Verlagsblog

Archiv für Dezember 2016

MERKUR 811 – Dezember 2016

Samstag, 31. Dezember 2016

merkur-811-12-16

In der so bekannten Vorweihnachtshektik ist der Lesebericht zu diesem Heft untergegangen. Diese Ausgabe des > MERKUR 811 – Dezember 2016 verdient es aber, hier noch ausdrücklich gewürdigt zu werden. Russland bestimmt den Schwerpunkt dieser Ausgabe. Felix Philipp Ingold untersucht die neoeurasische Ideologie, die in Russland inzwischen bis in die inneren Zirkel der Politik vorgedrungen ist und dort sogar offensiv vertreten wird. Mit Recht gibt Ingold sein Befremden über die Geschichtsklitterung zu erkennen, die mit diesem Begriff und seiner Auslegung einhergeht. Sehr lesenswert.*** Alexander Blankenagel zeigt an vielen Beispielen aus ganz verschiedenen Bereichen, wie Russland sich unter Putin unter Aufbietung aller Beharrungskräfte sich immer mehr von der Demokratie entfernt hat. Roman Widder nimmt die Ukraine in den Fokus, in dem er den Schriftsteller Andrej Platonow wiederliest.

Stefan Krankenhagen berichtet über Gerhard Richters Auschwitz-Bilder.

> Dieses Merkur-Heft digital (PDF, epub, mobi)

Hanna Engelmeier kommt nochmal auf Sokal-Affäre zurück. Es ging um einen Der Streit um Sprache und Denken vor allem französischer Theorie und einen ganz vermeintlich wissenschaftlichen Ansatz. Engelmeier beurteilt diesen Streit aus heutiger Sicht.

Stefan Krankenhagen hat Gerhard Richters Auschwitz-Bildern gesehen und diskutiert den klassischen Topos von der Undarstellbarkeit der Verbrechen des Holocaust. Uwe Walter referiert über Erzählungen vom antiken Griechenland. Und Michael Multhammer hat Stuckrad-Barres »Panikherz« gelesen. Max Czollek übersetzt in der »inter_poems«-Reihe ein Gedicht der israelischen Lyrikerin Adi Keissar – und findet dabei Parallelen zwischen ihrer Außenseiterposition als Misrachin und der der Juden im heutigen Deutschland. Richard Schuberth stellt Rigas Velestinis (1757-1798) vor. Melanie Möller stellt eine Lektüre der „Aeneis“ vor. Und Harry Walter schreibt der Jaherszeit angemsen über ein Foto mit Familie unter dem Christbaum.

Lesebericht: Barbara Vinken, Die Blumen der Mode

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Wir hätten da noch was für Ihren Wunschzettel: vinken-blumen-mode-110So ein schönes Buch. Alle die sich für Mode interessieren, werden dieses Buch nicht wieder hergeben. Es geht nicht um die Blumen des Bösen, sondern um > Die Blumen der Mode, die die Münchner Romanistin Barbara Vinken für Sie keineswegs nur hier und dort gepflückt und danach äußerst Kompetent zu einem fulminanten Spaziergang durch die Literaturgeschichte für Sie zusammengebunden hat:

Nehmen wir das Buch zur Hand:

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vinken-1Die vorliegende Anthologie versammelt das „Einflussreichste, Eigenwilligste, Schönste, Schrägste und manchmal auch das Ätzendste, was über die Mode in den letzten dreihundert Jahren geschrieben wurde…“ (S. 9) verspricht Vinken Ihren Lesern und ihre gelingt mit dieser Auswahl tatsächlich eine Art Definition der Mode: „ein Theater der Obsessionen (S. 11). Ihr Buch ist ein soziologisches Traktat über die Mode in der Literatur, aber vor allem darüber wie Schriftsteller und Soziologen sich mit der Mode beschäftigen. Bei der Lektüre entdeckt man viele neue Einsichten. Die Auswahl der Texte überrascht. Sie sind auf einander aufgebaut und erweitern die Perspektive und bringen aber auch die Definition der Mode immer wieder auf den Punkt: „Zuerst einmal muß sie sich selbst repräsentieren. Zu Hause, bei der Verrichtung ihrer Arbeiten ist sie nur bekleidet. UM auszugehen, um zu empfangen, macht die „Toilette“. Die Toilette hat einen doppelten Charakter. Sie ist dazu bestimmt, die soziale Würde der Frau (ihren Lebensstandard, ihr Vermögen, das Milieu, dem sie angehört) zum Ausdruck zu bringen, gleichzeitig verwirklicht sie auch den weiblichen Narzißmus. Sie ist eine Livree und ein Schmuck.“ Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht, zit. b. B. Vinken, S. 281.

vinken-2Mode und Kleidung sind Mittel des Selbstausdrucks und der Kommunikation. Ansehen und Angesehenwerden, das fasziniert Schriftsteller, Philosophen und Soziologen gleichermaßen. Dieser Band stellt in Auszügen 45 Texte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert vor, für die Barbara Vinken je eine Einleitung verfasst hat, in denen sie Hintergründe, zeittypischen Ideen und Menschenbilder erläutert. Sie ist Professorin für Allgemeine und Französische Literaturwissenschaft an der Universität München.

Mit der Bienenfabel oder private Laster, öffentliche Vorurteile von Bernard Mandeville (1670-1733) (> The Fable of The Bees: or, Private Vices, Public Benefits, 1705) geht es los. Vinken zählt diesen Text zur „Grundstock einer Soziologie der Mode“ (S. 13) Dann kommt > Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) mit einem Auszug aus Julie oder die neue Héloise (> Julie ou la Nouvelle Héloïse, 1761):

J.-J. Rousseau, Julie ou la nouvelle Héloïse, Volume 2, M.M. Rey, 1772,S. 405:

Giacomo Leopardi (1798-1837), Die Mode und der Tod, 1824. Er sieht in der Mode „das Bizarre, das Wahnsinnige“ (S. 39). Gottfried Wilhelm Friedrich Hegel, um 1830, spricht in einer Vorlesung (Ästhetik II, hrsg. v. F. Bassange, Frankfurt/M. o. J.. S. 124-135 über die Mode: Hegel, Vorlesungen über die Aesthetik 2, Duncker und Humblot, 1837, S. 410:


Mittwoch 14.12.16 20.00 Uhr im Literaturhaus Stuttgart
> Grenzgängerin: Flaubert, Mode und Feminismus

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> Grenzgängerin: Flaubert, Mode und Feminismus
Barbara Vinken Veranstaltungsreihe: Wissenschaftsfragen Gespräch – Moderation: Joachim Kalka
In der Reihe „Wissenschaftsfragen“ führt Joachim Kalka ein Gespräch mit Barbara Vinken, die eine Literaturwissenschaft vertritt, in deren Oeuvre die ingeniöse Behandlung klassischer Sujets – Gustave Flaubert, Heinrich von Kleist – neben Arbeiten zur Logik der Geschlechterrollen steht, wie „Die deutsche Mutter“ (2001) und zahlreiche Untersuchungen zur Mode, u.a. jüngst „Die Blumen der Mode“. …

Zur Vorbereitung für diese Veranstaltung: > Flaubert und die Mode. Barbara Vinken im Gespräch mit Joachim Kalka


Jetzt kommt Heinrich Heine (1797-1856) mit einem Auszug aus einen Reisebildern. Weiter geht es mit > Honoré de Balzac (1799-1851) und einem Auszug aus der „Physiologie des eleganten Lebens“ Honoré de Balzac, Traité de la vie éle´gante Editorial MAXTOR, 1911 , S. 83 >>>

vinken-3Thomas Carlyle (1795-1881) hat vor Barbey d’Aurevilly und Charles Baudelaire über den Dandy geschrieben: Aus Sartor Resartus: Die Körperschaft der Dandys, 1833/34. Danach kommt Théophile Gautier (1811-1872), der 1858 über die Mode einen Aufsatz verfasst hat:

„La beauté et la force ne sont plus les caractères typiques de l’homme à notre époque. Antinoüs serait ridicule aujourd’hui. Le moindre cric fait la besogne musculaire d’Alcide. On ne doit donc pas orner ce qui n’a pas d’importance réelle ; il s’agit seulement d’éviter la lourdeur, la vulgarité, l’inélégance, et de cacher le corps sous une enveloppe ni trop large, ni trop juste, n’accusant pas précisément les contours, la même pour tous, à peu de chose près, comme un domino de bal masqué. Point d’or, ni de broderies, ni de tons voyants ; rien de théâtral : il faut qu’on sente qu’un homme est bien mis, sans se rappeler plus tard aucun détail de son vêtement.…“ Th. Gautier, > De la mode, Paris : Poulet-Malassis et De Broise, 1858, Hervorh. H.W.

Charles Baudelaire (1821-1867) hat zwei Texte beigesteuert: Eine Lobrede auf das Schminken aus „Der Maler des modernen Lebens“ (1859/1860), i.,m Der Maler des modernen Lebens (1863) Sämtliche Werke und Briefe, 8 Bde., hg. von Friedhelm Kemp, Claude Pichois, Wolfgang Drost, Bd. 5, München, Wien 1989, S.213-258,zuerst in: Le Figaro 26.Nov., 29.Nov. + 3. Dez. 1963: 11. Lobrede auf das Schminken: „Die Frau ist durchaus in ihrem Recht, ja sie erfüllt eine Art Pflicht, wenn sie es darauf anlegt, berückend und übernatürlich zu erscheinen,“ zit. bei B. Vinken, S. 99. Und der Absatz über den Dandy aus „Der Maler des modernen Lebens“ (1863) über den Dandy: „Ein Dandy kann niemals ein gewöhnlicher Mensch sein…“ (S. 105). Stéphane Mallarmé (!842-1898), der Englischlehrer aus Tournon, dem > Jean-Paul Sartre ein unvollendetes Porträt gewidmet hat: (vgl. H.W., Sartre et la poétique de Mallarmé, Jahrestagung der Groupe d’études sartriennes am 20. und 21. Juni 2008 in der Sorbonne, Paris, n. veröff.) hat die Modezeitschrift La dernière mode. La dernière mode: Gazette du Monde et de la famille, die ein Jahr lang 1874 alle zwei Wochen erschien – insgesamt gab es acht Ausgaben – herausgebracht. Seinen Text nenen Barbara Vinken ein „poetologisches Traktat“ (S. 110).

vinken-4Es folgen Friedrich Nietzsche, Émile Zola, Adolf Loos, sogar Thorsten Veblen hat nicht nur über Geld auch über Mode geschrieben. Georg Simmel, Eduard Fuchs, Werner Sombart haben über die Mode nachgedacht, wie Guillaume Apollinare und natürlich Marcel Proust, wie Edmond Goblot und Sigmund Freud. Viele andere wie Walter Benjamin, Simone de Beauvoir oder der Soziologe René König, natürlich auch Roland Barthes, >Friedrich Kittler, Pierre Bourdieu und Yvette Delsaut, ELzabeth Wilson, Kaja Silverman, Anne Hollander, Valerie Steele, Ulf Proschardt, Caroline Evans, Andreas Krass, Katharina Sykora, Thomas Ohláh, Hanne Loreck, Thomas Meinecke, Michael Müller, Nora Weinelt, Phlipp Ekardt ergänzen mit ihren Texten diesen Band.

> Barbara Vinken

Barbara Vinken
> Die Blumen der Mode
Klassische und neue Texte zur Philosophie der Mode
1. Aufl. 2016, 551 Seiten, gebunden, bedruckter Leinenband, 3-seitiger Farbschnitt, Lesebändchen, Großformat,mit s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94910-0

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Barbara Vinken
> Angezogen. Das Geheimnis der Mode„Ist der Wandel der Moden eine unvorhersehbare Laune der Kultur? Mitnichten, sagt Barbara Vinken, auch wenn wir, die diese Moden tragen, meist keine Ahnung davon haben, was wir tun, wenn wir uns anziehen. Modewandel hat System. Fragt sich nur, welches?“ steht auf dem Klappentext. Auf der Frankfurter Buchmesse hatten wir Gelegenheit, Barbara Vinken nach ihrem Buch zu befragen. Sie ist Professorin für Allgemeine -Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gastkolumnistin in »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und häufig bei Gert Scobel zu Gast.“ > Bitte Weiterlesen.
4. Aufl. 2013, 255 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, mit farbigem Tafelteil
ISBN: 978-3-608-94625-3

Aufgeschlagen: Barbara Vinken, Die Blumen der Mode. Klassische und neue Texte zur Philosophie der Mode

Montag, 12. Dezember 2016

> Weihnachtswunschzettel 2016 zum Ausdrucken

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Mode und Kleidung sind Mittel des Selbstausdrucks und der Kommunikation. Ansehen und Angesehenwerden, das fasziniert Schriftsteller, Philosophen und Soziologen gleichermaßen. Dieser Band stellt in Auszügen 45 Texte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert vor, für die Barbara Vinken je eine Einleitung verfasst hat, in denen sie Hintergründe, zeittypischen Ideen und Menschenbilder erläutert. Sie ist Professorin für Allgemeine und Französische Literaturwissenschaft an der Universität München.


Mittwoch 14.12.16 20.00 Uhr im Literaturhaus Stuttgart
> Grenzgängerin: Flaubert, Mode und Feminismus
Barbara Vinken Veranstaltungsreihe: Wissenschaftsfragen Gespräch – Moderation: Joachim Kalka
In der Reihe „Wissenschaftsfragen“ führt Joachim Kalka ein Gespräch mit Barbara Vinken, die eine Literaturwissenschaft vertritt, in deren Oeuvre die ingeniöse Behandlung klassischer Sujets – Gustave Flaubert, Heinrich von Kleist – neben Arbeiten zur Logik der Geschlechterrollen steht, wie „Die deutsche Mutter“ (2001) und zahlreiche Untersuchungen zur Mode, u.a. jüngst „Die Blumen der Mode“. …

Zur Vorbereitung: > Flaubert und die Mode. Barbara Vinken im Gespräch mit Joachim Kalka


Man kleidet sich, um sich zu wärmen, seine Blöße zu bedecken; aber schon immer haben die Menschen mit ihrer Art, sich zu kleiden, viel mehr intendiert. Kleidung repräsentiert den Rang, hebt ihren Träger von anderen ab und unterstreicht die Individualität. Kleider und Mode konstruieren Männerbilder und Frauenrollen. Entsprechend vielfältig und vor allem auch faszinierend tiefgründig zeigt sich das Nachdenken über Mode quer durch die Jahrhunderte am besten in der Literatur. Der Band versammelt, von Bernard Mandeville (1670-1733) und Jean-Jacques Rousseau (1712-1778), klassische Texte und auch zeitgenössische Gedanken zu einem Thema, dessen Bedeutung, heute die Kulturwissenschaften erklären.

> Barbara Vinken

Barbara Vinken
> Die Blumen der Mode
Klassische und neue Texte zur Philosophie der Mode
1. Aufl. 2016, 551 Seiten, gebunden, bedruckter Leinenband, 3-seitiger Farbschnitt, Lesebändchen, Großformat,mit s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94910-0

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Barbara Vinken
> Angezogen. Das Geheimnis der Mode„Ist der Wandel der Moden eine unvorhersehbare Laune der Kultur? Mitnichten, sagt Barbara Vinken, auch wenn wir, die diese Moden tragen, meist keine Ahnung davon haben, was wir tun, wenn wir uns anziehen. Modewandel hat System. Fragt sich nur, welches?“ steht auf dem Klappentext. Auf der Frankfurter Buchmesse hatten wir Gelegenheit, Barbara Vinken nach ihrem Buch zu befragen. Sie ist Professorin für Allgemeine -Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gastkolumnistin in »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und häufig bei Gert Scobel zu Gast.“ > Bitte Weiterlesen.
4. Aufl. 2013, 255 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, mit farbigem Tafelteil
ISBN: 978-3-608-94625-3

Frühjahr 2017

Dienstag, 6. Dezember 2016

Das > Weihnachtsfest 2016 ist noch nicht gefeiert, das Jahresende liegt noch vor uns, da gibt es schon die Vorschauen für das Frühjahr 2017. Alles schon fertig, die Druckmaschinen arbeiten. Aber unsere Bücherstapel von der > Frankfurter Buchmesse sind noch nicht abgearbeitet. Noch sind einige Leseberichte nicht geschrieben, da ist die Versuchung schon groß, schon mal in den Vorschauen zu blättern, um nachzusehen, was uns das Frühjahr bieten wird: Leipziger Buchmesse! Sieben neue spannende Romane und eine Essayband von Ernst Jünger. Beren und Lúthien von J.R.R. Tolkien erscheint am 6.5.2017. Von Edgar Wolfrum erscheint am 11.2.2017 > Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts und Agnust Deatons > Der große Ausbruch. Von Armut und Wohlstand der Nationen steht am 14.1.2017 bei Ihrem Buchhändler. Und am 11. März wird > Die Psychoanalyse des Mädchens von Inge Seiffge-Krenke wird den Band von Hans Hopf, > Die Psychologie des Jungen im Fachbuchprogramm ergänzen.

Weihnachtswunschzettel 2016 zum Ausdrucken

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Eines der ersten Fotos auf diesem Blog stammt aus dem Straßburger Münster und wurde Anfang Dezember 2008 aufgenommen und heißt “Warten auf das Christkind”:

Jedes Jahr die guten Vorsätze. Nein, dieses Jahr keine Hektik. Pakete an die Lieben sind am 10. auf der Post, danach wird nur noch entspannt Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bestellt. Auch keine Eile mehr beim Stöbern im Buchladen. Sondern ganz einfach, Wunschzettel
weihnachtsmann-jpg-31352aufrufen, eventuell den ein oder anderen Lesebericht nochmal lesen, überlegen, welcher Band zu wem passen wird. Bei unserer diesjährigen Auswahl ist für alle was dabei. Gelesen, geprüft und empfohlen. Ihr Buchhändler wird sich über diesen Service, wenn Sie ihm ihren Wunschzettel mitbringen, bestimmt freuen:
> Weihnachtswunschzettel-2016 *.pdf 4 Seiten

oder > > Weihnachtswunschzettel-2016 auf einer Seite

oder noch > weitere Tipps bei klett-cotta.de ansehen.

Lesebericht: J. Jefferson Farjeon, Geheimnis in Weiß. Kriminalroman

Donnerstag, 1. Dezember 2016

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Joseph Jefferson Farjeon (1883–1955) hat sechzig Krimis und Thriller verfasst. Sein Theaterstück »Number Seventeen« wurde von Alfred Hitchcock unter dem gleichnamigen Titel verfilmt.

Weihnachten kann kommen, der Schnee auch. Lassen Sie sich einschneien, aber besorgen Sie sich vorher den Krimi von J . Jefferson Farjeon > Geheimnis in Weiß. Fangen Sie an zu lesen und stellen Sie sich vor, es sei schon der 23.12. Sitzen Sie auch im Abteil dritter Klasse ab Euston um 11 h 37? Los gehts und es kommt wie es kommen muss, das Schneetreiben wird stärker, stärker, die Schneeverwehungen wachsen und der Zug kommt langsam aber sicher zum Stehen. Das ist dann wie in unseren ICEs, wenn es draußen stürmt und drinnen alle auf die Weiterfahrt warten. Bald macht der erste eine Bemerkung, und schon hat jeder eine Verspätungsgeschichte für alle parat. Was aber, wenn der Zug gar nicht mehr weiterfahren will, kein Schaffner vorbeikommt, sich von draußen Stille über das Abteil senkt, die Nacht anbricht?

Zuerst verlässt einer den Zug und wird von den Schneeböen schnell verschluckt. Schließlich wagen sich vier weitere Passagiere nach draußen und stapfen durch den hohen Schnee und verlieren den Zug schnell aus den Augen. Umkehren? Wohin? Jemand fällt hin und verletzt sich. Bis einer hinter oder in einer Schneewehe auf eine Tür stößt, die unverschlossen Einlass in eine Haus bietet. Das Kaminfeuer lodert, der Tisch ist gedeckt, ein Messer liegt auf dem Küchenboden. Die vier ergreifen Besitz von der unverhofften Herberge, zumal der oder die Bewohner sich nicht blicken lassen. Sie untersuchen die Zimmer. Später werden die Gruppe der Vier durch weitere Neuankömmlinge ergänzt, was die Beziehungen aller untereinander erstmal weiter verkompliziert.

Sie sollten sich für diesen Abend nichts weiteres mehr vornehmen, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, ums so weniger werden Sie bereit sein, dieses Buch aus der Hand zu legen. Schließlich gibt es die erste Leiche… von der Gesellschaft werden viele noch lange an dieses Weihnachtsfest zurückdenken, bzw. einige es nicht überleben.

Lesevergnügen *****
Krimirate *****
Figurenkonstellation(en) *****

Kommt auf unseren Blog-Weihnachtswunschzettel.

J. Jefferson Farjeon
> Geheimnis in Weiß
Kriminalroman aus dem Englischen von Eike Schönfeld (Orig.: Mystery in White. A Christmas Crime Story) Mit einem Nachwort von Martin Edwards
2. Druckaufl. 2016, 282 Seiten, gebunden, bedruckter Leinenband, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-96102-7

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