Verlagsblog

Archiv für Juli 2012

Lesebericht.
Die Vorgeschichte zu DER PATE: Die Corleones

Freitag, 27. Juli 2012

Sommerzeit. Reisezeit. Wenn Sie jetzt nach so vielen Fachbüchern mal Lust auf so richtige Abwechslung haben, bei der Spannung und Aufregung mal den Kopf gründlich freipusten, packen Sie dieses Buch ein, legen Sie sich einfach irgendwo auf den Strand unter einen Sonnenschirm und klappen Sie die > Die Corleones auf, dann brauchen Sie nur ein bisschen in die Sonne zu blinzeln, und schon sind Sie im New York der Dreißiger Jahre angekommen, während die anderen Sonnenanbeter um sie herum allmählich verschwinden, denn nach den ersten Seiten taucht die Lektüre Sie in die kriminelle Unterwelt ein. Erbarmungslos wird ständig immer wieder abgerechnet und mal müssen auch gleich einige dran glauben, bloß weil sie vielleicht etwas anstellen könnten. In diesen Abgründen lernt Vito Corleone zu überleben. Eigentlich kann er oder überhaupt niemand überhaupt jemanden trauen. Alles geht los im Herbst 1933. Überfälle, Misstrauen, Mord, die Unsicherheit, ob Freunde wirklich Freunde sind. Geschick zählt oder ist es doch eher Mordlust, die Vito Corleone überleben lässt, damit er schließlich Pate werden kann? Mario Puzo schrieb noch selbst das Drehbuch, und Edward Falco machte einen Roman daraus, und nun liegt die spannende Vorgeschichte zu »Der Pate« vor Ihnen.

Kommen Sie mit. Wir reisen nach New York, 1933. Noch ist Prohibition Anlass für alle möglichen Verbrechen, um sie zu umgehen: Raub, Erpressung, Mord, die Bösen kennen keine Grenze. In New York hat jetzt italienisch­stämmiger Bürgermeister das Sagen. Vito Corleone, der einfache Geschäftsmann, ist noch lange nicht Pate. Aber er will es werden und schreckt vor gar nichts zurück. Sein Hauptgegner ist Mariposa, der sich als der oberste Boss aller Bosse aufspielt. Rachsüchtige irische Gangs setzen den Corleones schwer zu. Und Luca Brasi setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um Corleones Sohn um die Ecke zu bringen. Sonny, sein Sohn, hat eine jähzornige Ader, die ihm zum Verhängnis werden könnte. Da entdeckt er das Geheimnis seines Vaters und zwingt ihn zum Handeln.

Die Motive für die meist grausamen Mordtaten sind immer wieder Rache, wie bereits angedeutet, auch mal Vorbeugung, Machtgelüste, Niedertracht: „wir knöpfen uns die Makkaronis vor,“ S. 119. Neid: „Vor allem möchten wir sein Lotteriespiel, “ erklärt Donnie. Manch einer fliegt vom Dach: „Wie er geflogen war und die Arme ausgebreitet hatte, als würde ihn jemand bei der Hand nehmen und retten.!“ S. 139. Die anderen wissen genau, dass Corleone keine richtig große Organisation hinter sich hat. Aber das ist in seinem Geschäft seine Chance. Alle belauern sich gegenseitig, jeder ist nur auf den persönlichen Vorteil bedacht und in den Gangs gönnt niemand niemandem etwas. Vito glaubt von einer Mission erfüllt zu sein und schlägt Luca einen Deal vor: „… wir beide wissen, dass in dieser Welt das Böse überall ist. Und es braucht Männer, die das Böse unbarmherzig ausmerzen. Männer wie dich. Einen Mann wie dich, einen Mann, den alle fürchten, kann ich gut gebrauchen.“ S. 277. Moderne Netzwerkbildung nennt man das und der Corleone ist damit erfolgreich. Wie leicht kann in diesem Milieu aber an den Falschen geraten. Vitos Blick genügt, er weiß dann, wen er vor sich hat. Dann kommt es zu einem hochpeinlichen Verhör. Corleone fühlt sich von seinem eigenen Sohn bedroht und will von ihm wissen, ob er etwas mit den Überfällen zu tun hat. Dann packt Sonny aus. Sein Wissen entsetzt den Vater. Und dann folgt eine Art Phänomenologie des Mafiosentums, wenn Vito seinem Sohn die Beweggründe der Mordtaten schildert: „In diesem Leben, Santino, kann man keinen Respekt verlangen, man muss über ihn gebieten!“ S. 294. Ganz einfach ist das. Keine Rücksicht, Keine Kompromisse, kein Vertrauen, die Waffe zählt.

Zuviel versprochen? Wenn Sie mit dem Buch durch sind, nach Ihrer Rückkehr aus den Dreißiger Jahre, können Sie sich umgucken, viele Strandgäste sind vielleicht schon gegangen.

Solche Bücher sind wie bestes Kino. Wie im Film wechseln sich die Szenen schnell ab. Wie schnell wird jedes Gangmitglied in einen Mord hineingezogen, nur um die eigene Haut noch ein paar Seiten lang retten zu können.

Mario Puzo, Edward Falco
> Die Corleones
Roman, nach dem Originaldrehbuch von Mario Puzo
Roman, aus dem Englischen von Hannes Riffel
2. Aufl. 2012, 477 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93965-1

Was wissen Sie über die Mafia?

Freitag, 13. Juli 2012

Hier > www.mafia-gewinnspiel.de/ können Sie Ihr Wissen erfolgversprechend unter Beweis stellen.

> das Blogleseprogramm im Juli

> Die Corleones habe ich schon durch, der Lesebericht kommt nach dem Wochenende. Richtig spannend. fast eine Ausbildung zum Mafioso. Vito Corleone schaltet seine Gegner aus, oder läßt sie ausschalten, bis er alle Fäden in der Hand hält. Und er weiß genau, was er tut und erklärt das seinem Sohn. Auf einer ICE-Fahrt wird man mit dieser Lektüre in eine ganz andere Welt entführt. Da können die Mitreisenden noch so laut sein, wenn da nicht die regelmäßigen Lautsprecherdurchsagen wären, ich hätte den Umsteigetermin in aller Ruhe mit viel Spannung einfach verpasst.

MERKUR Heft Juli 2012: Politik in Berlin, Geschichte und das Verhältnis von Stadt und Land

Donnerstag, 12. Juli 2012

Das Juliheft beginnt mit einem politischen Zustandsbericht, einer Art Momentaufnahme, die zur Zeit von der »Physikerin« Angela Merkel geprägt wird. Konsens und Kompromisse versuchen stets und ständig das Gleichgewicht zwischen Politik und Wirtschaft zu wahren, das schon immer ein Kennzeichen der Bundesrepublik gewesen ist. Dazu gehört das Aussitzen oder Abwarten und der mit der politischen Topographie in Berlin verbundene Transparenzverlust. In Bonn war alles fußläufig erreichbar, klein und überschaulich, die Politik konnte sich dort schon dem einfachen Nachfragen nie oder nur selten entziehen. In Berlin wird alles opak, man weiß nicht mehr so recht, wieso das alles so passiert. Die politische Mitte hat sich eingerichtet, und möchte auch eigentlich gar nicht so sehr gestört werden. Das Dauerprojekt heißt „eigene Machterhaltung“ – vgl S. 573. Demokratischer Beteiligungsschwund und gesellschaftliche Desintegration (S. 574) sind weitere Stichwörter: „Zum Stil Merkels, zum Stil der deutschen Politik insgesamt gehörte immer auch die gezielt eingesetzte Lethargie, die unschöne Konfliktlösung durch Aussitzen und Verharren, die Entmutigung des Kontrahenten durch den starren Basiliskenblick, die Erschöpfung vor den verschlossenen Toren der Burg.“ Und dabei hat die Kanzlerin gar nicht so unrecht, wenn sie vor einer Vergemeinschaftung der Schulden in Europa so beharrlich warnt. Nur sie müsste noch deutlicher werden. Diese Vergemeinschaftung wäre eine Umgehung oder eine Festschreibung des Übels, das > David Graeber in seinem Buch über die Schulden am liebsten abschaffen würde. Bundespräsident Gauck hat Recht, wenn er mehr Erklärungen von der Kanzlerin fordert.

Thomas E. Schmidt, > Die Physikerin. Über die Langeweile in der deutschen Politik – Gratis lesen.

Aufgeschreckt, wird das politische Berlin ab und zu mal, wenn die Bürger das Parlament dabei erwischt, mal eben ein Gesetz durchgewunken zu haben, während die Bürger anderweitig beschäftigt waren und vor den Fernseher saßen, wie vielleicht auch die anderen 90 % der Abgeordneten, die bei der Abstimmung über das Meldegesetz gerade nicht anwesend waren. In Berlin ist Langeweile angesagt: Wie schrieb mir eine Abegordnete einmal zur Parlamentsleere, gar nicht entschuldigend, das sei ein Arbeitsparlament. Das mit der Langeweile stimmt nicht ganz: „In Wahrheit erbebt das deutsche Dornröschenschloss doch längst.“ (S. 272) Schuldenkrise, Europa, parlamentarische Demokratie und die künftige Gestaltung der Marktwirtschaft! Alles steht im Augenblick zusammen auf dem Spiel, ein Gipfel jagt den nächsten und in Deutschland dreht sich weiterhin alles um den „Ökonomismus“ (s. 575). Eine richtige Trennung von Wirtschaft mit ihren Subsystemen und dem Staat gibt es bei uns nicht; das ist in Frankreich ganz anders. Sonst könnte der Staat echte Sparziele vorgeben, anstatt weiterhin von der Wirtschaft getrieben immer neue Schuldenberge anzuhäufen. Nach den Abstimmungen im Bundestag wissen bestimmt nicht viele Abgeordnete, wie hoch die Summen sind, die gerade wieder freigegeben wurden. Zugleich ist die enge Verbindung von Wirtschaft und Politik „eine enorm realitätsbildende Kraft“ (S. 577), die uns aber und besonders das opake Berlin in eine Traumwelt versinken läßt. (vgl. S. 579).

Karl-Heinz Kohl wundert sich über Seltsames in der Deklaration der Vereinten Nationen: Das Recht der Indigenen. Karl Heinz Götze erinnert in Tübinger Frakturen. Der liebe Herr Jesus und ein Massenmörder aus Schaben an Dr. Spiegelberg, seine Untaten und seine so unverdiente Wiedereingliederung.

Marc Schweska hat ein Gedicht „Grau“ verfasst und sogleich einen Essay über diese Farbe angehängt. In seiner Politikkolumne untersucht Philip Manow, welche Rolle dem Wahlkampf im demokratischen Prozess zukommt. Jürgen Osterhammel wünscht sich mit guten Gründen eine Öffnung der Zeithorizonte in der Geschichtswissenschaft. Jörn Etzold rezensiert ein neues Buch über die Situationisten stellt vor und porträtiert dessen Autor McKenzie Wark.

Alan Jacobs begleitet den britischen Schriftsteller Iain Sinclair auf dessen Wanderungen durch London. Peter Uwe Hohendahl bespricht die Strategiestudie Zbigniew Brzezinskis aus der Perspektive der Vereinigten Staaten gen Osten und Westen. Guy Sormans untersucht das Potential sozialer Netzwerken für Rebellionen. und schließlich machen sich Hansjörg Küster, Wolfram Nitsch und Rasmus Althaus Gedanken über die Bezüge zwischen der Stadt und der Landschaft.

Alles Themen, die auf einfache Weise anschaulich erklären, wieso das monatliche Lesen des MERKUR immer etwas Besonderes ist.

> MEKRUR Heft 07 / Juli 2012

Literaturhaus Stuttgart:
Ilija Trojanow stellt Unigwe und Chirikure Chirikure vor

Mittwoch, 11. Juli 2012

Wie immer vor den Sommerferien stellt Ilija Trojanow morgen abend – am Donnerstag, 12. Juli, 20 h – , im Stuttgarter Literturhaus Autoren des afrikanischen Kontinents vor: Dieses Jahr sind es zwei wunderbar unterschiedliche Autoren, die Nigerianerin Unigwe, die in Belgien lebt und sich dem Thema des Exils widmet, und der simbabwische Dichter Chirikure, der mit der Poesie gegen die Diktatur im eigenen Land ankämpft.

Unigwes Roman > Schwarze Schwestern (Tropen Verlag) verfolgt das Schicksal dreier Frauen, die unter falschen Versprechen nach Antwerpen entführt werden, wo sie sich als Prostituierte verdingen müsse. Umgeben von einer brutalen Gegenwart versuchen sie über ihre Erinnerungen und die Freundschaft zueinander ihre Menschlichkeit zu bewahren.

Chirikures Gedichte („Aussicht auf eigene Schatten“/Verlag Das Wunderhorn), die dreisprachig veröffentlicht werden (Shona, Englisch, Deutsch) werden erst beim explosiven Auftritt des Autors lebendig, ein bissiger und poetischer Gesang über die Zustände im Land sowie die Schwächen und Träume der Menschen. Seine Spoken-Word-Auftritte sind inzwischen legendär.

„Schwarze Schwestern – Aussicht auf eigene Schatten“
Donnerstag, 12.7.12 / 20 Uhr
> Literaturhaus Stuttgart

Das große HOBBIT Buch ist eben angekommen

Freitag, 6. Juli 2012

Die spontanen Blogbeiträge, die mal eben aus dem Leben berichten, sind immer die schönsten. Eben kam ein neues Buch an: J.R.R. Tolkien, > Das große HOBBIT Buch. Der komplette Text mit Kommentaren und Bildern, hrsg. v. D. A. Anderson, übersetzt von W. Krege, Anmerkungen übersetzt und ediert von Lisa Kuppler. Cellophan abmachen, man spürt sofort, was den E-Book-Lesern entgeht, die merken beim Anklicken Ihrer E-Books noch nicht einmal, wie dick, wie schwer und wie schön das neue Buch ist:

> Leseprobe: bitte einmal klicken.

Also Cellophan abmachen, die erste Daumenprobe, 418 Seiten, wunderbar gedruckt, das Lesebändchen lugt zwischen den Seiten hervor, gibt es auch nicht beim E-Book. Schöner Schutzumschlag, einmal über den Buchrücken streichen, Besitz vom Buch ergreifen. Das ist eine ganze Zeremonie, die E-Book-Leser schnell verlernen.. Der ganze Text: Der Hobbit von 1937 mit blau abgesetzten Anmerkungen, vielen Illustrationen und Erklärungen. Wollen Sie mal die > Leseprobe ansehen?

Gestern hat Andreas Fröhlich im Literaturhaus aus dem HOBBIT gelesen:

Die Lektüre ist recht aufregend. Zum Beispiel das Kapitel V, Rätsel im Dunkeln: „Als Bilbo die Augen aufschlug, wusste er nicht, ob er sie nun wirklich offen hatte, denn es blieb ebenso dunkel, wie wenn sie zu waren. (S. 141) Das kann man nicht einfach so mal eben vorlesen. Das verlangt den ganzen und totalen Körpereinsatz und Fröhlich hat daraus einen bühnenreifes Stück gemacht. Denis Scheck hat er dabei echt das Fürchten gelernt: „Der Hobbit fuhr hoch wie angestochen, als ihm die zischende Stimme ins Ohr drang, und plötzlich sah er die vorstehenden, blass schimmernden Augen, die ihn anglotzten.“ (S. 146 f.) Schade, die Lesung habe ich nicht mit Video festgehalten, aber irgendwie geht das auch gar nicht richtig. Fröhlichs Lesung ist ein Teil der Literaturhausgeschichte, und wenn man sich die Wirkung seiner Lesung erzählt, toppt das jedes Video. Das ist so.

Vor der Lesung hat Michael Klett Denis Scheck berichtet, wie er in den USA Tolkiens Hobbit entdeckt hat:

Zurück zum Buch: „Das ist eine Geschichte aus alter Zeit,“ so fängt die Vorbemerkung von 1951 an. Richtig los geht es erst auf Seite 57: „In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.“ Neue Bücher verleiten immer zum Durchblättern. Mit dieser Ausgabe ist es aber ganz anders, je länger sie drin blättern, um so mehr werden Sie in den band hineingezogen. Nebenbei wird in den Anmerkungen die Editionsgeschichte des HOBBIT seit den dreißiger Jahren zusammen mit Illustrationen erzählt.

Als dann noch Sebastian Badea von > UNEXPECTED in Stuttgart über Secial effects im Film berichtete, gehörte dieser Abend endgültig zu den Top Ten in der langen Literaturhausgeschichte. Da hat Denis Scheck gestaunt wie auch alle Zuhörer, wenn technische Tricks der Oberklasse und Animationen auf die Literatur treffen:

.

So, und nun mache ich dran, die Fragen aufzuschreiben, die ich in 14 Tagen dem Lektor von Klett-Cotta stellen werde, wenn mein > transportables TV-Studio wieder unterwegs ist.

J.R.R. Tolkien, > Das große HOBBIT Buch. Der komplette Text mit Kommentaren und Bildern
Aus dem Englischen von Lisa Kuppler (Orig.: The Annotated Hobbit)
1. Aufl. 2012, 418 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen, ca. 200 Abb., 8 Farbtafeln, Großformat
ISBN: 978-3-608-93714-5

DRAGON DAYS
Fantastikfestival im Literaturhaus Stuttgart

Dienstag, 3. Juli 2012

Das Dragon Days Fantastikfestival will als Literaturfestival die Grenzen aller Medien überschreiten und die Fantastik als literarische, filmische, digitale, soziale und grafische Kunstform vorstellen. Es richtet sich an Fachleute wie an das breite Publikum. Die Dragon Days zeigen die weite Welt der Fantastik und ihren Einfluss auf unsere Kultur. Vom 5.-8. Juli hat das Festival ein dichtes > Fantastik-Programm vorbereitet.

Festivalkarte (Donnerstag bis Sonntag): € 25,-/20,-/12,50 > Festivalkarte kaufen

Hier eine Auswahl der Veranstaltungen im > Literaturhaus Stutgart:

Donnerstag, 5. Juli, 20.00 – 22.00 Uhr
Literatur & Bilder: DER HOBBIT
Michael Klett, Denis Scheck, Andreas Fröhlich. Lesung und Gespräch

„In einem Loch im Boden, da lebt ein Hobbit…“ Mit diesem Satz begann J.R.R. Tolkien nicht nur sein Roman DER HOBBIT, sondern auch ein ganz neues Feld der Literatur – eine Welt des Fantastischen, Fantasievollen, heute bekannt unter der Genrebezeichnung Fantasy. Der Literaturkritiker Denis Scheck spricht mit Tolkiens deutschem Entdecker Michael Klett über Tolkiens Einfluss in der Literatur und über seine persönlichen Erinnerungen an den Autor. Der Gollum-Synchronsprecher Andreas Fröhlich liest aus dem HOBBIT.
Wie fantastische Geschöpfe aus der Literatur, wie Gollum (HERR DER RINGE) oder Sonny (I, ROBOT), für Kinofilme umgesetzt werden zeigen im Anschluss die Experten für visuelle Effekte der Stuttgarter Firma unexpected. Digitale Filmfiguren werden durch die Bewegungen eines Schauspielers zum Leben erweckt.
Eintritt: € 9,-/7,-/4,50
Ort: Großer Saal – Ab 22.00 Uhr DRACHENBAR mit Musik von Arne Hübner

Freitag, 6. Juli, 16.00 – 19.30 Uhr
Comic-Workshop STEAM NOIR Felix Mertikat

Freitag, 6. Juli, 16.30 – 19.00 Uhr
Literatur & Bilder V WIE VENDETTA. Constantin Schnell. Einführung und Film

Freitag, 6. Juli, 20.00 – 22.00 Uhr
Literatur & Bilder. HYDDENWORLD

William Horwood, Denis Scheck, Kemane Bâ. Lesung, Gespräch, Speedpainting
Mit seinem Roman DER STEIN VON DUNCTON, der als Klassiker der Tierfantasy gilt, wurde William Horwood international bekannt. Im Gespräch mit dem Literaturkritiker Denis Scheck stellt der britische Autor den > ersten Band seiner HYDDENWORLD Tetralogie vor: Die Hydden sind ein winziges Völkchen und leben für Menschen unsichtbar unter der Erde. Jack, der Held der Geschichte, ist in der Welt der Hydden ein „Riesengeborener“ und dadurch in höchster Gefahr. Laut einer Prophezeiung soll er dabei helfen die Welt der Menschen und der Hydden wieder zusammenzuführen, in dem er die vier fehlenden Edelsteine einer sagenumwobenen Brosche wiederfindet. Das gefällt den über die Hydden herrschenden Fyrd nicht und Jack muss sich auf eine gefährliche Suche nach den Edelsteinen begeben, damit sich sein Schicksal erfüllt.
Vorprogramm: Figurenentwicklung in nur zwanzig Minuten. Der Speedpainter Kemane Bâ malt ein Bild zu HYDDENWORLD. Seine Arbeit am Computer wird direkt auf die Leinwand projiziert, und das Publikum kann durch Zurufe gestalterischen Einfluss auf den Schöpfungsprozess nehmen.
Eintritt: € 9,-/7,-/4,50
Ort: Großer Saal – Ab 22.00 Uhr DRACHENBAR mit Musik von Arne Hübner

Samstag, 7. Juli, 17.00 – 18.30 Uhr
Lesung
DER LETZTE SCHATTENSCHNITZER – Christian von Aster

Für seinen Roman DER LETZTE SCHATTENSCHNITZER hat Christian von Aster auf der Leipziger Buchmesse den in diesem Jahr erstmalig verliehenen Phantastikpreis SERAPH bekommen. In seinem Roman wohnt jedem Schatten eine eigene Art von Leben inne. Menschen mit der Fähigkeit die Sprache der Schatten zu verstehen, haben auch Zugang zu dem Wissen der Schatten. Deshalb versuchen alle Magier die Sprache der Schatten zu erlernen. Der Held der Geschichte, Jonas Mandelbrot, hat eine Begabung diese Sprache zu verstehen und er wird damit die einzige Hoffnung, den Krieg zwischen Mensch und Schatten zu verhindern.
Eintritt: € 7,-/5,-/3,50 Eintrittskarte kaufen >>
Ort: Großer Saal

Auf diesem Blog:

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
Klett-Cotta is proudly powered by WordPress and the 3 Column Relaxation Theme from Clemens Orth.
Entries (RSS) and Comments (RSS). 24 queries. 0,541 seconds.