Verlagsblog

Archiv für die Kategorie 'Fachbuch'

Frühjahr 2017

Dienstag, 6. Dezember 2016

Das > Weihnachtsfest 2016 ist noch nicht gefeiert, das Jahresende liegt noch vor uns, da gibt es schon die Vorschauen für das Frühjahr 2017. Alles schon fertig, die Druckmaschinen arbeiten. Aber unsere Bücherstapel von der > Frankfurter Buchmesse sind noch nicht abgearbeitet. Noch sind einige Leseberichte nicht geschrieben, da ist die Versuchung schon groß, schon mal in den Vorschauen zu blättern, um nachzusehen, was uns das Frühjahr bieten wird: Leipziger Buchmesse! Sieben neue spannende Romane und eine Essayband von Ernst Jünger. Beren und Lúthien von J.R.R. Tolkien erscheint am 6.5.2017. Von Edgar Wolfrum erscheint am 11.2.2017 > Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts und Agnust Deatons > Der große Ausbruch. Von Armut und Wohlstand der Nationen steht am 14.1.2017 bei Ihrem Buchhändler. Und am 11. März wird > Die Psychoanalyse des Mädchens von Inge Seiffge-Krenke wird den Band von Hans Hopf, > Die Psychologie des Jungen im Fachbuchprogramm ergänzen.

Das Herbstprogramm 2016 von Klett-Cotta und Tropen

Dienstag, 26. April 2016

Wir lesen noch die Bücher aus dem Frühjahrsprogramm und das Video > Nachgefragt. Jörg Magenau, > Princeton 66. Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47, das wir auf der Leipziger Buchmesse aufgenommen haben, muss auch noch geschnitten werden. Und am 28. Mai erscheint von Peter Nichols, > Die Sommer mit Lulu.

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Das neue Jahr hat erst angefangen, der Winter ist immer noch nicht so richtig vorbei, den Weihnachtswunsch-zettel 2015 haben auch noch nicht alle abgearbeitet, und da kommen schon die Herbstvorschauen, Buchmesse in Frankfurt, erster Frost. Noch sind wir aber nicht so weit.

sweeney-nestSchlagen wir die Vorschauen einmal auf: > Klett-Cotta Belletristik Herbst 2016

Am 29.10.2016 wird der Roman von Cynthia D’Aprix Sweeney > Das Nest in der Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner erscheinen. Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Mitten im Leben, so um die Vierzuig. Eines Tages kommt es zum Erbe. Wenn das aber ausbleibt? Wie das liebe Geld alles durcheinanderwirbelt.

Planen Sie > Ihren Herbsturlaub am besten rund um > Tropen Herbst 2016. Wenn Sie diese Vorschau aufschlagen, haben Sie schon angefangen, auf die Bücher zu warten.ramadan-hotel-jasminAm 27.8.2106 erscheint Jasmin Ramadans Roman > Hotel Jasmin.Rolan hat mit seiner Mutter abgeschlossen. Als man die Grundschullehrerin Christiane Tarpenbek beschuldigt, eine somalische Schülerin beleidigt zu haben, sieht der Sohn sie unter einem andren Blickwinkel. Es geht um die Selbstfindung einer Mutter in einer zunehmend rassistischen Gesellschaft. Sie bricht aus, reist nach Kairo und findet jemanden, der ihre Sorgen endlich versteht.

Schon auf den ersten Seiten > Klett-Cotta Fantasy Herbst 32016 steht die Ankündigung zu > Band 3: »Die Königin der Flammen« nach dem großen Erfolg von > »Das Lied des Blutes« und »Der Herr des Turmes« von Anthony Ryann: ryan-königin-der-flammen. In diesem Abschlussband der Rabenschatten-Trilogie muss Kämpfer Vaelin Al Sorna, mittlerweile Herr über die Schlachten des Reiches, seiner Königin Lyrna beistehen, um ihr Reich zu retten. Seine besondere Gabe, »das Lied« in seinem Blut, verklingt langsam. Wird es reichen, um die tückischen Feinde abzuwehren? Im fernen Volaria zieht eine neue Bedrohung auf, die die ganze Welt in Chaos und Vernichtung stürzen könnte. Ein neuer Feldzug ist nicht mehr zu vermeiden.

schweizer-islam-verstehenIm Segement > Klett-Cotta Sachbuch erscheint der Band von Gerhard Schweizer > Islam verstehen.Geschichte, Kultur und Politik wird Ende Juni bei Klett-Cotta erscheinen: „Das Standardwerk – für alle politisch wie zeitgeschichtlich Interessierten, die den Islam verstehen wollen,“ steht auf der Website von Klett-Cotta.

Sein Band > Syrien verstehen Geschichte. Gesellschaft und Religion ist kürzlich in einer 2. Auflage erschienen.

brisch-bindungstraumatisierungenDie Vorschau Klett-Cotta Fachbuch Herbst 2016 kündigt mehrere Titel an, die zur aktuellen Flüchtlingsdebatte passen, so u. a. > Karl Heinz Brisch (Hrsg.)
> Bindungstraumatisierungen. Wenn Bindungspersonen zu Tätern werden „Bindungstraumatisierungen gehören zu den schwersten Traumatisierungen überhaupt. Sie haben langfristige und gravierende Auswirkungen auf alle psychischen, sozialen und körperlichen Bereiche des Betroffenen. Es entstehen pathologische Bindungen des Opfers an den Täter, Erkrankungen mit dissoziativer Symptomatik und andere Muster von Bindungsstörungen,“ heißt es in der Verlagsankündigung.

Vgl. > Lesebericht: Karl Heinz Brisch (Hg.), Bindung und Migration

> http://www.klett-cotta.de/downloads

Lesebericht: Karl Heinz Brisch (Hg.), Bindung und Migration

Samstag, 26. September 2015

brisch-bindung-migration

Bei aktuellen Titeln muss der Blogger sein > Leseprogramm einfach mal ändern. Der Band > Bindung und Migration, den Karl Heinz Brisch gerade bei Klett-Cotta herausgegeben hat, kommt wie gerufen. 300 000 neue Schülerinnen und Schüler sollen in diesem Jahr in unseren Schulen dazu kommen. Das sind Kinder und Jugendliche, die als Flüchtlinge mit oft traumatischen Erlebnissen, Gewalt, Tod, Bomben und Flucht unter meist dramatischen Umständen zu uns flüchten.

Dieser Band geht auf die Internationale Konferenz Bindung und Migration, die von der Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. Haunerschen Kinderhospital der Ludwig-Maximilians-Universität am 11. und 12. Oktober 2014 veranstaltet wurde, zurück, deren Beiträge hier vorgelegt werden.

In den kühnsten Träumen kann man sich das Elend und das erlittene Leid der Jugendlichen z. B. in Syrien, die vor Ort aus ihrem Lebensumfeld durch unermessliche Gewalt und Tod von Freunden, nahen Angehörigen herausgerissen wurden, nicht vorstellen. Panik und extreme Angst bestimmten auf einmal ihr Umfeld. Für viele schließen sich Vertreibung oder Flucht in eine ungewisse Zukunft an. Sie sind gezwungen, in prekären Lagern zu überleben, zuweilen können auch die Erwachsenen ihnen kaum beistehen. Schaffen sie die Flucht, die sie neuen Gefahren aussetzt, in ein zunächst sicheres Umfeld, entsteht eine ganz andere Art von Stress, der Anpassungsdruck, massive Verunsicherung, Deprivationsgefühle, Vereinsamung und gar neue Bedrohungen (vgl. 7) für sie bedeutet.

Die sprunghaft gestiegene Zahl von Flüchtlingen, die seit Anfang September 2015 in Europa ankommen übersteigt alle Befürchtungen. Unter ihnen sind besonders viele unbegleitet minderjährige Jugendliche, die Behörden und Helfer das Äußerste abverlangen. Kein Schicksal gleicht dem anderen, aber alle, die u. a. aus Syrien kommen, teilen traumatische Erfahrungen, die Erinnerung an den Bürgerkrieg, massive Zukunftsängste, aber auch die Hoffnung auf geordnete Verhältnisse. Bei uns treffen sie aber auf ihnen völlig unbekannte Situationen, auch wenn ihre Klassen Willkommensklassen heißen, benötigen sie viel Empathie, Zuwendung und Personen, Helfer, Lehrer, die sich ihrer annehmen. Ihre Betreuer wird das Schicksal der Neuankömmlinge keinesfalls unberührt lassen. Viele Kinder und Jugendliche sind schüchtern, völlig verstört, viele berichten, was sie erlebt haben und suchen neue Bindungen.

Die Aufsätze dieses Bandes untersuchen die Probleme, die bei der Eingliederung von Migranten auftauchen:

Thomas Hegemann und Melisa Budimlic stellen in ihrem Beitrag Brücken bauen zwischen Sprachen und Kulturen den „Einsatz von Gemeindedolmetschern zur Überbrückung von Kommunikationshindernissen und psychosozialen Diensten“ vor. Ihre Erfahrungen und Anregungen sollten denen zugutekommen, die heute unmittelbar mit der Aufnahme von Jugendlichen unter den Flüchtlingen betraut sind. Es reicht nicht, einfach zu übersetzen, auch der Einsatz von Dolmetschern unterliegt gewissen Regeln. Beide Autoren legen in ihren Beitrag auch eine Anleitung zum Einsatz von Laiendolmetschern vor.

Visal Tumani, Fachärztin für Psychiatrie aus Ulm, fragt Spielt Kultur bei der Bindungstraumatisierung eine Rolle? und stellt damit einen essentiellen Faktor von Bindung vor, nämlich die Kultur, die Bestandteil lebenslanger Sozialisationsprozesses sein sollten, die durch die Migration, vor allem aber durch Krieg, Gewalt und Verfolgung jäh unterbrochen werden. Damit stellt sie implizit die Frage, wie neue Bindungen aufgebaut werden können. Die knappe Form ihres Beitrags, mit dem sie die Vielfalt der Belastungen der jungen Flüchtlinge darstellt, ist sehr beeindruckend.


brisch-bindung-jugend„In der Jugendzeit wird die Bindung an Gruppen mit Gleichaltrigen zu einem bedeutungsvollen Bindungssystem, das den Jugendlichen Schutz und Sicherheit vermittelt und die Entwicklung fördern kann. Es kann auf der anderen Seite aber auch eine Quelle von Angst sein, die Autonomie und Individualität verhindert. Die Autorinnen und Autoren des Bandes behandeln folgende psychische Probleme bei den wegen desorganisierten kindlichen Bindungserfahrungen besonders gefährdeten Jugendlichen.“

Karl Heinz Brisch (Hrsg.)
> Bindung und Jugend
Individualität, Gruppen und Autonomie
1. Aufl. 2013, 296 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94827-1


Carolin Mogk hat den Grundlagenartikel für diesen Band verfasst: Allein in Deutschland – Psychotherapie und psychosoziale Arbeit mit minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen (S. 44-82). Wer von denen, die gesagt haben, Wir schaffen das? weiß wirklich, dass nahezu jedes Kind das dem Krieg und Terror in Syrien und dann den Schleppern entkommen ist und die Flucht überstanden hat, hier mehr als völlig verstört ankommt und viel mehr als nur eine freundliche Aufnahme, sondern eine lange geduldige Betreuung braucht. Neue Deutschlehrer und Sachspenden alleine genügen nicht.

Elaine Arnold berichtet über Migration und die Auswirkungen zerbrochener Familienbindungen aus vielen Teilen der Welt über den Verlust von Bindungen. Verlorene Bindungen sind nicht einfach reparabel. Aber das Wissen um ihr Entstehen und ihre Bedeutung sind eine wichtige Voraussetzung, um diesen Jugendlichen wirksam helfen zu können.

In diesem Zusammenhang ist es folgerichtig, dass Gülay Teke aus Berlin aus ihrer täglichen Praxis über „Migrationssensiblen Kinderschutz“ berichtet.

Was kann getan werden? Eva Pattis Zoja: Nach Massengewalt und Vertreibung: Der symbolische Ort, an dem Bindung wieder entstehen kann. Wie können neue Beziehungsmodelle aufgebaut werden? Es geht darum, Brücken zu bauen, und das sind kulturübergreifende Brücken, die in spielerischer Weise Neues mit bekannten kulturellen Elementen verknüpfen. Expressive Sandarbeit ist das Stichwort (S. 117 ff). Zojas Beitrag verrät ihre wertvollen praktischen Erfahrungen, die sie hier weitergibt. Auch hier gilt ein Grundsatz, der von J.-J. Rousseau her bekannt ist: Lerne Dein Kind zu beobachten und ziehe Schlüsse, wie Du darauf reagieren könntest, damit es lernt und weiterkommt, um mal ganz knapp hier an seinen Erziehungsbuch „Émile ou de l’éducation“ (1762) zu erinnern.

Jorge Aroche und Mariano Coello zeigen, dass die Behandlung der traumatisierten Flüchtlingskinder keineswegs auf ein gesichertes Vorwissen zurückgreifen kann: „Work in progress“, nennen sie ihre Überlegungen unter dem Titel Das komplexe Wechselspiel zwischen Bindung, Kultur und Flüchtlingstrauma – eine Herausforderung für die klinische Praxis. (S. 129-158)

Welche Identität werden eines Tages Kinder aus arabischen Staaten haben, wenn sie nach Deutschland emigriert sind? fragt Imen Belajouza: Psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus arabischen Familien.

Probleme ganz anderer singulärer Art stellt Barbara Schuller vor: Kinderhandel in Westafrika: Psychische Auswirkungen auf Betroffene und ihre Entwicklung mit besonderem Augenmerk auf Bindungsstörungen.

Viele Flüchtlingskinder, die zu uns kommen, sind entweder alleine unterwegs oder sehr oft von andern Familienmitgliedern getrennt. Ihre Problem hat Andrea Perry aufgegriffen: An der Seite eines Suchenden – ein bindungsorientierter Ansatz in der Arbeit mit voneinander getrennten Familienmitgliedern.

Die letzten beiden Beiträge stellen Maßnahmen vor, wie Bindungen unter den neuen Umständen im Ankunftsland wieder neu aufgebaut werden können: Patrick Meurs und Gül Jullian: Das Projekt „Erste Schritte“ – kultursensible und bindungsgerichtete präventive Entwicklungsberatung für Migranteneltern und Kleinkinder.

brisch-bindung-migrationKarl Heinz Brisch untersucht die Zusammenhänge zwischen Bindungsentwicklung und ihren Besonderheiten bei der Adoption: Migration und internationale Adoption: Psychotherapie zwischen den Kulturen.

Karl Heinz Brisch (Hg.)
> Bindung und Migration
1. Aufl. 2015, 288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94939-1


Buch_Brisch_Bindungsreihe_alle_250

Die Reihe Bindungspsychotherapie von Karl Heinz Brisch: Das Wissen der Bindungstheorie kann vielfältig für eine bindungsbasierte Beratung und Therapie in allen Altersstufen angewandt werden, wobei sich die Diagnostik und Behandlung je nach Lebensalter der Patienten ganz unterschiedlich gestaltet.
Anhand von vielen Beispielen aus der klinischen Praxis gibt die Reihe eine Einführung in die Grundlagen der Bindungstheorie und die diagnostischen Methoden und Schritte einer bindungsorientierten Beratung und Therapie vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter.


Frank Schmiechen meint, Jaron Lanier würde „ziemlichen Unsinn“ reden

Sonntag, 19. Oktober 2014

Das > Die Reform des Urheberrechts in Europa (I) www.france-blog.info passt zu diesem Beitrag.


Mit Strg + können Sie das Schriftbild größer stellen…

> Dieser Zausel redet ziemlichen Unsinn ist der Titel des Kommentars von Frank Schmiechen in DIE WELT (18.10.2014) zu Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Jaron Lanier. Wie bitte? F. Schmiechen hat das Buch von Jaron Lanier vielleicht gar nicht gelesen: Jaron Lanier, Wem gehört die Zukunft. Du bist nicht der Kunde der Internet-Konzerne, du bist Ihr Produkt (Joffmann und Campe, Hamburg 2014). F. Schmiechen schreibt: „In Zeiten des Internets, sagt Lanier in seiner Rede weiter, seien geistige Arbeit, Kultur und Patente nichts mehr wert,“ das stimmt so nicht. Natürlich sind sie viel wert, aber sie werden in Zeiten des Internets nicht entsprechend der erbrachten geistigen Arbeit gewürdigt.


Der Bericht über die Preisverleihung an Jaron Lanier in der Frankfurter Paulskirche steht hier > Jaron Lanier erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels > Contribuez à l’ambition numérique de la France (I), weil er als Anregung so gut zu dem Projekt des französischen Premierministers Manuel Valls passt, die Bürger nach den Grundlagen für ein neues Digitalgesetz zu befragen, passt. Eine Rezension des Buches von Jaron Lanier folgt.


> „Technologie ist eine Religion geworden“ – Gespräch der WELT mit Jaron Lanier – 11.10.2014


Geärgert: Frank Schmiechen, Chefredakteur der „Gründerszene“, hat sich über den Auftritt von Jaron Lanier geärgert: „Mit hüftlanger Dreadlockfrisur, bunter Brille, Zauselbart spielt er auch noch ein kleines Lied auf der laotischen Flöte aus Bambusröhren. Wie aus einem Fantasyfilm entsprungen.“ Urteilen wir lieber nicht nach dem Aussehen, sondern nach dem Inhalt.


>Die Aktualität der Meldungen im Internet oder: Kann das Internet Aktualität vermitteln?
3. April 2013 von Heiner Wittmann
Beim gestrigen Themenabend von ARTE wurde über Google und sein Buchprojekt berichtet. Es ging immer wieder um das ganze Wissen, das eingescannt werden soll. Als ob das Wissen der Welt lediglich in Büchern sei! Was ist mit den Archiven in allen Orten von allen Institutionen aus allen Zeiten. Da stecken die Informationen, von denen durch Bücher erst ein kleiner Prozentsatz gehoben ist.

Bei diesen Statements über die Qualität des Internets klingt auch immer die Vorstellung mit, im Internet könne alles gefunden werden. Weiterlesen…


Lanier, so hat Schmiechen ihn verstanden, “ warnt er vor den Gefahren einer neuen „Bewusstseinsindustrie“, die die Schöpfung „zerlegen, berechnen und programmieren“ wird.“ Das stimmt, das macht Lanier mit Nachdruck. Schmichen wendet sich an die Wissenschaftler und fragt sie, was sie zu so einem Aufruf sagen? das Wort „Wissenschaftler“ soll dem folgenden Satz wahr machen. „Mit Zerlegen, Berechnen und Optimieren hat die Menschheit bis heute ziemlich gute Erfahrung gemacht. Das ist das bewährte Instrumentarium der Aufklärung – und trotz einiger Rückschläge ein Erfolgsmodell.“ O je, jetzt geht alles durcheinander. Die Epoche der Aufklärung wird in die Nähe der digitalen Welt gerückt, um deren Gefahren es hier geht.

„Er (i. E. Lanier, H.W.) ärgert sich vor allem über Netzgiganten wie Google, Amazon und Facebook, die mit unseren persönlichen Daten sehr viel Geld verdienen, weil sie in der Lage sind, passgenaue und reichweitenstarke Werbung zu schalten. „Wir leben in gruseligen Zeiten“, sagt Lanier. Weil sich das Geld in den Händen weniger Milliardäre konzentriert.“ Recht hat, bei jedem Wort, dass von mir in Facebook oder Twitter erscheint, oder jedes Foto von mir das Google unrechtmäßig in seiner Bildersuche anzeigt, wundere ich mich immer wieder, daß ich dafür nicht anständig honoriert werde. Lesen wir weiter? Schmiechen stellt fest: „Seine Forderung nach mehr Menschlichkeit und Liebe zur Schöpfung bekommt an dieser Stelle eine leichte Schlagseite. Geht es ihm eigentlich um gerechtere Verteilung von Kapital?“ Nein, Herr Schmiechen, darum geht es nicht oder nur ganz am Rande. Es geht um den Anspruch, den Autoren geistiger Inhalte haben, wenn ihre Werke veröffentlicht werden. Sicher mein Honorar auf diesem Blog ist u. a. Die Aufmerksamkeit mit der ich bei der Lektüre der Artikel auf diesem Blog rechnen darf. Und vielleicht verlinkt jemand meinen Artikel… Bezahlen wird er dafür nicht, – sollte er nach Lanier – aber er gibt mir ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, in dem er diesen Artikel mit anderen teilt.



> Lesebericht: William Gibson, Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack
6. Mai 2013 von Heiner Wittmann

William Gibson > Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart hat hier einer Auswahl seiner Texte eine Phänomenologie der digitalen Welt , die uns heute umgibt, vorgelegt. Er lädt zu einem sachgerechten Umgang mit den Medien ein. Er lässt durchblicken, dass er von ihren Möglichkeiten durchaus fasziniert ist, aber er hat sich auch einen vernünftigen Abstand zu ihnen bewahrt. …

William Gibson schreibt über Literatur, Musik, Mode, Film, die japanische Kultur und berichtet aus der digitalen Zukunft vieles, was sich bei uns schon längst bemerkbar macht. … Weiterlesen

Mit der > Stichwortsuche „Internet“ auf diesem Blog finden Sie ca. 35 Artikel, in denen das Wort Internet vorkommt.


Honorare: Würde jeder Leser 20 Cent für jeden gelesenen Artikel auf diesem Blog entrichten, könnte ich ab morgen jemanden dafür honorieren, für die Tippfehlerfreiheit auf diesem Blog geradezustehen, und ich hätte eine Lösung für das Problem der Reisekosten, die für diesen Blog entstehen.

„Wir sind heute trotz der etwas unbeholfenen Algorithmen, die uns mehr oder weniger sinnvoll Produkte vorschlagen, trotz Facebook, das unsere Einträge sortiert, viel freier in unseren Kauf- und Informationsentscheidungen als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte.,“ jubelt Schmiechen ganz zu Unrecht. Jede Website einer Zeitung raubt uns durch das Übermaß an Werbung die Konzentration auf die Fakten dessen, was uns interessiert. So schnell und leicht kann geklickt und gekauft werden! Wieviel Prozent der Online-Einkäufe entsprechen einem vorformulierten Kaufwunsch?

F. Schmiechen wirft alles durcheinander: Er schreibt: „Lanier spricht vom „Ende der Freiheit“. Das Gegenteil ist der Fall. Wir erleben gerade den Anfang einer neuen Freiheit. Es ist sinnlos, an Berufen und Branchen festzuhalten, die durch Computer überflüssig werden.“ Nein, wir erleben eben keine neue Freiheit, sondern die Knechtschaft des Zwangs zum Verschenken, die Weigerung der der Surfer für die Nutzung von geistigen Inhalten zu bezahlen. Das ist der Punkt. Open-Source gaukelt vor, alles sei kostenlos.


Digital und kostenlos? Open Access
2. Mai 2009 von Heiner Wittmann

Noch immer lese ich in Peter Kaedings Buch > Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik, wie Cotta mit seiner Tätigkeit als Verleger zwischen Lesern und Autoren vermittelt und ganz ohne Internet deren Werke bekannt macht. Man muss schon eine starke Überzeugung von den Wohltaten des Internets haben, um Cottas Wissen und Erfahrungen unterschätzen zu können. Und mitten in dieser Lektüre über den Verleger von Goethe und Schiller taucht der > Heidelberger Appell auf, in dem Roland Reuß die Beibehaltung der Publikationsfreiheit anmahnt. In diesem Zusammenhang wurde auch Open Access erwähnt… Weiterlesen

> Das Urheberrecht ist im öffentlichen Raum – 22. Juli 2009 von Heiner Wittmann


Jean-Paul Sartre oder Albert Camus ihn in ihren Werken bezüglich der Kunst und der Freiheit ausgedrückt und gefordert haben. Aber die digitale Welt mit ihren Möglichkeiten als neuen Humanismus zu feiern? Er wird durch die digitalen Perspektiven nicht mächtiger, er hat als Idee mit ihnen vielleicht gar nichts zu tun. > Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? Sicher es gibt unglaubliche Segnungen und Fortschritt aller Art durch die digitale Technik. Aber auch mit den Weiten des Internets und einem Laptop kann kein Student eine Arbeit über Albert Camus oder Jean-Paul Sartre schreiben, wenn er seine Nase nicht in Bücher steckt und den Gang in die Bibliothek scheut. Das gilt so ziemlich für alle geisteswissenschaftlichen und viele naturwissenschaftliche Themen. F. Schmiechen schreibt: „Zur liebenswerten Schöpfung gehören übrigens auch Computer, Smartphones und die sozialen Netzwerke, in denen Millionen Menschen täglich unterwegs sind. Und zu all den Geräten und digitalen Anwendungen, die uns umgeben, gehört immer noch ein Mensch, der sie benutzt und Schlüsse aus den Daten zieht.“ Er zieht nur Schlüsse aus den im Netz vorhandenen Daten, die immer noch nur einen winzigen Bruchteil von den mengen an Informationen abbilden, die in Bibliotheken und Archiven ruhen. Kein Historiker wird für noch sehr lange Zeit ein Buch nur mit Hilfe des Internets schreiben können.

Grundsatzkritik: Lanier schreibt auch: „Warum ist die Idee des freien Informationsaustauschs gescheitert? Weil sie die Natur der Informationstechnologie ignorierte.“ S. 20 – Ich beschäftige mich mit dem Problem, dass die Art und Weise , wie wir wirtschaftliche und kulturelle Tätigkeiten digitalisieren, letztendlich zu einer schrumpfenden Wirtschaft und einer neuartigen Konzentration von Macht und Reichtum führt, die nicht nachhaltig ist.“ S. 86

„Die Menschheit kann mit Hilfe von Computern und Internet viel mehr sein – viel freier, kreativer und gerechter, als es sich Jaron Lanier vorstellen kann,“ behauptet Frank Schmiechen. Ob der Siegeszug der Computertechnik die Freiheit und die Kreativität der Menschen befördern können, das muss erst noch nachgewiesen werden. Mehr Gerechtigkeit durch den Computer? Wie soll das funktionieren?

Klar, mit Hilfe des Internets kann ich meine Blogs schreiben und der PC hilft mir beim Formatieren der Druckunterlegen meiner Bücher. Ganz ohne Zweifel ist die weltweite Kommunikation in Echtzeit ein toller Fortschritt. Aber bin ich dadurch freier? Kreativer? Vor der Internetzeit habe ich Fotos gemacht… Im Französischunterricht haben wir uns in der Schule auf lange Texte konzentriert. Hätte ich damals mit dem PC auch soviel gelesen?

Lanier stellt einige Betrachtungsweisen auf den Kopf, und der Ärger von Schmiechen beweist, dass Lanier den Finger dahin gelegt hat, wo le bat blesse: Wir werden durch das Internet unfreier, weil Andere mit unseren Inhalten Geld verdienen, ohne im Traum daran zu denken, uns dafür gerecht zu honorieren. Urheberrecht, gerechte Autorenhonorare, Freiheit der Kunst und des Schreibens, das sind Laniers Themen.

P.S.
Meine Internet- und Medienbegeisterung:


Lesebericht: McLuhan, Fiore, Das Medium ist die Massage -17. Juni 2011 von Heiner Wittmann

Ungefähr ab der Mitte des letzten Jahrhunderts haben die neuen elektronischen Medien die Schrift mit ihrer Leitfunktion bei der Übermittlung von Botschaften und Inhalten abgelöst, will man Marshall McLuhan und der Einleitung von Regine Buschauer in das Werk von McLuhan (> NZZ, 19. Januar 2001) Glauben schenken. In Bezug auf die elektronischen Medien ist das sicher richtig, aber Fotos und Bilder, Gemälde aller Art haben schon viel früher der Schrift ihren Rang streitig gemacht. Beschränken wir uns aber tatsächlich auf die elektronischen Medien, dann stimmt die Beobachtung von McLuhan, und Klett-Cotta hat eine gute Idee gehabt, sein Buch > The Medium ist the Massage (1967/1969) auf deutsch zu veröffentlichen.

Aber an Warnungen darf es nicht fehlen:

>Lesebericht: Paula Bleckmann, Medienmündig -13. Februar 2012 von Heiner Wittmann
Paula Bleckmann möchte in ihrem Buch > Medienmündig. Wie unsere Kinder selbstbestimmt mit dem Bildschirm umgehen lernen nicht wieder der schon immer viel beschworenen Medienkompetenz das Wort reden, sondern sie hat die Erziehung zur Freiheit und zur Autonomie im Blick. Sich und die Kinder nicht von den Medien vereinnahmen lassen, darum geht es in ihrem Buch, und dazu gehört mehr als nur Know-how für den Umgang mit den Medien. Ihre Botschaft ist eindeutig. “Zu früher Medienkonsum führt in die Abhängigkeit, nicht in die Mündigkeit.” (Klappentext) – Fragen wir doch mal: Woran liegt es eigentlich, dass Schülerinnen und Schüler in erster Linie nur Konsumenten im Internet sind? Web 2.0 bedeutet für sie wie für alle anderen FBler sich nur auf ausgetretenen Pfaden zu bewegen ohne einen besonderen Erkenntnisgewinn. Also was läuft in der Medienpädagogik schief?…
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Klett-Cotta auf der Frankfurter Buchmesse 2014

Montag, 29. September 2014

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Nächste Woche ist Buchmesse in Frankfurt! Gerade haben wir > Finnisches Feuer von Johanne Sinisalo gelesen und von zu Hause die Chilimühle mitgebracht, um die passende Illustration für den Lesebericht herzustellen. Klett-Cotta hat eine Übersicht seiner
> Autoren auf dem Stand Halle 3.1. D 134 veröffentlicht.
Das ist zugleich auch unser Blog-Leseprogramm.Ulrich Raulffs Buch > Wiedersehen mit den Siebzigern. Die wilden Jahre des Lesens haben wir schon gelesen und mit einem Lesebericht hier auf dem Blog gewürdigt. Ulrich Raulff ist heute abend im > Stuttgarter Literaturhaus zu Gast.


Die Freunde Albert und Édouard kommen als Opfer des machtbesessenen Offiziers Pradelle in den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs fast zu Tode. In letzter Sekunde bewahrt Édouard ihn vor dem Tod. Albert fühlt sich seinem Retter verpflichtet und erfüllt ihm seinen größten Wunsch: eine falsche Identität. Pradelle durchschaut den Betrug und deckt sie, um sein hinterhältiges Manöver zu vertuschen. Die verfeindeten Männer werden zu Komplizen. Pierre Lemaitre entwirft das schillernde Panorama einer Gesellschaft, in der unablässig von Ruhm und Ehre die Rede ist und zugleich Profitgier und krumme Geschäfte vorherrschen.

Philippe Lemaître

8. Oktober, 14 – 16 Uhr am Stand Halle 3.1 Stand D 143
8. Oktober, 16.30 Uhr am FAZ Stand, 3.1. C 105

Prix Goncourt 2014.

Erscheinungstermin 25.10.2014:
Pierre Lemaitre
> Wir sehen uns dort oben
Roman, aus dem Französischen von Antje Peter (Orig.: Au revoir là-haut)
1. Aufl. 2014, 521 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98016-5

> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie – Frankreich-Blog


Finnland hat eine Revolution hinter sich. Das Gesundheitsamt – das Amt – hat die uneingeschränkte Macht übernommen. Alle Bürger Finnlands sind ruhig gestellt. Es gibt keine Handys, keine PCS mehr, dafür überall Überwachungskameras. Doch es gibt Widerstand im Untergrund. Dort weiß man, wie man mit Hilfe von Chilischoten richtig high wird. High ist gar kein Ausdruck. Schwitzen, Herzrasen ganz im Gegensatz zur verordneten Ruhe. Die beiden Schwestern Vera und Mira wollen sich nicht weiterhin dem Regime im Finnland, Frauen so verachtet, unterordnen. Vera kommt über einen Geliebten in Kontakt mit einer Untergrundgruppe, die heimlich Chili anbaut. Und sie findet ein Geheimnis heraus: Die Chilischoten bringen einen in den Kopf anderer Menschen. Vera kommt auf die Spur ihrer verschwundenen Schwester Mira, die gar nicht tot ist, wie es offiziell hieß.

Johanna Sinisalo

8. Oktober, 15 Uhr Finnland. Cool Pavillon, Gespräch mit Stefan Moster
10. Oktober, 20 Uhr Open Books,Alte Nikolaikirche, Römerberg 11

»Finnisches Feuer« ist eine phantastische Parabel auf einen Überwachungsstaat und ein total schräger Roman über weibliche Lebensentwürfe und Widerstände in einer männlich dominierten Gesellschaft.

Johanna Sinisalo
> Finnisches Feuer
Roman, aus dem Finnischen von Stefan Moster (Orig.: Auringon ydin)
1. Aufl. 2014, 318 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50144-5


Mit der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 war das Töten noch nicht beendet. Keith Lowe macht das ganz Europa umfassende Ausmaß der materiellen und moralischen Verwüstungen deutlich: die ergreifende Darstellung einer Welt, die aus den Fugen geraten war. Ein ganzer Kontinent geriet in den Strudel der Anarchie. Die Gewalteruption des Zweiten Weltkrieges war ein komplexes Geschehen über die

Keith Lowe

9. Oktober, 11 – 12 Uhr – Halle 3.1 Stand D 143

sogenannte Stunde Null hinaus. Regionalen Konflikte fangen noch nach den Kriegshandlungen statt: Bürgerkriege wüteten, ethnische Spannungen und Säuberungen dauerten an, Juden und Minderheiten wurden weiterhin verfolgt.

Erscheinungstermin 22.11.2014
Keith Lowe
> Der wilde Kontinent. Europa in den Jahren der Anarchie 1943–1950
Aus dem Englischen von Stephan Gebauer und Thorsten Schmidt (Orig.: Savage Continent)
1. Aufl. 2014, ca. 488 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Tafelteil mit ca. 30 s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94858-5


>Der Sturm vor der Stille. Warum Menschen den Kontakt abbrechen: Die totale Funkstille hat immer einen Grund. Mit neuen Fallbeispielen begibt sich Tina Soliman auf Ursachenforschung.

Die Website zum Buch: Der Sturm vor der Stille. Warum Menschen den Kontakt abbrechen.

> www.tina-soliman.de

#Sie geht den Irritationen und Verletzungen nach, wenn jemand schlagartig eine Beziehung beendet und völlig von der Bildfläche verschwindet. Die hilf- und ratlosen Verlassenen suchen verzweifelt nach einem Auslöser, den es nicht gibt, denn der Bruch ist die Folge eines

Tina Soliman

10. Oktober, 14 – 15.30 Uhr – Halle 3.1 Stand D 143

langen Prozesses, der aus vielen kleinen zerstörerischen Momenten besteht. Manche Worte verletzen so sehr, dass sie einen Sturm entfachen, der nicht mehr zu bändigen ist – außer mit Stille.
Tina Soliman
> Der Sturm vor der Stille
Warum Menschen den Kontakt abbrechen
1. Aufl. 2014, 217 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94804-2


Drei Schüsse haben das Leben von Kriminalhauptkommissar Fallner verändert. Notwehr? Er hat bei einem Einsatz einen jungen Kriminellen erschossen. Jetzt ist er krank – dienstunfähig. Er nimmt den Rat seiner Therapeutin an und verwirklicht

Franz Dobler

10. Oktober, 11 – 12.30 Uhr – Halle 3.1 Stand D 143

seinen Jugendtraum: Mit einer Bahncard100 soll er so lange Zug fahren, wie er Lust hat. Auf die Tour will er den toten Jungen aus dem Kopf kriegen.
Franz Dobler
> Ein Bulle im Zug
1. Aufl. 2014, 347 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50125-4


Die fünfzigjährige Designerin und ehemalige Turnerin Antonia erlebt die letzten neun Monate im Leben der Mutter: Viel zu wenig Zeit und trotzdem sind diese neun Monate für Mutter und Tochter auch eine Zeit der Gnade. Antonia ist ein außergewöhnlich begabtes Mädchen, das von seiner Mutter Elsa und dem Rest der Familie wenig Aufmerksamkeit bekommt. Je weniger Anerkennung sie in ihrer

Evi Simeoni

9. Oktober, 14 – 15 Uhr – Halle 3.1 Stand D 143
9. Oktober, 17 Uhr Open Books,
Frankfurter Kunstverein, Markt 44
11. Oktober, 16 Uhr
am FAZ Stand, 3.1. C 105

Familie findet, desto heftiger steigert sie ihre Anstrengungen, als Sportlerin Erfolg zu haben. Evi Simeonis zweiter Roman erzählt aber nicht nur von der späten Annäherung einer Tochter an ihre Mutter, sondern versucht auch zu ergründen, was der Spitzensport in den Seelen von Kindern anrichten kann.

Evi Simeoni
> Rückwärtssalto
1. Aufl. 2014, 272 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98014-1


Kein guter Urlaub. Der pensionierte Kriminalkommissar Alexander Swoboda will die Steilküste der Normandie malen. Da stürzt plötzlich vor ihm ein Mensch von den 40 Meter hohen Klippen. Als Expolizist müsste Swobda zu dem Toten gehen. Aber als Maler wendet er sich ab. Doch dann wird er selbst erschossen. Seine Pflicht endet damit nicht. Bloß – wie soll er aus dem Jenseits einen Mord aufklären?

Gert Heidenreich

8. Oktober, 12 – 13 Uhr – Halle 3.1 Stand D 143

Pflichtgefühl? Auf unerklärliche Weise wird nun von ihm verlangt, die Hintergründe seiner Ermordung aufzudecken.

Gert Heidenreich
> Der Fall
1. Aufl. 2014, 319 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98019-6


Zum Ausdrucken:
> Klett-Cotta-Autoren auf der Frankfurter Buchmesse 2014

Neuer Lesestoff: Die Vorschauen für den Herbst 2014

Montag, 19. Mai 2014

Wir haben unseren Herbststapel 2013 geschweige denn den Frühjahrsstapel 2014 noch nicht abgelesen, da kommen schon die Herbstkataloge. Das Hotelzimmer für die Buchmesse ist auch schon bestellt, die Fahrkarte nach Frankfurt ist auch bald da, un der Sommer hat noch gar nicht richtig angefangen. Aber die Vorfreude auf die vier Hefte mit der Vorschau für den Herbst hatte ihre volle Berechtigung. Beim Durchblättern fallen gleich die Bücher auf, die auf unserem Blog unbedingt ihren Platz finden sollten:

Zuerst fällt auf: > Literatur und Fantasy – Neuerscheinungen Literatur und Fantasy Sommer/Herbst 2014: Pierre Lemaîtres Buch Au revoir la haut, das gerade den begehrten Goncourt-Preis erhalten hat erscheint am 25. Oktober 2014 unter dem Titel >Wir sehen uns dort oben in der Übersetzung von Antje Peter bei Klett-Cotta. Vgl. Centenaire 1914-1918. Von > Silvia Avallone erscheint am 19.7. der Band > Marina Bellezza. > Der Fall von Gert Heidenreich. Mit Niklas Buttler geht es in den Westen der USA > Unterm Lagerfeuer Und Anthony Ryan, und viele weitere Bücher, > Das Lied des Blutes.


> Tropen – Herbst 2014: Laline Paul hat über Die Bienen geschrieben. Eine Krimilegende aus den USA Joe R. Lansdale, > Das Dickicht. Franz Dobler und > Ein Bulle im Zug. > Finnisches Feuer von Johanna Sinisalo und der Band Talking Heads – Fear of Music von > Jonathan Lethem. Und Joris Luyendijk, > Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges erscheint am 19. Juli 2014.


> Neue Sachbücher bei Klett-Cotta. Eine Auswahl: Gerhard Roth und Nicole Strüber erklären Wie das Gehirn die Seele macht: 22.9.2014. Von Kristin Kopf kommt ein interessantes Buch > Das kleine Etymologicum, und Also Maria Valli berichtet über > Die Kleine Welt des Vatikan. Und von Christoph Eichhorn gibt es > Die Klassenregeln.


Die Abteilung > Fachbuch wächst auch im Herbst 2014 weiter: Die Auswahl: Am 23. August 2014 erscheint von Paul J. Kohtes und Nadja Rosman, > Mit Achtsamkeit in Führung. Michael Klöpper hat > Die Dynamik des Psychischen geschrieben. Und von > Karl Heinz Brisch kommt ein weiterer Tiel: > Bindung und Psychosomatik. Irene Bozetti, Ingo Focke und Inge Hahn: > Unerhört – Vom Hören und Verstehen. Die Wiederentdeckung der grundlegenden Methode der Psychoanalyse..


Psychotherapie und Lebenshilfe – April 2014

Dienstag, 29. April 2014

>Als die Idee für diesen Blog im September 2006 im Raum stand, haben wir gleich über mehrere Blogs gesprochen, denn das Programm bei Klett-Cotta hat wahrlich eine große Vielfalt: > Literatur, > Fantasy – Hobbit-Presse, > Sachbuch, > Tropen, > Zeitschriften und dann die > Fachbücher. Und dann gibt es noch andere Abteilungen: > Geschichte und > Gesellschaft und Politik, aber die gehören zum > Sachbuch.

Heute geht es diesmal nicht um ein einzelnes Buch, sondernum einen Lesebericht – keine Rezension, die schreibe ich woanders – über einen Newsletter, weil wir damit einmal die Vielfalt beim > Fachbuch vorführen wollen: Gerade kam der letzte > Newsletter > Neue Lesetipps Psychotherapie und Lebenshilfe April 2014 hier an: Wir zeigen hier einen Auswahl der dort vorgestellten Neuerscheinungen:

Unsere Autorin > Dr. Sandra Wieland hat auf der letzten > ISSTD Konferenz (International Society for the Study of Trauma and Dissociation) den Cornelia B. Wilbur Award erhalten. Dieser Preis wird verliehen für »außergewöhnliche Leistungen bei der klinischen Behandlung von dissoziativen Störungen«.

> Dissoziation bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen

„Das Buch erläutert plausibel und praxisnah, wie selbst mit schweren dissoziativen Störungen bei Kindern und Jugendlichen erfolgreich gearbeitet werden kann. Es liefert eine Fülle an Wissen und klinischer Expertise für die konkrete therapeutische Arbeit,“ steht auf der Website von Klett-Cotta.


Eberhard Rathgeb hat in der FAS, 23.3.2014, den Band von Hans Hopf, > Die Psychoanalyse des Jungen rezensiert. Klett-Cotta kündigt dieses Buch so an: „DIE erste psychoanalytische Gesamtdarstellung über Jungen. Die Jungen sind zum Problem geworden. Sie sind aggressiv, bewegungsunruhig, unaufmerksam, risikobereit, gelten als Störer. Vom ersten Tag an sind sie anders als Mädchen und entwickeln viel häufiger psychischen Auffälligkeiten. Warum ist das so? Und was können wir therapeutisch und erzieherisch dagegen tun?“ Wir werden uns also an diesem Fachbuch versuchen. Der Lesebericht zu diesem Buch folgt bald hier auf diesem Blog. Auf der Website von Klett-Cotta steht auch: „Die These von Hans Hopf, einer der renommiertesten Kinderanalytiker Deutschlands mit 40-jähriger Erfahrung:
Die Jungen sind die »Emanzipationsverlierer«, sie wachsen überwiegend »vaterlos« in einer feminisierten Welt auf.“ Ist da was dran?

Hans Hopf schreibt selber zu diesem Buch in einem Beitrag für die SFB-Novitätenrundschau: „Jungen sind tatsächlich noch unkonzentrierter und unruhiger geworden: Nach Ursachen dafür wird jedoch nicht gefragt, denn über den Topf mit brodelnden Konflikten kommt ein eiserner Deckel mit einer Diagnose, die nur eine einzige Erklärung zulässt: All das Unbeherrschte, alle Unruhe rühren von einer angeborenen Störung von Transmittersubstanzen. Mit dieser Diagnose wird die Seele eliminiert, zentrale Bereiche der Pädagogik werden medizinalisiert: Die Pädagogik, anfänglich auch die Psychoanalyse, haben sich auf ihren Feldern von einer geradezu grotesken ‚Wissenschaftlichkeit‘ vertreiben lassen. Mittlerweile werden Jungen ruhig gestellt über Entwertung und über Medikation. Da der Bereich ADHS fest in medizinischer Hand ist und Pharmainteressen überwiegen, wird darüber auch kaum aus Sicht der Pädagogik und Soziologie öffentlich diskutiert. Darum habe ich dieses Buch geschrieben. Um den Jungen die Seele wieder zurückzugeben, habe ich vor allem die folgenden Problematiken in den Mittelpunkt dieses Buches gestellt: An erster Stelle natürlich die Entwicklung von männlicher Identität im Beziehungsdreieck Mutter, Vater, Sohn.“

Hans Hopf, Die Psychoanalyse des Jungen
1. Aufl. 2014, 404 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-94775-5


»Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy« (IRRT) ist in der deutschsprachigen Psychotherapie bereits weit verbreitet. Die Autoren legen die erste systematische und umfassende, mit reichem Anschauungsmaterial ausgestattete Darstellung vor.

Mervyn Schmucker, Rolf Köster
> Praxishandbuch IRRT
Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy bei Traumafolgestörungen, Angst, Depression und Trauer
Leben Lernen 269
Mit einem Vorwort von Martin Hautzinger
1. Aufl. 2014, 439 Seiten, broschiert, großes Format, ca. 20 vielfarbige Abb.
ISBN: 978-3-608-89146-1

Auch als > E-Book erhältlich.


Eva Tillmetz > Balanceakt Familiengründung
Das „Regensburger Familienentwicklungsmodell“ unterstützt junge Paare in der ersten Familienphase, die oft als überfordernd und besonders konfliktträchtig erlebt wird. FamilienberaterInnen und -therapeutInnen können auf ein differenziertes Modell zurückgreifen, um individuelle Lösungen mit Paaren zu erarbeiten.

Leben Lernen 266
2014, 256 Seiten, broschiert, ca. 30 teils vierfarbige Abbildungen
ISBN: 978-3-608-89143-0
» Auch als E-Book erhältlich.


Walther Cormann, > Die 5 Wirkfaktoren der systemisch-integrativen Therapie und Beratung
Das Buch beschreibt die grundlegenden Prozessbausteine systemisch-integrativer Therapie und Beratung. Sie bilden ein wirksames Fundament für zielgerichtete, überprüfbare, langfristig erfolgreiche Arbeit mit Klienten. Wie gut eine Psychotherapie gelingt, hängt nicht von Glück oder Zufall ab. Es gibt – so Walther Cormann – eine innere Logik, eine Struktur erfolgreichen therapeutischen Vorgehens. Er beschreibt Schritt für Schritt, wie das komplexe Geschehen in einer systemisch-integrativen Psychotherapie oder Beratung strukturiert, an den fünf Wirkfaktoren ausgerichtet und in Form der »Beratungsschleife« umgesetzt wird.

Leben Lernen 268
2014, 204 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-89144-7
26,95 € (D)

Auch als > E-Book erhältlich


brisch-saeuglings-kleinkindalter

Karl Heinz Brisch, > Säuglings- und Kleinkindalter
Viele therapeutisch relevante Störungsbilder haben ihren Ursprung in der frühen Kindheit. Brisch beschreibt – auf der Grundlage der Bindungstheorie und mit ausführlichen Therapiebeispielen – die Möglichkeiten rechtzeitiger Hilfe und Interventionen schon im Säuglings- und Kleinkindalter. Der Aufbau einer sicheren Bindung stellt das Fundament dar. Brisch zeigt, wie Mütter und Väter ihr Bewusstsein für feinfühligere Interaktionen zwischen sich und ihrem Kind schärfen können und wie man ihnen hilft, eine sichere Bindung zum Kind aufzubauen. Ausführliche Therapiebeispiele verdeutlichen das Vorgehen und runden diesen Band ab.

Reihe Bindungspsychotherapie, Band 2
232 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-94824-0

Auch als > E-Book erhältlich


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