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Archiv für die Kategorie 'Interview'

Nachgefragt: Volker Weiß, Die autoritäre Revolte

Montag, 27. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Kürzlich haben wir auf diesem Blog einen Lesebericht über das Buch des Historikers Volker Weiß > Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes verfasst.

Auf der Leipziger Buchmesse ergab sich eine Gelegenheit, mit Volker Weiß über sein Buch zu sprechen:

Der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, kam am Donnerstag 23.3., auf den Stand von Klett-Cotta und hat 30 Minuten mit Volker Weiß und auch mit dem verlegerischen Geschäftsführer von Klett-Cotta, Tom Kraushaar gesprochen. Über das Gespräch hat Volker Weiß in unserem Gespräch berichtet.

Bitte öffnen Sie das folgende Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist, also der kleine blaue Kreis verschwunden ist, sonst funktioniert das Blättern per Klick nicht:

Im Untertitel wird die „Neue Rechte“ genannt, aber das ist doch eher alter Wein in neuen Schläuchen? Das ist doch eher so, dass jetzt Personen und Gruppen, die politische Entwicklungen oft auf fragwürdige Weise interpretieren und ausnutzen, um sich als „neu“ zu profilieren? Außerdem wollten wir von Volker Weiß wissen, was das mit dem Abendland damit zu tun? „Der Untergang des Abendlandes“ klingt dramatisch, aber was steckt hinter dem Begriff „Abendland“ in der neurechten Sichtweise? Die neu auftauchende „Abendländer“ und Islamisten seien „in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder“, so resümiert der Klappentext eine der Thesen von Volker Weiß, wie meint er das? Mit welchen Strategien haben die rechtspopulistischen Parteien die meisten Erfolge?

Wie schafften die Anhänger der AfD es, aus ihrer ganz rechten Schmuddelecke heraus, in Landtage zu gelangen? Das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf Deutschland: „die Rückkehr von Autorität und Religion von Politik vollzieht sich überall mit enormer Geschwindigkeit.“ (S.11) Was kommt da noch auf uns zu?

Weiß nennt als Gründe die Euro-Krise, aber „die künstliche Schöpfung einer neuen rechten Tradition unter der Flagge einer ‚Konservativen Revolution‘ die sich nach 1945 vom Nationalsozialismus abgegrenzt wissen wollte…“, (S. 12) aber auch nationalstaatliche Gedanken, die vom „Verfallsprozess bürgerlich-konservativer Politik“ (ebd.) zu profitieren, dies gehört doch zur Kernthese seines Buches? Die „Neue Rechte“ hofft darauf, dass Anhänger aus dem rechten bürgerlichen Lager ihren Sirenenrufen (blind) folgen.

„Archäologische Arbeiten“ nennt Weiß sein Vorgehen, die Entwicklung der neuen Rechten aufzudecken. Jede seiner Seiten ist spannender als jeder landläufige Artikel über die AfD. Der „zwischentag“ am 6.10.2012 in Berlin ist ein Glied der Kette? Sie zeigen Argumentationsmuster, die sich später in der AfD wiederfinden. Er schreibt „Die politische Agenda der Neuen Rechten ist seit Jahrzehnten ausformuliert.“ (S. 27) Haben wir da etwas übersehen?
Es folgt eine historische Analyse, faktenreich aber vor allem kenntnisreich, auf der Basis einer präzisen und geduldigen Recherche: „Das theoretische Gerüst der neurechten Bewegung ruht auf einem ausgeprägten Antirationalismus und die aristokratische Haltung ist nichts anderes als Pose,“ stellt Weiß fest. Schon Anfang der 70er Jahre stand die Neue Rechte „in einer faschistischen Bündnistradition“, (S. 31) so lautet ihr Ergebnis.

Volker Weiß
> Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
1. Aufl. 2017, 304 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94907-0

Nachgefragt: Cynthia D’Aprix Sweeney, Das Nest

Montag, 14. November 2016

sweeney-nestIn ihrem ersten Roman > Das Nest erzählt Cynthia D’Aprix Sweeney von den vier Geschwister Plumb. Alle sind in den Vierzigern oder kurz davor wie die jüngste Melody. Sie leben über ihre Grenzen im Vertrauen auf das väterliche Erbe, das kommen wird, wenn die Jüngste 40 wird. Bis dahin ruht der Geldsegen in einem Fonds, liebevoll und erwartungsfroh von allen das Nest genannt. Die gewohnte Geborgenheit früher zu Hause wird von den Vieren in den Fonds projiziert, Geld gibt Sicherheit und Vertrauen. > Bitte weiterlesen.

d_aprix-sweeney-lh-10-11-16-1-250Am Tag nach Ihrer Lesung im Stuttgarter Literaturhaus hatten wir eine Gelegenheit, mit Cynthia D’Aprix Sweeney ein Gespräch über ihr Buch zu führen. Wir haben Sie nach der Familie Plumb gefragt, ob die trotz ihrer Geldsucht überhaupt noch in der Lage sind, sich untereinander zu helfen? Gibt es Ähnlichkeiten unter den Geschwistern? Was bedeutet SchrEIben für Bea? Macht Sie eine Art Storyboard vor dem Schreiben? Was ist für sie am wichtigsten: Die Entwicklung der Charaktere, die Gesellschaftskritik oder der Aufbau der Spannung in ihrem Buch?

sweeney-nestCynthia D’Aprix Sweeney
Das Nest
Roman, aus dem amerikanischen Englisch von Nicolai von Schweder-Schreiner (Orig.: The Nest)
1. Aufl. 2016, 410 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98000-4

Siehe auch:

> Denis Scheck im Interview mit Cynthia D’Aprix Sweeney, „Das Nest“ – Druckfrisch, 30.10.2016

> Rezension: Das Nest von Cynthia D’Aprix Sweeney – The Read pack

Nachgefragt: Florian Scheibe, Kollisionen

Montag, 31. Oktober 2016

scheibe-kollisionen-110„Es beginnt mit einem Fahrradunfall. Carina fährt ein Mädchen an, das plötzlich vor ihr auf die Straße rennt. Bevor sich die Angefahrene wieder aufrappelt, sieht Carina, dass Mona schwanger ist. Rückblende oder dieselbe Szene aus einer andern Sicht. Mona steht am Straßenrand und rennt los. Sie versteht die Ohrfeige nicht, die sie von Carina kassiert. Für Carina kommt alles zusammen, ihr sehnlicher Kinderwunsch und dann dieses schwangere Mädchen.“ > Bitte weiterlesen

Erst der > Lesebericht: Florian Scheibe, Kollisionen und dann der Artikel Nachgefragt mit einem Interview des Autors auf der > Frankfurter Buchmesse.

Kollisionen erzählt ganz unterschiedliche Lebensentwürfe und Schicksale, die unvermutet aufeinanderprallen, sie Personen ungewollt in Schwierigkeiten geraten, sich darin verstricken und es ihnen nicht gelingt, sich daraus zu befreien. Ist diese Zusammenfassung zutreffend? wollten wir von Florian Scheibe wissen.

Jede Szene führt Carina und Tom ein wenig mehr ins Chaos. Sie haben ihr Leben nicht mehr im Griff. Was machen sie falsch? Ist das Pech oder Dummheit?

Welche Art von Gesellschaftskritik steckt in diesem Roman?

scheibe-kollisionen-110Florian Scheibe
> Kollisionen
Roman

1. Aufl. 2016,
377 Seiten,
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98031-8

Florian Scheib liest die ersten zehn Seiten:

Nachgefragt: Kris van Steenberge, Verlangen

Dienstag, 25. Oktober 2016

steenberge-verlangen

Elisabeth, die Tochter des Schmieds, sehnt sich danach, ihrem Heimatdorf Woesten zu entkommen. Sie versucht, sich Bildung anzueignen und heiratet den jungen Arzt Guillaume Duponselle. Als kurz darauf Zwillinge zur Welt kommen, ist der Zweitgeborene so entstellt, dass der Vater sich weigert, ihm einen Namen zu geben. Doch Namenlos überlebt, wird verachtet und weiß durch seine Beobachtungsgabe über alle mehr, als sie über sich selbst. > Bitte Weiterlesen

Erst der Lesebericht, dann ein > Videointerview, das hier unter Nachgefragt… angezeigt wird. Das ist unsere Blogregel.

Drei Themen gab es für uns nach der Lektüre dieses spannenden Buches: Die Entwicklung der Charaktere, die Erzähltechnik und der historische Hintergrund. ALle drei Themen haben wir in dem Interview untersucht:

Kris van Steenberge
> Verlangen. Roman
Klett-Cotta Roman aus dem Niederländischen von Waltraud Hüsmert (Orig.:Woesten)
1. Aufl. 2016, 438 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98034-9

Nachgefragt: Jan Snela, Milchgesicht

Freitag, 15. April 2016

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Jan Snela stammt aus München, er ist in Tübingen und Stuttgart zu Hause. Er hat Komparatistik, Slavistik und Rhetorik in München und Tübingen studiert. Im Sommersemester 2013 lehrte er Literarisches Schreiben an der Uni Heidelberg. Er ist Gewinner des Literatur-Nachwuchswettbewerbs Open Mike der Berliner Literaturwerkstatt. Und war in 2012 bei der Mikrolesung in der Stuttgarter Stadtbücherei zu Gast. jan-snela-video. Sein jüngst bei Klett-Cotta erschienenes Buch > Milchgesicht trägt den Untertitel Ein Bestiarium der Liebe. Ein Bestiarium (kommt von bestia – wildes Tier). Da gibt es das Bestiarium von Richard de Fournival aus dem 13. Jahrhundert, dessen Tiergeschichten von der Liebe handeln, um dem Leser zu zeigen, wie er die Gunst einer Dame erringen kann. Guillaume Apollinaires „Le bestiaire ou le cortège d’Orphée“ (1911) Franz Bleis „Großes Bestiarium der modernen Literatur“ (1924) sind Beispiele aus dem 20. Jahrhundert. Wie ist der Untertitel Ein Bestiarium der Liebe seines Buches Milchgesicht zu verstehen? Liebe wird hier mit Tieren in eine enge Verbindung gebracht:

Eine Geschichte heißt Das Wiesel, das Henri zwischen zwei Gehwegplatten zuläuft. Wiesel oder Hermine? Diese viel zu kurze Frage wird der Geschichte nicht gerecht.

Auf unserem Blog steht: „Das hat Jan Snela nicht eben mal geschrieben, das ist schon echt harte Arbeit, da wurde gefeilt und gehobelt und dieses Werkeln am Text…“ stimmt das? wollten wir wissen.

Schreiben Sie oder komponieren Sie ihre Stücke? haben wir Jan Snela gefragt. Sein Buch enthält 10 Kurzgeschichten, kurze und längere Miniaturen, Novellen, oder gar nur ein Text, wie nennen Sie diese Kurzform am liebsten? haben wir ihn gefragt.

„Milchgesicht“ heiß die erste Geschichte. Beim Antesten von Büchern, lese ich die ersten Seiten immer laut vor, das rate ich auch den Lesern… „Es war ein Mittwoch und Zeit für mein Milchbad.“ Warum ein Milchbad? Gesundheitliche Gründe, Kosmetische Gründe? Frust, weil Karen ausgezogen war? Wenn Sie diese Geschichte gelesen haben, werden Sie in jeder Tankstelle unwillkürlich danach gucken, ob noch genug Milch im Regal steht. Hier in Milchgesicht geht es um einen Kaufvorgang, den der Autor en détail beschreibt, wie im Nouveau Roman, jede Einzelheit zählt, Milch muss her, oder geht es um mehr? Die verflossene Liebe verwinden?

SPOOK SPEAKER in der U-Bahn lesen, sich von den Artikeln verschlingen lassen die Schöne drei Sitzgruppen weiter: „Ich war ihr bereits verfallen.“ – Dann kommt wieder eine Haltestelle: „Die S-Bahn setzte sich ruckelnd erneut in Bewegung, nun merr fast leer. Die Schöne und ich waren waren allein im Abteil zurückgeblieben.“ Später fragt sie: „Gehn wir zu Dir?“ Und er nannte sie einfach mal Ruth, die sich durchs Fenster rettete, als Kirstin schon zu hören war. Eine Zufallsbekanntschaft, die spannende Geschichte einer Zufallsbekanntschaft?

„Eine Vigilie“. Die wilde Nacht mit Amalie. Der Autor dieses Buches hat wahrscheinlich in Paris studiert. Schließlich war es doch nicht so schwer, Amalie rumzukriegen, sie trug per (Liebes)Briefchen dazu bei „Und bist du prêt?“ Amalie lebt frugan und, die Kerze auf dem Fußboden, langwierige Vorbereitungen, bis sie endlich zusammenkommen, bis Amalie so weit ist.

DAS WIESEL wird für Hermine zur Konkurrenz, weil es alle Aufmerksamkeit bekommt und schließlich auch mal weg ist, dann wieder kommt, und dem Erzähler fürs Leben sinnstiftend erscheint, so dass Henris Doktorarbeit bleibt, wo sie gerade ist.

Baudelaire sagte in seiner Verteidigungsschrift von seiner Gedichtsammlung, sie forme ein Ganzes und nur dadurch könne die Moralität seines Werkes verstanden werden. Ist das hier auch so? Insgesamt ein Liebesroman? Sie erzählen ganz verschiedene Situationen, die aber alle irgendwie aufeinander verweisen? Wie oder mit welchem Ziel?

Snelas Schreibstil verleitet zum Vorlesen. Die Maulprobe nach Flaubert hatte die erste Geschichte Milchgesicht bestens passieren lassen. Manchmal bekommt dann doch wieder das nüchterne Erzählen die Oberhand über einen skurrilen Stil. Wir wollten von ihm wissen, wie er seinen Schreibstil nennt.

snela-milchgesicht
Jan Snela
> Milchgesicht
Ein Bestiarium der Liebe
ISBN: 978-3-608-98307-4

Bloggen auf der Leipziger Buchmesse – 17. bis 20. März 2016

Dienstag, 9. Februar 2016

Leipzig, 9. Februar 2016. Premiere: Leipziger Buchmesse lädt zu Bloggersessions. Das Fachprogramm richtet sich an Blogger und Neueinsteiger sowie Verlage und Autoren


<<<< Die > Tweets von der Leipziger Buchmesse mit Hashtag lbm16

Blogger sind eine noch junge Zielgruppe der Verlagsbranche. Aus großer Leidenschaft für Literatur entstehen in Deutschland immer mehr hochwertige Blogs rund um Belletristik, Sachbuch, Comic und Fantasy und begeistern damit Hundertausende Fans. Für Verlage und Autoren sind die meinungsbildenden Medienmacher damit längst ein spannender Partner und Multiplikator geworden. Doch wie gelingt ein erfolgreicher Blog? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit von Verlagen und Bloggern? Und vor welchen Herausforderungen stehen Blogbetreiber? Diese Fragen beantwortet die erste Bloggerkonferenz „buchmesse:blogger sessions 16“ der Leipziger Buchmesse am Sonntag, den 20. März. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

„Im letzten Jahr haben wir mit unserer Bloggerlounge einen erfolgreichen Grundstein gelegt. Hunderte Blogger nutzten unser Angebot des direkten Austausches mit Verlagen und Autoren“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. „Mit unseren Bloggersessions möchten wir in diesem Jahr das Angebot ausbauen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Verlagen und Bloggern auf professionelle Füße zu stellen.“ Eröffnet wird die Konferenz mit einer Keynote der erfahrenen Bloggerin und Verlagsleiterin von Edel ebooks Karla Paul. Sie zeigt von 11.15 Uhr bis 12.00 Uhr, wie es gelingt den Blog in der Verlagsbranche zu etablieren und Finanzierungsmöglichkeiten zu sichern.

Vier Sessions zu Rahmenbedingungen und praktischen Angeboten

Im Anschluss an den Eröffnungsvortrag starten vier Sessions, von denen jeweils zwei parallel laufen. Die Rechtsanwälte Rainer Dresen, Justiziar Random House, und Stefan Haupt, Haupt Rechtsanwälte, klären von 12.00 bis 13.00 Uhr über rechtliche Rahmenbedingungen auf. Rainer Dresen zeigt, was beim Zitieren und der Verwendung von Bildern zu beachten ist. Stefan Haupt berichtet zum aktuellen Stand des Urheberrechts und deren Auswirkungen. Zur gleichen Zeit stellen im parallelen Panel verschiedene Blogger diverse Blogkonzepte vor.

Die > Tweets von Blog von Klett-Cotta >>>>>

Nach der Mittagspause (13.30 Uhr bis 14.30 Uhr) geht es in großer Diskussionsrunde um die Blogger Relations: Judith Tings (Kirchner Kommunikation), Karina Elm (NetGalley Deutschland), Annette Geduldig (Online PR-Referentin Bastei Lübbe), Tanja Rörsch (mainwunder Buchmarketingagentur) und Anke Henkel (Online Redaktion Carlsen Verlag) zeigen das Wechselspiel von Bloggern und Verlegern auf. Wer noch den Einstieg ins Bloggen sucht, ist im parallelen Workshop von Lovelybooks richtig. Experten erklären, warum ein Redaktionsplan notwendig ist und wie Zeitmanagement und Organisation ideal funktionieren. Den Abschluss des Tages bildet eine spannende Podiumsdiskussion: Das Eröffnungsstatement wird nach den Eindrücken des Tages noch einmal erörtert. Es diskutieren Karla Paul, Ute Nöth, Senior Manager Social Influencer Relations im Carlsen Verlag und Leander Wattig, Gründer von Orbanism.

Moderiert werden die Bloggersessions durch Felix Wegener. Der Münchener arbeitet seit 15 Jahre in der Buchbranche, unter anderem in den Bereichen Vertrieb, Presse, Digitales Marketing und Kommunikation. Seit 2014 ist er Geschäftsführer der Agentur Direttissima.

Die „buchmesse:blogger sessions 16“ werden von Lovelybooks, NetGalley & MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH unterstützt.

Raum zum Netzwerken und Fotoaktion

Ab 15.30 Uhr lädt die Bloggerkonferenz zur Happy Hour ein. Bei Snacks und Getränken können sich die Teilnehmer mit Referenten austauschen und Erfahrungen weitergeben. Darüber hinaus findet eine besondere Aktion statt. Fotografin Katrin Duval erstellt kostenfrei Portraits der Blogger, die für die eigenen Blogs verwendet werden dürfen.


<<<< Die > Tweets von Francebloginfo

Anmeldung für Bloggersessions ab sofort möglich

„buchmesse:blogger sessions 16“ richtet sich an Blogger und jene, die es noch werden wollen sowie Autoren und Verlage. Die Anmeldung ist ab sofort online möglich. Die Konferenz findet am Sonntag, 20. März, 11.00 bis 16.30 Uhr im CCL statt. Die Teilnahme kostet 35 Euro, eine Eintrittskarte für die Leipziger Buchmesse muss zusätzlich erworben werden. > Alle Infos zum Programm.

Netzwerken auf der Leipziger Buchmesse: Bloggerlounge & Bloggerguide

Neben dem Fachprogramm lädt die Leipziger Buchmesse zum täglichen Austausch ein. In der Bloggerlounge in Halle 5 können sich die Meinungsmacher mit Verlagen und Autoren treffen oder miteinander austauschen. Darüber hinaus finden verschiedene Bloggertreffen im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Diese und viele weitere praktische Tipps gibt es ab Ende Februar im > Bloggerguide.

Über die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und „Leipzig liest“ – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Die Leipziger Buchmesse 2016 mit dem Lesefest Leipzig liest findet vom 17. bis 20. März auf dem Leipziger Messegelände sowie im gesamten Stadtgebiet statt. Es werden rund 2.000 Aussteller, über 250.000 Besucher und mehr als 2.500 Journalisten erwartet. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC) in Halle 1. Parallel dazu findet die 22. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

Leipziger Buchmesse im Internet:
http://www.leipziger-buchmesse.de
Leipziger Buchmesse im Social Web:
https://www.facebook.com/leipzigerbuchmesse
https://twitter.com/buchmesse
https://instagram.com/leipzigerbuchmesse

Interviewvorbreitung: David Whitehouse, Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

Mittwoch, 11. März 2015

> David Whtehouse auf Twitter:


Unser > Lesebericht zu Lesebericht: David Whitehouse, Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek ist fertig. Jetzt schreiben wir die Fragen für das interview, das wir auf der Leipziger Buchmesse mit dem > TV-Studio des Klett-Cotta-Bogs aufzeichnen werden. Da kommt aber kein Trupp von Kameraleuten, Beleuchtern, usw. an, der Blogger kommt alleine mit dem Stativ, das über dem Fotokoffer baumelt. In unserem > Leserbericht heißt es : „Diese Geschichte mit dem Diebstahl des Bücherbusses enthält eine kurzgefasste Ästhetik der Literatur, auch wenn Bobby sie theoretisch nicht so recht versteht, so war ihm die praktische Auswirkung der Literatur umso klarer. Roald Dahls Matilda hatte er gelesen und glaubt nun, auch er verfüge über besonderen Gaben. Vielleicht würde es wirklich nur reichen, bloß all die Geschichten zu lesen, damit sich die Wirklichkeit ändern würde. Ganz sicher war er sich nicht, wie und was sich ändern würde, aber das Prinzip schien ihm unerschütterlich.“ Auch wenn wir für einen Verlag unserer > Klett-Gruppe, dürfen wir auch mal ausdrücklich ein Buch loben. Nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch ein Einblick in den Maschinenraum der Literatur offenbart uns David Whitehouse.

Nach der wunderbaren > Stuttgarter Lesung im roten Doppeldeckerbus haben wir unsere Fotos auf der > Facebook-Seite von Klett-Cotta so kommentiert:


„David Whitehouse hat mit dem jüngst bei Tropen erschienenem Buch > Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek ein erstaunliches Buch geschrieben. Hauptperson Bobby Nusku hat eine unglückliche Kindheit und lebt in schlechten Familienverhältnissen . Er nutzt die erstbeste Gelegenheit zu einem “Ausflug”, zu dem ihn die Nachbarin Rosa in einem Bücherbus mitnimmt. Bobby liest und liest, fährt und fährt und taucht in die Geschichten vieler Autoren ein, während die Bücherbusgeschichte selber ein Roman ist, gar manchmal verschwimmen die Grenzen zwischen den Erzählungen in den Büchern und den Ereignissen während der Busfahrt. Da weiß man gar nicht wo einem der Kopf steht, manchmal Buch, manchmal Leben, und die Geschichten aus den Büchern gehen in irgendwann im Leben weiter, weiß Rosa zu berichten und fährt mit dem Bücherbus kreuz und quer durch England. Gestern abend bei der Lesung war alles perfekt, nur der Bus blieb die ganze Zeit stehen. Schade, ich hätte gerne sein Motorbrummen gehört.“

Nachgefragt: Keith Lowe, Der wilde Kontinent

Mittwoch, 19. November 2014

Man muss nicht immer seinen eingefahrenen Gewohnheiten folgen. Auf diesem Blog erscheinen zuerst der Lesebericht- Beispiel > Lesebericht: Ulrich Raulff, Wiedersehen mit den Siebzigern und dann der Beitrag mit dem Vdeo zum Buch > Nachgefragt: Ulrich Raulff, Wiedersehen mit den Siebzigern. Ausnahmen sind erlaubt, also diesmal zuerst das Video mit dem Gespräch mit Keith Loew über sein Buch Der wilde Kontinent. Europa in den Jahren der Anarchie 1934-1950, das am 22.11.2014 in der Übersetzung von Stephan Gebauer und Thorsten Schmidt bei Klett-Cotta erscheinen wird. Unser > 161. Video

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Wir haben Keith Lowe auf der Frankfurter Buchmesse getroffen. Er ist einer der herausragenden britischen Historiker der jüngeren Generation. Für »Der wilde Kontinent« erhielt er 2013 den angesehenen Sachbuchpreis des englischen PEN: den »Hessell-Tiltman Prize for History«. Das Buch war einer der Sunday Times Top Ten Bestseller. Zahlreiche Fernseh- und Radiobeiträge in England und den USA. Mit seinem Buch Der wilde Kontinent will er sich von Tony Judts Die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart, München/Wien: Hanser 2006, Orig. Postwar. A History of Europe Since 1945, New York: Penguin 2005 deutlich absetzen. Im Mai 1945 gab es einen Waffenstillstand, aber das Chaos wurde erst sor richtig offensichtlich. Wir haben Keith Lowe gefragt, inwieweit die unmittelbaren Nachkriegsjahre den Kalten Krieg beeinflußt haben? Jedes Land machte im unmittelbaren Anschluss an das Kriegsende ganz andere Erfahrungen? UNd Deutschland brauchte bis zur Gründung der Bundesrepublik 4 Jahre.

Keith Lowe
Der wilde Kontinent
Europa in den Jahren der Anarchie 1943–195
Aus dem Englischen von Stephan Gebauer und Thorsten Schmidt (Orig.: Savage Continent)
1. Aufl. 2014, 526 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Tafelteil mit zahlreichen s/w-Abbildungen,
ISBN: 978-3-608-94858-5

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
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