und Autonomie“ – Von der symbiotischen Verstrickung zur Liebe jenseits von Trauma. Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart
€ 6,– (€ 5,–)

Franz Ruppert, > Symbiose und Autonomie

Podiumsdiskussion und Lesung
Junge deutschsprachige Literatur
Kookbocks, Supposé, Tropen

Freitag, 26. November 2010

Bei dieser Veranstaltung im Stuttgarter Literaturhaus geht es um die Zukunftsmodelle kleiner Verlage.

Teilnehmer: Daniela Seel, Klaus Sander, Michael Zöllner
Moderation: Wiebke Porombka

Literaturhaus Stuttgart: 08.12. 2010
Beginn: 20.00 Uhr

Über Zukunftsmodelle kleiner Verlage diskutieren: Daniela Seel, viel gerühmte Verlegerin von kookbooks (Motto: »Poesie als Lebensform«), Klaus Sander, Gründer des CD-Verlags supposé, der sich mit Originaltonaufnahmen aus Philosophie, Literatur, Theorie, Kunst und Wissenschaft einen Namen gemacht hat, und Michael Zöllner, der (gemeinsam mit Tom Kraushaar) den eigenwilligen Tropen Verlag (von Jonathan Lethem über Skateboarding bis zu den Simpsons) ins Leben gerufen hat. Tropen ist mittlerweile Imprint beim Stuttgarter Verlag Klett-Cotta, dessen Geschäftsführung Zöllner und Kraushaar vor knapp drei Jahren übernommen haben. Das Gespräch moderiert die Berliner Literaturkritikerin Wiebke Porombka. Im Anschluss liest Daniela Seel Gedichte aus ihrem eigenen im Frühjahr 2011 erscheinenden Debütband.

> Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.

Lesebericht: Elisabeth Binder, Der Wintergast

Montag, 22. November 2010

Der Rahmen dieses Romans ist der Schatten, in den die Berge das kleine Dorf vom Mitte November bis zum 14. Februar tauchen. Nicht alle Einwohner dieses Dorfes werden zu Erzählfiguren, zu denen die Pfarrerin Maddalena, der Arzt Dr. Kennedy, Susanna mit ihrem Palazzo und der Voliere im Park und vor allem der Stipendiat Andreas, der im Winter im Palazzo residieren darf, zählen.

Elisabeth Binder hat eine wunderschöne Einstimmung auf den Winter für uns geschrieben. Sie lässt ihre Erzählfiguren Revue passieren, berichtet von ihren kleinen und großen Nöten. Zuerst ist Andreas, der junge Künstler aus der Stadt, entsetzt über den Ort, wo das Postauto ihn ausgeladen hat. Die Dorfgemeinschaft ist aber gar nicht eine geschlossene Gesellschaft. Mit Neugier wird der Ankömmling aufgenommen, umso mehr als dieser sich den Gegebenheiten und den Gewohnheiten im Dorf lautlos anpasst, Hausarbeiten übernimmt und mit seinem Rucksack das Tal und den Bergaufstieg erkundet.

Das Dorf ist nicht weit > Chiavenna entfernt. Susannas Vogelstation ist für die Heilung der verletzten Vögel zuständig, Dr. Kennedy hat immer ein volles Wartezimmer, und die Bar mit dem Schild „Calanda Bräu“ ist der Treffpunkt am Marktplatz. Die Natur, die Berge, der Schnee, der ständige Schatten, die frühe Dunkelheit bilden das Dekor dieses Romans, an das sich jede der Figuren auf seine Weise anpasst. Die Wege in die Berge hinauf zur Schutzhütte, die im Winter nicht bewirtschaftet ist, zeigen eine rauhe Natur um das Dorf, an dies sich die Einwohner des Dorfes nicht durch neugieriges gegenseitiges Beäugen sondern durch Verständnis und Hilfeleistungen zu erwehren wissen.

Gestern abend das Buch aufgeschlagen und beim Wein die ersten zehn Seiten vorgelesen, diesen Test hat der Wintergast vorzüglich bestanden. Andreas kommt im Dorf an, er und der Leser lernen die Dorfbewohner kennen. Heute morgen zu Ende gelesen. Dieses Leseerlebnis hat seit gestern abend eine beeindruckende Reise in dieses Dorf beschert. Leseerlebnis oder gar Lesereise wäre noch passender als Lesebericht: Mit dem ersten Ton der Wort der Überschrift sollte gleich anklingen, warum, Sie das Buch lesen sollten. Der Wintergast ist ein wunderschöner Roman, den Sie beim ersten Schneetreiben gelesen haben sollten oder zum Advent verschenken könnten. Spätestens zum Fest muss er aber auf dem Gabentisch liegen. Aber nicht nur verschenken, lesen Sie diesen Roman selber. Hat Ihnen dieser Beitrag zu viel versprochen?

> Elisabeth Binder
> Der Wintergast
Roman
1. Aufl. 2010
192 Seiten
ISBN: 978-3-608-93890-6

Von Elisabeth Binder bei Klett-Cotta lieferbar:

Stuttgarter Buchwochen 2010

Montag, 22. November 2010

Vom 18. November bis 12. Dezember 2010 findet im Haus der Wirtschaft die > Stuttgarter Buchwochen mit literarischem Rahmenprogramm statt. Man kann hier in Ruhe dreieinhalb Wochen lang in 25.000 Büchern aus 330 Verlagen stöbern. Und ein > Rahmenprogramm *.pdf wird auch angeboten.

Die Buchwochen sind täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei! Und diejenigen unter ihnen, die dort aus Zeit- oder Entfernungsgründen nicht zum Gucken, Blättern und Lesen anreisen können, können hier auf einem Teil der Bücherwand mit der Maus die Bücher finden, zu denen hier auf dem Blog ein Lesebericht steht. Und mit ZURÜCK kommen sie wieder zur Bücherwand zurück.

> Programmheft der Stuttgarter Buchwochen 2010 *.pdf

> Ausstellerverzeichnis

> Stuttgarter Buchwochen

Stuttgarter Buchwochen
Alex Rühle, Ohne Netz

Dienstag, 16. November 2010
Buchvorstellung
Buchcafé,
Haus der Wirtschaft,
Willi-Bleicher-Straße 19,
70174 Stuttgart
Freitag, 19.11. 2010,
Beginn: 20.15 Uhr

Eine Veranstaltung des Klett-Cotta Verlags und des Buchhandelsverbandes Baden-Württemberg im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen.

Haben Sie sich schon mal gefragt, ob Sie aus Notwendigkeit oder aus Gewohnheit ins Internet gehen? Wir wissen alle, dass fast jeder Suchvorgang mit einer Suchmaschine (früher sagte man Karteikasten oder Katalog – „Maschine“ hat so was von da arbeitet etwas für uns – und darauf will ich auch hinaus) uns nur einen winzigen und oft völlig falschen Ausschnitt der Wirklichkeit zeigt? Man gewöhnt sich daran, nur die ersten 5 Suchergebnisse wahrzunehmen und auch wenn man es nicht will, notiert unser Kopf dennoch die Werbung drumherum. Mit dem Internet ist man an die große Welt angeschlossen, oder glaubt zumindest es zu sein. Schlägt man eine Website einer Zeitung auf, bekommt man sofort außer der Meldung einen Haufen anderer Informationen einschließlich funkelnder und animierter Werbung angezeigt, die man gar nicht sehen will. Da sehnt der Kopf sich nach einer richtigen gedruckten Tageszeitung zurück. Und mit einem Computer wird das Bücherschreiben nicht besser. Oder kann der PC einen > Zettelkasten ersetzen? Kann er nicht. Dennoch, es gibt auch Segnungen des Internets: Zum Beispiel das Nachbearbeiten eines Vortrags: > Unsere geschundenen Städte, da wird das Internet tatsächlich zu einem echten Arbeitsmittel, ein Medium, eine Hülle, nichts anderes. Die Inhalte generiert nicht das Internet, sondern ein Autor.

Ist man als Blogschreiber oder Blogleser möglicherweise dem Internet verfallen? Internetsüchtig? Checken Sie auch schnell bei jedem Marmeladenbrötchen Ihre Mails ? Gucken sie auch jeden Moment auf Ihren Blackberry, um ja nichts aus der Online-Welt zu versäumen? Merken Sie auch, dass die Information zunimmt, nur weil es Internet, Laptops, IPhones, IPads und Smartphones gibt?

Was würde passieren, wenn Sie ab heute auf das Internet verzichten würden? Alex Rühle ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Als sein Gefühl, „dass ich mir darin selbst abhanden komme“, (S. 19) überhand nimmt, ist Schluss mit dem Internet – zumindest für ein halbes Jahr. Er gibt sein Blackberry ab und verzichtet auf jeden Internetkonsum, verordnet sich eine Offline-Entziehungskur und er schreibt > Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline, ein Band, der in diesem Herbst bei Klett-Cotta erschienen ist.

> Nachgefragt: Alex Rühle, Ohne Netz

> www.ohne-netz.de

Vortrag: Roland Weber, „Gehen oder bleiben?“

Sonntag, 14. November 2010

Roland Weber hält am Dienstag, 16.11. 2010, 20:00 Uhr einen Vortrag zum Thema seines Buches „Gehen oder bleiben? Entscheidungshilfe für Paare.“

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Dr. Roland Weber, geboren 1950, ist systemischer Paar- und Familientherapeut; Weiterbildung auch in Hypnotherapie. Seit mehr als 25 Jahren berät er Einzelne, Paare und Familien in seiner psychotherapeutischen Praxis und in seiner Funktion als Leiter einer psychologischen Beratungstelle in Stuttgart.

Die Einleitung dieses Buches beginnt mit zwei Zitaten: »Die Liebe bringt auf Ideen und in Gefahren,« Heinrich Mann und »Wer a sagt, der muss nicht b sagen. Er kann auch erkennen, dass a falsch war, « Bertolt Brecht.

Weber verfügt über Erfahrungen aus eine rmehr als 25-jährigen Tätigkeit als Paar-und Familientherapeut. Ihm ist aufgefallen, dass es bei den Beziehungproblemen der Menschen, die zu ihm kommen, immer mehr um die Frage „nach der Gültigkeit und Glaubwürdigkeit dauerhafter Liebe“ geht. Er glaubt, diese werde heute immer seltener gelebt. Er wEiß aber auch dass fest gebundene Menschen glücklicher sind als alle anderen. Diese Beobachtungen haben ihn dazu geführt, dieses Buch zu schreiben.

Es geht um die Fragen: „Welche Entscheidung ist die richtige?“ Die Antwort ist nicht einfach, weil sie auf die Eröffnung eines neuen Lebensabschnitts zielt, eine Entscheidung, die nicht revidierbar ist. Wie kann man die richtige Lösung finden? Roland Weber will Paare darin unterstützen, die für sie richtige Lösung zu finden. Er trägt grundsätzliche Überlegungen zur heutigen Situation von Paaren, durch wissenschaftliche Fakten und Hintergrundwissen, durch konkrete und erprobte Entscheidungshilfen vor.

Im ersten Teil geht es um die gesellschaftliche Situation heutiger Ehen und Partnerschaften Der zweite Teil stellt konkrete und aus der Praxis stammende individuelle Entscheidungshilfen wie Tests, Partner-Checks, Fantasiereisen, Für-und-Wider-Listen und Mindmaps vor. Der dritte Teil stellt die wichtigsten Bausteine einer innigen Partnerschaft vor. Im vierten Teil erklärt Weber die Notwendigkeit von Vergeben und Versöhnen: „Die Kunst, einen guten Schlussstrich zu ziehen, macht Menschen wieder frei füreinander.“

Roland Weber
> Gehen oder bleiben?
Entscheidungshilfe für Paare
Klett-Cotta, 1. Aufl. 2010

Facebook: Platz 34 von 244 für Klett-Cotta

Mittwoch, 3. November 2010

Die Facebook-Seite von Klett-Cotta (November 1.046 Freunde (Vormonat 952) belegt im > Facebook-Ranking der Verlage von Leander Wattig Platz 34 von 244 Plätzen.

Zuerst fand ich, Facebook sei ein permanenter Zeitkiller. Dann tauchten dort einige meiner Freunde auf, wir bekamen wieder Kontakt, eine ganz neue Art von Kontakt, man fragt nicht unbedingt gleicht wie geht’s, man sieht was die Freunde machen. Zum ersten Mal habe ich von einem Freund Fotos gesehen, Und was für welche! Vom Boot aus in Richtung der Küste von Guatemala. Meine Begeisterung wurde von einem seiner Freunde aus Kairo geschätzt/gemocht/kommentiert, dieser Freund liest die gleichen Bücher wie ich… das ist doch Netzwerkbildung, und wir können zugucken, wie sich das entwickelt. Bei anderen habe ich Hinweise auf Veranstaltungen entdeckt, die ich früher in der facebooklosen Epoche nie von von ihnen bekommen hätte. Trotzdem bleibe ich noch bei meiner Frage > Wie sozial sind soziale Netzwerke? Bedenkt man die vielen Regeln, die man bei Facebook mehr oder weniger bewusst befolgt, um andere Gleich- oder Andersgesinnte kennenzulernen, dann hat das mit dem realen Leben doch nur sehr wenig zu tun.

Heute haben viele den Eindruck, dass ihr soziales Leben – > Nachgefragt: Alex Rühle, Ohne Netz – ohne das Internet verarmt. Auch ein Ausstieg endet meistens nur als Versuch. Oder ganz andersherum ist Facebook der Versuch? Von meinen Freunden ist ein kleiner, ein ganz kleiner Anteil bei Facebook, und wenn wir uns ein bisschen Mühe geben würden, und ich wieder meinen geliebten Briefblock und meinen Füller hervorhole, merkt auch dieser kleine Anteil gar nicht mehr, dass es Facebook gibt. Wie gingen da die Finger hoch, als ich im Seminar in > Rinteln in Rinteln die Schüler fragte, wer hat mehr als 30 Freund in einem sozialen Netzwerk?, Mehr als 50? Mehr las 70? Und sie lachten nur bei der Frage: Mehr als realen Leben? In einem sozialen Netzwerk verrschwimmen die Grenzen zwischen > Freund und flüchtigen Bekannten. Und dennoch habe ich von meinen Facebook bisher manche nützliche Anregung gekommen. Also doch! Aber diese Anregungen hatten einen verschwindend geringen Anteil am Gesamtinformationsaufkommen in Facebook. Zugegeben, das gilt nicht für Verlagsseiten, da sieht die Sache doch etwas anders aus, und deshalb freue ich mich, dass die Klett-Cotta Seite im Raning immer weiter nach oben kommt.

Ausgezeichnet: Manu Joseph erhält den Hindu Best Fiction Award 2010 für „Ernste Männer“

Mittwoch, 3. November 2010

Meyer, Rost> „Ernste Männer“ wurde aus einer Shortlist von 11 Titeln ausgewählt. Die Jurorin Shashi Deshpande lobte den Roman als originelles und überraschendes Werk, das sich in das ungewöhnliche Gebiet von Wissenschaft und institutioneller Forschung hervorwagt.

„Bücherlesen ist wie eine Weltreise. Kommen Sie mit,“ so fing mein Lesebericht über >„Ernste Männer“ auf diesem Blog an. Und hörte er auf: „Eine wundervolle Urlaubslektüre, die den Reiz eines ganz anderen Landes bietet, und die mit den Handlungen weniger Personen viel über die indische Gesellschaft von heute erzählt. Manis Ideen sind ein Versuch, der Enge ihrer kleinen Wohnung in dem Wohnblock zu entkommen. So schwer ihm das trotz seiner kleinen Erfolge fällt, so eng sind auch die anderen, z. B. auch sein Chef Achayra in ihre jeweiligen Beziehungen eingebunden, die diese auch nur kurzfristig und oft mit erheblichen Folgen verlassen können.“

Die deutsche Übersetzung ist in diesem Herbst bei Klett-Cotta erschienen.

> Manu Joseph
> Ernste Männer
Aus dem Englischen von Anke Burger (Orig.: Serious Men)
1. Auflage 2010
357 Seiten
ISBN: 978-3-608-93892-0

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