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Nachgefragt: Roland Kachler: Die Therapie des Paar-Unbewussten

24. August 2015 von Heiner Wittmann

kachler-paar-unbewusste

Es ist guter Brauch auf unserem Blog, erst den Lesebericht zu verfassen > Lesebericht: Roland Kachler: Die Therapie des Paar-Unbewussten und dann den Autor nach seinem Buch zu befragen.

Wir hatten das Glück, mit Roland Kachler kurz vor dem Erscheinen seines Buches ein Gespräch führen zu können:

Roland Kachler kritisiert die traditionelle Paartherapie, weil sie bisher das Paar-unbewusste vernachlässigt oder übersehen hat. Der Untertitel Ein tiefenpsychologisch-hypnosystemischer Ansatz präzisiert sein Anliegen. Was verbirgt sich hinter diesem Untertitel, wollten wir von ihm wissen:

Er bezieht sich mit seinem Ansatz auf verschiedene Disziplinen wie die moderne Hirnforschung (S. 12-18) und die der Paarpsychologie. Stimmt unsere Vermutung? Hat man in der Paartherapie bisher etwas übersehen? Wir haben über die Bedeutung der Fallvignetten in seinem Buch gesprochen? Sie berichten keineswegs nur über Die Fälle, sondern zeigen Möglichkeiten der Paartherapie in auf? Roland Kachler zitiert die Arbeiten von Jürg Willi, u. a. > Die Therapie der Zweierbeziehung. Einführung in die analytische Paartherapie, aber er geht ganz ausdrücklich darüber hinaus.

Roland Kachler erklärt in seinem Buch, Paartherapie funktioniere nur mit aufeinander abgestimmten Schritten. Es scheint, er favorisiere ein bestimmtes Schema… aber das muss man doch auf die individuellen Fälle anpassen, oder gibt es wirklich bestimmte aufeinanderfolgende Schritte? Wie hoch ist eigentlich der unbewusste Anteil an der gesamten Paarkommunikation? Wie kommt man diesem Unbewussten auf die Schliche?

Roland Kachler erläutert in seinem Buch, wie das Paar-Unbewusste entsteht. Welche Stationen sind dabei besonders wichtig?

In einem andern Kapitel präzisiert er das Paar-Unbewusste mit seinen Faktoren vom relationalen Bedürfnis-Unbewussten bis zum kreativen Unbewussten der Liebe, erst wenn diese Faktoren dem Paartherapeuten bekannt sind, kann man die „Kollusion der Bedürfnisse“ erkennen und dann auf eine Veränderung einwirken? Ist das so richtig wiedergegeben? Kann man die Paartherapie tatsächlich das Paar-Unbewusste in Teilmengen zerlegen“?

Roland Kachler relativiert selbst seinen Ansatz, wenn er andeutet, die Erforschung des Unbewussten müsse behutsam vorgehen, wenn bei der Paartherapie Probleme auftauchen wie Trennungsabsichten eines Partners oder körperliche oder sexuelle Gewalt? Gibt es Anzeichen bei einer Paartherapie, die auf den Misserfolg der Therapie hinweisen?

Und die letzte Frage: Für wen haben Sie dieses Buch geschrieben?

kachler-paar-unbewussteRoland Kachler,
> Die Therapie des Paar-Unbewussten. Ein tiefenpsychologisch-hypnosystemischer Ansatz
Stuttgart: Klett-Cotta, 1. Aufl. 2015, 196 Seiten, gebunden, ca. 20 Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94866-0

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