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Archiv für April 2017

Das Kabinett hat die Urheberrechtsnovelle verabschiedet

Sonntag, 30. April 2017

… und damit das Gesetzgebungsverfahren in Gang gesetzt:

> Gesetzgebungsverfahren Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (UrhWissG).

Und darum geht es:
> Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG)

Zu diesem Gesetzentwurf haben Roland Reuß und Volker Rieble am 29. April 2017 in der FAZ unter diesem Titel : > Die Digitalisierung frisst unsere Rechte prägnant, zu Recht kritisch und präzise Stellung genommen. Der Autor dieses Blogs kommentiert hier nicht nur, er ist mit seinen > Veröffentlichungen selber Betroffener und teilt die Bedenken der beiden Autoren umfassend. Die feinen Möglichkeiten der Digitalen Welt, schnell zu kopieren, rasant zu verschicken und alles mit allen zu teilen, die kollektive Intelligenz zu befeuern sind letztendlich hinsichtlich des wissenschaftlichen Ergebnisses dann doch nicht so prickelnd. Keine meiner Arbeiten konnte nur mit Hilfe des Internets entstehen. Und es bleibt die ungeklärte Frage, ob das Internet wirklich der Verbreitung wissenschaftlicher Bücher in entscheidendem Maße auf die Sprünge hilft? Erfordern die digitalen Chancen die Reduzierung des Urheberrechts?

Schon im ersten Absatz ihres Artikels von Roland Reuß und Volker Rieble gefällt jeder Satz. „Das Urheberrecht muss immer wieder an die Gegebenheiten der Gegenwart angepasst werden,“ richtig, aber auch missverständlich. Geben wir doch den neuen Gegebenheiten nicht den Hauch einer Chance, das Urheberrecht, den Schutz der Rechte und deren Nutzung, so wie Verlage und Autoren sie vereinbaren, der Zerfleddderung durch die digitale Welt zu überantworten. Die beiden Autoren meinen doch sicherlich, die Duchsetzung des Urheberrechts muss die neuen Entwicklungen stets in den Blick nehmen. Derlei Anpassungen dürfen nicht zu Lasten der Autoren gehen. Stimmt auch, denn welche Schuld tragen die an der zunehmenden Digitalisierung? Der neue Entwurf der Regierung missachte die „in Urheberrecht, Grundgesetz und UN-Charta verbürgten Persönlichkeitsrechte der Autoren“, so lautet der herbe Vorwurf, der angesichts der Schwere des Falles hier noch ziemlich sanft formuliert ist. Konsument und die Produzenten würden durch die Novelle geschützt, jetzt werden die beiden Autoren richtig deutlich. Piraterie und Plagiarismus werden folglich Tür und Tor geöffnet.

Es geht u.a. um die Paragraphen 60a bis 60 h des Entwurfs – der mit 60 Seiten echt lang ist. Es geht um das digitale Vervielfältigen, staatlich autorisierter Verlust der Urheberrechts, das ist keine Anpassung an neue Gegebenheiten, das ist eine Einschränkung der Rechte der Autoren und Verlage – aus welchem Grund? Da fällt das Wort Wissenschaftsschranke. Erinnern wir uns:

Zitieren wir aus dem Artikel auf unserem Blog > Muss man das Urheberrecht beschränken? – Dienstag, 30. August 2016, in dem wir die vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) in Auftrag gegebenen Studie > Ökonomische Auswirkungen einer Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht, die Professor Justus Haucap, der einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Düsseldorf innehat, herausgegeben hat, erwähnt haben. Adrian Lobe analysiert in seinem Artikel in der FAZ > Urheberrechtsdebatte. Lehrbücher sind der Frau Ministerin unbekannt vom 23.8.2016 dieses Gutachten. Dazu stand in unserem Artikel:

„Als grotesk bezeichnet Lobe es wiederum zu Recht, wenn Haucap in seiner Studie auf S. 118 unter Berufung auf einem Untersuchung von Schmidt, > Urheberrechtsverletzungen in der Digitalen Netzoekonomie, ( = Inauguraldissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln 2012), S. 122 feststellt: „Urheberrechtsverletzungen können auch eine rationale Entscheidung sein, die auf dem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis von illegalem Medienkonsum basiert.“ Andreas J. Schmidt schreibt: „Einen zweiten Ansatz liefert die ökonomische Theorie der Kriminalität, nach der die Urheberrechtsverletzungen eine rationale Entscheidung aufgrund des besseren Kosten-Nutzen-Verhältnisses von illegalem Medienkonsum anstatt legalem ist.“ ib. S. 122. So sind die Dinge wieder ins rechte Licht gerückt.“

Die Novelle der Bundesregierung will Rechtssicherheit herstellen, Ideenklau legalisieren? „Für jedweden Unterricht an ‚Bildungseinrichtungen‘ dürfen bis zu fünfzehn Prozent eines Werks (Buches), aber auch vollständige Aufsätze in Zeitschriften ‚vervielfältigt, verbreitet, öffentlich zugänglich gemacht und in sonstiger Weise öffentlich wiedergegeben werden‘,“ so zitieren die beiden Reuß und Rieble. N. B. im Refentenentwurf waren es noch 25 %. Das erinnert an den Lehrer, der einen 30-Seiten-Lektüre seiner Klasse nur so nahebringen kann, indem die linke Hälfte die Seiten 1-15 lesen muss, und die andere Hälfte die Seiten 16-30 liest. Werden künftig 15 % eines Werkes zum Lesen verschenkt, dann werden die dadurch entstehenden Lese- und Konsumgewohnheiten Verlage oder Autoren in der Folge dazu veranlassen, in Extra-Rubriken auf 15 % des Umfangs, die Thesen, ein kurzes Resümee des Inhalts und die Ergebnisse der Arbeit zusammenzufassen, da es sonst keine Chance für den Autor und den Verlag geben wird, die Thesen in den wissenschaftliche Diskurs einfließen zu lassen. 20 %, 18 %, 15 0der 10 %, egal wie groß die Zahl ist, das ist wissenschaftlicher, didaktischer und pädagogischer Unfug. So lernen die Studenten nie, eine wissenschaftliche Arbeit weder zu verstehen noch sie zu bewerten und schon gar nicht, selber eine wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben. Und warum sollen die Verlage als Sponsoren auftreten? Wie sollen dsie ihren Autoren erklären, dass es künftig weniger Honorar gibt, oder nur noch Entschädigungen oder „Pauschalhonorare“? Wie auch immer. Und trotzdem werden die Verlage auch künftig geschickt dafür sorgen, dass ganze Bücher verkauft werden.

In der Novelle stehen noch mehr Ungereimtheiten. Ganz arg wird es aber mit dem Geist, der diese Novelle begleitet, und der durchblicken lässt, dass die Chancen der Digitalisierung für die Geisteswissenschaften total übertrieben werden. Als Hilfsmittel mit ihren tollen Möglichkeiten und als Arbeitsmedium ist die digitale Welt ein Segen und bietet der Forschung ein echtes Sprungbrett an. > www.gallica.fr, ich wiederhole mich, ist eines der tollsten Internet-Angebote überhaupt, aber ein Hilfsmittel, das auch heute den Bibliotheks- oder Archivbesuch nicht ersetzen kann. Aber kann ein Romanist in der digitalen Welt – gar nur noch mit 15 % verschiedener Werke – eine Arbeit über Jean-Paul Sartre schreiben? > Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet.

Reuß und Riebel haben aber noch mehr im Blick. Sie wenden sich gegen die Vereinnahmung der Autoren, die gar nicht gefragt werden, ob sie ihre Werke der digitalen Welt und Kopierbarkeit überlassen wollen? Befragen wir wieder den Geist der Novelle. Verweigern die Autoren diese digitale Teilhabe, schließen sie sich vom (digitalen) Wissenschaftsdiskurs aus? Oder werden ihre potentiellen Leser in der digitalen Welt vernachlässigt und bleiben hinter den Lesern in der Bibliothek zurück? Wie auch immer, der Geist der Novelle wird die Autoren nicht fragen, wollt ihr am digitalen Diskurs teilhaben?

Widerspruch? Der Entwurf kommt nichtwiderspruchsduldend daher: Im Regierungsentwurf steht auf S. 3 – zitiren wir nicht nur „Keine“: „C. Alternativen. Keine. Die bislang diskutierten Vorschläge für eine Bildungs- und Wissenschaftsschranke zeichnen sich zwar insbesondere durch Kürze aus, können jedoch gerade im Kernbereich der Normanwendung auf unbestimmte Rechtsbegriffe („geboten“ bzw. „vom Zweck gerechtfertigt“ etc.) nicht verzichten. Insoweit erscheint eine zwar detailliertere, zugleich aber für die Normadressaten verständlichere Regelungstechnik vorzugswürdig, die möglichst klar beantwortet, welche Nutzungen in welchem Umfang gesetzlich erlaubt sind und welche Nutzungshandlungen dem Exklusivrecht des Urhebers vorbehalten bleiben, also einer vertraglichen Erlaubnis bedürfen.“

Es gibt immer eine Alternative. Man könnt an das gültige Urheberrecht zu erinnern, anstatt in so vielen Worten die Einschränkung des Urheberrechts zu rechtfertigen.

Der Bundestag täte gut daran, dieser Vorlage einen festschließenden Pfropfen zu verpassen und diesen Geist aus dem Berliner Kabinett nicht aus der Flasche entweichen zu lassen

Lesebericht: Wolfgang Hantel-Quitmann, Die Othello-Falle

Dienstag, 25. April 2017

Wenn was schiefläuft, jede Art von Konflikt, schuld sind immer die Anderen. Fast ohne Ausnahme sehen sich viele immer als Opfer: „Wir leben scheinbar in einer Welt von Tätern und Opfern,“ schreibt Wolfgang Hantel-Quitmann, Die Othello-Falle, S. 11. „Scheinbar“ deutet seine These schon an. Immer Opfer der Anderen? Wie wäre es denn, wenn diejenigen, die sich so beklagen „Opfer ihres eigenen Denkens“ (ib.) wären? > Othello, der Mohr von Venedig von Shakespeare (1603/04) ist der Pate dieses Buches. Der eifersüchtige Held, der falsch denkt, falsche Denkweisen verinnerlicht hat, fühlt sich überzeugt von der Untreue seiner Desdemona und tötet sie. Es ist nicht so gut, dass zu glauben, was man sich so vorstellt oder denkt. Manchmal nehmen wir etwas für die Realität, weil wir so bequem denken, es müsste oder könnte so sein. Und so ein verqueres Denken kann schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Beziehungen und auf uns selbst haben. Also untersuchen wir Fehler unseres Denkens und passen künftig ein bisschen mehr auf unsere Schlussfolgerungen auf, denn die könnten sehr fehlerhaft sein.

Die Othello-Falle wird in vier Kapiteln abgehandelt: 1. Verwirrungen der Gefühle – Eifersucht und Schuld, 2. Verwirrungen des Verstandes – Irrtum und Denkfehler, 3.Verwirrungen der Beziehungen – Täuschung und Intrige. Und dann die Schlussfolgerung: Du sollst nicht alles glauben, was Du denkst! – Wege aus der Othello-Falle.

Manchmal legt man sich etwas zurecht, so dass es einem in den Kram passt, man schämt sich, der Realität ins Auge zu sehen, es könnte einem ja ein Zacken aus der Krone brechen. Scham wehrt die eigene Schuld ab. (Nebenbei bemerkt: Populisten machen das auch so, sie setzen Behauptungen in die Welt, falsche Fakten und leiten dann flugs ein Programm daraus ab, das die Wähler überzeugen soll.) Freud sagt aber dazu: „Jeder Mensch ist für sein eigenes Unterbewusstsein verantwortlich.“ (S. 12) Auch wenn in es in diesem Buch um „Fallen und Verwirrungen, die uns in intimen Beziehungen begegnen können“ geht, so sind Parallelen zur ungeprüften Übernahme von Fakten in der Online-Welt nicht zu übersehen. Man glaubt so gerne das, was gerade in das eigene Weltbild passt. (vgl. S. 20) Überwiegt das eigene Wunschdenken, klappt es nicht so recht mit der Realitätsprüfung, (vgl. S. 22) und Othello erliegt der Intrige Jagos.

In diesem Zusammenhang ist Eifersucht ein echtes Hindernis, Misstrauen gegenüber anderen abzubauen. Eifersucht und Phantasie gehören zusammen. Das mit der Eifersucht ist echt kompliziert, weil sie als (falsche) Projektion erlebt wird: „Nicht ich bin eifersüchtig, sondern du!“ (S. 27) Also werden die Fehler beim Anderen gesucht: Achterbahnfahren ist vorprogrammiert und der Streit nicht mehr fern. Zum Thema Phantasie rät Hantel-Quitmann zur Lektüre von Lewis Carrrolls
Alice im Wunderland (1865). (S. 40 f.)

Kann man seinen Gefühlen trauen? Und ist die Ehe eine Möglichkeit dem Misstrauen und der Eifersucht zu entfliehen, (vgl. S. 49) fragt der Autor vor dem Kapitel Die Ehe-Falle (S. 49-54), der Titel verrät seien Einstellung zu dieser Institution. Die nächsten Kapitel „Die ideale Ehe ist auch keine Lösung“ und der gute Vorschlag „Die Ehen nur auf fünf Jahre abschließen“ stammt aus Goethes Wahlverwandtschaften, wo der Graf erklärt: „Einer von meinen Freunden, dessen gute Laune sich meist in Vorschlägen zu neuen Gesetzen hervortat, behauptete: eine jede Ehe solle nur auf fünf Jahre geschlossen werden. Es sei, sagte er, dies eine schöne, ungrade, heilige Zahl und ein solcher Zeitraum eben hinreichend, um sich kennenzulernen, einige Kinder heranzubringen, sich zu entzweien und, was das Schönste sei, sich wieder zu versöhnen.“ Die Vertragsverlängerung müssten sich die beiden Partner verdienen. Also, so eine Art TÜV.

Schuldgefühle hat oft derjenige, der die Beziehung beenden möchte, und Hantel-Quitmann fügt hinzu, er halte die Verteilung von Schuldgefühlen oft für ungerecht. (vgl. S. 61) Das hängt damit zusammen, das man oft die Realität nicht wahrnimmt, darüber nicht nachdenkt, sondern nur Informationen mit den vorhandenen vergleicht, und sich nur ungerne der Gefahr aussetzt, vorhandene Überzeugungen revidieren zu müssen. (vgl. S. 77.)

Meinungen, Ansichten, Überzeugungen, Vergessen, Irrtümer das alles gehört zur einer Psychopathologie des Alltagslebens (vgl. S. 121-130)

Die Menge der literarischen Titel, die Hantel-Quitmann besonders im Kapitel über die Täuschungen als Beispiele angibt, verleitet zu einer strenge Prüfung der eigenen Bibliothek oder zu einem Gang in die Landesbibliothek.

Im letzten Kapitel stellt der Autor die Strategien vor, mit denen man der Othello-Falle entgehen kann. Lesen Sie dieses Kapitel aber nicht zuerst, denn die Kenntnisse aus den vorhergehenden drei Kapitel sind notwendig, um die folgenden Strategien gewinnbringend in ihr Weltbild einbauen zu können. Nochmal, es geht darum, dem zu entgehen, was wir immer schon gedacht haben. Mut zur Wahrheit und die Überwindung von Angst gehören u.a. auch dazu. Wenn ich den Autor fragen würde, wer das Buch lesen solle, wird er bestimmt antworten: Alle. Alle können von sich sagen, dass sie am liebsten den für sie persönlich bewährten Denkmustern vorzugsweise vertrauen. Einen Sachverhalt mal aus einer anderen Perspektive ansehen und Schlussfolgerungen darauszuziehen, kann äußerst heilsam sein. Und das bringt Hantel-Quitmann ihnen hier bei.

Nochmal, keines der Bücher zum Beziehungsstress jeder Art, das ich bisher gelesen habe, enthält so viele so nützliche Hinweise auf die Weltliteratur, auf größere und kleinere Werke.

Wolfgang Hantel-Quitmann,
Die Othello-Falle.
Du sollst nicht alles glauben, was du denkst
1. Aufl. 2017, ca. 256 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98068-4

PM May kündigt Neuwahlen am 8. Juni 2017 an

Dienstag, 18. April 2017

> 15 Argumente für den NonBrexit, gemeint sind die Gründe, die jetzt noch den Brexit verhindern könnten: „7. Vielleicht gibt es Neuwahlen in Großbritannien? Die könnten auch das Ende des Brexit bedeuten.“

Vielleicht liest Bois Johnson bis dahin sein Buch nocheinmal. In unserem Lesebericht zu diesem Buch hieß es: „So jetzt kommen wir zu der Frage, warum hat Boris Johnson dieses Buch geschrieben?

Erstmal natürlich um diesen erstaunlichen Politiker und seine Karriere zu würdigen. Loyal, integer, auch wenn er manchmal nicht nur für die Opposition sondern auch für die eigenen Gefolgsleute über die Stränge schlug, immer nicht nur im Krieg an vorderster Front, zweimal musste der König ihn schriftlich bitten, die Landung am D-Day nicht von einem der ersten Schiffe aus zu beobachten. Ein ungeheurer Sprachschatz stand Churchill zur Verfügung, der ihn zu einer beeindruckenden Produktion von Texten verleitete. Aber nochmal, warum schrieb Johnson dieses Buch?

Europa lautet das Stichwort. Gerade hadert England mal wieder mit der EU, und es steht sogar ein Volksentscheid an. Da kommt es wie gelegen, dass Johnson mit dem Kapitel 20 „Churchill, der Europäer“, an das „sperrige Thema der britischen Beziehungen zu ‚Europa’“ (S. 334) erinnert.“ >
Bitte Weiterlesen.

Boris Johnson,
> Der Churchill-Faktor
Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz und
Werner Roller (Original: The Churchill Factor. How One Man Made History)
2. Druckaufl. 2015, 472 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, mit zahlreichen s/w Abb. und 3×8 Seiten Tafelteil

Das Fahrrad wird 200 Jahre alt

Donnerstag, 6. April 2017

Lesung: Do., 6 April 2017, 19 Uhr 30 in der Stadtbücherei Heidelberg
Hilde-Domin-Saal, Poststraße 15, 69115 Heidelberg

Wir hätten da etwas zu diesem Anlass:

Hans-Erhard Lessing hat eine Abhandlung über > Das Fahrrad. Eine Kulturgeschichte verfasst und erzählt, wie das Fahrrad vor 200 Jahren weltweit eine nie gekannte Euphorie auslöste, die bis heute andauert. Das »Glück auf zwei Rädern«, das ist bis heute so geblieben, auch wenn wir mittlerweile manchmal schon still drauf sitzen, weil der Strom es nach vorne treibt. Das Fahrrad: Was für eine Erfolgsgeschichte!

Man schätzt, das etwa 12–14 Milliarden Fahrräder wurden weltweit gebaut wurden und 72 Millionen werden allein in Deutschland bewegt.

Hans-Erhard Lessing stammt aus Schwäbisch Gmünd. Er ist Physiker, Technikhistoriker und ein weltweit führender Fahrradexperten. Er machte auf den Zusammenhang zwischen der Zweiraderfindung und der Klimakatastrophe von 1816/17 aufmerksam: Hans-Erhard Lessing: What led to the invention of the early bicycle? In: Cycle History, 11, San Francisco 2000, S. 28–36.

Hans-Erhard Lessing
> Das Fahrrad. Eine Kulturgeschichte
1. Aufl. 2017, ca. 272 Seiten, gebunden, Leinenband, mit zahlreichen Abbildungen
ISBN: 978-3-608-91342-2

Zur Erinnerung: Boris Johnson, Der Churchill-Faktor

Dienstag, 4. April 2017
> 16 Argumente für den NonBrexit, gemeint sind die Gründe, die jetzt noch den Brexit verhindern könnten:

Am 18. Januar 2016 erschien der folgende einer unserer längsten – Lesebericht(e) auf unserem Blog – lang auch deshalb, weil das Buch so gut ist:

boris-johnson-churchill

Hm, ein bisschen lang, aber der Autor dieses Beitrags hat sich nur auf die auf die allerwesentlichsten Leseergebnisse aus diesem Buch beschränkt; aber die Anregungen durch Johnsons Buch, Quellen nachzulesen, konnte der Autor sich nicht verkneifen und schließlich beantwortet er als Zusammenfassung dieses langen Artikels die Frage, warum Boris Johnson dieses Buch verfasst hat. > Lesebericht: Boris Johnson, Der Churchill-Faktor.

Darin hieß es u.a.: “ So jetzt kommen wir zu der Frage, warum hat Boris Johnson dieses Buch geschrieben?

Erstmal natürlich um diesen erstaunlichen Politiker und seine Karriere zu würdigen. Loyal, integer, auch wenn er manchmal nicht nur für die Opposition sondern auch für die eigenen Gefolgsleute über die Stränge schlug, immer nicht nur im Krieg an vorderster Front, zweimal musste der Konig ihn schriftlich bitten, die Landung am D-Day nicht von einem der ersten Schiffe aus zu beobachten. Ein ungeheurer Sprachschatz stand Churchill zur Verfügung, der ihn zu einer beeindruckenden Produktion von Texten verleitete. Aber nochmal, warum schrieb Johnson dieses Buch?“ … „Also, aus diesem Buch können Europakritiker in England lernen, wieso die EU und der Gedanke der Vereinigten Staaten von Europa wichtig ist, und die Befürworter können lernen, wie sie ihre Position noch besser vertreten können.“

Heute ga es eine gute Gelegenheit, diesen Lesebericht Boris Johnson in Erinnerung zu rufen, nachdem Sigmar Gabriel das wunderbare Foto von ihm und Boris Johnson heute auf Twitter gezeigt:

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