Verlagsblog

Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Ines Geipel im Gespräch
Gesellschaft im Gespräch – In welcher Zukunft wollen wir leben?

Donnerstag, 16. Mai 2013

geipel-amok-komplexIn der Reihe “Gesellschaft im Gespräch – In welcher Zukunft wollen wir leben?” der VHS Stuttgart sprechen Ines Geipel, Autorin u.a. von “Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens” und der Autor Martin von Arndt über ihre Bücher und beschäftigen sich mit der Frage, was junge Todesschützen weltweit verbindet. Das Gespräch moderiert Wolfgang Niess vom SWR.

Mit ihrem Buch > Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötenshat Ines Geipel ” Eine brennende Zeitdiagnose über die mentalen Ursprünge dieser Form von Jugendgewalt” vorgelegt. Ist der Amoklauf Teil unserer westlichen Gesellschaft und was verbindet die Taten der jungen Todesschützen weltweit? Ines Geipel stellt fünf exemplarische Orte ins Zentrum ihrer vielschichtigen Recherchen – darunter auch die drei Amokläufe in Deutschland: Erfurt, Emsdetten, Winnenden. Geipel hat viele Fragen gestellt. U. a. Was treibt junge Amokläufer an? Warum sind Waffen noch immer so mühelos verfügbar? Wie schützt die Polizei, was klärt die Politik, wer ist für die Hinterbliebenen da?

Freitag, 17.05.2013 / 20 Uhr
Stuttgart: TREFFPUNKT Rotebühlplatz 28, Robert-Bosch-Saal

Eintritt: 8,- € (für Schüler/innen und Student/innen frei)
Karten an der Abendkasse im EG bei der vhs Anmeldung

> Ines Geipel
> Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens
1. Aufl. 2012, 343 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94627-7

Foto: (c) Bernd Lammel

Lesebericht: William Gibson, Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack

Montag, 6. Mai 2013

William Gibson > Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart hat hier einer Auswahl seiner Texte eine Phänomenologie der digitalen Welt , die uns heute umgibt, vorgelegt. Er lädt zu einem sachgerechten Umgang mit den Medien ein. Er lässt durchblicken, dass er von ihren Möglichkeiten durchaus fasziniert ist, aber er hat sich auch einen vernünfigten Abstand zu ihnen bewahrt.

William Gibson (1948) stammt aus South Carolina (USA). Mit 19 wanderte er nach Kanada aus, um der Einziehung zum Vietnam-Krieg zu entgehen. 1972 ließ er sich in Vancouver nieder, wo er noch heute mit seiner Frau und zwei Kindern lebt. 1984 erschien sein Roman Neuromancer, der im gleichen Jahr alle gängigen SF-Preise erhielt: den Philip K. Dick Award, Nebula Award, Locus Award sowie den Hugo Award. Gibson prägte in diesem Buch den Begriff Cyberspace, der heute das Word Wide Web uzmschreibt. Pattern recognition (Mustererkennung ist sen erster zeitkritischer Gegenwartsroman vor. > Quellcode (»Spook Country«) ist seine Fortsetzung. Systemneustart ist sein zehnter Roman.

> William Gibson über sein Leben


William Gibson schreibt über Literatur, Musik, Mode, Film, die japanische Kultur und berichtet aus der digitalen Zukunft vieles, was sich bei uns schon längst bemerkbar macht. Mit seinen Romanen und seinen Beiträgen für Zeitschriften wie »Wired«, »New York Times Magazine« oder »Rolling Stone« hat er sich als präziser Beobachter der modernen Gesellschaft schon seit langem einen Namen gemacht. Diese Sammlung von Vorworten, Aufsätzen, Rezensionen und Artikeln aus zehn Jahren enthält kluge Einsichten und auch Vorhersagen auf die Auswirkungen der digitalen Welt auf unsere Gesellschaft. Der Walkman war war ganz Neues, der tragbare Kassettenrekorder, den heute kaum noch jemand besitzt. Über einen seiner Romane schreibt er: “Das Buch existiert am Schnittpunkt zwischen dem Unterbewusstsein des Autors und der Reaktion des Lesers.” (S. 51) Immer wieder warnt er davor, sich dieser “Schönen neuen Virtualität” hinzugeben, denn mehr als abstrakte Beziehungen kann sie nicht bieten.


Vom Autor dieses Blogbeitrags: > Schreiben Sie mit der Hand oder mit der Tastatur?


William Gibson gelingt es, auf wenigen Seiten eine Phänomenologie der digitalen Welt (S. 62 ff.) zu verfassen, sein Staunen über soviel Neues, das auch soviel Altes enthält eingeschlossen. Literarische Formen sind Werkzeuge… (S. 115) und Gibson lässt fast nebenbei sein Interesse für die Formen erkennen… liest man weiter versteht man schnell viel von dem, was er in Erinnerung ruft, und was die digitale Welt nur mit großem Aufwand realisieren kann. Durch das Medium und den PC getrieben, kommt dann manches schrill auf aufregend daher, schaut man genauer hatten manche oder viel Büchermacher das viel besser im Griff, weil sei die Form beherrschen, nicht nur das Design der Bücher, sondern auch die Form ihrer vielen verschiedenen Texte. S. 133: eBay – kann ein Virus sein, den sogar Gibson sich eingefangen hat: Objekte aus dem Cyberspace in die Realität importieren: “Meine Gedanken rasen…” (S. 139). Die gute Nachricht, auch dieses Virus kriegt man wieder los. Übrigens: “Das Netz ist Zeitverschwendung.” (S. 189-195) Man macht Sachen im WWW, weil sie möglich sind, allerlei Unfug mit Suchmaschinen ausgraben oder auch nicht, und die man im realen Leben nie machen würde. Wieviel % seiner täglichen Online-Zeit helfen heute einem Studenten beim Studieren wirklich weiter? könnte man in diesem Zusammenhang fragen. Da denke ich an die 100 Stunden in der TU Dresden, von denen beim Vortrag über > Romanistik und Neue Medien immerhin einer > www.gallica.fr kannte.


> Oder kann man ohne das Internet studieren?


William Gibson
> Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart
Aus dem Englischen von Hannes und Sara Riffel (Original: Distrust the particular Flavour)
1. Aufl. 2013, 252 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50314-2

Lesebericht: David Bainbridge. Wir Middle Ager. Unsere besten Jahre

Freitag, 3. Mai 2013

David Bainbridge wuchs in den frühen 1980er-Jahren als Teenager in Essex auf. Er hat an der University of Cambridge Zoologie und Veterinärmedizin studiert und unterrichtet dort Klinische Anatomie der Nutztiere. Mit seinem Buch > Wir Middle-Ager. Unsere besten Jahre, das Dieter Fuchs übersetzt hat und das in diesem Frühjahr bei Klett-Cotta erschienen ist, stellt er die für die Middle-Ager entscheidenden Fragen: Was verändert sich in dieser Lebensphase im Gehirn und in ihren Körpern? Stimmt es eigentlich, dass Menschen im mittleren Alter konservativer und unflexibler werden? Gibt es überhaupt eine Midlife-Crisis? Hat der Alterungsprozess auch Vorteile? Scheint alles nicht so recht oder gar nicht zu stimmen, wenn man den Untertitel dieses Buch als Programm versteht: Unsere besten Jahre. Die Jüngeren gäben viel darum, die Erfahrung der Middle-Ager zu haben und trotzdem so jung zu sein. Mit dem Altwerden hat dieses mittlere Lebensalter nichts zu tun, davon zeigt sich Bainbridge überzeugt, worin ein bisschen Entwicklungsbiologie und einige Einblick in das Gehirn, ihn bestärken. Immerhin es gibt dennoch einige schlechte Nachrichten für die Middle-Ager, die der Autor sich und dem Leser zuliebe in ein Kapitel stopft. 5. Schlaff? Faltig? Grau? Warum?, (S. 79-95): Zusammenfassung: Ist so, sagt der Biologe. Ein bisschen Übergesicht (S. 96-112) kommt noch dazu.

Dann aber: (Teil II). “Der Triumph des mittel-alterlichen Gehirns”, S. 13 ff. Neidpotential für die Jüngeren, die ihrerseits auch lernen müssen, dass die ihnen voranschreitende Generation nun mal ein bisschen mehr Erfahrung hat und sie von ihnen lebenslang etwas lernen können und sollten. Und hier geht Bainbridge in die Einzelheiten. Richtig gut kann das Gehirn eigentlich nichts so richtig, aber es nötigt im mittleren Lebensalter seinem Besitzer schon einige Respekt ab. Erfahrung und die besonderen Funktionen des Gehirns bewältigen spielend die mit dem Alter steigenden Defizite des Gehirns. Das Langzeitgedächtnis läuft zu seinen Höchstformen auf – immer mehr Gelegenheiten zur Proustschen unwillkürlichen Erinnerung bieten sich, von denen die Jüngeren noch nicht einmal träumen können. Die Anpassung des Gehirns ist ein Wunder und ein Beweis für den “Höhepunkt seiner Macht” (S. 132)

Ist der Eindruck, die Zeit vergeht immer schneller, je älter man wird, eigentlich zutreffend? Nein, natürlich nicht sagt man nach der Lektüre dieses Buches. Die Theorie, heute werde alles schneller, wird dennoch immer so gerne angeführt. Aber ein 20-Jähiger musste um 1789 in Paris auch das Gefühl bekommen, jemand habe bei der Geschwindigkeit der Welt ganz erheblich auf die Tube gedrückt.

Teil III. “Je oller, desto toller. Liebe, Sex, Kinderkriegen und das Leben jensaeits der vierzig” (S. 209 ff.) 13.”Schluss mit Sex?” Natürlich nicht. (S. 226 ff)

Übrigens. Die Midlife-Crisis gut es nicht. (S. 249, S. 263) Und das erklärt der Biologe Bainbridge auf den folgenden Seiten auf sehr einleuchtende Art und Weise. Da wird sein Buch fast schon zu einer Kurzfassung eines Biologie-Lehrbuchs. Das ist echt kurzweilig, wie der Autor die verschiedenen Körperfunktionen vorführt und erklärt. Alles läuft auf die wichtigste Frage und das letzte Kapitel 18. “Wirst du mich auch morgen noch lieben?” hinaus. Hier geht es um den Zustand der Ehen im Middle-Age Alter, die erstaunlich robust sind, wofür der Biologe wieder einen ganzen Strauß von Erklärungen bereit hält. Die Liste aller Vorteile, die die Middle-Ager auf sich vereinigen, ist beeindruckend und jeder einzelne könnte ein neues Kapitel in diesem Buch werden.

Bainbridge spricht ausführlich über das mittlere Lebensalter in diesem Buch und führt nebenbei praktische Biologie vor, da habe ich mehr verstanden als damals im Biologieunterricht.

David Bainbridge
> Wir Middle-Ager. Unsere besten Jahre
Aus dem Englischen von Dieter Fuchs (Original: Middle Age. A Natural History)
1. Aufl. 2013, 345 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94743-4

Urs Augstburger, Als der Regen kam: Seh- und Hörspiel

Mittwoch, 28. November 2012

Mi. 28.11 20 h 15
Stuttgarter Buchwochen
Haus der Wirtschaft, Buchcafé
70174 Stuttgart

Urs Augstburger, Als der Regen kam
Das Buch wird als Seh- und Hörspiel vorgestellt: Live dargeboten in der neuen Form eines Seh- und Hörspiels. Mit Monika Schärer, Sven Furrer, Urs Augstburger und der Band Hendrix Ackle (voc, key), Roberto Caruso (git) und HP Stamm (Horns).

> www.ursaugstburger.ch

Auf der Frankfurter Buchmesse hat Urs Augstburger einige Fragen zu seinem Buch beantwortet:

> Nachgefragt. Als der Regen kam.

> www.als-der-regen-kam.com – Die Website zum Buch

Urs Augstburger
> Als der Regen kam
Roman
2. Aufl. 2012, 288 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-93974-3

Lesebericht: John Lanchester, Kapital

Donnerstag, 15. November 2012

Fertig, ausgelesen, 107 Kapitel, 682 Seiten. Eigentlich schade, die Bewohner der Pepys Road im Londoner Süden werden bei der Lektüre so vertraut. Sie haben nicht viele Gemeinsamkeiten, außer dass sie in der gleichen Straße mit den ähnlichen Einfamilienhäuser wohnen. Irgendjemand stört ihre Kreise: “Wir wollen was Ihr habt” steht auf den Karten, die bei den Bewohnern der Pepys-Road in den Briefkästen landen und sie verunsichern.


Donnerstag, 15. November 2011, 20 Uhr
John Lanchester, Kapital. Lesung und Gespräch
Eine Veranstaltung im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen in Kooperation mit der Buchhandlung Hugendubel.
Moderation: Renate Brosch (Institut für Anglistik, Universtität Stuttgart) / deutsche Lesung: Anja Brünglinghaus
Haus der Wirtschaft, Raum Karlsruhe
Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart
Eintritt 5 EURO


Um die Lektüre gebührend zu würdigen, habe ich einen Moment mit dem Gedanken gespielt, zwei oder gar mehrere der nächsten Kapitel einfach dazuzuschreiben. Nein, das geht nicht, aber die Idee war nicht schlecht. Kapitel 108 hätte von der Familie erzählt, die in das Haus der Younts einzieht, wie sich mit ihren neuen Nachbarn verstehen, ob ihr das neue Zuhause gefällt. Der Fall mit den ominösen Postwurfsendungen wird am Ende des Romans geklärt. Im Kapitel 109 könnte man nochmal die historischen Perspektive der Pepys Road wieder aufgreifen. und im Kapitel 110 kommen die neuen Eigentümer der Nr. 42.

Mit den vielen kleinen Einzelerzählungen über die Bewohner der Pepys Roas entwirft Lanchester einen mitreissenden Geselllschaftsroman, ein Sittengemälde. Durch ganz verschiedene Umstände in dieser Straße zusammengekommene Bewohner erleben innerhalb eines Jahres alles was “Gentifizierung” und “Schuldenkrise” für sie und ihre Nachbarn bedeuten kann. Der Aufsteiger Roger erlebt einen brillante Karriere und einen ebenso schnellen und sehr harten Fall. In Nr. 42 liegt Petunia Howe im Sterben. Späer bekommt der pakistanische Kioskbesitzer wegen Terrorverdachts erheblichen Ärger mit der Polizei. Der senegalesische Fußballaufsteiger Freddy Kamo findet mit seinem Vater in einem Haus der Pepys Road eine Bleibe. Er freut sich auf das Spiel in der Ersten Liga. Aber auch für ihn kommt alles anders.

Die Spannung entsteht durch die geschickte Konstruktion des Romans. Zuerst sind es Einzelschicksale, die nur durch die Zugehörigkeit zur gleichen Straße irgendwie miteinander verbunden sind. Dann ergeben sich bei näherer Betrachtung unter den oder unter einigen Bewohnern subtile Abhängigkeiten. Selten reden die einen über die anderen. Sie beobachten sich eigentlich auch kaum. Der Beobachter ist nur der Leser, den der Autor mit Aufstieg und Fall und einem Gesamtüberblick über die Ereignisse in den Häusern der Pepys Road bekanntmacht, über die auch die einzelnen Protagonisten nicht verfügen. Und doch sind die meisten in schwierigen Situation immer wieder auf sich alleine gestellt. In der modernen Stadtgesellschaft schwindet die Solidarität, könnte der Leser notieren. Kaum jemand nimmt am Nachbarn wirklich Anteil, doch für Freddy interessiert man sich schon, schließlich haben einige gemerkt, dass dieser vielleicht ein Fußballstar werden könnte.

Die Zeitgeschichte mit der Schulden- und Bankenkrise verschont Roger nicht, der doch ganz andere Pläne hatte. Berufliches Pech vertreibt ihn und seines Familie aus ihrem Domizil in der Pepys Road und illustriert die Machtlosigkeit des Einzelnen, gegenüber einer Finanzwelt, die Chancen und heftige Misserfolge zugleich bietet.

Wie kommt es, dass man am Ende der Lektüre dieses Buches das etwas flaue Gefühl hat, der Roman höre mitten im Geschehen auf? Das ist aber eigentlich nicht besonders erstaunlich. Die Erzählung setzt im Dezember 2007 mit dem ersten Teil ein und endet mit dem dritten Teil im November 2008. Ein Ausschnitt, aus einer langen Serie von Ereignissen wird uns präesentiert, eine abgeschlossene Geschichte hat der Autor wahrlich nicht im Sinn gehabt. Dennoch ist eine sehr lesenswerte Chronik der Ereignisse entstanden, die keinesfalls nur für diese Straße gelten. Geschichte ist immer ein Übergang, ein Aufstieg und Fallen. Den einzigen Kunstgriff, den der Autor sich erlaubt, ist Hoffnung, Enttäuschung, Glück, Tod und Karriere als Ereignisse eines Jahres quasi im Zeitraffer zusamengerafft zuhaben, wodurch eine ganz eigentümliche Dynamik entsteht, die die Spannung vorantreibt. Andererseits wirkt diese Abfolge der Ereignisse in der Pepys Road keineswegs unnatürlich oder unmöglich. Der Leser merkt kaum, dass Lanchester eigentlich nur die Bewohner sehr weniger Häuser beschreibt, auch sie stehen ganz gewiss für alle anderen, deren Schicksale kaum weniger dramatische verlaufen.

Hat unsere Gegenwart besondere Kennzeichen, die sie von anderen Epochen unterscheidet? Zeitgenossen bewerten tagesaktuelle Ereignisse immer besonders beeindruckend, auch wenn sie in der Rückschau oft eher banal und gar langweilig sind. Das intensive Mitleben mit den Bewohnern der Häuser, die der Autor uns vorstellt, macht uns für die Zeit der Lektüre auch zu Mitbewohner der Pepys Road, wodurch die Frage, wie der Autor im Roman die Spannung erzeugt, teilweise oder zumindest im Ansatz beantwortet sein dürfte.

> Kapital
Roman, aus dem Englischen von Dorothee Merkel
1. Aufl. 2012, 682 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93985-9

Fantasy-News – Neues aus Mittelerde
Die neue Übersetzung von Der Herr der Ringe

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Im letzten Newsletter > »Der Hobbit« und »Herr der Ringe« – was Ihr wollt! wird an die neue Übersetzung von > Der Herr der Ringe aus der Feder von Wolfgang Krege erinnert. Krege kennt sich perfekt in Mittelerde aus. Er hat viele Bücher von J. R. R. Tolkiens übersetzt: > Das Silmarillion, den > Hobbit, Tolkiens Essays und den von Humphrey Carpenter herausgegebenen umfangreichen Briefwechsel Tolkiens, und er ist der Autor der Tolkien-Enzyklopädie > Handbuch der Weisen von Mittelerde, dem Standardwerk, in dem alle Fragen zu Tolkien beantwortet werden, sowie eines > Elbischen Wörterbuchs.

Die klassische 3-bändige Ausgabe in der neuen grünen Ausstattung wurde vollständig aktualisiert und mit einer überarbeiteten Übersetzung neu erschienen.

Der Schauplatz des Herrn der Ringe ist Mittelerde. Erzählt wird eine gefahrvolle Reise einiger Gefährten, die in einem äußerst dramatischen Kampf gegen das Böse endet. Alles beginnt damit, dass der Hobbit Bilbo Beutlin – er wohnt im idyllischen Auenland – durch einen seltsamen Zufall in den Besitz eines Ringes gelangt, der, und das finden die Hobbits raus, am falschen Finger eine absolute Herrschaft über das Böse verschaffen würde. Also muss der Ring sicher entsorgt werden. Diese Aufgabe soll Frodo der Neffe Bilbos übernehmen und den Ring in der Schicksalskluft zerstören. Mit einer Gruppe von Gefährten geht die Reise los. ber so einfach ist die Reise dorthin nicht.

Nun, dies ist kein Lesebericht, wie auf diesem Blog üblich, aber der Beitrag Nachgefragt: J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, folgt in einige Tagen auf diesem Blog. Morgen gibt es ein Interviewtermin – der Klett-Cotta Blog unterwegs mit dem > transportablen TV-Studio.

> Alle Ausgaben von Herr der Ringe

> J. R. R. Tolkien
> Der Herr der Ringe
us dem Engl. von Wolfgang Krege, vollständig aktualisierte und überarbeitete Übersetzung
1. Aufl. in dieser Ausgabe 2012, 1568 Seiten, 3 broschierte Bände in Kassette, mit ausklappbaren Faltkarten, in neuer Rechtschreibung

Nachgefragt: Urs Augstburger, Als der Regen kam

Dienstag, 16. Oktober 2012

Auf der Frankfurter Buchmesse hat Urs Augstburger auf unsere Fragen zu seinem Roman, >Als der Regen kam geantwortet.

Helen Nast ist an Alzheimer erkrankt. Ihr Sohn Mauro besucht sie und der erste Spaziergang mit der Mutter wird zu einer Reise in die Vergangenheit. Mauro schöpft schnell Verdacht, dass da früher etwas sehr Entscheidendendes passiert sein muss. Vielleicht auf dem damaligen Jugendfest, das gerade genauso wieder gefeiert wird. Mauro entdeckt immer neue Spuren und kann sich allmählich einen Reim darauf machen. Aus der Gegenwart her und aus der Vergangenheit kreist Mauro die Ereignisse ein und kommt einem Geheimnis auf die Spur. Eine sehr spannende Geschichte. Im Zug versäumen Sie so manche Aussteigestation.

> Webseite zum Buch

> Anfang einer Lesung von »Als der Regen kam« im Salzhaus Brugg am Samstag, 8. September 2012

Nachgefragt: Michal Hvorecky, Tod auf der Donau

Montag, 30. April 2012

Der Lesebericht zu Michal Hvoreckys Roman > Tod auf der Donau ist auf diesem Blog schon erschienen. Eine ganzes Kreuzschiff voll amerikanischer Touristen ins Donaudelta begleiten, das hat Martin Roy sich vorgenommen. Zugegeben, das wäre sehr verführerisch, diese Reise baldmöglichst auch einmal zu machen. Roys Reiseführung, sein profundes historisches Wissen machen echt Lust auf diese Reise, wenn auch manche ihrer Umstände, die Roy aushalten und bewältigen muss, sich doch nicht so ganz zur Nachahmung empfehlen. Roman, Reiseführer? Michal Hvorecky, hat auf alle Fragen geantwortet:

Michal Hvorecky
> Tod auf der Donau
Roman
Aus dem Slowakischen von Michael Stavarič (Orig.: Dunai v Americe)
1. Aufl. 2012, 272 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50115-5

Lesung in Stuttgart:
Jasmin Ramadan, Das Schwein unter den Fischen

Mittwoch, 29. Februar 2012

Am Montag, 5.03, 20:00, las Jasmin Ramadan in Wurst&Fleisch, Rotebühlplatz 9, 70178 Stuttgart aus ihrem jetzt bei KLett-Cotta erschienenem Band > Das Schwein unter den Fischen. So wunderbar und herzlich sind die Famiienbande nicht immer. Stine konnte sich die Mitglieder ihrer Band nun wirklich nicht aussuchen. Ihr Vater hat sich nach dem Tod seiner so geizigen Mutter eine Imbissbude angeschafft.

Ihre Mutter hat nach der Geburt ihrer Tochter das Weite gesucht. Ihr Vater kann von seinen Mentholzigaretten nicht lassen und liebt Ramona, die Tochter eines Tankstellenpächters. Die Katze überfrisst sich an Zwiebelmett. Auch Stine wird mit Zwiebelmett gefüttert und großgezogen. In der zwölften Klasse sitzt dann Kassian neben ihr, verdreht ihr den Kopf und ist dann auch wieder weg. Später taucht Simon mit Koks auf, den sie aber nur für einen üblen und fiesen Grabscher hält, derweil brüllen sich Reiner und Ramon zu Hause ständig an und manchmal geht der Streit auch in eine Prügelei über, trotzdem finden beide ihre Selbständigkeit klasse.

Eines Tages, um Mitternacht, muss dann Friedrich, der als Sieben-Kilo-Kater zu ihnen gekommen war nach seinem Zwieblmettexzess – stimmt gar nicht, ein Regal war auf ihn und ein Sauerkrautfass gefallen – im Garten beigesetzt werden. Da ist auch noch Tante Trixi mit dem riesigen Linda-Evans-Tattoo auf dem Rücken. Nach Friedrichs Dahinscheiden trank Ramona noch mehr als sonst und Reiner wird immer unfreundlicher zu den Kunden. Stine muss für Ramona einspringen und verkauft kalte Frikedellen und tröstet alte Männer mit einer Zugabe Wodka in der Fanta. Nichts ist schlimmer als in der Hitze des Sommers neben der Hitze vom Frittenfett stundenlang arbeiten zu müssen.

Jasmin Ramadan (* 1974) kommt aus Hamburg. Sie hat Germanistik und Philosophie studiert. 2009 wird ihr Debüt »Soul Kitchen« zum gleichnamigen Kino-Hit von Fatih Akin ein Überraschungserfolg.

> www.jasminramadan.de

> Das Schwein unter den Fischen
Klett-Cotta, Roman
1. Aufl. 2012, 272 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-608-50120-9

24. Januar 2012:
Patrick Rothfuss, “Die Furcht des Weisen 2″

Sonntag, 6. November 2011

“Die Furcht des Weisen 2″ erscheint am 24. Januar.

Mit dem großen Erfolg von “Die Furcht des Weisen 1″ wird die Fortsetzung dringend erwartet. Der Auslieferungstermin konnte auf den 24. Januar vorgezogen werden.

“Die Furcht des Weisen” ist der zweite Teil von Patrick Rothfuss’ Königsmörder-Chronik. Die deutsche Ausgabe musste aufgrund des großen Umfangs geteilt werden. Die Handlung steuert hier auf ihren eigentlichen Höhepunkt zu. Der junge Held Kvothe begegnet der sagenumwobenen Felurian, deren Liebe bisher noch kein Mann überlebt hat. Sie lehrt ihn alles über die Spielarten der Liebe, was ein Sterblicher nur je lernen kann. Zu den Lesefans von Der name des Windes gehört auch > Denis Scheck: »Für mich ist “Der Name des Windes” die überzeugendste Fantasy seit Tolkiens “Der Herr der Ringe” …« Denis Scheck, ARD, druckfrisch.

“Die Furcht des Weisen” stand in den USA über Wochen auf Platz 1 der Bestsellerliste. In Deutschland steigt er in dieser Woche auf Platz 13 ein.

Gelesen: > Das Weihnachtsgeschenk: Patrick Rothfuss, Der Name des Windes

“Die Furcht des Weisen 2″
Aus dem Englischen von Jochen Schwarzer und Wolfram Ströle (Orig.: The Wise Man’s Fear)
1. Aufl. 2011, 859 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Vorsatzkarte, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-93816-6

Ralph Bollmann, Walküre in Detmold

Dienstag, 18. Oktober 2011

Zurück von der Buchmesse. Ralph Bollmann. Er hat auf meine Fragen (Nachgefragt) zu seinem Buch > Walküre in Detmold. Eine Entdeckungsreise durch die deutsche Provinz geantwortet.

Ralph Bollmann hat Geschichte, Politik und Öffentliches Recht in Tübingen, Bologna und Berlin studiert. Dann war er auf der Deutschen Journalistenschule in München. Nach dreizehn Jahren als Politikredakteur bei der taz wechselte er 2011 als wirtschaftspolitischer Korrespondent zur Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Walküre in Detmold. Eine Entdeckungsreise durch die deutsche Provinz. Ein Reiseführer? Ein kleiner Aufkleber verrät mehr 81 Orte -84 Opern? Also mehr ein Opernführer? Es ging los mit Fidelio in Neu-Strelitz:

Warum gibt es in Deutschland so viele Opernhäuser? “Die Bundesrepublik ist reich aber unfähig sich an ihrem Opernreichtum zu erfreuen,” schreibt Bollmann, und er hat in diesem Gespräch seine Opern-Vorlieben näher erläutert. Nach dem beusch so vieler Opern wird man zu einem wandelnden Opern-Lexikon. Wo fanden sie die kleinste Oper, wo steht die größte und zugleich auch bedeutendste Oper.

Ralph Bollmann
Walküre in Detmold. Eine Entdeckungsreise durch die deutsche Provinz
2. Aufl. 2011, 285 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 2 Vorsatzkarten
ISBN: 978-3-608-94621-5

Schon 500 Artikel auf dem Blog von Klett-Cotta!
Das Jubiläumsgewinnspiel:

Dienstag, 11. Oktober 2011

500 Beiträge auf diesem Blog seit März 2007 sind ein willkommener Grund zum Feiern.

Hier geht es zum > Jubiläumsgewinnspiel

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
Klett-Cotta is proudly powered by WordPress and the 3 Column Relaxation Theme from Clemens Orth.
Entries (RSS) and Comments (RSS). 25 queries. 0,407 seconds.