Verlagsblog

Archiv für die Kategorie 'Buchhandel'

Frühjahr 2017

Dienstag, 6. Dezember 2016

Das > Weihnachtsfest 2016 ist noch nicht gefeiert, das Jahresende liegt noch vor uns, da gibt es schon die Vorschauen für das Frühjahr 2017. Alles schon fertig, die Druckmaschinen arbeiten. Aber unsere Bücherstapel von der > Frankfurter Buchmesse sind noch nicht abgearbeitet. Noch sind einige Leseberichte nicht geschrieben, da ist die Versuchung schon groß, schon mal in den Vorschauen zu blättern, um nachzusehen, was uns das Frühjahr bieten wird: Leipziger Buchmesse! Sieben neue spannende Romane und eine Essayband von Ernst Jünger. Beren und Lúthien von J.R.R. Tolkien erscheint am 6.5.2017. Von Edgar Wolfrum erscheint am 11.2.2017 > Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts und Agnust Deatons > Der große Ausbruch. Von Armut und Wohlstand der Nationen steht am 14.1.2017 bei Ihrem Buchhändler. Und am 11. März wird > Die Psychoanalyse des Mädchens von Inge Seiffge-Krenke wird den Band von Hans Hopf, > Die Psychologie des Jungen im Fachbuchprogramm ergänzen.

Das Herbstprogramm 2016 von Klett-Cotta und Tropen

Dienstag, 26. April 2016

Wir lesen noch die Bücher aus dem Frühjahrsprogramm und das Video > Nachgefragt. Jörg Magenau, > Princeton 66. Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47, das wir auf der Leipziger Buchmesse aufgenommen haben, muss auch noch geschnitten werden. Und am 28. Mai erscheint von Peter Nichols, > Die Sommer mit Lulu.

klett-cotta-bellestristik-herbst-2016klett-cotta-tropen-herbst-2016klett-cotta-fantasy-herbst-2016
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Das neue Jahr hat erst angefangen, der Winter ist immer noch nicht so richtig vorbei, den Weihnachtswunsch-zettel 2015 haben auch noch nicht alle abgearbeitet, und da kommen schon die Herbstvorschauen, Buchmesse in Frankfurt, erster Frost. Noch sind wir aber nicht so weit.

sweeney-nestSchlagen wir die Vorschauen einmal auf: > Klett-Cotta Belletristik Herbst 2016

Am 29.10.2016 wird der Roman von Cynthia D’Aprix Sweeney > Das Nest in der Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner erscheinen. Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Mitten im Leben, so um die Vierzuig. Eines Tages kommt es zum Erbe. Wenn das aber ausbleibt? Wie das liebe Geld alles durcheinanderwirbelt.

Planen Sie > Ihren Herbsturlaub am besten rund um > Tropen Herbst 2016. Wenn Sie diese Vorschau aufschlagen, haben Sie schon angefangen, auf die Bücher zu warten.ramadan-hotel-jasminAm 27.8.2106 erscheint Jasmin Ramadans Roman > Hotel Jasmin.Rolan hat mit seiner Mutter abgeschlossen. Als man die Grundschullehrerin Christiane Tarpenbek beschuldigt, eine somalische Schülerin beleidigt zu haben, sieht der Sohn sie unter einem andren Blickwinkel. Es geht um die Selbstfindung einer Mutter in einer zunehmend rassistischen Gesellschaft. Sie bricht aus, reist nach Kairo und findet jemanden, der ihre Sorgen endlich versteht.

Schon auf den ersten Seiten > Klett-Cotta Fantasy Herbst 32016 steht die Ankündigung zu > Band 3: »Die Königin der Flammen« nach dem großen Erfolg von > »Das Lied des Blutes« und »Der Herr des Turmes« von Anthony Ryann: ryan-königin-der-flammen. In diesem Abschlussband der Rabenschatten-Trilogie muss Kämpfer Vaelin Al Sorna, mittlerweile Herr über die Schlachten des Reiches, seiner Königin Lyrna beistehen, um ihr Reich zu retten. Seine besondere Gabe, »das Lied« in seinem Blut, verklingt langsam. Wird es reichen, um die tückischen Feinde abzuwehren? Im fernen Volaria zieht eine neue Bedrohung auf, die die ganze Welt in Chaos und Vernichtung stürzen könnte. Ein neuer Feldzug ist nicht mehr zu vermeiden.

schweizer-islam-verstehenIm Segement > Klett-Cotta Sachbuch erscheint der Band von Gerhard Schweizer > Islam verstehen.Geschichte, Kultur und Politik wird Ende Juni bei Klett-Cotta erscheinen: „Das Standardwerk – für alle politisch wie zeitgeschichtlich Interessierten, die den Islam verstehen wollen,“ steht auf der Website von Klett-Cotta.

Sein Band > Syrien verstehen Geschichte. Gesellschaft und Religion ist kürzlich in einer 2. Auflage erschienen.

brisch-bindungstraumatisierungenDie Vorschau Klett-Cotta Fachbuch Herbst 2016 kündigt mehrere Titel an, die zur aktuellen Flüchtlingsdebatte passen, so u. a. > Karl Heinz Brisch (Hrsg.)
> Bindungstraumatisierungen. Wenn Bindungspersonen zu Tätern werden „Bindungstraumatisierungen gehören zu den schwersten Traumatisierungen überhaupt. Sie haben langfristige und gravierende Auswirkungen auf alle psychischen, sozialen und körperlichen Bereiche des Betroffenen. Es entstehen pathologische Bindungen des Opfers an den Täter, Erkrankungen mit dissoziativer Symptomatik und andere Muster von Bindungsstörungen,“ heißt es in der Verlagsankündigung.

Vgl. > Lesebericht: Karl Heinz Brisch (Hg.), Bindung und Migration

> http://www.klett-cotta.de/downloads

Google und das Scannen von Büchern

Mittwoch, 20. April 2016

Patrick Bahners, > Google Books Jetzt geht’s erst richtig los, FAZ 20. April 2016

Der Supreme Court erlaubt weiterhin Google, Bücher zu digitalisieren. Das Urteil ist eine gute Gelegenheit, an das vor 10 Jahren rezensierte Buch von > Jean-Noël Jeanneney > Quand Google défie l’Europe. Plaidoyer pour un sursaut, Editions Mille et une nuits, Paris 2005, zu erinnern: „Jeanneney gibt zwar eine gewisse Bewunderung gegenüber den Begründern von Google zu, will aber der Passivität, mit der vor allem in Europa ihrer Herausforderung begegnet wird, nicht hinnehmen. Die Aufgaben der Bibliothekare und Buchhändler werden mit der zunehmenden Digitalisierung in dem Maße nur noch größer, wie die technische Entwicklung den Unterschied von bloßer Information und überprüften Wissen ständig weiter vergrößert. Jeanneney stellt prinzipielle Fragen. Kann dieses System des Suchens, so wie Google Print es präsentiert, den Ansprüchen, die die Kultur fordert, überhaupt gerecht werden?“ Google fordert uns alle immer noch heraus. Warum akzeptieren wir Europäer, dass ein amerikanisches Unternehmen es sich anmaßt, auch urheberrechtlich geschützte Bücher einscannen zu und sie durchsuchbar machen zu dürfen… das ist os wie mit S21, man baut und abute, und obwohl der bahn noch Teilbenehmigungen fehlen, die werden kommen, weil man ja schon baut und baut. Digital geht, alles wird gescannt, was das Zeug hält, der Zug der zeit wird es schon legalisieren, sagt Google sich und uns.

In der Rezension über das Buch von Jean-Noël Jeanneney hieß es: „Jeanneneys Aufruf zeigte schnell Wirkung. In einer Botschaft haben sich Frankreich, Polen, Italien, Spanien, Ungarn und Deutschland am 28. April 2005 an den Präsidenten den europäischen Rates Jean-Claude Juncker und an den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Durao Barroso, gewandt. 19 National- und Universitäts-Bibliotheken in Europa haben den Appell der französischen Nationalbibliothek unterzeichnet, um eine drohende geistige und kulturelle Vorherrschaft der USA zu verhindern.“ Huete enthält die > http://www.europeana.eu/portal/ „52,557,036 Kunstwerke, Artefakte, Bücher, Videos und Audios aus ganz Europa“.


Dieser Beitrag ist schon wieder ein willkommener Anlass, an die Aufgaben eines Verlages zu erinnern, die auch im digitalen Zeitalter trotz der wertvoillen Unterstutzung durch > soziale Netzwerke nichts von ihrer Bedeutung für die Verbreitung von Büchern eingebüßt haben. Verlegerarebeit, die berherrschte Friedrich Cotta vorzüglich. Im Lesebericht: Johann Friedrich Cotta, Ein Leben für die Literatur Darin heißt es u.a.: „Die Autoren verlangen zur Recht ihr Honorar und kennen sehr wohl den Wert ihrer Werke, die Lieferanten wollen Geld sehen, die Buchhändler sind an ihren Rabatten interessiert und der Verleger wiederum kämpft für alle zusammen gegen die Raubdrucke und den Druckfehlerteufel: Hier die korrigierte Fassung mit neuen Druckfehlern schrieb er einmal. Kein Glied der ganzen Produktionskette, mit der das Wissen verbreitet wird, arbeitet kostenlos.“

Peter Kaeding
> Die Hand über der ganzen Welt
Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik
1. Aufl. 2009
Ausstattung: Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen
496 Seiten
ISBN: 978-3-7681-9712-0


Patrick Bahners zitiert Richter Leval, der der Auffassung ist, dass Autoren kein Monopol auf Informationen hätten, die in ihren Büchern stehen würden. Und Google Books sei nur ein „Schlagwortkatalog des Weltbuchbestandes“ steht bei Bahners. Klar, so was ersetzt nicht die Lektüre der Bücher, auch wenn Studenten in Versuchung geraten, schnell noch ein schönes Zitat für irgendeine Stelle ihrer Arbeit mittels Google-Books zu suchen.

> Open Access ist ein Angriff auf die Freiheit der Wissenschaften, Google ist ein ständiger Angriff auf das Urheberrecht.

In Frankreich war > www.gallica.fr eine Antwort auf die von Jean Noël Jeanneney beklagte Strategie von Google. Hier werden die Urheberrechte akzeptiert und berücksichtigt, und außerdem ist mit Gallica eines der besten Angebote einer Online-Bibliothek im Internet entstanden. Man könnte beinahe schon ein Buch schreiben, indem man sich nur online auf Gallica tummelt, aber die Bibliographie von > Napoleon III. Macht und Kunst, belegt, das das nicht möglich ist.

Wenn Verlage Google gestatten, auszugsweise ihre Bücher in Google-Books anzuzeigen, ist das eine Marketingentscheidung. Wenn ich aber meine Texte in Google-Books wiederfinde, auch wenn die Verlage möglicherweise Google das erlaubt haben, stört mich das sehr, weil ich nicht mehr entscheiden kann, wer, wo und wann meine Texte zu seinem Vorteil nutzen nutzen darf, denn jeder Text den Google verwendet, stärkt seine Inhalte und seien Werbeeinnahmen, warum honoriert Google uns eigentlich nicht > für unsere Inhalte?

Oder soll man doch lieber jubeln wie Andreas Rosenfelder in der WELT? > Google ist die Rettung für alle verkannten Genies, weil wir ohne Google das „Handbuch der Dicht- und Redekunst“ von 1798 nicht kennen würden? Alte Bücher, für die das Urheberrecht nicht mehr gilt, bietet Gallica auch zum Herunterladen und zum Durchsuchen an. Es geht uns in diesem Beitrag um das Urheberrecht, das es stets und ständiger Aushöhlung zu bewahren gilt.

Klett-Cotta und Tropen auf der Leipziger Buchmesse 2015

Mittwoch, 11. März 2015

Der Blog von Klett-Cotta reist zusammen mit > www.france-blog.info zur Leipziger Buchmesse.

Vom 12. März bis zum 15. März 2015 findet die Leipziger Buchmesse statt. Der Verlag Klett-Cotta und Tropen zeigen Neuerscheinungen auf ihrem Stand Halle 4, C 105 und mit auf einem Stand der der Hobbit Presse in Halle 4, C 107. Und wir bloggen mit.

Die Termine im Überblick:

kopetzky-risiko

Steffen Kopetzky, > Risiko Erscheinungsdatum: 21.02.2015

Geheimexpedition des Deutschen Reichs an den Hindukusch. Steffen Kopetzky hat hat historische Fakten untersucht und dann einen spannenden Abenteuerroman verfasst. Es geht um die legendäre Afghanistan-Expedition, eine 5000 Kilometer lange Reise und vielen historischen Personen wie Lucien Camus, dem Vater von Albert, oder Alois Musil, auch genannt Musil von Arabien. Nach einem Plan des Orientexperten Freiherr Max von Oppenheim machen sich sechzig Mann mit der Bagdadbahn, zu Pferd und auf Kamelen auf den Weg durch Wüsten und Gebirge. Ihr Ziel: den Emir von Afghanistan und die Stämme der Paschtunen im Namen des Islam zum Angriff auf Britisch-Indien zu bewegen. Spannung ganz pur.

12. März, 19 Uhr: Lange Leipziger Lesenacht, Moritzbastei
13. März, 19 Uhr: Kunsthalle, Otto-Schill-Straße 4 a, Moderation: Thomas Böhm
14. März, 11.30 Uhr: Blaues Sofa, Glashalle


wildenhain-alligatorenMichael Wildenhain, > Das Lächeln der Alligatoren

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik.

Marta bedeutet für Matthias einfach alles. Sie ist seine größte Liebe und wird gleichzeitig seine schlimmste Feindin. Michael Wildenhain hat ein wichtiges Buch über Liebe, Familie und Verrat geschreiben. Und es geht um die Macht von politischen Überzeugungen und den Sinn moralischen Handelns. Die Höhen und Untiefen der Liebe.

13. März, 20 Uhr: Alte Schlosserei, Kurt-Eisner-Straße 66, Moderation: Hubert Winkels


Drury - das stille LandTom Drury, > Das stille Land

> Lesebericht: Tom Drury, Das stille Land -31. Januar 2015 von Oliver W. Steinhäuser: „Was macht das Leben mit dir, wenn du es einfach geschehen lässt? Mit welchen Kuriositäten wartet das Dasein in dieser Welt auf, wenn man gedankenverloren in jeden neuen Tag startet, frei von jeglichen Konventionen?“

13. März, 17 Uhr: Blaues Sofa, Glashalle


whitehouse-bibliothek

David Whitehouse, > Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

»Umwerfend, einfallsreich und herzzerreißend schön« steht in Esquire.

David Whitehouse erzählt von einer verrückten Irrfahrt mit einem gestohlenen Bücherbus quer durch England. Bobby Nusku sammelt und archiviert Haare, Kleidungsstücke und weitere Spuren seiner verschwundenen Mutter. Er fühlt sich im Haus seines Vaters und dessen Freundin einsam. Sein einziger Freund Sunny ist eines Tages verschwunden. Rosa das Mädchen aus der Nachbarschaft und ihre Mutter Val, die regelmäßig den Bücherbus putzt, geben ihm neue Hoffnung. Val, Rosa und Bobby kommen zusammen mit Joe, auf die Idee, mit dem Bücherbus quer durch England zu fahren. Kommen Sie mit?

Unser > Lesebericht: David Whitehouse, Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

12. März, 21 Uhr: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Café bau bau, Karl-Tauchnitz-Straße 9 – 11, Moderation: Sven Amtsberg


illger-skargatDaniel Illger, > Skargat Erscheinungsdatum: 21.02.2015

»Du kennst den Preis?«, fragte der Schwarze Jäger. »Ja«, flüsterte der Mann. »Das Leben!« – Schatten über Ahekrien. Die wile Gespensterhorde des Schwarzen Jägers reitet durch die tiefe Nacht. Das Böse erwacht, der skrupellose Rudrick macht sich dieses Böse zu eigen. Es bedroht das Dorf, aus dem die Freunde Mykar und Cay stammen, und das ganze Land. Mykar fällt einem Lynchmord zum Opfer. AbBer er kommt wieder, als sein Freund Cay in die Mühlen der Justiz geraten ist. Zittern Sie mit?

12. März, 12.30 Uhr: Fantasy Leseinsel, Halle 2, Stand H 309


rothfuss-musik-der-stillePatrick Rothfuss, > Die Musik der Stille

#‎musikderstille‬ ACHTUNG! ACHTUNG! In Wien wird es eine zusätzliche Lesung mit Patrick Rothfuss geben: Am Freitag, den 20. März. Pat liest nur auf englisch und signiert. In der »Buchhandlung Kuppitsch« von 15-17 Uhr. Die reguläre Lesung findet dann um 19.30 Uhr statt. Eintritt ist übrigens frei.

Ein Buch über die Welt von > Der Name des Windes und > Die Furcht des Weisen

Auri steckt voller Geheimnisse. Sie kann anders als alle anderen wahrzunehmen, was unter der Oberfläche der Dinge liegt. Sie weiß von verborgenen Namen und schleichenden Gefahren …

Unser > Lesebericht: Patrick Rothfuss, Die Musik der Stille

> Die Musik der Stille – Erscheinungsdatum: 21.02.2015 – ist nicht der dritte Band der Königsmörder-Chronik. Das Buch fügt der Welt der Königsmörder-Chronik eine ganz eigene, faszinierende Geschichte hinzu.

Die Universität von Imre is zieht die besten Köpfe an, um die die Rätsel der Wissenschaft, des Handwerks und der Alchemie zu entschlüsseln. Aber tief unter ihren Hallen ist ein Netz verlassener Räume und alter Gänge. IIn dem „Unterding“ ist das Zuhause von Auri. Steigen Sie mit uns dort hinunter?

13. März, 16 Uhr: Fantasy Leseinsel, Halle 2, Stand H 309
14. März, 11.30 Uhr: Signierstunde, Fantasy Leseinsel, Halle 2, Stand H 309
14. März, 19.30 Uhr: Peterskirche, Schletterstraße 5, Moderation: Marina Weisband


Zum Download>> Unsere Autorinnen und Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2015 (PDF)


Gerade erschienen: > »Das Guantanamo-Tagebuch« – Ein schockierender Bericht aus der Hölle Guantanamos


Frank Schmiechen meint, Jaron Lanier würde „ziemlichen Unsinn“ reden

Sonntag, 19. Oktober 2014

Das > Die Reform des Urheberrechts in Europa (I) www.france-blog.info passt zu diesem Beitrag.


Mit Strg + können Sie das Schriftbild größer stellen…

> Dieser Zausel redet ziemlichen Unsinn ist der Titel des Kommentars von Frank Schmiechen in DIE WELT (18.10.2014) zu Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Jaron Lanier. Wie bitte? F. Schmiechen hat das Buch von Jaron Lanier vielleicht gar nicht gelesen: Jaron Lanier, Wem gehört die Zukunft. Du bist nicht der Kunde der Internet-Konzerne, du bist Ihr Produkt (Joffmann und Campe, Hamburg 2014). F. Schmiechen schreibt: „In Zeiten des Internets, sagt Lanier in seiner Rede weiter, seien geistige Arbeit, Kultur und Patente nichts mehr wert,“ das stimmt so nicht. Natürlich sind sie viel wert, aber sie werden in Zeiten des Internets nicht entsprechend der erbrachten geistigen Arbeit gewürdigt.


Der Bericht über die Preisverleihung an Jaron Lanier in der Frankfurter Paulskirche steht hier > Jaron Lanier erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels > Contribuez à l’ambition numérique de la France (I), weil er als Anregung so gut zu dem Projekt des französischen Premierministers Manuel Valls passt, die Bürger nach den Grundlagen für ein neues Digitalgesetz zu befragen, passt. Eine Rezension des Buches von Jaron Lanier folgt.


> „Technologie ist eine Religion geworden“ – Gespräch der WELT mit Jaron Lanier – 11.10.2014


Geärgert: Frank Schmiechen, Chefredakteur der „Gründerszene“, hat sich über den Auftritt von Jaron Lanier geärgert: „Mit hüftlanger Dreadlockfrisur, bunter Brille, Zauselbart spielt er auch noch ein kleines Lied auf der laotischen Flöte aus Bambusröhren. Wie aus einem Fantasyfilm entsprungen.“ Urteilen wir lieber nicht nach dem Aussehen, sondern nach dem Inhalt.


>Die Aktualität der Meldungen im Internet oder: Kann das Internet Aktualität vermitteln?
3. April 2013 von Heiner Wittmann
Beim gestrigen Themenabend von ARTE wurde über Google und sein Buchprojekt berichtet. Es ging immer wieder um das ganze Wissen, das eingescannt werden soll. Als ob das Wissen der Welt lediglich in Büchern sei! Was ist mit den Archiven in allen Orten von allen Institutionen aus allen Zeiten. Da stecken die Informationen, von denen durch Bücher erst ein kleiner Prozentsatz gehoben ist.

Bei diesen Statements über die Qualität des Internets klingt auch immer die Vorstellung mit, im Internet könne alles gefunden werden. Weiterlesen…


Lanier, so hat Schmiechen ihn verstanden, “ warnt er vor den Gefahren einer neuen „Bewusstseinsindustrie“, die die Schöpfung „zerlegen, berechnen und programmieren“ wird.“ Das stimmt, das macht Lanier mit Nachdruck. Schmichen wendet sich an die Wissenschaftler und fragt sie, was sie zu so einem Aufruf sagen? das Wort „Wissenschaftler“ soll dem folgenden Satz wahr machen. „Mit Zerlegen, Berechnen und Optimieren hat die Menschheit bis heute ziemlich gute Erfahrung gemacht. Das ist das bewährte Instrumentarium der Aufklärung – und trotz einiger Rückschläge ein Erfolgsmodell.“ O je, jetzt geht alles durcheinander. Die Epoche der Aufklärung wird in die Nähe der digitalen Welt gerückt, um deren Gefahren es hier geht.

„Er (i. E. Lanier, H.W.) ärgert sich vor allem über Netzgiganten wie Google, Amazon und Facebook, die mit unseren persönlichen Daten sehr viel Geld verdienen, weil sie in der Lage sind, passgenaue und reichweitenstarke Werbung zu schalten. „Wir leben in gruseligen Zeiten“, sagt Lanier. Weil sich das Geld in den Händen weniger Milliardäre konzentriert.“ Recht hat, bei jedem Wort, dass von mir in Facebook oder Twitter erscheint, oder jedes Foto von mir das Google unrechtmäßig in seiner Bildersuche anzeigt, wundere ich mich immer wieder, daß ich dafür nicht anständig honoriert werde. Lesen wir weiter? Schmiechen stellt fest: „Seine Forderung nach mehr Menschlichkeit und Liebe zur Schöpfung bekommt an dieser Stelle eine leichte Schlagseite. Geht es ihm eigentlich um gerechtere Verteilung von Kapital?“ Nein, Herr Schmiechen, darum geht es nicht oder nur ganz am Rande. Es geht um den Anspruch, den Autoren geistiger Inhalte haben, wenn ihre Werke veröffentlicht werden. Sicher mein Honorar auf diesem Blog ist u. a. Die Aufmerksamkeit mit der ich bei der Lektüre der Artikel auf diesem Blog rechnen darf. Und vielleicht verlinkt jemand meinen Artikel… Bezahlen wird er dafür nicht, – sollte er nach Lanier – aber er gibt mir ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, in dem er diesen Artikel mit anderen teilt.



> Lesebericht: William Gibson, Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack
6. Mai 2013 von Heiner Wittmann

William Gibson > Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart hat hier einer Auswahl seiner Texte eine Phänomenologie der digitalen Welt , die uns heute umgibt, vorgelegt. Er lädt zu einem sachgerechten Umgang mit den Medien ein. Er lässt durchblicken, dass er von ihren Möglichkeiten durchaus fasziniert ist, aber er hat sich auch einen vernünftigen Abstand zu ihnen bewahrt. …

William Gibson schreibt über Literatur, Musik, Mode, Film, die japanische Kultur und berichtet aus der digitalen Zukunft vieles, was sich bei uns schon längst bemerkbar macht. … Weiterlesen

Mit der > Stichwortsuche „Internet“ auf diesem Blog finden Sie ca. 35 Artikel, in denen das Wort Internet vorkommt.


Honorare: Würde jeder Leser 20 Cent für jeden gelesenen Artikel auf diesem Blog entrichten, könnte ich ab morgen jemanden dafür honorieren, für die Tippfehlerfreiheit auf diesem Blog geradezustehen, und ich hätte eine Lösung für das Problem der Reisekosten, die für diesen Blog entstehen.

„Wir sind heute trotz der etwas unbeholfenen Algorithmen, die uns mehr oder weniger sinnvoll Produkte vorschlagen, trotz Facebook, das unsere Einträge sortiert, viel freier in unseren Kauf- und Informationsentscheidungen als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte.,“ jubelt Schmiechen ganz zu Unrecht. Jede Website einer Zeitung raubt uns durch das Übermaß an Werbung die Konzentration auf die Fakten dessen, was uns interessiert. So schnell und leicht kann geklickt und gekauft werden! Wieviel Prozent der Online-Einkäufe entsprechen einem vorformulierten Kaufwunsch?

F. Schmiechen wirft alles durcheinander: Er schreibt: „Lanier spricht vom „Ende der Freiheit“. Das Gegenteil ist der Fall. Wir erleben gerade den Anfang einer neuen Freiheit. Es ist sinnlos, an Berufen und Branchen festzuhalten, die durch Computer überflüssig werden.“ Nein, wir erleben eben keine neue Freiheit, sondern die Knechtschaft des Zwangs zum Verschenken, die Weigerung der der Surfer für die Nutzung von geistigen Inhalten zu bezahlen. Das ist der Punkt. Open-Source gaukelt vor, alles sei kostenlos.


Digital und kostenlos? Open Access
2. Mai 2009 von Heiner Wittmann

Noch immer lese ich in Peter Kaedings Buch > Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik, wie Cotta mit seiner Tätigkeit als Verleger zwischen Lesern und Autoren vermittelt und ganz ohne Internet deren Werke bekannt macht. Man muss schon eine starke Überzeugung von den Wohltaten des Internets haben, um Cottas Wissen und Erfahrungen unterschätzen zu können. Und mitten in dieser Lektüre über den Verleger von Goethe und Schiller taucht der > Heidelberger Appell auf, in dem Roland Reuß die Beibehaltung der Publikationsfreiheit anmahnt. In diesem Zusammenhang wurde auch Open Access erwähnt… Weiterlesen

> Das Urheberrecht ist im öffentlichen Raum – 22. Juli 2009 von Heiner Wittmann


Jean-Paul Sartre oder Albert Camus ihn in ihren Werken bezüglich der Kunst und der Freiheit ausgedrückt und gefordert haben. Aber die digitale Welt mit ihren Möglichkeiten als neuen Humanismus zu feiern? Er wird durch die digitalen Perspektiven nicht mächtiger, er hat als Idee mit ihnen vielleicht gar nichts zu tun. > Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? Sicher es gibt unglaubliche Segnungen und Fortschritt aller Art durch die digitale Technik. Aber auch mit den Weiten des Internets und einem Laptop kann kein Student eine Arbeit über Albert Camus oder Jean-Paul Sartre schreiben, wenn er seine Nase nicht in Bücher steckt und den Gang in die Bibliothek scheut. Das gilt so ziemlich für alle geisteswissenschaftlichen und viele naturwissenschaftliche Themen. F. Schmiechen schreibt: „Zur liebenswerten Schöpfung gehören übrigens auch Computer, Smartphones und die sozialen Netzwerke, in denen Millionen Menschen täglich unterwegs sind. Und zu all den Geräten und digitalen Anwendungen, die uns umgeben, gehört immer noch ein Mensch, der sie benutzt und Schlüsse aus den Daten zieht.“ Er zieht nur Schlüsse aus den im Netz vorhandenen Daten, die immer noch nur einen winzigen Bruchteil von den mengen an Informationen abbilden, die in Bibliotheken und Archiven ruhen. Kein Historiker wird für noch sehr lange Zeit ein Buch nur mit Hilfe des Internets schreiben können.

Grundsatzkritik: Lanier schreibt auch: „Warum ist die Idee des freien Informationsaustauschs gescheitert? Weil sie die Natur der Informationstechnologie ignorierte.“ S. 20 – Ich beschäftige mich mit dem Problem, dass die Art und Weise , wie wir wirtschaftliche und kulturelle Tätigkeiten digitalisieren, letztendlich zu einer schrumpfenden Wirtschaft und einer neuartigen Konzentration von Macht und Reichtum führt, die nicht nachhaltig ist.“ S. 86

„Die Menschheit kann mit Hilfe von Computern und Internet viel mehr sein – viel freier, kreativer und gerechter, als es sich Jaron Lanier vorstellen kann,“ behauptet Frank Schmiechen. Ob der Siegeszug der Computertechnik die Freiheit und die Kreativität der Menschen befördern können, das muss erst noch nachgewiesen werden. Mehr Gerechtigkeit durch den Computer? Wie soll das funktionieren?

Klar, mit Hilfe des Internets kann ich meine Blogs schreiben und der PC hilft mir beim Formatieren der Druckunterlegen meiner Bücher. Ganz ohne Zweifel ist die weltweite Kommunikation in Echtzeit ein toller Fortschritt. Aber bin ich dadurch freier? Kreativer? Vor der Internetzeit habe ich Fotos gemacht… Im Französischunterricht haben wir uns in der Schule auf lange Texte konzentriert. Hätte ich damals mit dem PC auch soviel gelesen?

Lanier stellt einige Betrachtungsweisen auf den Kopf, und der Ärger von Schmiechen beweist, dass Lanier den Finger dahin gelegt hat, wo le bat blesse: Wir werden durch das Internet unfreier, weil Andere mit unseren Inhalten Geld verdienen, ohne im Traum daran zu denken, uns dafür gerecht zu honorieren. Urheberrecht, gerechte Autorenhonorare, Freiheit der Kunst und des Schreibens, das sind Laniers Themen.

P.S.
Meine Internet- und Medienbegeisterung:


Lesebericht: McLuhan, Fiore, Das Medium ist die Massage -17. Juni 2011 von Heiner Wittmann

Ungefähr ab der Mitte des letzten Jahrhunderts haben die neuen elektronischen Medien die Schrift mit ihrer Leitfunktion bei der Übermittlung von Botschaften und Inhalten abgelöst, will man Marshall McLuhan und der Einleitung von Regine Buschauer in das Werk von McLuhan (> NZZ, 19. Januar 2001) Glauben schenken. In Bezug auf die elektronischen Medien ist das sicher richtig, aber Fotos und Bilder, Gemälde aller Art haben schon viel früher der Schrift ihren Rang streitig gemacht. Beschränken wir uns aber tatsächlich auf die elektronischen Medien, dann stimmt die Beobachtung von McLuhan, und Klett-Cotta hat eine gute Idee gehabt, sein Buch > The Medium ist the Massage (1967/1969) auf deutsch zu veröffentlichen.

Aber an Warnungen darf es nicht fehlen:

>Lesebericht: Paula Bleckmann, Medienmündig -13. Februar 2012 von Heiner Wittmann
Paula Bleckmann möchte in ihrem Buch > Medienmündig. Wie unsere Kinder selbstbestimmt mit dem Bildschirm umgehen lernen nicht wieder der schon immer viel beschworenen Medienkompetenz das Wort reden, sondern sie hat die Erziehung zur Freiheit und zur Autonomie im Blick. Sich und die Kinder nicht von den Medien vereinnahmen lassen, darum geht es in ihrem Buch, und dazu gehört mehr als nur Know-how für den Umgang mit den Medien. Ihre Botschaft ist eindeutig. “Zu früher Medienkonsum führt in die Abhängigkeit, nicht in die Mündigkeit.” (Klappentext) – Fragen wir doch mal: Woran liegt es eigentlich, dass Schülerinnen und Schüler in erster Linie nur Konsumenten im Internet sind? Web 2.0 bedeutet für sie wie für alle anderen FBler sich nur auf ausgetretenen Pfaden zu bewegen ohne einen besonderen Erkenntnisgewinn. Also was läuft in der Medienpädagogik schief?…
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DEBATTEN: Die Zukunft des Verlagswesens im Zeitalter der Digitalisierung. Europäische Erfahrungen im Vergleich.

Freitag, 17. Oktober 2014

Mittlerer Sitzungssaal, Rathaus, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart
21.10.2014, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr

Das digitale Zeitalter stellt die Verlagshäuser vor neue Herausforderungen. Über die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Lesern, Autoren und Verlagen im digitalen Zeitalter ändert, diskutieren Vertreter aus vier europäischen Verlagen: Il Mulino (Bologna), Gallimard (Paris), Covina (Budapest) und Klett-Cotta (Stuttgart).

Eine Veranstaltung des EUNIC-Clusters Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart und dem Klett-Cotta-Verlag Stuttgart.

Moderation: Sebastian Körber (stellvertretender Generalsekretär und Leiter der Abteilung Medien des Instituts für Auslandsbeziehungen)

Sprache: Dt.
Eintritt: frei

Veranstalter: Kulturinstitut der Republik Ungarn, Istituto italiano di cultura, Institut français Stuttgart, Institut für Auslandsbeziehungen

Ferienlektüre: Albert Cohen, Die Schöne des Herren

Mittwoch, 23. Juli 2014

Auf Facebook hat ein Freund von mir eben an Albert Cohens Roman Belle du seigneur erinnert. Ein guter Grund hier sofort nochmal auf unseren Lesebericht zu > Die Schöne des Herren hinzuweisen, der so anfing: „Sie haben Ihr Büro hinter sich gelassen? Ihren Urlaub noch vor sich? Dann nehmen Sie dieses Buch mit seinen fast 900 Seiten mit und beginnen Sie ein wahres Leseabenteuer. Mit Albert Cohens > Die Schöne des Herrn legt Klett-Cotta einen der wichtigsten und schönsten französischen Romane des 20. Jahrhunderts in einer überarbeiteten Übersetzung durch Michael von Killisch-Horn wieder vor. 1983 erschien die erste Auflage in der Übersetzung von Helmut Kossodo.

1968. Albert Cohen veröffentlicht seinen Roman Belle du seigneur. Solal ist Diplomat beim Völkerbund, Jude, und begegnet Anfang der 30er Jahre Ariane Deume. Er befördert ihren Mann, Adrien, und schickt ihn auf eine zwölfwöchige Dienstreise. Am Abend vor seiner Abreise, lädt Solal beide zu einem Essen ein. Nur Adrien erscheint, dem Solal ankündigt, er wolle eine Dame aus dem Himalaya verführen. Adrien, der zunächst alleine gekommen war, zögert nicht, vermutet ncihts, zieht sich zurück. Ariane erscheint doch noch und Solal erklärt ihr: …“ > Mehr

Kommt in Ihren Reisekoffer? Nicht wahr?

Albert Cohen, > Die Schöne des Herrn
Aus dem Französischen von Helmut Kossodo in einer Überarbeitung durch Michael von Killisch-Horn (Orig.: La Belle du Seigneur)
1. Aufl. 2012, 891 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-93939-2

Seelische Rückzugsorte verlassen – therapeutische Schritte zur Aufgabe der Borderline-Position
Arbeitstagung aus Anlass des 80. Geburtstages von John Steiner

Freitag, 11. Juli 2014

Am 28. Juni 2014 fand im Auditorium Maximum der Robert-Bosch GmbH in Gerlingen bei Stuttgart ein gutbesuchter Kongress statt, der von Prof. Dr. med. Heinz Weiß von der Abteilung für Psychosomatische Medizin am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung, dem Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt a. M., und dem Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart, ausgerichtet wurde.

Die Hauptvorträge hielten John Steiner „The Conflict between Mourning and Melancholia“ und Priscilla Roth „The Other Current“, beide aus London. Grußworte, Einführung und Moderation gab es von Marianne Leuzinger-Bohleber, Claudia Frank und Heinz Weiß.

Die Tagung fand regen Zuspruch, Besucher kamen aus der ganzen Bundesrepublik und aus der Schweiz.

John Steiner
> Orte des seelischen Rückzugs
Pathologische Organisationen bei psychotischen, neurotischen und Borderline-Patienten
Klett-Cotta Fachbuch Aus dem Englischen übersetzt von Heinz Weiß (Original: Psychic Retreats. Pathological Organisations in Psychotic, Neurotic and Borderline Patients)
4. Aufl. 2013, 227 Seiten, Gebunden
ISBN: 978-3-608-94838-7

Das Buch beantwortet Fragen zur Behandlung von Borderline-Patienten immer wieder stehen: Wie können Analytiker vorgehen, wenn Patienten sich seelisch extrem zurückziehen? Wenn ihr Leben im Chaos zu erstarren droht und die Behandlung stagniert? Wie lassen sich die verschiedenen Formen seelischen Rückzugs analytisch verstehen?

Dieses Buch untersucht psychischen Reaktionsweisen, wie sie gelegentlich auch bei Normalen und Neurotikern, vor allem aber in der Analyse von Borderline-Patienten und Psychotikern in Erscheinung treten. Sämtliche Formen des seelischen Rückzugs sind durch Zustände des Sich-Verkapselns oder Sich-Verbergens gekennzeichnet. Die unbewußte Phantasiewelt, die sich die Patienten zurückziehen dienen Ihnen als mächtiger Schutz vor Ängsten und schmerzlichen Erfahrungen, machen sie für den Analytiker unerreichbar. Steiner hat solche Zustände vor allem in der Analyse von Borderline-Patienten beobachtet, deren Behandlung in völliger Stagnation oder einem destruktiven Übertragungsangebot zu erstarren drohte. Es ist sein Interesse, die Funktion dieser Zustände genauer zu beschreiben und Wege zu ihrer analytischen Bearbeitung zu finden.

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