Verlagsblog

Archiv für Oktober 2013

Psychologie bei Klett-Cotta

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Bevor die Lektüre von Birgitte Kronauers > Gewäsch und Gewimmel weitergeht – Sie erinenrn sich, Elsa Gundlach und ihre Klientel, die ihr, wenn sie nachts nicht schlafen kann, durch den Kopf trottet, ein Blick auf das riesige Psychologie-Regal von Klett-Cotta: Schade, der ganze Bereich > Psychologie ist bisher auf unserem Blog zu kurz gekommen. Das gilt auch für die > Lesungen / Veranstaltungen / Termine zum Thema Psychologie, Erziehung und aller verwandten Gebiete.

Tatsächlich verdient dieses Verlagsprogramm viel mehr Aufmerksamkeit. Immer wieder wird von Chancengleicheit und den Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und Schüler gesprochen. Gesamtschulen sollen Abhilfe schaffen. Ich erinnere mich noch, wie ab der achtziger in NRW das dreigliedrige Schulsystem zugunsten der Gesamtschule nachhaltig geschädigt wurde. Durch meine berufliche Tätigkeit konnte ich ab 1988 dort über 20 oder noch mehr Gesamtschulen besuchen und mit den Lehrern auch über die Lernerfolge der Schüler sprechen. Wie auch in andern Lebensbereichen gab es zufriedene und engagierte Lehrerinnen und Lehrer, aber die unzufriedenen sind mir auch im Gedächtnis geblieben. Damals fiel mir auf, wie wenig die Lehrer von der Selbständigkeit der Schüler sprachen, immer nur Klagen über ihre schlechten Leistungen. Die Verschulung der Referendarzeit mit den willkürlichen Noten für Lernproben sind mir in schlechter Erinnerung geblieben. Paul Though stellt mit seinem Buch die Frage nach dem Verhältnis von Charakter und Intelligenz > . Warum Charakter wichtiger ist als Intelligenz. Er stellt die beklemmende Frage lt. Klappentext: „Kann es sein, dass unsere Gesellschaft seit Jahrzehnten die falschen Fähigkeiten unserer Kinder fördert?“ Wie dankbar bin heute noch meinen Lehrern im Schiller-Gymnasium in Köln die 4 oder 5 Jahre lang meine Schülerzeitungsaktivitäten mit Wohlwollen und Unterstützung förderten. Und auf dem Klappentext steht auch die Frage „Was garantiert Glück und Erfolg in Schule, im Beruf und im späteren Leben?“ „Selbstkontrolle, Entschlossenheit“ sind Stichwörter, die in den Antworten auf diese Fragen stehen. Paul Though stellt ausnahmslos alle pädagogischen Ansätze aus diesem Themenfeld vor und bewertet sie. Dabei beobachtet Though vor allen die Entwicklungschancen von Kindern aus unteren Gesellschaftsschichten. Er ist der Auffassung, wenn die richtigen Eigenschaften gefördert werden, kann die soziale Schere geschlossen werden. Erträge der Psychologie, der Neurowissenschaften und der Ökonomie, so erklärt Though zeigen, das Charaktereigenschaften wie Ausdauer, Optimismus, Neugier, Mut und Gewissenhaftigkeit über den späteren Erfolg entscheiden. Am Beispiel einer Brennpunktschule zeigt Though, wie die Förderung benachteiligter Schüler gelingt. Dieses Buch kann unser unser Verständnis von Kindheit, Schule und Ausbildung revidieren.

Ursula Wawrzinek, Annette Schauer haben über neue Strategien gegen Burnout nachgedacht: > Was tun, wenn es brennt? Sind Sie erschöpft, ausgelaugt, überfordert? Wird manchmal oder immer wieder alles zuviel? Nicht wegen der Arbeit, sondern zum Beispiel wegen Dauerstress am Arbeitsplatz. Merken Sie selbst, dass Sie zunehmend nervöser werden? Sie wissen, wo ihre Grenzen sind. Haben Sie wirklich schon mal über Ihren eigenen Leistungsanspruch nachgedacht? Burnout? Nein ich doch nicht, denkt jeder, aber seine gefahren sind nicht so leicht von der Hand zu weisen. Der Arbeitsplatz als Verursacher ist dann auch keine Hilfe. Die Hilfe muss schlicht gesagt von Ihnen selbst kommen. Ursula Wawrzinek und Annette Schauer erklären die Stressspirale und ihr Durchbrechen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigenen Perspektiven, versuchen Sie die Logik Ihres Unternehmens zu durchschauen und bremsen Sie das »Hamsterrad«. Leichter gesagt als getan? Die beiden Autorinnen erklären Ihnen eine Selbstanalyse und schlagen Ihnen Befreiungsstrategien vor: Planen und Handeln lauten die Stichwörter im Kapitel Selbstverantwortlicher Umgang mit den eignen Ressourcen (S. 105 ff), dass Lust auf Ausprobieren macht.

Michael E. Harrer nähert sich dem Burnoutauf eine andere Weise: Dieses Buch vermittelt die Grundlagen der Achtsamkeit und bietet daneben eine fundierte Zusammenschau der Entstehungsbedingungen von Überforderung. Es informiert über die Vielfalt individueller Wege aus einem Burnout. > Burnout und AchtsamkeitDie steigende Häufigkeit von Stress und stressbedingten Krankheiten bis hin zum Burnout und die zunehmende Sehnsucht nach Entschleunigung, Ruhe und innerem Frieden. Harrer bietet alltagstaugliche Ideen und Möglichkeiten aus der Burnout-Spirale. Innere Klarheit, Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe, Lebensfreude und Lebensqualität gehört zu seinen Zielen.

> Zusatzmaterialien zu diesem Buch

Hans Jellouschek und Bettina Jellouschek-Otto haben die Nähe und Freiheit in Partnerschaft und Familie untersucht. > Grenzen der Liebe Schade, dass unsere Einmannredaktion nicht jedem Buch einen ausführlichen Lesebericht widmen kann. Hier geht es nicht nur um Partnerschaft, es geht hier auch um die so notwendigen Grenzen, eben um die Freiräume des anderen , die auch in einer Partnerschaft respektiert werden müssen. Dabei spielen Entwicklungsphasen ein besondere Rolle. Bindungen, die die Autonomie des anderen vereinnahmen geraten in Gefahr: Die Autoren dieses Buches zeigen es am Beispiel von Axel und Anita, die seit langem ohne Sex nebeneinander herleben: „In dieser Beziehung ist kein eigenständiger Mann mehr da, der Lust auf eine attraktive, weil eigenständige Frau hätte, und keine eigenständige Frau, in der Lust auf einen attraktiven, weil eigenständigen Mann erwachen könnte.“ (S. 33) Beide Autoren empfehlen Alex und Anita, Grenzen zu setzen (S. 32). Grenzziehung darf nicht zur Ausgrenzung werden, wird auf den folgenden Seiten erklärt. Stellen sich Kinder ein, werden Grenzziehung und Autonomie in einem veränderten Umfeld erneut auf die Probe gestellt. In der Phase, wenn die Kinder ausziehen, kommt es erneut zu einer Belastungsprobe, wenn beide anfangen, allmählich eine Lebensbilanz zu ziehen. (S. 132 ff.) Gelingt jetzt keine Ausgleich über die Verständnis des gemeinsamen Lebensweges, werden frühere Verfehlungen systematisch aufgewärmt und vorgehalten, gerät die Beziehung erneut in Gefahr: Versöhnung mit der eignen Vergangenheit (S. 147 ff) schlagen die beiden Autoren uns vor.

Paul Tough
> Die Chancen unserer Kinder
Warum Charakter wichtiger ist als Intelligenz –
Mit einem Vorwort von Heinz Buschkowsky, aus dem Amerikanischen von Dieter Fuchs (Orig.: How Children Succeed. Grit, Curiosity, and the Hidden Power of Character)
1. Aufl. 2013, 315 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94803-5

Ursula Wawrzinek, Annette Schauer
> Was tun, wenn es brennt?
Neue Strategien gegen Burnout
Mit Illustrationen von Michael Wirth.
1. Aufl. 2013, 176 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-86039-9

Michael E. Harrer
> Burnout und Achtsamkeit
1. Aufl. 2013, 304 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94818-9

Hans Jellouschek, Bettina Jellouschek-Otto
> Grenzen der Liebe
Nähe und Freiheit in Partnerschaft und Familie
1. Aufl. 2013, 183 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94592-8

Lesereise: Massimo Carlotto, Die Marseille-Connection

Montag, 28. Oktober 2013

Diese Lesung, diesen Krimi, diesen Autor dürfen Sie nicht verpassen. Ein wichitgier Pflichttermin für Krimifreunde. Massimo Carlotto kommt nach Deutschland mit seinem neuen Thriller > Die Marseille-Connection. Das ist DER Thriller zur neuen, globalen Kriminalität Eine Gang aus vier brillanten Verbrechern macht Marseille unsicher. Ihre Gier nach Reichtum und Macht ist grenzenlos. Nur eine durchschaut ihr Spiel: Kommissarin Bernadette Bourdet, kurz B.?B. Massimo Carlotto beschreibt die dunkle Seite der globalen Finanzkrise: die neue Kriminalität in Nadelstreifen ohne Moral und ohne Grenzen. In der düsteren Metropole zwischen Afrika und Europa tobt ein Territorialkrieg. Kommissarin Bourdet – knallhart, hässlich und mit einer Schwäche für schöne Frauen – tut nicht nur Gutes, um das Böse zu verhindern. Sie hat ihre eigene Definition von Verbrechensbekämpfung. Ein korsischer Mafiaboss alter Schule und ein Berufskiller, der sein Handwerk in den Drogenkriegen Südamerikas gelernt hat, helfen ihr dabei. Das bekommen Sosim, Sunil, Giuseppe und Inez zu spüren.
Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua, ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens. Als Sympathisant der extremen Linken wurde er in den 1970er Jahren zu Unrecht wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Er lebt heute auf Sardinien.

25.10.2013 | 19 h 30 Uhr
Travertinkeller, Sulzerrainstraße 24, Stuttgart
Moderation: Simonetta Puleio, deutsche Lesung: Barbara Stoll In Kooperation mit dem Stuttgarter Kriminächte Verein, Buchhaus Wittwer und dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart

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> Leseprobe

Rückschau. Das Interview: > Das Interview: Die dunkle Unermesslichkeit des Todes
> Lesebericht: Massimo Carlotto, Der Flüchtling – 25. Juli 2010 von Heiner Wittmann

Massimo Carlotto
> Die Marseille-Connection
Krimi, aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel (Orig.: Respiro Corto)
1. Aufl. 2013, 239 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50134-6

Vorgefragt: Massimo Carlotto, Die Marseille-Connection

Freitag, 25. Oktober 2013

Heute!

25.10.2013 | 19 h 30 Uhr
Travertinkeller, Sulzerrainstraße 24, Stuttgart
Moderation: Simonetta Puleio, deutsche Lesung: Barbara Stoll In Kooperation mit dem Stuttgarter Kriminächte Verein, Buchhaus Wittwer und dem Italienischen Kulturinstitut Stuttgart

Heute ist Massimo Carlotto nach Stuttgart gekommen. Bevor wir unseren Lesebericht schreiben konnten, rief die Presseabteilung von Klett-Cotta gestern an, das Interview könne heute stattfinden. Heute morgen waren die Fragen fertig.

Massimo Carlotto hat einen aufregenden Thriller verpasst.> Die Marseille-Connection. Richtig aufregend, denn so unvermittelt geht es selbst den Verbrechern in andern Büchern nur selten an den Kragen und ans Leben. Es geht um die neue globale Kriminalität, die auch die Verbrecher selber untereinander ohne alle Grenzen zu Feinden machen. Und mittendrin in Marseille ist die Kommissarin Bernadette Bourdet von der Brigade Anti-Ciminalité, die weiß welche Methoden sie nicht einsetzen darf aber muss, um der Kriminalität Einhalt zu gebieten. Wir haben Massimo Carlotto auch gefragt, wie er die Spannung in seinem Roman konstruiert so. Ist es ein Effekt der Globalisierung, dass die Kriminellen untereinander immer härter auch sich selber gegenüber werden? Ist sein Buch auch ein Beitrag gegen die wachsende Kriminalität. Ähnelt die Geschichte des Roman auch auch der heutigen Verbrecherwelt in Marseille? Massimo Carlotto ist auch wegen seiner Biographie > Lesebericht: Massimo Carlotto, Der Flüchtling ein scharfsinniger Analytiker der Verbrecherwelt, die sich über Kontinente erstreckt. Er beobachtet, dass die Verbrecher auch ihre Bildung vermehrt für ihre Verbrechen nutzen. Sosim, Suni, Giuseppe und Inez studierten in Leeds und verstricken sich in die Verbrecherszene:

Rückschau. Das Interview: > Das Interview: Die dunkle Unermesslichkeit des Todes
> Lesebericht: Massimo Carlotto, Der Flüchtling – 25. Juli 2010 von Heiner Wittmann

Massimo Carlotto
> Die Marseille-Connection
Krimi, aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel (Orig.: Respiro Corto)
1. Aufl. 2013, 239 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50134-6

Franziska Wilhelm: „Hey crowd… Am 24.01.14 erscheint mein erster Roman bei Klett-Cotta.“

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Kaum steht hier der > Leseberichtsprogramm wird schon der nächste Roman angekündigt: Franziska Wilhelm: > Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen

Einen „Roadtrip“ durch das Land des morbiden Charmes nennt Klett-Cotta den ersten Roman von Franziska Wilhelm.

Die Sportplatzkneipe der Familie Enders ist Ziel von Selbstmördern, die sich dort ihr letztes Bier zapfen lassen. Mehr gibt es in Strottenheim nicht. Da gibt es noch dominante Großmutter Lucia , Mutter Rosana, die für jede Eroberung mit dem Zitronenmesser eine Kerbe in den Tresen ritzt. Onkel Jano, der sich beim Tête-à-tête mit Milla erwischen lässt, und dann ist da noch der Paketfahrer, der Milla beim Suchen nach Jano hilft.

Gucken Sie mal auf > Franziska Wilhelms Facebookseite: „Hey crowd, das ist meine offizielle Autorinnen-Facebookseite. Übrigens: Am 24.01.14 erscheint mein erster Roman bei Klett-Cotta.“

Franziska Wilhelm
> Meine Mutter schwebt im Weltall und Großmutter zieht Furchen
Roman
1. Aufl. 2013, ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93992-7

Leseberichtsprogramm

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Beim PC-Start heute morgen fiel mein Blick zuerst auf Nickolas Butlers > Shotgun Lovesongs: „Drei Hochzeiten, zwei Scheidungen, ein Beinschuss und Lieder von der Liebe. Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.“

Obwohl der rechte Büchstapel immer größer wird, die tägliche Büroarbeit terminlich drängt, ist die Versuchung groß, nachzugucken, wieviel Urlaubstage noch da sind und mit > Shotgun Lovesongs in den nächsten Zug zu steigen. Geht aber gerade nicht. Schade. Außerdem warten noch die Videos von der Buchmesse: Mit Barabara Vinken haben wir über > Angezogen. Das Geheimnis der Mode und mit Michale Laub über > Tagebuch eines Sturzes gesprochen.

Und dann wartet auch noch das Buch von Brigitte Kronauer > Gewäsch und Gewimmel – auf der Frankfurter Buchmesse hat unsere Ein-Mann-Redaktion schon schon mit ihr gesprochen – auf seinen Lesebericht. Nochmal zur Unterscheidung: Bücher aus dem eigenen Verlag rezensiert man doch nicht. Also sind es Leseberichte. Unsere > Rezensionen stehen woanders.

Und dann gibt es in der Abteilung Partnerschaft und Liebe Zuwachs: Zwei neue Bücher: Hans Jellouschek und Bettina Jellouschek-Otto > Grenzen der Liebe. Nähe und Freiheit in Partnerschaft und Familie, das Buch von Katherine Angel > Ungebändigt. Über das Begehren, für das es keine Worte gibt und die zweite Auflage von Roland Webers Buch > Wenn die Liebe Hilfe braucht. Das Partnerschaftsbuch mit Tests und Übungen:

.

In welcher Reihenfolge? Vielleicht genügt es, erst mal > das Buch von Katherine Angel zu lesen:“Dieses Buch ist ein intimes und erotisches Geständnis einer Frau und Geliebten. Es ist aber auch eine intensive Betrachtung widersprüchlicher und in unserer Gesellschaft fest verwurzelter Vorstellungen von Sexualität. Mit bemerkenswerter Offenheit reflektiert Katherine Angel die Geschichte ihrer sexuellen Begegnungen und Überzeugungen und zeigt, wie unser Leben durch unsere Sprache und unsere Erfahrungen geprägt wird. Lyrisch, erotisch, mutig und mit Bildern, die einem im Gedächtnis bleiben.“ steht am Anfang der > Leseprobe. Wenn die Probleme bleiben gibt es „Hilfe aus eigener Kraft mit“ Roland Weber oder > > Grenzen der Liebe: Klappentext: „Dieses Buch macht deutlich, dass sich jede Zweierbeziehung gegen dritte Faktoren behaupten muss. Doch auch innerhalb der Partnerschaft sind Grenzziehungen wichtig: Wie bleibt man als Teil eines Paars trotzdem ein Individuum und damit ein interessantes Gegenüber für den Partner? Erst das ermöglicht eine realistische, reife Liebe, eine »Liebe auf Dauer«, nach der wir uns doch alle sehnen.“

Lesereise. Brigitte Kronauer, Gewäsch und Gewimmel

Montag, 21. Oktober 2013

Am 24.10.2013 erscheint der Roman > Gewäsch und Gewimmel:

Mittwoch, 23.10.2013 – 20 h
Brigitte Kronauer- Gewäsch und Gewimmel
Hamburg | Buchpremiere
Moderation: Sigrid Löffler – Literaturhaus Hamburg -Schwanenwik 38 – 22087 Hamburg

Donnerstag, 24. 10.2013 – 20 h
Brigitte Kronauer, Gewäsch und Gewimmel
Stuttgart | Lesung – Literaturhaus Stuttgart – Breitscheidstraße 4 – 70174 Stuttgart

Dienstag, 29.10.2013 – 19 h 30
Hannover | Lesung – In Kooperation mit NDR Kultur
Moderation: Stephan Lohr – Literaturhaus Hannover- Sophienstraße 2 – 30159 Hannover

Donnerstag, 7.11.2013 – 20 h
Berlin | Lesung – Moderation: Frauke Meyer-Gosau (Literaturen)
Literaturforum im Brecht-Haus – Chausseestraße 125 -10115 Berlin

Video: > Vorgefragt: Brigitte Kronauer, Gewäsch und Gewimmel

> Brigitte Kronauer, > Gewäsch und Gewimmel
Roman
1. Aufl. 2013, 615 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98006-6

Auf unserem Blog:

> Brigitte Kronauer: Paraphrasen auf alte Graubündner Sagen – 24. August 2011
> Nachgefragt: Brigitte Kronauer, Zwei schwarze Jäger
> Brigitte Kronauer auf dem Stand von Klett-Cotta

Podiumsdiskussion: Hat Qualität eine Zukunft? Zeitungen und Zeitschriften als Reflexionsraum

Mittwoch, 16. Oktober 2013

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Hat Qualität eine Zukunft? Zeitungen und Zeitschriften als Reflexionsraum
Lothar Müller, Ralph Bollmann und Thomas E. Schmidt diskutieren
Moderation: Christian Demand

Am Dienstag, 5. November 2013, 20 Uhr
Akademie Schloss Solitude, Solitude 3,70197 Stuttgart
Eintritt frei

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Der Text der Einladung von Jean-Baptiste Joly, Vorstand der Stiftung Akademie Schloss Solitude, und Michael Klett, Vorstand der Ernst H. Klett Stiftung Merkur

Zeitungen und Zeitschriften haben bei der Formierung der modernen Demokratien in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle gespielt und sie sind nach wie vor zentrale Instrumente der gesellschaftlichen Meinungs- und Willensbildung. Sie moderieren, generieren, animieren, kanalisieren und gewichten das öffentliche Gespräch über alle nur denkbaren Themenfelder und bieten so einen Reflexionsraum für eine vielstimmige politische, kulturelle und weltanschauliche Selbstverständigung der Gesellschaft. Die bürgerliche Presse war aber von Beginn an auch, und vielfach sogar in erster Linie, ein Geschäftsmodell. Eine über Generationen bewährte Faustregel für Verleger besagte, dass Zeitungen und Zeitschriften rentabel arbeiten, solange sie zu zwei Dritteln werbefinanziert sind. Spätestens seit im Jahr 2001 das Anzeigengeschäft im Printjournalismus infolge der Konkurrenz der Onlinemedien massiv eingebrochen ist, geht diese Kalkulation immer seltener auf. Darunter leiden auch und gerade anspruchsvolle publizistische Foren, denn ihre Arbeit ist besonders zeit- und personalintensiv und damit teuer.

Das Internet bringt die konventionelle Presse aber nicht nur wirtschaftlich in Bedrängnis. Schließlich macht das Netz die unterschiedlichsten komplementären publizistischen Angebote zugänglich und zwar für die Nutzer größtenteils kostenlos. Zugleich bietet es der öffentlichen Debattenkultur neue Möglichkeiten in sozialen Netzwerken und offenen Kommentarforen.

Die Themen der Diskussion:

• Welche Bedeutung bleibt Zeitungen und Zeitschriften angesichts der Konkurrenz durch die digitalen Medien – oder gewinnen sie neue Funktionen?
• Welche Folgen hat diese Konkurrenzsituation für den Qualitätsjournalismus?
• Schrumpft der Raum für ambitionierte Reflexion und muss man über neue Modelle der Finanzierung nachdenken?
• Welchen konkreten Einfluss hat der wirtschaftliche Druck, dem die Verlage ausgesetzt sind, auf die Arbeit der Redaktionen?
• Gibt es nur äußere Gründe für den Auflagenrückgang – oder schreiben Zeitungen und Zeitschriften an den Interessen ihrer potentiellen Leser vorbei?
• Ist vielleicht insbesondere das klassische Feuilleton ein Auslaufmodell?

Über diese Themen debattieren am 5. November in der Akademie Schloss Solitude Lothar Müller, Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, Ralph Bollmann, Wirtschaftspolitischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, und Thomas E. Schmidt, Kulturkorrespondent der Zeit.
Das Gespräch wird moderiert von Christian Demand, dem Herausgeber der Zeitschrift MERKUR.

Veranstalter:
Akademie Schloss Solitude, Solitude 3, 70197 Stuttgart, > www.akademie-solitude.de
Ernst H. Klett Stiftung MERKUR, Rotebühlstr. 77, 70178 Stuttgart
In Kooperation mit: Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
>www.literaturhaus-stuttgart.de

Kontakt: Friederike Kamann, > f.kamann@klett-cotta.de

Is it a detective novel? No, it is more than that….
Nachgefragt: Patrícia Melo, Leichendieb

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Auf dem Stand von Klett-Cotta bei der Frankfurter Buchmesse haben wir kürzlich Patricía Melo getroffen und gleich das > transportable TV-Studio ausgepackt und sie nach ihrem Buch > Leichendieb befragt. Der > Lesebericht zu diesem Buch steht schon auf diesem Blog.

Diesmal stimmt die Reihenfolge wieder: Lesebericht und dann Nachgefragt…. Ein Krimi ohne Mord, ohne Mörder, und wie steht es um die Moral des namenlosen Protagonisten? Das Buch gehört nicht in die S-Bahn, Sie fahren unweigerlich an Ihrer Station vorbei. Probieren Sie es ruhig aus.

Patrícia Melo, > Leichendieb
Thriller, aus dem Brasilianischen von Barbara Mesquita (Original: Ladrão de Caváderes)
3. Aufl. 2013, 203 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50118-6

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
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