Verlagsblog

Archiv für die Kategorie 'Sachbuch'

Lesebericht: Wolfgang Hantel-Quitmann, Die Othello-Falle

Dienstag, 25. April 2017

Wenn etwas schiefläuft, jede Art von Konflikt, schuld sind immer die Anderen. Fast ohne Ausnahme sehen sich viele immer als Opfer: „Wir leben scheinbar in einer Welt von Tätern und Opfern,“ schreibt Wolfgang Hantel-Quitmann, Die Othello-Falle, S. 11. „Scheinbar“ deutet seine These schon an. Immer Opfer der Anderen? Wie wäre es denn, wenn diejenigen, die sich so beklagen „Opfer ihres eigenen Denkens“ (ib.) wären? > Othello, der Mohr von Venedig von Shakespeare (1603/04) ist der Pate dieses Buches. Der eifersüchtige Held, der falsch denkt, falsche Denkweisen verinnerlicht hat, fühlt sich überzeugt von der Untreue seiner Desdemona und tötet sie. Es ist nicht so gut, dass zu glauben, was man sich so vorstellt oder denkt. Manchmal nehmen wir etwas für die Realität, weil wir so bequem denken, es müsste oder könnte so sein. Und so ein verqueres Denken kann schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Beziehungen und auf uns selbst haben. Also untersuchen wir Fehler unseres Denkens und passen künftig ein bisschen mehr auf unsere Schlussfolgerungen auf, denn die könnten sehr fehlerhaft sein.

Die Othello-Falle wird in vier Kapiteln abgehandelt: 1. Verwirrungen der Gefühle – Eifersucht und Schuld, 2. Verwirrungen des Verstandes – Irrtum und Denkfehler, 3.Verwirrungen der Beziehungen – Täuschung und Intrige. Und dann die Schlussfolgerung: Du sollst nicht alles glauben, was Du denkst! – Wege aus der Othello-Falle.

Manchmal legt man sich etwas zurecht, so dass es einem in den Kram passt, man schämt sich, der Realität ins Auge zu sehen, es könnte einem ja ein Zacken aus der Krone brechen. Scham wehrt die eigene Schuld ab. (Nebenbei bemerkt: Populisten machen das auch so, sie setzen Behauptungen in die Welt, falsche Fakten und leiten dann flugs ein Programm daraus ab, das die Wähler überzeugen soll.) Freud sagt aber dazu: „Jeder Mensch ist für sein eigenes Unterbewusstsein verantwortlich.“ (S. 12) Auch wenn in es in diesem Buch um „Fallen und Verwirrungen, die uns in intimen Beziehungen begegnen können“ geht, so sind Parallelen zur ungeprüften Übernahme von Fakten in der Online-Welt nicht zu übersehen. Man glaubt so gerne das, was gerade in das eigene Weltbild passt. (vgl. S. 20) Überwiegt das eigene Wunschdenken, klappt es nicht so recht mit der Realitätsprüfung, (vgl. S. 22) und Othello erliegt der Intrige Jagos.

In diesem Zusammenhang ist Eifersucht ein echtes Hindernis, Misstrauen gegenüber anderen abzubauen. Eifersucht und Phantasie gehören zusammen. Das mit der Eifersucht ist echt kompliziert, weil sie als (falsche) Projektion erlebt wird: „Nicht ich bin eifersüchtig, sondern du!“ (S. 27) Also werden die Fehler beim Anderen gesucht: Achterbahnfahren ist vorprogrammiert und der Streit nicht mehr fern. Zum Thema Phantasie rät Hantel-Quitmann zur Lektüre von Lewis Carrrolls
Alice im Wunderland (1865). (S. 40 f.)

Kann man seinen Gefühlen trauen? Und ist die Ehe eine Möglichkeit dem Misstrauen und der Eifersucht zu entfliehen, (vgl. S. 49) fragt der Autor vor dem Kapitel Die Ehe-Falle (S. 49-54), der Titel verrät seien Einstellung zu dieser Institution. Die nächsten Kapitel „Die ideale Ehe ist auch keine Lösung“ und der gute Vorschlag „Die Ehen nur auf fünf Jahre abschließen“ stammt aus Goethes Wahlverwandtschaften, wo der Graf erklärt: „Einer von meinen Freunden, dessen gute Laune sich meist in Vorschlägen zu neuen Gesetzen hervortat, behauptete: eine jede Ehe solle nur auf fünf Jahre geschlossen werden. Es sei, sagte er, dies eine schöne, ungrade, heilige Zahl und ein solcher Zeitraum eben hinreichend, um sich kennenzulernen, einige Kinder heranzubringen, sich zu entzweien und, was das Schönste sei, sich wieder zu versöhnen.“ Die Vertragsverlängerung müssten sich die beiden Partner verdienen. Also, so eine Art TÜV.

Schuldgefühle hat oft derjenige, der die Beziehung beenden möchte, und Hantel-Quitmann fügt hinzu, er halte die Verteilung von Schuldgefühlen oft für ungerecht. (vgl. S. 61) Das hängt damit zusammen, das man oft die Realität nicht wahrnimmt, darüber nicht nachdenkt, sondern nur Informationen mit den vorhandenen vergleicht, und sich nur ungerne der Gefahr aussetzt, vorhandene Überzeugungen revidieren zu müssen. (vgl. S. 77.)

Meinungen, Ansichten, Überzeugungen, Vergessen, Irrtümer das alles gehört zur einer Psychopathologie des Alltagslebens (vgl. S. 121-130)

Die Menge der literarischen Titel, die Hantel-Quitmann besonders im Kapitel über die Täuschungen als Beispiele angibt, verleitet zu einer strenge Prüfung der eigenen Bibliothek oder zu einem Gang in die Landesbibliothek.

Im letzten Kapitel stellt der Autor die Strategien vor, mit denen man der Othello-Falle entgehen kann. Lesen Sie dieses Kapitel aber nicht zuerst, denn die Kenntnisse aus den vorhergehenden drei Kapitel sind notwendig, um die folgenden Strategien gewinnbringend in ihr Weltbild einbauen zu können. Nochmal, es geht darum, dem zu entgehen, was wir immer schon gedacht haben. Mut zur Wahrheit und die Überwindung von Angst gehören u.a. auch dazu. Wenn ich den Autor fragen würde, wer das Buch lesen solle, wird er bestimmt antworten: Alle. Alle können von sich sagen, dass sie am liebsten den für sie persönlich bewährten Denkmustern vorzugsweise vertrauen. Einen Sachverhalt mal aus einer anderen Perspektive ansehen und Schlussfolgerungen darauszuziehen, kann äußerst heilsam sein. Und das bringt Hantel-Quitmann ihnen hier bei.

Nochmal, keines der Bücher zum Beziehungsstress jeder Art, das ich bisher gelesen habe, enthält so viele so nützliche Hinweise auf die Weltliteratur, auf größere und kleinere Werke.

Wolfgang Hantel-Quitmann,
Die Othello-Falle.
Du sollst nicht alles glauben, was du denkst
1. Aufl. 2017, ca. 256 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98068-4

Nachgefragt: Volker Weiß, Die autoritäre Revolte

Montag, 27. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Kürzlich haben wir auf diesem Blog einen Lesebericht über das Buch des Historikers Volker Weiß > Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes verfasst.

Auf der Leipziger Buchmesse ergab sich eine Gelegenheit, mit Volker Weiß über sein Buch zu sprechen:

Der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, kam am Donnerstag 23.3., auf den Stand von Klett-Cotta und hat 30 Minuten mit Volker Weiß und auch mit dem verlegerischen Geschäftsführer von Klett-Cotta, Tom Kraushaar gesprochen. Über das Gespräch hat Volker Weiß in unserem Gespräch berichtet.

Bitte öffnen Sie das folgende Fotoalbum mit einem Klick auf ein Foto erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist, also der kleine blaue Kreis verschwunden ist, sonst funktioniert das Blättern per Klick nicht:

Im Untertitel wird die „Neue Rechte“ genannt, aber das ist doch eher alter Wein in neuen Schläuchen? Das ist doch eher so, dass jetzt Personen und Gruppen, die politische Entwicklungen oft auf fragwürdige Weise interpretieren und ausnutzen, um sich als „neu“ zu profilieren? Außerdem wollten wir von Volker Weiß wissen, was das mit dem Abendland damit zu tun? „Der Untergang des Abendlandes“ klingt dramatisch, aber was steckt hinter dem Begriff „Abendland“ in der neurechten Sichtweise? Die neu auftauchende „Abendländer“ und Islamisten seien „in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder“, so resümiert der Klappentext eine der Thesen von Volker Weiß, wie meint er das? Mit welchen Strategien haben die rechtspopulistischen Parteien die meisten Erfolge?

Wie schafften die Anhänger der AfD es, aus ihrer ganz rechten Schmuddelecke heraus, in Landtage zu gelangen? Das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf Deutschland: „die Rückkehr von Autorität und Religion von Politik vollzieht sich überall mit enormer Geschwindigkeit.“ (S.11) Was kommt da noch auf uns zu?

Weiß nennt als Gründe die Euro-Krise, aber „die künstliche Schöpfung einer neuen rechten Tradition unter der Flagge einer ‚Konservativen Revolution‘ die sich nach 1945 vom Nationalsozialismus abgegrenzt wissen wollte…“, (S. 12) aber auch nationalstaatliche Gedanken, die vom „Verfallsprozess bürgerlich-konservativer Politik“ (ebd.) zu profitieren, dies gehört doch zur Kernthese seines Buches? Die „Neue Rechte“ hofft darauf, dass Anhänger aus dem rechten bürgerlichen Lager ihren Sirenenrufen (blind) folgen.

„Archäologische Arbeiten“ nennt Weiß sein Vorgehen, die Entwicklung der neuen Rechten aufzudecken. Jede seiner Seiten ist spannender als jeder landläufige Artikel über die AfD. Der „zwischentag“ am 6.10.2012 in Berlin ist ein Glied der Kette? Sie zeigen Argumentationsmuster, die sich später in der AfD wiederfinden. Er schreibt „Die politische Agenda der Neuen Rechten ist seit Jahrzehnten ausformuliert.“ (S. 27) Haben wir da etwas übersehen?
Es folgt eine historische Analyse, faktenreich aber vor allem kenntnisreich, auf der Basis einer präzisen und geduldigen Recherche: „Das theoretische Gerüst der neurechten Bewegung ruht auf einem ausgeprägten Antirationalismus und die aristokratische Haltung ist nichts anderes als Pose,“ stellt Weiß fest. Schon Anfang der 70er Jahre stand die Neue Rechte „in einer faschistischen Bündnistradition“, (S. 31) so lautet ihr Ergebnis.

Volker Weiß
> Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
1. Aufl. 2017, 304 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94907-0

Lesebericht: Volker Weiß, Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes

Freitag, 17. März 2017

> Nachgefragt: Volker Weiß, Die autoritäre Revolte – 27. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Das Buch des Historikers Volker Weiß> Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes ist nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

> Alle Termine zu diesem Buch

Zwar steht im Untertitel die „Neue Rechte“ aber nicht im Sinn von jetzt neu aufgestellt als Antwort auf dringende Probleme, sondern eher im Sinn von „alter Wein in neuen Schläuchen“, also Personen und Gruppen, die politische Entwicklungen oft auf fragwürdige Weise interpretieren und ausnutzen, um sich als „neu“ zu profilieren. Die wieder neu auftauchende „‚Abendländer‘ und Islamisten“ sind „in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung Waffenbrüder“, so resümiert der Klappentext eine der Thesen von Volker Weiß.

Fundamentalopposition gegen Europa, Kritik an der Flüchtlingspolitik, pauschale Warnungen vor dem Islam, und eine Partei, wie die AfD, die auf ihrer Website sich als (> AfD :) „Alternative für Deutschland. Demokratische Partei und Bürgerbewegung gegen die undemokratische und rechtswidrige Willkür der etablierten Altparteien“ anbietet. Es genügt ihr, die anderen Parteien als „undemokratisch“ zu bezeichnen und deren „Rechtswidrigkeit“ zu behaupten, um Zulauf zu bekommen. Zum Mechanismus der „dogmatischen Setzung“ hat sich gerade Daniel-Pascal Zorn in seinem Buch geäußert: > Lesebericht: Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten. Eine Anleitung.

Wir fragen uns, wie kommt der Erfolg auch mit Blick auf den FN in Frankreich der Rechtspopulisten zustande? Wie schafften die Anhänger der AfD es, aus ihrer ganz rechten Schmuddelecke heraus, in Landtage zu gelangen? Das Phänomen beschränkt sich keineswegs auf Deutschland: „die Rückkehr von Autorität und Religion von Politik vollzieht sich überall mit enormer Geschwindigkeit.“ (S.11) Die Neuen Rechten machen sich Ängste und Befürchtungen u. a. im Zusammenhang mit der Euro-Krise zunutze, um „durch die künstliche Schöpfung einer neuen rechten Tradition unter der Flagge einer ‚Konservativen Revolution‘ die sich nach 1945 vom Nationalsozialismus abgegrenzt wissen wollte…“, (S. 12) unter Zuhilfenahme nationalstaatlicher Gedanken, die vom „Verfallsprozess bürgerlich-konservativer Politik“ (ebd.) zu profitieren und darauf hoffen, dass Anhänger aus dem rechten bürgerlichen Lager ihren Sirenenrufen (blind) folgen.

„Archäologische Arbeiten“ nennt Weiß sein Vorgehen, die Entwicklung der neuen Rechten aufzudecken. Jede seiner Seiten ist spannender als jeder landläufige Artikel über die AfD. Die Mitglieder der AfD tun so, als ob die Ankunft der Flüchtlinge im letzten Spätsommer den Niedergang unserer Republik auslösen würden, stattdessen nutzen ältere rechte bis extremrechte Seilschaften Stimmungen aus, um sich selber in einem neuen Licht darzustellen. Weiß hat gründlich recherchiert und die Genealogie der lauten Populisten aufgeschrieben, die gut daran täten, sich nach der Lektüre dieses Buches, zurückzuhalten, zumal auch ihre Gegner mit Weiß‘ Analyse wissen, wie es um die Aufrichtigkeit und die Ziele der Neuen alten Rechten bestellt ist.

Auf dem Berliner „zwischentag“ am 6.10.2012 im Logenhaus in Berlin-Wilmersdorf war schon ein rechtes Sammelbecken mit Götz Kubitschek mit dem „Institut für Staatspolitik“ (IfS), dessen Hauszeitschrift Sezession, Kubitscheks Verlag Antaios, der nationalkonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit, der Chemnitzer Schülerzeitung Blaue Narzisse und dem Internet Politically Incorrect (vgl. S. 16) „Ist der Islam unser Feind?“ wurde beim „zwischentag“ in der Diskussion von Karlheinz Weißmann, der als Historiker argumentierte, und Michael Stürzenberger gefragt, der auf die Angst setze und den Koran mit Hitlers Mein Kampf (vgl. S. 17) In der Diskussion des „zwischentags“ kamen auch die Begriffe „Volksaustausch“ und „Identität“ zur Sprache (S. 21) Ein Zwischenruf von Lichtmesz erinnerte an Arthur Moeller von den Bruck (1876-1925) und seine Formel „An Liberalismus gehen die Völker zugrunde.“ (vgl. S. 21) Der Diskussionsverlauf beim „zwischentag“ zeigt aber, dass nicht alleine der Islam als Bedrohung identifiziert wird, sondern „die globale Moderne mit all ihren Konsequenzen“. (S. 22) Der thüringische AfD-Vorsitzende Björn Höcke verkündet 2013 in Erfurt: „Der Islam ist nicht mein Feind, unser größter Feind ist die Dekadenz.“ (S. 25) Sich tolerant geben, aber Kritik üben, die Zuhörer applaudieren, das kann man sich so richtig vorstellen, aber ob sie wohl auch wissen warum? Weiß: „Die politische Agenda der Neuen Rechten ist seit Jahrzehnten ausformuliert.“ (S. 27) Haben wir da etwas übersehen?

Es folgt eine historische Analyse, faktenreich aber vor allem kenntnisreich, auf der Basis einer präzisen und geduldigen Recherche: „Das theoretische Gerüst der neurechten Bewegung ruht auf einem ausgeprägten Antirationalismus und die aristokratische Haltung ist nichts anderes als Pose,“ stellt Weiß fest. Schon Anfang der 70er Jahre stand die Neue Rechte „in einer faschistischen Bündnistradition“, (S. 31) so lautet sein Ergebnis.

Ein langes Kapitel ist dem Ideengeber für die Neue Rechte Armin Mohler (1920-2003) und seiner 1949 erschienen Dissertation Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932 gewidmet, dessen Doktorvater Karl Jaspers in dem Irrtum die Arbeit annahm, damit würden die in ihr genannten Autor entnazifiziert werden. (vgl. 39-64, bes. 47). Die Schlussfolgerung, altes Gedankengut wird neu verpackt und mittels gewagter und oft falscher Interpretationen als einzigen Ausweg vor dem Chaos den Sympathisanten angeboten. Die Hetze gegen die Flüchtlinge darf die rechten Parteien der Koalition nicht verleiten, ebenfalls in trüben Gewässern zu fischen.

Der Weg zur AfD – die Sammlung der Kräfte.(S. 64 ff) Die neue Rechte war aber auch nicht nur eine Neuformierung, sondern ihre Anhänger hingen in den achtziger Jahren enger mit der bürgerlichen Rechten zusammen als heute, berichtet Weiß und analysiert die Entwicklung der „Jungen Freiheit“. 2000 entstand das oben genannte Institut für Staatspolitik (IfS) mit dem sich Karlheinz Weißmann und Götz Kubitschek für die Theoriearbeit einsetzten. 2003 wurde die AfD gegründet, deren innerparteilicher Streit zwischen Nationalkonservativen und Völkisch-Nationalen (S. 83-92, bes. S. 91) immer weiter schwelt. Die Identitäre Bewegung (IB) nimmt hauptsächlich die Flüchtlingsfrage als Gefahr für Europa in den Blick (S. 93-117) und kann ihre „Traditionsbestände“ (S. 118) nicht verbergen. Zur rechten Ecke gehört auch „Pegida“ und „HogeSa“ 2014 in Köln.

Das „Abendland“ wird einem eigenen Kapitel von Weiß als Begriff untersucht: S. 155-168 und als willkürlicher „Kampfbegriff“ im Sinne einer „Verbrämung eines neu angelegten ‚Rassenkampfes'“ (S. 186) eingeordnet. Dahinter erscheint auch der Traum eines „eurasischen‘ Kontinentalbündnis[ses] Moskau-Berlin(-Paris)“ (S. 202)

Was lernen wir aus Weiß‘ Buch? Die Kenntnisse der Ursprünge der sich jüngst neu zusammengefundenen populistischen politischen Gruppierungen verrät ganz erstaunliche Einsichten. Die jüngsten Debatten um die „faked News“ oder neuamerikanisch „postfaktische“ Behauptungen müssen ernstgenommen werden, bevor manche sie als Wahrheiten verkaufen. Bleiben wir hellwach, wenn uns Feststellungen genannt werden, um daraus sogleich politische Programme abzuleiten.

Volker Weiß
> Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes
1. Aufl. 2017, 304 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94907-0

Nachgefragt: Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten

Mittwoch, 15. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Gestern hat der Philosoph Daniel-Pascal Zorn in der Stiftung Geißstrasse 7 in Stuttgart sein jüngst erschienenes Buch > Logik für Demokraten. Eine Anleitung vorgestellt. Das war eine beeindruckende Veranstaltung.(1) Zorn hat eine gut Stunde lang seinen Ansatz und die Argumente in seinem Buch in einem präzisen Vortrag sehr überzeugend erläutert. Ohne Moderator! SO wie 2007 Günter Grass

> Alle Termine zu diesem Buch

seinen Band Beim Häuten der Zwiebel vorgestellt hat. Wir nennen ihn hier als Beispiel, weil so gelungene Veranstaltungen ohne die Moderatoren oder Gesprächspartner leider so selten sind.

Am besten ist es, wenn die Autoren alleine ihr Buch vorstellen und sich hinterher den Fragen des Publikums stellen. In diese Reihe mit diesem wunderbaren „Format“ gehört also jetzt auch Oliver-Pascal Zorn. Getreu unserer Bloggewohnheiten, erst der > Lesebericht dann der Artikel Nachgefragt konnten wir auch bei diesem Anlass dem Autor einige Fragen stellen:

Unsere Fragen:

Angesichts des Erstarkens der Rechtspopulisten wie die AfD, möchten Sie die Demokraten stärken bei uns für den Dialog vonn neuem fit machen. > Logik für Demokraten lautet der Titel Ihres jüngst bei Klett-Cotta erschienenen Buches. Sie verstehen es als eine Anleitung – wozu?
Wie lautet Ihre Diagnose, wenn sie die Qualität des demokratischen Diskurses in der Bundesrepublik betrachten?
Auf dem Klappentext Ihres Buches steht: „Demokratie verpflichtet. Uns alle. Offen sein, zuhören, argumentieren!“ Reicht das?
Sie beklagen die deutschen Debattenkultur: „Die langersehnte Repolitisierung der Gesellschaft verkommt zum geistigen Schubladenkampf“, heißt es auf S. 10 f. Soweit die Diagnose. Welche Hilfsmittel möchten Sie Demokraten bei uns an die Hand geben?
Warum sollte man ein wenig in der griechischen Geschichte bewandert sein?
Welche Vorteile bekommt der Leser, wenn ein Philosoph wie sie und kein Politikwissenschaftler über unsere Debattenkultur sich äußert?
Sie schreiben viel über populistisches Denken. Reichen Ihre Handwerkzeuge, um es zu entlarven?

1. Michael M. Seehoff hat auf seinem Blog über die Buchvorstellung Logik für Demokraten berichtet, > Die Wucht der Worte – 15.03.2017

Daniel-Pascal Zorn
> Logik für Demokraten. Eine Anleitung
1. Aufl. 2017, 314 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-96096-9

Buchvorstellung in Stuttgart: Daniel-Pascal Zorn, Logik für Demokraten. Eine Anleitung

Sonntag, 12. März 2017

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Hatespeech, demagogische und populistische Sprache: Logik für Demokraten. Eine Anleitung

Di, 14.3.2017, 19:00 · Stiftung Geißstrasse 7 · Stuttgart, Baden-Württemberg

„“Stell’ dir vor, du sollst mit Frauke Petry, Norbert Hofer, Donald Trump und Christoph Blocher diskutieren…“ Demokratisches Handeln und Denken hat nur Bedeutung, wenn es immer wieder eingeübt wird. Es gibt dem Leser die Denkwerkzeuge an die Hand, um sich den Gegnern und Feinden demokratischen Denkens entgegenzustellen.

Autorenlesung mit Daniel-Pascal Zorn. Eine Veranstaltung im Kooperationsprojekt „Wucht der Worte“ (Stiftung Geißstraße, Verlag Klett-Cotta u. Stuttgarter Schriftstellerhaus).“ (Ankündigung des Veranstalters)

Daniel-Pascal Zorn
> Logik für Demokraten. Eine Anleitung
1. Aufl. 2017, 314 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-96096-9

und:

Logik für Demokraten. Eine Anleitung zum Umgang mit populistischen Argumentationen
DO 01.06.17, 19:00 – 21:00 Uhr
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Referent: Dr. Daniel-Pascal Zorn, Studium der Philosophie, Geschichte und Komparatistik. Forschungsschwerpunkte: Argumentationstheorie und Philosophiedidaktik. Kolumnist und Sachbuchautor.

Weitere Informationen: > https://www.torial.com/daniel-pascal.zorn

Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €
Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68 -150

Vortrag und Diskussion: Gerhard Schweizer, Syrien verstehen und 2 x Nachgefragt…

Freitag, 24. Februar 2017

schweizer-islam-verstehenGerhard Schweizer Syrien verstehen. Die Hintergründe eines Bürgerkriegs, der die Welt erschüttert:
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
2. März 2017 – 19 Uhr

Gerhard Schweizer wurde 1940 in Stuttgart geboren. Er wurde an der Universität Tübingen in Empirischer Kulturwissenschaft promoviert. Er lebt als freier Schriftsteller in Wien. Er ist einer der führenden Experten für die Analyse der Kulturkonflikte zwischen Abendland und Orient und gilt als ausgewiesener Kenner der islamischen Welt. Gerhard Schweizer hat dazu mehrere Bücher veröffentlicht, die als Standardwerke gelten. Einem breiten Publikum wurde er vor allem durch seine Bücher über den asiatischen und arabischen Raum bekannt:

Vor seinem Vortrag über Syrien hatten wir ein Gelegenheit, Gerhard Schweizer nach seinem Buch > Islam verstehen zu befragen:

Diese Seite muss erst vollständig geladen sein. Das Fotoalbum öffnet sich per Klick auf ein Foto auf schwarzem Hintergrund, rechts erscheint ein Pfeil zum Weiterklicken. Schließen mit Klick auf CLOSE rechts unten. Tipp: F 11 vergrößert den Bildschirm:

Und dann konnten wir mit Gerhard Schweizer auch noch ein Gespräch über sein Buch > Syrien verstehen führen:

„Syrien faszinierte jahrzehntelang die Reisenden durch die Gastfreundschaft seiner Bewohner, durch die Vielfalt seiner jahrtausendealten Kultur und das scheinbar friedliche Nebeneinander von Sunniten, Schiiten, Alawiten, Drusen und Christen. Syrien irritiert nun aber durch einen Bürgerkrieg, der die bisherigen Grundfesten des Nationalstaates sowie das mühsam ausbalancierte Zusammenleben der Religionsgemeinschaften und letztlich das historische Erbe syrischer Kultur zu zerstören droht. So entsteht eine Parallele nicht nur zur Entwicklung im multireligiösen Irak und Libanon, sondern in mancher Hinsicht auch zu Europa im Zeitalter der christlichen Glaubenskriege vor dem epochalen Umbruch der Aufklärung.“ > Hospitalhof, Stuttgart

schweizer-islam-verstehen schweizer-syrien-verstehen schweizer-tuerkei-verstehen
Gerhard Schweizer,
> Islam verstehen. Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Politik
1. Aufl. 2016, 610 Seiten, broschiert, mit Register
ISBN: 978-3-608-98100-1
Gerhard Schweizer,
> Syrien verstehen Geschichte, Gesellschaft und Religion
2. Aufl. 2015, 503 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-94908-7
Gerhard Schweizer
> Türkei verstehen.
Von Atatürk bis Erdogan
1. Aufl. 2016, ca. 480 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-96201-7

Lesebericht: Hans Hopf, Flüchtlingskinder gestern und heute

Donnerstag, 23. Februar 2017

hopf-fluechtlingskinderDie Erinnerung an das eigene Flüchtlingsschicksal und die psychoanalytische Betrachtung der Flüchtlingskinder heute, insbesondere der nichtbegleiteten Kinder und Jugendlichen, die bei uns auf der Suche nach Beistand und Hilfe ankommen, machen das Buch > Flüchtlingskinder gestern und heute. Eine Psychoanalyse von Hans Hopf zu einer ganz besonderen Lektüre und einer Pflichtlektüre für alle die mit Flüchtlingen zusammenkommen und besonders für alle, die meinen, ihnen mit Abneigung begegnen zu müssen. Es geht nicht darum, die Situation der Kinder inmitten der Wirren der letzten Kriegsmonate in Deutschland mit Flucht und Vertreibung mit den Traumata der heutigen Flüchtlingskinder zu vergleichen. Hopf berichtet seine Erlebnisse als Kind, Schüler und Jugendlicher, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Schicksalen von damals und heute zu erklären. Damals standen die entsprechenden psychoanalytischen Begriffe und Therapien noch gar nicht zur Verfügung. Aber den Fremdenhass, den gab es damals auch schon. Unumwunden erzählt er von seiner eigenen psychoanalytischen Behandlung, die ihm im Alter von 20 Jahren ein Verständnis für und eine Verarbeitung seiner persönlich erlittenen Traumata ermöglicht hat. Es war ein Glücksfall, dass seine Therapeuten damals ihm den Weg zu seinem Beruf als Psychotherapeut gezeigt haben, den Hopf so erfolgreich eingeschlagen hat.

Das Kriegs- und Vertriebenenkind Hans Hopf kommt mit seiner Mutter ohne Vater aus dem Sudetenland in die Nähe von Stralsund. Zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr ist er wohlbehütet aber getrennt von seiner Familie bei seiner Großmutter. Als schulpflichtiges Kind kommt er zu seiner Familie in eine Lager nach Nordhessen, später in die Oberrealschule nach Bamberg. Aus dem an harten Entbehrungen so gewöhntes Kind wird ein Einser-Schüler.

> Lesebericht: Karl Heinz Brisch (Hg.), Bindung und Migration

Karl Heinz Brisch (Hg.)
> Bindung und Migration
1. Aufl. 2015, 288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94939-1

Dieses Buch hat den Untertitel „Eine Psychoanalyse“. In kurzer und sehr prägnanter Form, anhand einiger weniger exemplarischen Schicksale, erläutert der Autor hier die wesentlichen psychoanalytischen Begriffe, mit denen die Therapiebedürfnisse der zu uns geflüchteten Kinder verstanden werden können. Manche dieser Begriffe waren damals, als die Familie von Hopf aus dem Sudtenland floh, noch nicht beschrieben. Fehlentwicklungen waren bekannt, aber es fehlten die Methoden, um ihren Auswirkungen in Form von Therapien begegnen zu können. Gefahrensituationen, die Hemmung der „zentralen Ich-Funktion“ führen zu Traumata (vgl. S. 83) und posttraumatischen Belastungsstörungen. Schwierigkeiten bei der Beherrschung von Angst, Wut und sexuellen Impulsen können die Folge sein (vgl. S. 88)

Die schnelle Erlernung der deutschen Sprache, die Wohnsitzzuweisung und eine Beschäftigung müssen durch „grundlegende Regeln des Zusammenlebens in Deutschland“ (S. 100 f.) ergänzt werden. Soll eine Integration erfolgreich sein, darf keine Zeit verloren werden. En passant erwähnt Hopf das Zusammengehörigkeitsgefühl (nach Mario Erdheim) als wichtige Komponente der Integration. (vgl. S. 108)

Traumatisierungen sind fundamentale Bindungsstörungen, deren Symptome auf keinen Fall mit Ritalin behandelt werden dürfen. Es geht nicht darum, die Kinder ruhigzustellen, sondern sie anzuhören und sie zu verstehen. (vgl. S. 111)

Jede pädagogische und psychotherapeutische Maßnahme glückt umso eher, wenn die Eltern eingebunden sind. (vgl. S. 120) Flüchtlingskindern zu helfen, das verlangt viele auf sich abgestimmte Maßnahmen. (S. 121)

Mit der eigenen Traumageschichte erklärt Hopf die Begriffe, mit denen Traumata erkannt und behandelt werden können: Ein Trauma verbunden mit Todesangst hat gravierende Konsequenzen: Der Reizschutz des Individuums wird durchbrochen.“ (S. 126) Depressive Störungen sind die Folge. Dissoziation (S. 133), die Gefahr des Wiedererlebens (Triggern), die Derealisation (S. 134), Hyperarousal oder Flashbacks (S. 135) sind weitere Symptome. Trifft das traumatisierte Kind auf eine vertrauenswürdige neue Bezugsperson, das es als „seelischen Container“ (S. 146) nutzen darf, ist Aussicht auf Besserung in Sicht.

> Nachgefragt: Hans Hopf, Die Psychologie des Jungen – 9. Mai 2014 von Heiner Wittmann

Das durch die eigene Erfahrung geschärfte Bewusstsein für die psychischen Probleme der Jungen ist für Hopf die Grundlage für das Kapitel „Väter, Männer und Jungen“ (S. 169-186). Danach erläutert er die Stellung des Jungen in den muslimischen Familien. „Prävention und Psychotherapie“ lautet die Überschrift des Kapitels, das den Bericht von Amal „Das schwarze Leben“ aus Somalia enthält.

www.france-blog.info:
> Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften

„Das Virus der Fremdenfeindlichkeit“ lautet die Überschrift des letzten Kapitels, das die Fremdenfeindlichkeit auch als eine Art der Persönlichkeitsstörung (vgl. S. 221 f.) deutet.

In einer konzisen Form stellt Hans Hopf hier die Begriffe Methoden der heutigen Psychotherapie vor, mit denen die erlittenen Traumata und Ängste der Flüchtlingskinder, die hilfesuchend zu uns kommen, behandelt werden können. Die Kürze dieses Buches kontrastiert mit der Nachhaltigkeit, mit der Hopf es versteht, uns allen Begriffe und Überzeugungen an die Hand zu geben, mit denen wir vielen Formen von aufkeimenden Fremdenhass begegnen können. In der Masse handelt der Mensch auch häufig anders als er es eigentlich vor hat. (vgl. S. 75) Zuerst sprachen wir von einer Willkommenskultur und unsere Politiker haben es 2016 versäumt, diesen Begriff zu interpretieren und zu vermitteln, heute werden unsere Medien von dem Wort „Abschiebung“ beherrscht. Es wird Zeit, dass die Akteure dieses Geschehens das Buch von Hans Hopf lesen.

Hans Hopf,
> Flüchtlingskinder gestern und heute. Eine Psychoanalyse
1. Aufl. 2017, 237 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-96097-6

Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017

Donnerstag, 16. Februar 2017

Zwei Autoren aus dem Progamm von Klett-Cotta wurden für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 nominiert:

kronauer-scheik-aachen-110Brigitte Kronauer, > Der Scheik von Aachen. Roman, Klett-Cotta 2016: „Anita kommt zurück, findet bei dem Antiquitätenhändler Marzahn ein Anstellung. Und da ist noch Mario, der Bergsteiger in den Anita sehr verliebt ist. Die Gespräch mit Marzahn kreisen um Liebe zwischen Tragik und Lächerlichkeit. Und ihre Tante lauscht den Geschichten Anitas in Anlehnung an Wilhelm Hauffs Zyklus »Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven«,“ stand hier auf dem Blog: Lesebericht: Brigitte Kronauer, Der Scheik von Aachen. Roman (I).

Weiss, Autoritäre RevolteVolker Weiß legt mit einem Buch > Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes, Klett-Cotta 2017, eine Analyse des neuen rechten Denkens vor. Er stellt Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen Pegida, AfD & Co mit ihren Strategien und Methoden vor. Wo kommen die Kader der neuen rechten Bewegungen her? Nationalistische Strömungen der Vergangenheit, die der Nationalsozialismus verdrängt hatte, kommen wieder an die Oberfläche. Wo sind die Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus? Er demaskiert die antiliberalen Phrasen der Rechten und erklärt, dass »Abendländer« und Islamisten in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung wie Waffenbrüder auftreten. Die Ergebnisse seines Buches zeigen die Dürftigkeit der neuen Bewegungen und rufen dazu auf, diesen neuen autoritären Strömungen und Zumutungen ganz entschieden entgegenzutreten.

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017

> Brigitte Kronauer
> Der Scheik von Aachen
Roman
1. Aufl. 2016, 399 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98314-2

Volker Weiß
> Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes, Klett-Cotta 2017
1. Aufl. 2017, ca. 256 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94907-0

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
Klett-Cotta is proudly powered by WordPress and the 3 Column Relaxation Theme from Clemens Orth.
Entries (RSS) and Comments (RSS). 32 queries. 0,199 seconds.