Verlagsblog

Archiv für Mai 2013

Ines Geipel im Gespräch
Gesellschaft im Gespräch – In welcher Zukunft wollen wir leben?

Donnerstag, 16. Mai 2013

geipel-amok-komplexIn der Reihe „Gesellschaft im Gespräch – In welcher Zukunft wollen wir leben?“ der VHS Stuttgart sprechen Ines Geipel, Autorin u.a. von „Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens“ und der Autor Martin von Arndt über ihre Bücher und beschäftigen sich mit der Frage, was junge Todesschützen weltweit verbindet. Das Gespräch moderiert Wolfgang Niess vom SWR.

Mit ihrem Buch > Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötenshat Ines Geipel “ Eine brennende Zeitdiagnose über die mentalen Ursprünge dieser Form von Jugendgewalt“ vorgelegt. Ist der Amoklauf Teil unserer westlichen Gesellschaft und was verbindet die Taten der jungen Todesschützen weltweit? Ines Geipel stellt fünf exemplarische Orte ins Zentrum ihrer vielschichtigen Recherchen – darunter auch die drei Amokläufe in Deutschland: Erfurt, Emsdetten, Winnenden. Geipel hat viele Fragen gestellt. U. a. Was treibt junge Amokläufer an? Warum sind Waffen noch immer so mühelos verfügbar? Wie schützt die Polizei, was klärt die Politik, wer ist für die Hinterbliebenen da?

Freitag, 17.05.2013 / 20 Uhr
Stuttgart: TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, Robert-Bosch-Saal

Eintritt: 8,- € (für Schüler/innen und Student/innen frei)
Karten an der Abendkasse im EG bei der vhs Anmeldung

> Ines Geipel
> Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens
1. Aufl. 2012, 343 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94627-7

Foto: (c) Bernd Lammel

Das Blog-Leseprogramm im Monat Mai 2013

Mittwoch, 8. Mai 2013

Bald verdecken die vielen Bücherstapel die Sicht ins Internet. Man soll ja auch immer Prioritäten setzen. Also folgt hier eine Leseliste für den Blog:

1940 geriet Leutnant Fernand Braudel in deutsche Kriegsgefangenschaft. Braudel hielt dort auch Vorträge im Rahmen der »Lager­universitäten«. In diesen Texten – > Geschichte als Schlüssel zur Welt
– wird zum ­ersten Mal sichtbar, wie sich der Historiker die Geschichte als Wissenschaft und Handwerk vorstellte, wie sich aktuelle »Zeit­geschichte« und die »Geschichte der langen Dauer« zueinander verhalten. Diese Vorträge dienten ihm in den Kriegswirren und in trostloser Gefangenschaft als »Schlüssel zur Welt«.

Dieses Buch kommt als nächster Lesebericht auf diesen Blog.

Fernand Braudel
> Geschichte als Schlüssel zur Welt
Vorlesungen in deutscher Kriegsgefangenschaft 1941
Aus dem Französischen von Peter Schöttler und
Jochen Grube, herausgegeben von Peter Schöttler (Original: L’Histoire, mesure du monde)
1. Aufl. 2013, 232 Seiten, Leinen mit eingelassenem Titelschild, mit sw-Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94843-1


Am 24. Mai erscheint bei TROPEN Sam Byers‘ Roman > Idiopathie AUf der Wesbite von Klett-Cotta steht: „Entzückend fies und herrlich böse: Katherine hasst Männer, David hasst Vegetarier und Nathan seine Mutter – britischer Humor der jungen Generation. Während in einer Kleinstadt im Norden Englands die Kühe reglos ins Leere starren, käut die Generation der Dreißigjährigen ihre Probleme wieder. Sam Byers erzählt mit sezierendem Humor und liebevollem Tiefgang von der Möglichkeit und Unmöglichkeit der Liebe einer selbstbezogenen Generation vor dem Hintergrund von Hippie-Protesten, Selbstfindungsschwindeleien und kränkelnden Kühen.

Sam Byers
> Idiopathie
Ein Roman über Liebe, Narzissmus und kranke Kühe
Roman, aus dem Englischen von Barbara Heller
und Rudolf Hermstein (Original: Idiopathy)
1. Aufl. 2013, 378 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50128-5


David Gilmours > Auf der Suche nach Italien ist eine Reisesehnsuchtsbuch. Wenn ich das durchhabe, bin ich dann wahrscheinlich erstmnal für vier Wochen weg – in Italien. Auf der Website von Klett-Cotta:“Gilmour zeigt, dass die Pracht Italiens immer in seinen Regionen mit ihrer je eigenen Kunst, städtischen Kultur, Identität und Küche gelegen hat. Die Regionen brachten die mittelalterlichen Städte und die Renaissance, die Republik Venedig und das Großherzogtum Toskana hervor, die beiden kultiviertesten Staaten der europäischen Geschichte.“

David Gilmour
>
Auf der Suche nach Italien
Eine Geschichte der Menschen, Städte und Regionen von der Antike bis zur Gegenwart
Aus dem Englischen von Sonja Schuhmacher und Rita Seuß (Original: The Pursuit of Italy. A History of a Land, its Regions and their Peoples)
1. Aufl. 2013, 464 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 16 Seiten farbiger Tafelteil, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-94770-0


Schade, ich schreibe hier viel zu wenig über die Bücher aus der Reihe Leben lernen von Klett-Cotta. Diese Reihe würde einen eigenen Blog verdienen. > Wenn Paare sich nicht trennen können: Der Paartherapeut Dietmar Stiemerling kennt die Situationen aus seiner Praxis: das Trennungselend, wenn Paare sich trenen, und das oft verborgene Leid, wenn sich die Partner in einer Ehe aufgrund verschiedener hinderlicher Einstellungen nicht lösen können und sich ihr Beziehungsunglück immer weiter fortsetzt. Was passiert da? Trennug ist schlimm, aber das Verharren in einer aussichtslosen Ehe ist vielleicht noch schlimmer. In diesem Fall sind Psychodynamiken erkennbar, die manche Paare eher in einer desolaten Dauerverklammerung verbleiben lassen, als den nötigen und längst überfälligen Schritt in die Freiheit und Selbständigkeit zu tun. Erklärt man diese Psychodynamiken, zeichnen sich Lösungen ab.

Dietmar Stimmerling,
> Wenn Paare sich nicht trennen können
Leben Lernen 184
3. Aufl. 2013, 150 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-89010-5


Schon mehrmals habe ich auf diesem Blog auf Bücher hingewiesen, die das Regal jedes Geschichtsinteressierten füllen sollten. Keine thematischen Tiefbohrungen von Spezialisten sondern Bücher mit bestem Überblickswissen von Spezialisten. John Freelys > Platon in Bagdad Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam ist so ein Buch: „Diese Geschichte des Wissenstransfers beginnt im 7. Jahrhundert v. Chr. in Ionien an der kleinasiatischen Küste. Naturphilosophen wie Thales von Milet erforschen hier Himmel und Erde. Auf Milet folgen Athen, Alexandria, Rom und Byzanz als Zentren der Wissenschaft. Doch zu Beginn des Mittelalters geht dieses Wissen in Europa verloren. Aufbewahrt wird es in der arabischen Welt.“

John Freely
> Platon in Bagdad Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam
Aus dem Englischen von Ina Pfitzner (Orig.: Aladdin’s Lamp)
5. Aufl. 2012, 388 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, zwei Karten, 28 Abb., Sach- und Personenregister
ISBN: 978-3-608-94766-3


Über Torsten Schulz‘ Roman > Nilowsky habe ich bisher nur ganz hier geschrieben: > Buchpremiere: Torsten Schulz, Nilowski. Der Roman verdient auch noch einen Lesebericht auf diesem Blog.

Torsten Schulz,
> Nilowsky
Roman
2. Aufl. 2013, 285 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93971-2

Lesebericht: John Lanchester, Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner ­jemals etwas zurückzahlt

Dienstag, 7. Mai 2013

Nach dem Band > Nachgefragt: John Lanchester, Kapital haben wir jetzt das Buch > Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner ­jemals etwas zurückzahlt Die bizarre Geschichte der Finanzen von John Lanchester gelesen.

Fortsetzung vun unserem Blogartikel vom 8. April: > John Lanchester, Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner ­jemals etwas zurückzahlt

Um es gleich zu sagen. Grundlagenbücher und Einführungen in Wirttschafts- und Finanzwissenschaften sind oft eine dröge Lektüre. Aber in unseren unruhigen Krisenzeiten, wo in alle Medien jeden Tag ein anderes Antikrisenzrezept verkündigt wird und wo unsere Regierungen ohne Unterlass in Bauch und Bogen kritisiert werden und wo sagar Parteineugründungen, glauben zugkräftige Alternativen präsentieren zu können, ist es wohltuend eine Einführung zu lesen, die einige Gründe der Krise aufzeigt, die uns und den Euro seit 2008 in Atem hält. Börsencrashs, steigenden Arbeitslosigkeit und das Erstarken der Randparteien legen immer Parallelen zu der Weltwirtschaftskrise nahe, die im Oktober 1929 mit dem Crash an der Wall-Street ihre Anfang nahm. Natürlich sind zu viele Faktoren zwischen 1929 und heute unterschiedlich, als dass sie einen Vergleich erlauben würden. Aber ein wichtiger Aspekt, nämlich der der Schulden im Zusammenhang mit einem durch immer neue Finanztricks heruntergerechneten Risiko, der immer größere Handle mit Derivaten, lassen doch immerhin erkennen, dass ein Wirtschaften auf Pump doch mittlerweile sattsam bekannte Gefahren in sich birgt. In diesem Zusammenhang kann man Angela Merkel schon verstehen, dass sie den bundesdeutschen Geldbeutel gerne zugeknöpft hält und bei den Mitgliedern der Euro-Gruppe immer so nachhaltig auf eine Sanierung der öffentlichen Haushalte drängt. Die Wähler (und Politiker auch) denken aber oft nur bis zur nächsten Wahl und lasten aktuelle Nachteile natürlich ihrer Regierung an und geben ihr nur ungerne die Gelegenheit, nachhaltig zu wirtschaften. Solche Ungeduld zeigt sich dann in miserablen Umfagewerten.
John Lanchester hat in einem gewissen Soinn ein Einführung in die Wirtschafts- und Krisenpolitik der Staaten vorgelegt, die einen Ausweg aus der Euro-Krise suchen. Er holt seinem Thema angemessen sehr weit aus und untersucht zunächst die Wirtschaftskrise, di ein den USA zum Zusammenbruch von Lehmann Brothers führte. Es war eine Kreditkrise oder auch eine Schuldenkrise, wobei er den Kredit als solches gar nicht schlecht mach. Der Kredit ist die Wirtschaft selbst (vgl. S. 38), sagt er, und dann folgt ein wenig Nachhilfe in doppelter Buchführung. Auf dieser Grundlage kann man dann leicht verstehen, wieso einige amerikanische Banken weit über ihre Verhältnisse lebten, und warum das sogar für die Weltwirtschaft so brandgefährlich wurde.

Keine Angst nach der Lektüre dieses Buches müssen Sie keinen Test über Derivate, Futures, Währungen und Schuldscheine, oder Hedgefonds schreiben, das ginge auch nach dem zweiten Durcharbeiten nicht. Aber Sie wüssten dann doch immerhin um die Sorglosigkeit oder das stete Bemühen der Finanzwelttheoretiker, Risiken immer so klein wie möglich zugunsten der eigenen Finanzprodukte zu halten: „Sie machten das Bankwesen kaputt,“ (S. 93) lautet Lanchesters lakonische Schlussfolgerung. Je größer die Banken, umso ausgefallener die staatlichen Ideen zu ihrer Rettung. Systemrelevant ist das Stichwort. Z. B. Die American International Group AIG: „Die AIG hatte sozusagen Zugang zum Konto der Regierung.“ (S. 96) Andere systemrelevante Banken bekamen ihn auch. Was folgt ist eine haarsträubende Krisenbewältigung, bei der Großbanken gelang sich aus den Steuersäckel mit frischem Geld zu versorgen. ihr Beispiel sollte Schule machen, denn die Euro-Krise in Europa folgte dem gleichen Muster. In Banken und Staaten wurde Geld gepumpt immer mit dem gleichzeitigen Eid, es würden keine Schulden vergemeinschaftet.

Die leichtsinnige Risikoeinschätzung (S. 183 ff.), mit denen Kredite und die Hoffnung auf krasse Gewinne gerechtfertigt werden verleitet Lanchester dazu eine kleine Einführung in die Statistik einzufügen, mit der er zeigt, dass sich Risiken keinesfalls herausrechnen lassen. Und wenn, holt einen das Risiko immer ein. Das ist so.

Die letzten Kapitel und der Epilog (S. 263-282) dieses Buches haben es in sich. Er nimmt das deutsch-französische Duo ins Visier. Am 16. 8.2011 trafen sich Nicolas Sarkozy und Angela Merkel. Lanchesters enttäuschtes Urteil: Aus Angst vor der Unbeliebtheit im eigenen Land taten sie nichts, (S. 270) Folgt man Lanchesters sind Eurobonds – „Alle Welt weiß, das Eurobonds mittelfristig der einzige Weg aus der Eurokrise sind.“ (S. 270) Das Dilemma: „Die Regierung können unmöglich gleichzeitig ihre Ausgaben einschränken und ihr Wirtschaftswachstum ankurbeln.“ (S. 270) Also muss ein Fahrplan und ein tragfähiger Kompromiss her. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Fiskalunion und die immer wieder neu versprochenen politischen Strukturen noch keine Fortschritte gemacht haben (vgl. S. 217). In diesem Zusammenhang wird Lanchester besonders deutlich und zitiert das „Ungleichgewicht auf makroökonomischer Ebene und zeigt dabei mit dem Finger auf Deutschland, „ein Land, in dem die Trennung von persönlicher, politischer und ökonomischer Angelegenheiten eine akute Bedrohung für die weltweite Wirtschaftsordnung darstellt.“ Damit will er sagen, dass deutsche Interessen nicht mit denen der Griechen, der Iren oder Spanier in Einklang zu bringen sind. Darf man fragen, ob Frau Merkel scheitern wird, weil sie nicht in der Lage ist, jegliche Art von Finanzhilfen als Teil einer Transferunion zu bezeichnen? Ist die europäische Geldpolitik auf die Bedürfnisse der schwächeren Mitgliedsländer der Euro-Zone abgestimmt? Die Gretchenfrage lautet, auf welches rettenden Ufer wollen die Deutschen sich retten? Den Euro aufgeben, wie die Alternative für Deutschland es fordert, ist keine tragfähige Alternative, da Deutschland auf das Euroland als Absatzmarkt angewiesen ist. Das Interesse für die AfD ist eine Art Quittung dafür, dass die etablierten Parteien, es nicht geschafft haben, die Einführung des Euro mit einer realen Vision für Europa zu verbinden. Wo soll die Reise nun hingehen?


Auf dem Frankreich-Blog: „Angesichts des Tiefs in den Meinungsumfragen, die die politischen Erfolge des Präsidenten und der Regierung so schlecht beurteilen, könnte man anführen, dass heute eine nationale Wirtschaftspolitik in Europa gar nicht mehr möglich ist. Es ist doch eine Binsenwahrheit, dass nationale Maßnahmen, heute nur noch begrenzte Effekte haben. Engagement Nr. 4 von François Hollande “Favoriser la production et l’emploi en France”, kann sich folglich nicht auf die nationale Politik begrenzen.“ > Die Bilanz: François Hollande und seine 60 Engagements.


Also das andere Ufer: „Die größte Gefahr, die der europäischen Stabilität im 20. Jahrhundert erwuchs, war der Glaube der Deutschen an ihre besondere Bestimmung. Im 21. Jahrhundert liegt die größte Gefahr für die europäische Stabilität in dem Widerstreben der Deutschen, ihre besondere Bestimmung zu akzeptieren. Wenn es der deutsche Steuerzahler schafft, und sei es noch so widerwillig anzuerkennen, dass es es seine Pflicht ist, die Bürde zu schultern, wird sich der Euro irgendwie durchschlagen. Aber ein Spaziergang wird das sicherlich nicht werden.“ (S. 280)

Mit einem Namens- und Sachverzeichnis!

John Lanchester
> Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner ­jemals etwas zurückzahlt Die bizarre Geschichte der Finanzen
Aus dem Englischen von Dorothee Merkel (Original: I.O.U. Why Everyone Owes Everyone and No One Can Pay)
2. Aufl. 2013, 302 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-94747-2

Lesebericht: William Gibson, Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack

Montag, 6. Mai 2013

William Gibson > Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart hat hier einer Auswahl seiner Texte eine Phänomenologie der digitalen Welt , die uns heute umgibt, vorgelegt. Er lädt zu einem sachgerechten Umgang mit den Medien ein. Er lässt durchblicken, dass er von ihren Möglichkeiten durchaus fasziniert ist, aber er hat sich auch einen vernünfigten Abstand zu ihnen bewahrt.

William Gibson (1948) stammt aus South Carolina (USA). Mit 19 wanderte er nach Kanada aus, um der Einziehung zum Vietnam-Krieg zu entgehen. 1972 ließ er sich in Vancouver nieder, wo er noch heute mit seiner Frau und zwei Kindern lebt. 1984 erschien sein Roman Neuromancer, der im gleichen Jahr alle gängigen SF-Preise erhielt: den Philip K. Dick Award, Nebula Award, Locus Award sowie den Hugo Award. Gibson prägte in diesem Buch den Begriff Cyberspace, der heute das Word Wide Web uzmschreibt. Pattern recognition (Mustererkennung ist sen erster zeitkritischer Gegenwartsroman vor. > Quellcode (»Spook Country«) ist seine Fortsetzung. Systemneustart ist sein zehnter Roman.

> William Gibson über sein Leben


William Gibson schreibt über Literatur, Musik, Mode, Film, die japanische Kultur und berichtet aus der digitalen Zukunft vieles, was sich bei uns schon längst bemerkbar macht. Mit seinen Romanen und seinen Beiträgen für Zeitschriften wie »Wired«, »New York Times Magazine« oder »Rolling Stone« hat er sich als präziser Beobachter der modernen Gesellschaft schon seit langem einen Namen gemacht. Diese Sammlung von Vorworten, Aufsätzen, Rezensionen und Artikeln aus zehn Jahren enthält kluge Einsichten und auch Vorhersagen auf die Auswirkungen der digitalen Welt auf unsere Gesellschaft. Der Walkman war war ganz Neues, der tragbare Kassettenrekorder, den heute kaum noch jemand besitzt. Über einen seiner Romane schreibt er: „Das Buch existiert am Schnittpunkt zwischen dem Unterbewusstsein des Autors und der Reaktion des Lesers.“ (S. 51) Immer wieder warnt er davor, sich dieser „Schönen neuen Virtualität“ hinzugeben, denn mehr als abstrakte Beziehungen kann sie nicht bieten.


Vom Autor dieses Blogbeitrags: > Schreiben Sie mit der Hand oder mit der Tastatur?


William Gibson gelingt es, auf wenigen Seiten eine Phänomenologie der digitalen Welt (S. 62 ff.) zu verfassen, sein Staunen über soviel Neues, das auch soviel Altes enthält eingeschlossen. Literarische Formen sind Werkzeuge… (S. 115) und Gibson lässt fast nebenbei sein Interesse für die Formen erkennen… liest man weiter versteht man schnell viel von dem, was er in Erinnerung ruft, und was die digitale Welt nur mit großem Aufwand realisieren kann. Durch das Medium und den PC getrieben, kommt dann manches schrill auf aufregend daher, schaut man genauer hatten manche oder viel Büchermacher das viel besser im Griff, weil sei die Form beherrschen, nicht nur das Design der Bücher, sondern auch die Form ihrer vielen verschiedenen Texte. S. 133: eBay – kann ein Virus sein, den sogar Gibson sich eingefangen hat: Objekte aus dem Cyberspace in die Realität importieren: „Meine Gedanken rasen…“ (S. 139). Die gute Nachricht, auch dieses Virus kriegt man wieder los. Übrigens: „Das Netz ist Zeitverschwendung.“ (S. 189-195) Man macht Sachen im WWW, weil sie möglich sind, allerlei Unfug mit Suchmaschinen ausgraben oder auch nicht, und die man im realen Leben nie machen würde. Wieviel % seiner täglichen Online-Zeit helfen heute einem Studenten beim Studieren wirklich weiter? könnte man in diesem Zusammenhang fragen. Da denke ich an die 100 Stunden in der TU Dresden, von denen beim Vortrag über > Romanistik und Neue Medien immerhin einer > www.gallica.fr kannte.


> Oder kann man ohne das Internet studieren?


William Gibson
> Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart
Aus dem Englischen von Hannes und Sara Riffel (Original: Distrust the particular Flavour)
1. Aufl. 2013, 252 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50314-2

Marbach am Neckar: Interdisziplinäre Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier

Freitag, 3. Mai 2013

Do, 09. Mai 2013 – Sa, 11. Mai 2013
> Interdisziplinäre Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar


<<< Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger

Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: „350 Jahre Verlagsgeschichte! Man stelle sich die Menge an Briefen vor, die das literarische Programm gerade eines Verlags wie Cotta dokumentieren, der die Bücher von Goethe, Schiller, Hegel, Hölderlin und Heine betreut hat. Stephan Askani und Frank Wegner haben gesichtet und ausgewählt. Jetzt ist ihr Buch mit den Briefen der Autoren an die Herausgeber erschienen: > Cotta – »Das gelobte Land der Dichter« Briefe an die Verleger Gestern habe ich die beiden Herausgeber dieses Buches besucht und sie haben Fragen zu ihrer Auswahl und überhaupt zum Verhältnis zwischen Autoren und Verlegern beantwortet.Es geht um 350 Jahre Verlagsgeschichte in Briefen. “

> Cotta – »Das gelobte Land der Dichter«
Briefe an die Verleger

Mit einem Vorwort von > Brigitte Kronauer
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
168 Seiten
ISBN: 978-3-608-93904-0


Johann Friedrich Cotta gilt als Repräsentant der klassischen Buch- und Wissenskultur. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Cotta-Verlag zu einem der bedeutendsten europäischen Verlage, der zugleich Fach- und Universalverlag war. Durch eigene Druckereien (mit den ersten dampfmaschinengetriebenen Schnellpressen) und durch Zweigunternehmungen trieb er die Entwicklung des Verlags zu einer Art Medienkonzern voran. Die in seiner Literarisch-Artistischen Anstalt produzierten Lithographien trugen wesentlich zur Popularisierung von bildender Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei. Doch Cotta hielt auch Anteile an einer Flachsspinnerei in Heilbronn und an Dampfschifffahrtsgesellschaften. Zudem war er ein homo politicus, nicht nur bei seinen zahlreichen publizistischen Projekten, sondern auch als Abgeordneter im württembergischen Landtag, bei diplomatischen Missionen in Wien und Paris oder bei den Zollvereinsverhandlungen zwischen Preußen, Bayern und Württemberg.

Eine gemeinsame Veranstaltung des IZKT und des Deutschen Literaturarchivs Marbach unter der Schirmherrschaft von Michael Klett.

Konzeption und Organisation: Helmuth Mojem (Cotta-Archiv) & Barbara Potthast (Universität Stuttgart).

Öffentliche Abendvorträge:

Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie
Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar, Do, 09. Mai 2013 20:00
„Interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.“ | Öffentlicher Vortrag – Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie

> Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit

Vortrag, Fr, 10. Mai 2013 20:00
Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit
> Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70174 Stuttgart

Es mochten zwei Wochen vergangen sein, bevor die Zeitschriften aus Paris in Weimar ankamen. Aber wenn sie da waren, wurde der kleine Zirkel um den Hofrat Goethe zu einem Teil der französischen Hauptstadt. Es mochten Monate vergangen sein, bis ein von Cotta neu verlegtes Buch Goethes seine Leser irgendwo in der Provinz erreichte. Aber wenn es dann aufgeschlagen wurde, war Weimar in der Welt. „Öffentlichkeit“ nennt man, was so entsteht. Aber diese „Öffentlichkeit“ ist eine Abstraktion:


Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: „Cotta war unserer Zeit voraus. Nein, ich verdrehe nichts. Es ist unglaublich, wie er als Verleger in das Paris der französischen Revolution reist, wo Köpfe rollen und er mit Ministern verhandelt. Später mischt er an entscheidender Position im Streit um Verfassungsfragen mit, Ende der zwanziger Jahre macht er mit an vorderster Front, wenn es um die Zollunion geht, wie Herr Genscher ständig unterwegs von Hof zu Hof. Er habe nur hinter den Büchern gehockt? Weit gefehlt! In die Dampfschifffahrt hat er investiert. Er war also für alles Neue aufgeschlossen, ist mitgefahren, hat sich begeistern lassen und nebenbei seinen Verlag durch an allen Klippen der Zensur vorbei manövriert. Und dauernd gerechnet. natürlich um Gewinn zu machen“

Peter Kaeding,
> Die Hand über der ganzen Welt
Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik

1. Aufl. 2009
Ausstattung: Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen
496 Seiten
ISBN: 978-3-7681-9712-0


Es gibt sie nicht jenseits von Papier, Druck und Datenspeichern, von Publikationsrhythmen und Vertriebswegen. „Öffentlichkeit“ besteht in vielgestaltigen Sachen, und ihre dinglichen Qualitäten sind die Gestalt, in der sie sich organisiert: Bücher, Zeitschriften, Zeitungen. Es kam nicht von ungefähr, dass der Verleger Cotta mit Napoleon verglichen wurde: Er war ein Stratege der Expansion moderner Öffentlichkeit. Darum lässt sich im Blick auf ihn nicht nur viel über den Beruf des Verlegers lernen, sondern auch über das Funktionieren moderner Gesellschaften.

Thomas Steinfeld, Germanist, Schriftsteller, Titularprofessor am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Luzern leitet das Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“.

Vortrag in der Reihe „Kulturtheorien“, veranstaltet vom IZKT in Kooperation mit der Breuninger Stiftung und der Stadtbibliothek Stuttgart, zugleich öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der > interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.:


> Festakt zum 350. Cotta-Jubiläum 23. November 2009

Am Montag, 23. November 2009, wurde im Stuttgarter Rathaus mit einem Festakt das 350. Cotta-Jubiläum gefeiert. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster würdigte den Verlag Cotta, die Verdienste seiner Verleger, besonders von Johann Friedrich Cotta und und die des heutigen Verlegers Michael Klett. MIT TON

Lesebericht: David Bainbridge. Wir Middle Ager. Unsere besten Jahre

Freitag, 3. Mai 2013

David Bainbridge wuchs in den frühen 1980er-Jahren als Teenager in Essex auf. Er hat an der University of Cambridge Zoologie und Veterinärmedizin studiert und unterrichtet dort Klinische Anatomie der Nutztiere. Mit seinem Buch > Wir Middle-Ager. Unsere besten Jahre, das Dieter Fuchs übersetzt hat und das in diesem Frühjahr bei Klett-Cotta erschienen ist, stellt er die für die Middle-Ager entscheidenden Fragen: Was verändert sich in dieser Lebensphase im Gehirn und in ihren Körpern? Stimmt es eigentlich, dass Menschen im mittleren Alter konservativer und unflexibler werden? Gibt es überhaupt eine Midlife-Crisis? Hat der Alterungsprozess auch Vorteile? Scheint alles nicht so recht oder gar nicht zu stimmen, wenn man den Untertitel dieses Buch als Programm versteht: Unsere besten Jahre. Die Jüngeren gäben viel darum, die Erfahrung der Middle-Ager zu haben und trotzdem so jung zu sein. Mit dem Altwerden hat dieses mittlere Lebensalter nichts zu tun, davon zeigt sich Bainbridge überzeugt, worin ein bisschen Entwicklungsbiologie und einige Einblick in das Gehirn, ihn bestärken. Immerhin es gibt dennoch einige schlechte Nachrichten für die Middle-Ager, die der Autor sich und dem Leser zuliebe in ein Kapitel stopft. 5. Schlaff? Faltig? Grau? Warum?, (S. 79-95): Zusammenfassung: Ist so, sagt der Biologe. Ein bisschen Übergesicht (S. 96-112) kommt noch dazu.

Dann aber: (Teil II). „Der Triumph des mittel-alterlichen Gehirns“, S. 13 ff. Neidpotential für die Jüngeren, die ihrerseits auch lernen müssen, dass die ihnen voranschreitende Generation nun mal ein bisschen mehr Erfahrung hat und sie von ihnen lebenslang etwas lernen können und sollten. Und hier geht Bainbridge in die Einzelheiten. Richtig gut kann das Gehirn eigentlich nichts so richtig, aber es nötigt im mittleren Lebensalter seinem Besitzer schon einige Respekt ab. Erfahrung und die besonderen Funktionen des Gehirns bewältigen spielend die mit dem Alter steigenden Defizite des Gehirns. Das Langzeitgedächtnis läuft zu seinen Höchstformen auf – immer mehr Gelegenheiten zur Proustschen unwillkürlichen Erinnerung bieten sich, von denen die Jüngeren noch nicht einmal träumen können. Die Anpassung des Gehirns ist ein Wunder und ein Beweis für den „Höhepunkt seiner Macht“ (S. 132)

Ist der Eindruck, die Zeit vergeht immer schneller, je älter man wird, eigentlich zutreffend? Nein, natürlich nicht sagt man nach der Lektüre dieses Buches. Die Theorie, heute werde alles schneller, wird dennoch immer so gerne angeführt. Aber ein 20-Jähiger musste um 1789 in Paris auch das Gefühl bekommen, jemand habe bei der Geschwindigkeit der Welt ganz erheblich auf die Tube gedrückt.

Teil III. „Je oller, desto toller. Liebe, Sex, Kinderkriegen und das Leben jensaeits der vierzig“ (S. 209 ff.) 13.“Schluss mit Sex?“ Natürlich nicht. (S. 226 ff)

Übrigens. Die Midlife-Crisis gut es nicht. (S. 249, S. 263) Und das erklärt der Biologe Bainbridge auf den folgenden Seiten auf sehr einleuchtende Art und Weise. Da wird sein Buch fast schon zu einer Kurzfassung eines Biologie-Lehrbuchs. Das ist echt kurzweilig, wie der Autor die verschiedenen Körperfunktionen vorführt und erklärt. Alles läuft auf die wichtigste Frage und das letzte Kapitel 18. „Wirst du mich auch morgen noch lieben?“ hinaus. Hier geht es um den Zustand der Ehen im Middle-Age Alter, die erstaunlich robust sind, wofür der Biologe wieder einen ganzen Strauß von Erklärungen bereit hält. Die Liste aller Vorteile, die die Middle-Ager auf sich vereinigen, ist beeindruckend und jeder einzelne könnte ein neues Kapitel in diesem Buch werden.

Bainbridge spricht ausführlich über das mittlere Lebensalter in diesem Buch und führt nebenbei praktische Biologie vor, da habe ich mehr verstanden als damals im Biologieunterricht.

David Bainbridge
> Wir Middle-Ager. Unsere besten Jahre
Aus dem Englischen von Dieter Fuchs (Original: Middle Age. A Natural History)
1. Aufl. 2013, 345 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94743-4

Lesebericht: Ursula Wawrzinek, Vom Umgang mit sturen Eseln und beleidigten Leberwürsten

Donnerstag, 2. Mai 2013

Kennen Sie in Ihrer Umgebung privat oder im Beruf Menschen, die manchmal oder oft ganz stur sein können? Sogenannte sture Esel? Oder gar Typen, die so mir nichts, Dir nichts mehr oder weniger hörbar einschnappen und die nächsten drei Tage beleidigt und nachtragend herumlaufen? Beleidigte Leberwürste? Eigentlich haben Sie es ganz gut gmeint, aber eine Bemerkung oder eine Frage zum falschen Zeitpunkt im falschen Hals, und das Drama nimmt seinen Lauf. Erst ein Wortwechsel, dann wird die Stimme gehoben, der Konflikt ist ausgebrochen. Wer weicht zuerst? Der Volksmund behauptet, der Klügere gibt nach. Was ist aber wenn die beiden Streithähne sich sowieso für die Klügeren halten? Also noch eine Eskalationsstufe. Da werden selbst Kleinigkeiten zu lebensentscheidenden Situationen. Aber gucken wir genauer hin. Wie entstehen Konflikte, was sind überhaupt Konflikte? Manchmal werden sie schon durch eine unbedachte, im Grunde nett gemeinte Überlegung oder Betrachtung ausgelöst, die auch bekannte Empfindlichkeiten des Mitmenschen nicht berücksichtigt oder sich gar absichtlich an ihnen reibt. Etwas von unserem ganz ursprünglichen Fluchtverhalten ist noch da, wenn plötzlich das Erscheinen eines bestimmten Mitmenschen oder gar seine so unpassende Bemerkung einen erhöhten Adrenalinstoß bewirkt.

Konflikte können an jeder Ecke entstehen. Ursula Wawrzinek nennt sie in ihrem Buch > Vom Umgang mit sturen Eseln und beleidigten Leberwürsten Konfliktfallen. Also erstmal genau analysieren und verstehen, worüber wir sprechen. Damit meine ich den klaren Aufbauu dieses Buches. Wenn klar ist, worum es eigentlich geht, fällt das Verständnis der Gegen- oder Vorsichtsmaßnahmen ganz leicht: Unzutreffende Bewertungen, Unterstellungen, Den anderen nicht ernstnehmen, Moralisieren, Kränkung und Verteidigung verbergen solche Konfliktfallen, die man leicht umgehen kann: S. 35. Ist man aber erstmal in einer Konfliktfalle, dann hat der andere sowieso unrecht. Dann kommt man nur durch eine echte Kehrtwendung da wieder raus.

Ist der Konflikt ausgebrochen, ist es noch nicht zu spät. Man kann lernen, das eigene Verhaltensmuster zu verstehen, sozusagen sich selber die Konflikteskalation abzutrainieren. Konflikte sind natürlich nicht zu umgehen. Manchmal sind das natürliche und notwendige Auseinandersetzungen, die bei hartnäckigen Meinungsverschiedenheiten in einen offenen Konflikt abgleiten können. So wie im Bundestag wo jede heftigere Diskussion in den Medien gleich als Streit bezeichnet wird. Das Akzeptieren und Verstehen von Konflikten führt zu einer Konfliktfähigkeit, die das Selbstbewusstsein stärken, ohne dem anderen zu schaden.

Man merkt bei der Lektüre, über welch großen Erfahrungsschatz Ursula Wawrzinek verfügt. Den Anderen verstehen heißt noch lange nicht einverstanden zu sein. Zusammen kann die richtige Lösung gefunden werden. Aber die Kunst der Versöhnung ist im wahrsten Sinn des Wortes ein eigenes Kapitel (S. 125-138).

Ursula Wawrzinek macht Mut, und ihr gelingt es, ihre Leser auf fesselnde Weise kreative Konfliktlösungen zu vermitteln. Ihre Tipps kann man privat und im Beruf gleich mal ausprobieren. Dabei wird man merken, dass manche Mitmenschen auf einmal überrascht oder anders reagieren, wenn das ihr von ihnen zugeschriebene Konfliktmuster nicht mehr stimmt.

Besuchen Sie die Autorin auf ihrer Webseite: www.konfliktberaterin.de

Ursula Wawrzinek
> Vom Umgang mit sturen Eseln und beleidigten Leberwürsten Wie Sie Konflikte kreativ lösen
Mit Illustrationen von Michael Wirth.
1. Aufl. 2013, 188 Seiten, broschiert, mit 10 Abbildungen
ISBN: 978-3-608-86032-0

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
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