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Das Kabinett hat die Urheberrechtsnovelle verabschiedet

Sonntag, 30. April 2017

… und damit das Gesetzgebungsverfahren in Gang gesetzt:

> Gesetzgebungsverfahren Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (UrhWissG).

Und darum geht es:
> Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG)

Zu diesem Gesetzentwurf haben Roland Reuß und Volker Rieble am 29. April 2017 in der FAZ unter diesem Titel : > Die Digitalisierung frisst unsere Rechte prägnant, zu Recht kritisch und präzise Stellung genommen. Der Autor dieses Blogs kommentiert hier nicht nur, er ist mit seinen > Veröffentlichungen selber Betroffener und teilt die Bedenken der beiden Autoren umfassend. Die feinen Möglichkeiten der Digitalen Welt, schnell zu kopieren, rasant zu verschicken und alles mit allen zu teilen, die kollektive Intelligenz zu befeuern sind letztendlich hinsichtlich des wissenschaftlichen Ergebnisses dann doch nicht so prickelnd. Keine meiner Arbeiten konnte nur mit Hilfe des Internets entstehen. Und es bleibt die ungeklärte Frage, ob das Internet wirklich der Verbreitung wissenschaftlicher Bücher in entscheidendem Maße auf die Sprünge hilft? Erfordern die digitalen Chancen die Reduzierung des Urheberrechts?

Schon im ersten Absatz ihres Artikels von Roland Reuß und Volker Rieble gefällt jeder Satz. „Das Urheberrecht muss immer wieder an die Gegebenheiten der Gegenwart angepasst werden,“ richtig, aber auch missverständlich. Geben wir doch den neuen Gegebenheiten nicht den Hauch einer Chance, das Urheberrecht, den Schutz der Rechte und deren Nutzung, so wie Verlage und Autoren sie vereinbaren, der Zerfleddderung durch die digitale Welt zu überantworten. Die beiden Autoren meinen doch sicherlich, die Duchsetzung des Urheberrechts muss die neuen Entwicklungen stets in den Blick nehmen. Derlei Anpassungen dürfen nicht zu Lasten der Autoren gehen. Stimmt auch, denn welche Schuld tragen die an der zunehmenden Digitalisierung? Der neue Entwurf der Regierung missachte die „in Urheberrecht, Grundgesetz und UN-Charta verbürgten Persönlichkeitsrechte der Autoren“, so lautet der herbe Vorwurf, der angesichts der Schwere des Falles hier noch ziemlich sanft formuliert ist. Konsument und die Produzenten würden durch die Novelle geschützt, jetzt werden die beiden Autoren richtig deutlich. Piraterie und Plagiarismus werden folglich Tür und Tor geöffnet.

Es geht u.a. um die Paragraphen 60a bis 60 h des Entwurfs – der mit 60 Seiten echt lang ist. Es geht um das digitale Vervielfältigen, staatlich autorisierter Verlust der Urheberrechts, das ist keine Anpassung an neue Gegebenheiten, das ist eine Einschränkung der Rechte der Autoren und Verlage – aus welchem Grund? Da fällt das Wort Wissenschaftsschranke. Erinnern wir uns:

Zitieren wir aus dem Artikel auf unserem Blog > Muss man das Urheberrecht beschränken? – Dienstag, 30. August 2016, in dem wir die vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) in Auftrag gegebenen Studie > Ökonomische Auswirkungen einer Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht, die Professor Justus Haucap, der einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Düsseldorf innehat, herausgegeben hat, erwähnt haben. Adrian Lobe analysiert in seinem Artikel in der FAZ > Urheberrechtsdebatte. Lehrbücher sind der Frau Ministerin unbekannt vom 23.8.2016 dieses Gutachten. Dazu stand in unserem Artikel:

„Als grotesk bezeichnet Lobe es wiederum zu Recht, wenn Haucap in seiner Studie auf S. 118 unter Berufung auf einem Untersuchung von Schmidt, > Urheberrechtsverletzungen in der Digitalen Netzoekonomie, ( = Inauguraldissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln 2012), S. 122 feststellt: „Urheberrechtsverletzungen können auch eine rationale Entscheidung sein, die auf dem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis von illegalem Medienkonsum basiert.“ Andreas J. Schmidt schreibt: „Einen zweiten Ansatz liefert die ökonomische Theorie der Kriminalität, nach der die Urheberrechtsverletzungen eine rationale Entscheidung aufgrund des besseren Kosten-Nutzen-Verhältnisses von illegalem Medienkonsum anstatt legalem ist.“ ib. S. 122. So sind die Dinge wieder ins rechte Licht gerückt.“

Die Novelle der Bundesregierung will Rechtssicherheit herstellen, Ideenklau legalisieren? „Für jedweden Unterricht an ‚Bildungseinrichtungen‘ dürfen bis zu fünfzehn Prozent eines Werks (Buches), aber auch vollständige Aufsätze in Zeitschriften ‚vervielfältigt, verbreitet, öffentlich zugänglich gemacht und in sonstiger Weise öffentlich wiedergegeben werden‘,“ so zitieren die beiden Reuß und Rieble. N. B. im Refentenentwurf waren es noch 25 %. Das erinnert an den Lehrer, der einen 30-Seiten-Lektüre seiner Klasse nur so nahebringen kann, indem die linke Hälfte die Seiten 1-15 lesen muss, und die andere Hälfte die Seiten 16-30 liest. Werden künftig 15 % eines Werkes zum Lesen verschenkt, dann werden die dadurch entstehenden Lese- und Konsumgewohnheiten Verlage oder Autoren in der Folge dazu veranlassen, in Extra-Rubriken auf 15 % des Umfangs, die Thesen, ein kurzes Resümee des Inhalts und die Ergebnisse der Arbeit zusammenzufassen, da es sonst keine Chance für den Autor und den Verlag geben wird, die Thesen in den wissenschaftliche Diskurs einfließen zu lassen. 20 %, 18 %, 15 0der 10 %, egal wie groß die Zahl ist, das ist wissenschaftlicher, didaktischer und pädagogischer Unfug. So lernen die Studenten nie, eine wissenschaftliche Arbeit weder zu verstehen noch sie zu bewerten und schon gar nicht, selber eine wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben. Und warum sollen die Verlage als Sponsoren auftreten? Wie sollen dsie ihren Autoren erklären, dass es künftig weniger Honorar gibt, oder nur noch Entschädigungen oder „Pauschalhonorare“? Wie auch immer. Und trotzdem werden die Verlage auch künftig geschickt dafür sorgen, dass ganze Bücher verkauft werden.

In der Novelle stehen noch mehr Ungereimtheiten. Ganz arg wird es aber mit dem Geist, der diese Novelle begleitet, und der durchblicken lässt, dass die Chancen der Digitalisierung für die Geisteswissenschaften total übertrieben werden. Als Hilfsmittel mit ihren tollen Möglichkeiten und als Arbeitsmedium ist die digitale Welt ein Segen und bietet der Forschung ein echtes Sprungbrett an. > www.gallica.fr, ich wiederhole mich, ist eines der tollsten Internet-Angebote überhaupt, aber ein Hilfsmittel, das auch heute den Bibliotheks- oder Archivbesuch nicht ersetzen kann. Aber kann ein Romanist in der digitalen Welt – gar nur noch mit 15 % verschiedener Werke – eine Arbeit über Jean-Paul Sartre schreiben? > Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet.

Reuß und Riebel haben aber noch mehr im Blick. Sie wenden sich gegen die Vereinnahmung der Autoren, die gar nicht gefragt werden, ob sie ihre Werke der digitalen Welt und Kopierbarkeit überlassen wollen? Befragen wir wieder den Geist der Novelle. Verweigern die Autoren diese digitale Teilhabe, schließen sie sich vom (digitalen) Wissenschaftsdiskurs aus? Oder werden ihre potentiellen Leser in der digitalen Welt vernachlässigt und bleiben hinter den Lesern in der Bibliothek zurück? Wie auch immer, der Geist der Novelle wird die Autoren nicht fragen, wollt ihr am digitalen Diskurs teilhaben?

Widerspruch? Der Entwurf kommt nichtwiderspruchsduldend daher: Im Regierungsentwurf steht auf S. 3 – zitiren wir nicht nur „Keine“: „C. Alternativen. Keine. Die bislang diskutierten Vorschläge für eine Bildungs- und Wissenschaftsschranke zeichnen sich zwar insbesondere durch Kürze aus, können jedoch gerade im Kernbereich der Normanwendung auf unbestimmte Rechtsbegriffe („geboten“ bzw. „vom Zweck gerechtfertigt“ etc.) nicht verzichten. Insoweit erscheint eine zwar detailliertere, zugleich aber für die Normadressaten verständlichere Regelungstechnik vorzugswürdig, die möglichst klar beantwortet, welche Nutzungen in welchem Umfang gesetzlich erlaubt sind und welche Nutzungshandlungen dem Exklusivrecht des Urhebers vorbehalten bleiben, also einer vertraglichen Erlaubnis bedürfen.“

Es gibt immer eine Alternative. Man könnt an das gültige Urheberrecht zu erinnern, anstatt in so vielen Worten die Einschränkung des Urheberrechts zu rechtfertigen.

Der Bundestag täte gut daran, dieser Vorlage einen festschließenden Pfropfen zu verpassen und diesen Geist aus dem Berliner Kabinett nicht aus der Flasche entweichen zu lassen

Zur Erinnerung: Boris Johnson, Der Churchill-Faktor

Dienstag, 4. April 2017
> 16 Argumente für den NonBrexit, gemeint sind die Gründe, die jetzt noch den Brexit verhindern könnten:

Am 18. Januar 2016 erschien der folgende einer unserer längsten – Lesebericht(e) auf unserem Blog – lang auch deshalb, weil das Buch so gut ist:

boris-johnson-churchill

Hm, ein bisschen lang, aber der Autor dieses Beitrags hat sich nur auf die auf die allerwesentlichsten Leseergebnisse aus diesem Buch beschränkt; aber die Anregungen durch Johnsons Buch, Quellen nachzulesen, konnte der Autor sich nicht verkneifen und schließlich beantwortet er als Zusammenfassung dieses langen Artikels die Frage, warum Boris Johnson dieses Buch verfasst hat. > Lesebericht: Boris Johnson, Der Churchill-Faktor.

Darin hieß es u.a.: “ So jetzt kommen wir zu der Frage, warum hat Boris Johnson dieses Buch geschrieben?

Erstmal natürlich um diesen erstaunlichen Politiker und seine Karriere zu würdigen. Loyal, integer, auch wenn er manchmal nicht nur für die Opposition sondern auch für die eigenen Gefolgsleute über die Stränge schlug, immer nicht nur im Krieg an vorderster Front, zweimal musste der Konig ihn schriftlich bitten, die Landung am D-Day nicht von einem der ersten Schiffe aus zu beobachten. Ein ungeheurer Sprachschatz stand Churchill zur Verfügung, der ihn zu einer beeindruckenden Produktion von Texten verleitete. Aber nochmal, warum schrieb Johnson dieses Buch?“ … „Also, aus diesem Buch können Europakritiker in England lernen, wieso die EU und der Gedanke der Vereinigten Staaten von Europa wichtig ist, und die Befürworter können lernen, wie sie ihre Position noch besser vertreten können.“

Heute ga es eine gute Gelegenheit, diesen Lesebericht Boris Johnson in Erinnerung zu rufen, nachdem Sigmar Gabriel das wunderbare Foto von ihm und Boris Johnson heute auf Twitter gezeigt:

Nachgefragt: Stefan Lehnberg, Durch Nacht und Wind

Donnerstag, 30. März 2017

Wir sind in Weimar. Der Großherzog von N. hat eine seltsame Nachricht erhalten, die ihn in tiefe Unrufe stürzt. Sein wunderbarer und kostbarer Smaragdring soll verflucht sein. Der Ring soll unweigerlich den Tod seines Besitzers herbeiführen. In großer Sorge und Angst werden Goethe und Schiller gerufen und mit dem Fall beauftragt. Andere Zeiten, andere Sitten und sie bewähren sich fast noch besser als das Ermittlerduo vor Sherlock Holmes und Dr. Watson! Die die Mutter von Weimars Regenten Carl August, Anna Amalia, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar residiert, zu besuchen, und ihn davon zu überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch erfunden sei und kein Anlass zur Sorge bestehe. Goethe und Schiller verabreden sich aber, um dem so unsympathischen Großherzog noch ein bisschen mehr Angst einzujagen. Aber schon in der Nacht schließt der Großherzog für immer die Augen. Weder eine natürliche Todesursache, weder Mord oder Selbstmord kommen in Frage. Der Fall ist voller Rätsel. Goethe und Schiller werden gebeten, sich ganz diskret dieser Angelegenheit anzunehmen:

Auf der Leipziger Buchmesse 2017 haben wir Stefan Lehnberg getroffen und ihn gefragt, wie er auf die Idee kam, Goethe und Schiller mit diesem Fall zu beauftragen:

Stefan Lehnberg
> Durch Nacht und Wind
Die criminalistischen Werke des Johann Wolfgang von Goethe. Aufgezeichnet von seinem Freunde Friedrich Schiller. Herausgegeben von Stefan Lehnberg
1. Aufl. 2017, 237 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50376-0

Karl Heinz Bohrer: »Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie« – Lesung

Samstag, 18. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Karl Heinz Bohrer, Jan Bürger, Stephan Schlak

Mo, 20.03.2017 19:30 Uhr bis Mo, 20.03.2017 21:00 Uhr
> Deutsches Literaturarchiv Marbach
Schillerhöhe 8 – 10, 71672 Marbach am Neckar

„Er gilt als einer der streitbarsten deutschen Intellektuellen: Wann immer Karl Heinz Bohrer in den letzten Jahrzehnten das Wort ergriff, meist in direkter Konfrontation mit dem Mainstream – die höchste Aufmerksamkeit, häufig auch Erregung seiner Zeitgenossen war ihm sicher. Anlässlich seines gerade erschienenen Buchs »Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie« (Suhrkamp Verlag) ist der herausragende Denker und Autor am 20. März im Deutschen Literaturarchiv Marbach zu Gast. Stephan Schlak und Jan Bürger befragen Karl Heinz Bohrer zu seiner Lebensgeschichte und intellektuellen Abenteuern, zu Weggefährten, Freunden und mitunter – erbitterten – Gegnern.“ Bitte weiterlesen

Lesebericht: Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten. Eine Anleitung

Montag, 13. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017

Buchvorstellung mit Daniel-Pascal Zorn
Hatespeech, demagogische und populistische Sprache: Logik für Demokraten. Eine Anleitung

Di, 14.3.2017, 19:00 · Stiftung Geißstrasse 7 · Stuttgart


> Nachgefragt: Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten – 15. März 2017 von Heiner Wittmann

Dem Aufschwung der AfD und dem Erstarken des Front national in Frankreich haben die etablierten Parteien in der letzten Zeit nicht viel entgegenzusetzen gehabt. Erst kürzlich beklagten am 28. Februar 2017 Alexandre Lemarié, Raphaëlle Besse Desmoulières, Bastien Bonnefous, Cédric Pietralunga et Matthieu Goar in LE MONDE „Le renoncement des candidats face au FN“. Und dabei fehlt es wahrlich nicht an Argumenten gegenüber den menschenrechtsfeindlichen Positionen der Rechtspopulisten. Viele ihrer Argumente beginnen mit Behauptungen, die sehr oft schlicht falsch sind. Im > Grundsatzprogramm der AfD (kurz)

> Alle Termine zu diesem Buch

steht: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“ Es genügt ein Blick in die Verlagsprogramme mit ihren > zahllosen historischen Titeln wie auch bei Klett-Cotta, so wird erkennbar, dass das hier nur ein Beispiel dafür ist, wie eine Behauptung in die Welt gesetzt wird, die als Sachlage für ein politisches Programm herhalten muss. Mit der Ablehnung der EU verhält sich ganz ähnlich. Es wird ein Zerrbild der EU aufgebaut, wiederum das zitierte Grundsatzprogramm der AfD: „Wir stehen für die Freiheit der europäischen Nationen von fremder Bevormundung,“ ganz so als ob die Bürger der Mitgliedsstaaten in EU unfrei wären. Daraus entsteht dann eine Fundamentalopposition gegenüber der EU. Die EU als bemerkenswertes und erfolgreiches Friedensmodell seit ihrer Gründung ist natürlich kein Thema bei der AfD. Donald Trump hat es auch mit „postfaktischen“ Behauptungen geschafft, Präsident zu werden. Im Fall der AfD, auch beim FN geht es um simple Betrachtungsweisen mit meist falschen Schlüssen und ein eingängiges Rezept, dem vermeintlichen Mangel abzuhelfen. Im > Leitantrag zum Wahlprogramm 2017 steht „Ein bundesweites Vollprogramm (Fernsehen / Hörfunk) ist ausreichend, um den Auftrag eines unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu erfüllen.“ (S. 43) Ein solcher Vorschlag zielt auf die Zerschlagung der kulturellen Vielfalt und auf die Gleichschaltung der Landesrundfunkanstalten.

Zorn ermuntert uns, Demokratie immer wieder zu üben. Dabei richtet er unsere Aufmerksamkeit auf den demokratischen Diskurs als Grundlage politische Auseinandersetzung. Wird er monopolisiert, beansprucht eine politische Fraktion die Wahrheit für sich, in dem sie falsche Behauptungen aufstellt oder die Wirklichkeit verzerrt darstellt, sind alle Bürger aufgefordert, am politischen Diskurs teilzunehmen: „Demokratie verpflichtet. Uns alle. Offen sein, zuhören, argumentieren!“ steht auf dem Klappentext von Zorns Buch.

Es geht weniger um konkrete politische Vorgänge der letzten Zeit, hier geht es um Grundsätzliches. Der Titel dieses Buches > Logik für Demokraten. Eine Anleitung verlangt nach einer Erläuterung, die der Autor in der Einleitung prägnant darlegt. Er nennt die politischen Auseinandersetzungen in den sozialen Netzwerken und auf den Demonstrationen, wo behauptet wird „Wir sind das Volk!“ und die „Lagerbildung“ (S. 10) in der deutschen Debattenkultur: „Die langersehnte Repolitisierung der Gesellschaft verkommt zum geistigen Schubladenkampf“, heißt es auf S. 10 f. Zorn möchte „herausfinden, wie ein Weg von den verhärtenden Fronten zurück zu einem vernünftigen Diskurs aussehen könnte.“ (S. 11) Folglich analysiert er nicht tagespolitischen Diskussionen sondern legt ein kurzgefasstes philosophisches Lehrbuch über die Bedeutung der Logik in der Gesprächskultur vor: S. 15-27. Diese Seiten machen Lust auf die Lektüre des ganzen Buches. Wir haben die dogmatische Setzung hier eingangs schon einmal anklingen lassen. Dann nennt Zorn „Das Prinzip vom ausgeschlossenen Widerspruch“ (S. 21 f. ), das was oft mit dem Anspruch nicht widerspruchsduldend daherkommt, woraus die Agitatoren des Populismus dann ihr Programm ableiten. Zorns Einleitung enthält auch eine Aufforderung zum Mitmachen und Ausprobieren (S. 26).

Dogmatik rückt Politik in die Nähe des totalitären Denkens, das Zorn im 2. Teil seines Buchs unter die Lupe nimmt.

Im ersten Teil geht es um das Phänomen Populismus und seine Analyse. Gerüchte, Vorgänge, Ereignisse, wie entstehen politische Einstellungen, ab wann werden Urteile als wahr und als Grundlage für politische Programmatik herangezogen: cf. S. 38 f. Die Begriffe Pappkamerad, Selbst-Viktimisierung, Selbstheroisierung, die verschiedenen Formen der Fehlschlüsse vermitteln das Handwerkszeug, mit dem die Reden und die Programme der AfD und anderer Parteien dieses Spektrums geprüft werden können. Und dann kommt auch noch die Behauptung der Rechtspopulisten für das „ganze Volk“ sprechen zu wollen: „Es geht um uns“ und „Wir sprechen für sie“ > Afd – aufgerufen am 12.3.2017. S. Glossar: > Argument des Schweigens. Das Kapitel „Die Taktiken des Fallenstellers“ (S. 62-71) präzisiert die Taktik der Rechtspopulisten. Demagogen gab es unter einer anderen Bedeutung des Wortes auch schon im Zeitalter Perikles im 5. Jh. v. Chr in Griechenland (> Lesebericht: Josiah Ober, Das antike Griechenland. Eine neue Geschichte) (s. S. 72-91) Der Ausflug in die griechische Geschichte, S. 72-91) bietet wichtiges Grundlagenwissen für demokratische Prozesse, damit führt Zorn seine Argumentation weiter und erklärt, wie Populisten sich an das „Körnchen Wahrheit“ (S. 94) klammern.

Wie ist aber um die Populisten bestellt, die sich an das „Körnchen Wahrheit“ klammern und sich anmaßen an das ganze Volk, ja für das Volk zu sprechen: „Es geht um uns.“ oder „Wir sprechen für Sie,“ steht auf der Homepage der > AfD – aufgerufen am 12.3.2017. Zwar kommt das Wort Bürger auch im Programm der AfD vor, aber dort wo „Bürger“ (mit der ganzen Vielfalt ihrer Meinungen) stehen könnte, steht „das Volk“. (cf. auch S. 215, 222) Noch ein klares Wort zum Populismus: „Er sammelt die Unzufriedenen und Nicht-Repräsentierten aller Sozialen Schichten ein und verbindet sie über ihre Ablehnung miteinander.“ (S. 97) „Populäres Denken drängt stets zum Totalitären,“ ist das Stichwort für Teil 2 „Totalitäres Denken“ (S.99-165), das sich seien eigene Freiheit nimmt, losgelöst von Schwierigkeiten aller Art (cf. S. 109), ständig Unerwünschtes ablehnt (cf. S. 110).

„Demokratisches Denken“ im 3. Teil beginnt mit einer Erinnerung an >Jean-Paul Sartre und seien Beschreibung der Entdeckung des Anderen. Es ist spannend zu verfolgen, wie Zorn, philosophische Analysen, hier inspiriert durch Sartre, heranzieht, um seine Argumentation zu erläutern und noch einmal einen Ausflug in die griechische Geschichte zu machen.

Der Wunsch nach direkter Demokratie ist u.a. von dem Wunsch nach dem einen Volk inspiriert. „Wir wollen dem Volk das Recht geben, über vom Parlament beschlossene Gesetze abzustimmen,“ schreibt die AfD in ihrem Grundsatzprogramm (lang), S. 9. Dazu und der radikalen Demokratie, Zorn: 213-220, bes. S. 220).

Kein Geheimnis. Demokratie ist anstrengend. Wehrhaft gegen Anfeindungen kann sie nur sein, wenn man sich engagiert und nicht der Versuchung nachgibt des „subjektiven Dogmatismus“ (cf. S. 199) nachgibt.

Tatsächlich gelingt es dem Autor, streitbaren Demokraten an bewährte Hilfsmittel zu erinnern, mit denen die Verlautbarungen der Rechtspopulisten noch einmal nachzulesen sind. Ihre politischen Gegner müssen sich allerdings auch fragen lassen, ob man im demokratischen Dialog in den letzten Jahren in unserem Land etwas versäumt hat, was die Wähler heute in die Arme der AfD treibt? Wurde von der Bundeskanzlerin die Entscheidung, Flüchtlinge in so großer Zahl im August/September hereinzulassen, den Bürgerinnen und Bürgern hinreichend erläutert? Warum heißt es so zu Beginn der Gesetzgebungsverfahren oft die Fraktionen hätten sich (meist nachts) „geeinigt“ – und was macht der Bundestag, wo die Sitzungen oft nach Drehbuch ablaufen?

Im Anhang, S. 287 ff. steht ein sehr beachtenswertes Glossar, in dem die philosophischen Grundbegriffe der Logik nocheinmal erläutert werden.

Jetzt hat der Philosoph Daniel-Pascal Zorn eine Anleitung für Demokraten verfasst, mit dessen Titel er seinen Ansatz prägnant zusammenfasst: > Logik für Demokraten. Es geht ihm darum, die Prozesse und Verfahren zu nennen, mit denen die Populisten Erfolge verbuchen, wie sie die freie Gesellschaft in Gefahr bringen, und dabei die vom Autor vorgeschlagene > Logik für Demokraten beachten, so müssen alle im Bundestag vertretenen Parteien sich auch fragen, ob die von ihnen inspirierte Debattenkultur im Hohen Hause wirklich auf dem Stand der „wehrhaften Demokratie“ sich befindet, geht es doch mehr als je wieder darum, sie gegen ihre Feinde zu verteidigen.

Daniel-Pascal Zorn
> Logik für Demokraten. Eine Anleitung
1. Aufl. 2017, 314 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-96096-9

Nachgefragt: Steve Ayan, Lockerlassen

Dienstag, 7. Februar 2017

ayan-lockerlassenDenken Sie zu viel? Dann lesen Sie dieses Buch: Steve Ayan > Lockerlassen. Warum weniger Denken mehr bringt so lautet der Untertitel dieses Buches von Steve Ayan > Lockerlassen.

> Lesebericht: Steve Ayan, Lockerlassen

Wir haben Steve Ayan gestern bei seiner Buchvorstellung im Stuttgarter Hospitalhof getroffen, unser > transportables TV-Studio aufgebaut und nachgefragt:

Unser Fotoalbum:

ayan-lockerlassenSie haben es eilig. Dann finden sie eine Zusammenfassung aller guten Gedanken dieses Buches auf S. 213-219.

Steve Ayan
> Lockerlassen
Warum weniger Denken mehr bringt
2. Druckaufl. 2016, 244 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-98049-3

Anthony Atkinson – 4.9.1944 – 1.1.2017

Montag, 2. Januar 2017

atkinson-ungleichheitDer britische Ökonom und Spezialist für die Fragen der Ungleichheit ist am 1. Januar 2017 gestorben, berichtet Goff Roiley in seinem Blog Economics > RIP Sir Tony Atkinson.

Noch im September hat er auf unsere Fragen zu seinem Buch > Ungleichheit. Was wir dagegen tun können, das gerade bei Klett erschienen war, geantwortet: Nachgefragt….

> Anthony Atkinson

Lesebericht: Barbara Vinken, Die Blumen der Mode

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Wir hätten da noch was für Ihren Wunschzettel: vinken-blumen-mode-110So ein schönes Buch. Alle die sich für Mode interessieren, werden dieses Buch nicht wieder hergeben. Es geht nicht um die Blumen des Bösen, sondern um > Die Blumen der Mode, die die Münchner Romanistin Barbara Vinken für Sie keineswegs nur hier und dort gepflückt und danach äußerst Kompetent zu einem fulminanten Spaziergang durch die Literaturgeschichte für Sie zusammengebunden hat:

Nehmen wir das Buch zur Hand:

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vinken-1Die vorliegende Anthologie versammelt das „Einflussreichste, Eigenwilligste, Schönste, Schrägste und manchmal auch das Ätzendste, was über die Mode in den letzten dreihundert Jahren geschrieben wurde…“ (S. 9) verspricht Vinken Ihren Lesern und ihre gelingt mit dieser Auswahl tatsächlich eine Art Definition der Mode: „ein Theater der Obsessionen (S. 11). Ihr Buch ist ein soziologisches Traktat über die Mode in der Literatur, aber vor allem darüber wie Schriftsteller und Soziologen sich mit der Mode beschäftigen. Bei der Lektüre entdeckt man viele neue Einsichten. Die Auswahl der Texte überrascht. Sie sind auf einander aufgebaut und erweitern die Perspektive und bringen aber auch die Definition der Mode immer wieder auf den Punkt: „Zuerst einmal muß sie sich selbst repräsentieren. Zu Hause, bei der Verrichtung ihrer Arbeiten ist sie nur bekleidet. UM auszugehen, um zu empfangen, macht die „Toilette“. Die Toilette hat einen doppelten Charakter. Sie ist dazu bestimmt, die soziale Würde der Frau (ihren Lebensstandard, ihr Vermögen, das Milieu, dem sie angehört) zum Ausdruck zu bringen, gleichzeitig verwirklicht sie auch den weiblichen Narzißmus. Sie ist eine Livree und ein Schmuck.“ Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht, zit. b. B. Vinken, S. 281.

vinken-2Mode und Kleidung sind Mittel des Selbstausdrucks und der Kommunikation. Ansehen und Angesehenwerden, das fasziniert Schriftsteller, Philosophen und Soziologen gleichermaßen. Dieser Band stellt in Auszügen 45 Texte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert vor, für die Barbara Vinken je eine Einleitung verfasst hat, in denen sie Hintergründe, zeittypischen Ideen und Menschenbilder erläutert. Sie ist Professorin für Allgemeine und Französische Literaturwissenschaft an der Universität München.

Mit der Bienenfabel oder private Laster, öffentliche Vorurteile von Bernard Mandeville (1670-1733) (> The Fable of The Bees: or, Private Vices, Public Benefits, 1705) geht es los. Vinken zählt diesen Text zur „Grundstock einer Soziologie der Mode“ (S. 13) Dann kommt > Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) mit einem Auszug aus Julie oder die neue Héloise (> Julie ou la Nouvelle Héloïse, 1761):

J.-J. Rousseau, Julie ou la nouvelle Héloïse, Volume 2, M.M. Rey, 1772,S. 405:

Giacomo Leopardi (1798-1837), Die Mode und der Tod, 1824. Er sieht in der Mode „das Bizarre, das Wahnsinnige“ (S. 39). Gottfried Wilhelm Friedrich Hegel, um 1830, spricht in einer Vorlesung (Ästhetik II, hrsg. v. F. Bassange, Frankfurt/M. o. J.. S. 124-135 über die Mode: Hegel, Vorlesungen über die Aesthetik 2, Duncker und Humblot, 1837, S. 410:


Mittwoch 14.12.16 20.00 Uhr im Literaturhaus Stuttgart
> Grenzgängerin: Flaubert, Mode und Feminismus

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> Grenzgängerin: Flaubert, Mode und Feminismus
Barbara Vinken Veranstaltungsreihe: Wissenschaftsfragen Gespräch – Moderation: Joachim Kalka
In der Reihe „Wissenschaftsfragen“ führt Joachim Kalka ein Gespräch mit Barbara Vinken, die eine Literaturwissenschaft vertritt, in deren Oeuvre die ingeniöse Behandlung klassischer Sujets – Gustave Flaubert, Heinrich von Kleist – neben Arbeiten zur Logik der Geschlechterrollen steht, wie „Die deutsche Mutter“ (2001) und zahlreiche Untersuchungen zur Mode, u.a. jüngst „Die Blumen der Mode“. …

Zur Vorbereitung für diese Veranstaltung: > Flaubert und die Mode. Barbara Vinken im Gespräch mit Joachim Kalka


Jetzt kommt Heinrich Heine (1797-1856) mit einem Auszug aus einen Reisebildern. Weiter geht es mit > Honoré de Balzac (1799-1851) und einem Auszug aus der „Physiologie des eleganten Lebens“ Honoré de Balzac, Traité de la vie éle´gante Editorial MAXTOR, 1911 , S. 83 >>>

vinken-3Thomas Carlyle (1795-1881) hat vor Barbey d’Aurevilly und Charles Baudelaire über den Dandy geschrieben: Aus Sartor Resartus: Die Körperschaft der Dandys, 1833/34. Danach kommt Théophile Gautier (1811-1872), der 1858 über die Mode einen Aufsatz verfasst hat:

„La beauté et la force ne sont plus les caractères typiques de l’homme à notre époque. Antinoüs serait ridicule aujourd’hui. Le moindre cric fait la besogne musculaire d’Alcide. On ne doit donc pas orner ce qui n’a pas d’importance réelle ; il s’agit seulement d’éviter la lourdeur, la vulgarité, l’inélégance, et de cacher le corps sous une enveloppe ni trop large, ni trop juste, n’accusant pas précisément les contours, la même pour tous, à peu de chose près, comme un domino de bal masqué. Point d’or, ni de broderies, ni de tons voyants ; rien de théâtral : il faut qu’on sente qu’un homme est bien mis, sans se rappeler plus tard aucun détail de son vêtement.…“ Th. Gautier, > De la mode, Paris : Poulet-Malassis et De Broise, 1858, Hervorh. H.W.

Charles Baudelaire (1821-1867) hat zwei Texte beigesteuert: Eine Lobrede auf das Schminken aus „Der Maler des modernen Lebens“ (1859/1860), i.,m Der Maler des modernen Lebens (1863) Sämtliche Werke und Briefe, 8 Bde., hg. von Friedhelm Kemp, Claude Pichois, Wolfgang Drost, Bd. 5, München, Wien 1989, S.213-258,zuerst in: Le Figaro 26.Nov., 29.Nov. + 3. Dez. 1963: 11. Lobrede auf das Schminken: „Die Frau ist durchaus in ihrem Recht, ja sie erfüllt eine Art Pflicht, wenn sie es darauf anlegt, berückend und übernatürlich zu erscheinen,“ zit. bei B. Vinken, S. 99. Und der Absatz über den Dandy aus „Der Maler des modernen Lebens“ (1863) über den Dandy: „Ein Dandy kann niemals ein gewöhnlicher Mensch sein…“ (S. 105). Stéphane Mallarmé (!842-1898), der Englischlehrer aus Tournon, dem > Jean-Paul Sartre ein unvollendetes Porträt gewidmet hat: (vgl. H.W., Sartre et la poétique de Mallarmé, Jahrestagung der Groupe d’études sartriennes am 20. und 21. Juni 2008 in der Sorbonne, Paris, n. veröff.) hat die Modezeitschrift La dernière mode. La dernière mode: Gazette du Monde et de la famille, die ein Jahr lang 1874 alle zwei Wochen erschien – insgesamt gab es acht Ausgaben – herausgebracht. Seinen Text nenen Barbara Vinken ein „poetologisches Traktat“ (S. 110).

vinken-4Es folgen Friedrich Nietzsche, Émile Zola, Adolf Loos, sogar Thorsten Veblen hat nicht nur über Geld auch über Mode geschrieben. Georg Simmel, Eduard Fuchs, Werner Sombart haben über die Mode nachgedacht, wie Guillaume Apollinare und natürlich Marcel Proust, wie Edmond Goblot und Sigmund Freud. Viele andere wie Walter Benjamin, Simone de Beauvoir oder der Soziologe René König, natürlich auch Roland Barthes, >Friedrich Kittler, Pierre Bourdieu und Yvette Delsaut, ELzabeth Wilson, Kaja Silverman, Anne Hollander, Valerie Steele, Ulf Proschardt, Caroline Evans, Andreas Krass, Katharina Sykora, Thomas Ohláh, Hanne Loreck, Thomas Meinecke, Michael Müller, Nora Weinelt, Phlipp Ekardt ergänzen mit ihren Texten diesen Band.

> Barbara Vinken

Barbara Vinken
> Die Blumen der Mode
Klassische und neue Texte zur Philosophie der Mode
1. Aufl. 2016, 551 Seiten, gebunden, bedruckter Leinenband, 3-seitiger Farbschnitt, Lesebändchen, Großformat,mit s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94910-0

vinken-geheimnis-mode-110

Barbara Vinken
> Angezogen. Das Geheimnis der Mode„Ist der Wandel der Moden eine unvorhersehbare Laune der Kultur? Mitnichten, sagt Barbara Vinken, auch wenn wir, die diese Moden tragen, meist keine Ahnung davon haben, was wir tun, wenn wir uns anziehen. Modewandel hat System. Fragt sich nur, welches?“ steht auf dem Klappentext. Auf der Frankfurter Buchmesse hatten wir Gelegenheit, Barbara Vinken nach ihrem Buch zu befragen. Sie ist Professorin für Allgemeine -Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gastkolumnistin in »DIE ZEIT«, »NZZ« und »CICERO« und häufig bei Gert Scobel zu Gast.“ > Bitte Weiterlesen.
4. Aufl. 2013, 255 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, mit farbigem Tafelteil
ISBN: 978-3-608-94625-3

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