Verlagsblog

Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Marbach am Neckar: Interdisziplinäre Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier

Freitag, 3. Mai 2013

Do, 09. Mai 2013 – Sa, 11. Mai 2013
> Interdisziplinäre Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier

Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar


<<< Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger

Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: “350 Jahre Verlagsgeschichte! Man stelle sich die Menge an Briefen vor, die das literarische Programm gerade eines Verlags wie Cotta dokumentieren, der die Bücher von Goethe, Schiller, Hegel, Hölderlin und Heine betreut hat. Stephan Askani und Frank Wegner haben gesichtet und ausgewählt. Jetzt ist ihr Buch mit den Briefen der Autoren an die Herausgeber erschienen: > Cotta – »Das gelobte Land der Dichter« Briefe an die Verleger Gestern habe ich die beiden Herausgeber dieses Buches besucht und sie haben Fragen zu ihrer Auswahl und überhaupt zum Verhältnis zwischen Autoren und Verlegern beantwortet.Es geht um 350 Jahre Verlagsgeschichte in Briefen. ”

> Cotta – »Das gelobte Land der Dichter«
Briefe an die Verleger

Mit einem Vorwort von > Brigitte Kronauer
Ausstattung: gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
168 Seiten
ISBN: 978-3-608-93904-0


Johann Friedrich Cotta gilt als Repräsentant der klassischen Buch- und Wissenskultur. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Cotta-Verlag zu einem der bedeutendsten europäischen Verlage, der zugleich Fach- und Universalverlag war. Durch eigene Druckereien (mit den ersten dampfmaschinengetriebenen Schnellpressen) und durch Zweigunternehmungen trieb er die Entwicklung des Verlags zu einer Art Medienkonzern voran. Die in seiner Literarisch-Artistischen Anstalt produzierten Lithographien trugen wesentlich zur Popularisierung von bildender Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei. Doch Cotta hielt auch Anteile an einer Flachsspinnerei in Heilbronn und an Dampfschifffahrtsgesellschaften. Zudem war er ein homo politicus, nicht nur bei seinen zahlreichen publizistischen Projekten, sondern auch als Abgeordneter im württembergischen Landtag, bei diplomatischen Missionen in Wien und Paris oder bei den Zollvereinsverhandlungen zwischen Preußen, Bayern und Württemberg.

Eine gemeinsame Veranstaltung des IZKT und des Deutschen Literaturarchivs Marbach unter der Schirmherrschaft von Michael Klett.

Konzeption und Organisation: Helmuth Mojem (Cotta-Archiv) & Barbara Potthast (Universität Stuttgart).

Öffentliche Abendvorträge:

Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie
Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar, Do, 09. Mai 2013 20:00
“Interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.” | Öffentlicher Vortrag – Ernst Osterkamp: Goethe – Cotta – Boisserée. Klassisch-romantische Phantasmagorie

> Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit

Vortrag, Fr, 10. Mai 2013 20:00
Thomas Steinfeld: Neueste Weltkunde. Johann Friedrich Cotta und die Sache der Öffentlichkeit
> Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70174 Stuttgart

Es mochten zwei Wochen vergangen sein, bevor die Zeitschriften aus Paris in Weimar ankamen. Aber wenn sie da waren, wurde der kleine Zirkel um den Hofrat Goethe zu einem Teil der französischen Hauptstadt. Es mochten Monate vergangen sein, bis ein von Cotta neu verlegtes Buch Goethes seine Leser irgendwo in der Provinz erreichte. Aber wenn es dann aufgeschlagen wurde, war Weimar in der Welt. „Öffentlichkeit“ nennt man, was so entsteht. Aber diese „Öffentlichkeit“ ist eine Abstraktion:


Aus unserem > Lesebericht auf dem Blog von Klett-Cotta: “Cotta war unserer Zeit voraus. Nein, ich verdrehe nichts. Es ist unglaublich, wie er als Verleger in das Paris der französischen Revolution reist, wo Köpfe rollen und er mit Ministern verhandelt. Später mischt er an entscheidender Position im Streit um Verfassungsfragen mit, Ende der zwanziger Jahre macht er mit an vorderster Front, wenn es um die Zollunion geht, wie Herr Genscher ständig unterwegs von Hof zu Hof. Er habe nur hinter den Büchern gehockt? Weit gefehlt! In die Dampfschifffahrt hat er investiert. Er war also für alles Neue aufgeschlossen, ist mitgefahren, hat sich begeistern lassen und nebenbei seinen Verlag durch an allen Klippen der Zensur vorbei manövriert. Und dauernd gerechnet. natürlich um Gewinn zu machen”

Peter Kaeding,
> Die Hand über der ganzen Welt
Johann Friedrich Cotta – Der Verleger der deutschen Klassik

1. Aufl. 2009
Ausstattung: Leinen mit eingelassenem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen
496 Seiten
ISBN: 978-3-7681-9712-0


Es gibt sie nicht jenseits von Papier, Druck und Datenspeichern, von Publikationsrhythmen und Vertriebswegen. „Öffentlichkeit“ besteht in vielgestaltigen Sachen, und ihre dinglichen Qualitäten sind die Gestalt, in der sie sich organisiert: Bücher, Zeitschriften, Zeitungen. Es kam nicht von ungefähr, dass der Verleger Cotta mit Napoleon verglichen wurde: Er war ein Stratege der Expansion moderner Öffentlichkeit. Darum lässt sich im Blick auf ihn nicht nur viel über den Beruf des Verlegers lernen, sondern auch über das Funktionieren moderner Gesellschaften.

Thomas Steinfeld, Germanist, Schriftsteller, Titularprofessor am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Luzern leitet das Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“.

Vortrag in der Reihe „Kulturtheorien“, veranstaltet vom IZKT in Kooperation mit der Breuninger Stiftung und der Stadtbibliothek Stuttgart, zugleich öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der > interdisziplinären Tagung: Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Verleger, Unternehmer, Technikpionier.:


> Festakt zum 350. Cotta-Jubiläum 23. November 2009

Am Montag, 23. November 2009, wurde im Stuttgarter Rathaus mit einem Festakt das 350. Cotta-Jubiläum gefeiert. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster würdigte den Verlag Cotta, die Verdienste seiner Verleger, besonders von Johann Friedrich Cotta und und die des heutigen Verlegers Michael Klett. MIT TON

Buchpräsentation
Stefan George, Sämtliche Werke in 18 Bänden

Dienstag, 16. April 2013

> Buchpräsentation im Literaturhaus Stuttgart am Donnerstag, 18. April 2013, 20 Uhr
»Poetry is praise« – Stefan Georges “Sämtliche Werke“
Bernhard Böschenstein, Michael Klett, Ute Oelmann, Wolfgang Graf Vitzthum

Jetzt ist die > Die große Gesamtausgabe von > Stefan George (1868-1933) bei Klett-Cotta komplett. Sie liegt jetzt in der der neuen, annotierten kritischen Ausgabe der »Sämtlichen Werke in 18 Bänden« zum 80. Todestag des Dichters 2013 geschlossen vor. Die Neuedition folgt im Wortlaut und in der Bandaufteilung der 18-bändigen »Gesamtausgabe der Werke endgültige Fassung«.

Der neue Apparat jedes Bandes enthält:
1. Eine Einleitung zur Entstehungsgeschichte
2. Ein Verzeichnis aller bekannten Handschriften und frühen Drucke
3. Angaben zur Datierung von Zyklen sowie aller einzelnen Texte
4. Ein Variantenverzeichnis, das sämtliche Abweichungen der frühen Überlieferung von der Ausgabe letzter Hand lemmatisiert erfasst
5. Wort- und Sacherläuterungen sowie Erläuterungen zu Personen

Helmut Heißenbüttel sagte über Geroge: »An Gedichten Stefan Georges habe ich, 1938/39, zuerst erfahren, was ein Gedicht sein kann. Ich möchte das ganz wörtlich verstanden wissen. Als etwas, gegen das Faszinationen, wie sie für mich später mit Rilke und Benn auftauchten, nicht ankommen …
Die Gedichte, die vor allem aus dem ›Jahr der Seele‹, dem ›Siebenten Ring‹ und dem ›Neuen Reich‹, waren einfache Exempel dafür, wie man Sprache in etwas verwandeln kann, das mehr ist als das bloße Sprechen. Etwas, in dem etwas zur Sprache kommt, das nur so, in dieser Konzentration deutlich werden kann.«

> Die Ausgabe der Werke von Stefan George im Überblick

> www.stefan-george-gesellschaft.de
> Stefan George und die literarische Übersetzung
   Jahrestagung der Stefan-George-Gesellschaft 2013
   Stefan-George-Haus, Bingen, 26.-27.10.2013
> Stefean-Geroge-Archiv Württembergische Landesbibliothek, Dr. Ute Oelmann
> Stefan George – Bibliographie der der Universitätsbibliothek der FU in Berlin

Blog Klett-Cotta:
Mehr als fünf Stunden Video in 24 Sendungen

Mittwoch, 3. April 2013

Unsere Blogmethode: Zuerst meist der Lesebericht, z.B. > Lesebericht: Marina Weisband, Wir nennen es Politik, manchmal auch Vorgefragt, wenn das Buch noch nicht gelesen wurde > Vorgefragt: Oliver Plaschka, Das Licht hinter den Wolken und nach den Leseberichten (keine > Rezensionen, die erscheinen woanders) erscheint hier, soweit terminlich alles passt, und der Blogautor den Autor des Buches treffen kann, der Film: Nachgefragt: z.B. > Nachgefragt: Jörg Magenau, Brüder unterm Sternenzelt. Friedrich Georg und Ernst Jünger.


Lesung und Gespräch:
Marina Weisband, Wir nennen es Politik

Samstag, 16. März 2013
Gerade ist das Buch > Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie von Marina Weisband bei Tropen erschienen. Auf der schon legendär gewordnen Tropen-Party im Club Tropicana in Leipzig anlässlich der Leipziger Buchmesse hat sie zum ersten Mal aus ihren Buch gelesen. Mit unserem > transportablen kleinen TV-Studio ohne wirklich korrekte Beleuchtung vor Ort haben wir für den Blog die Lesung und einige Ausschnitt aus dem Gespräch mit Tom Kraushaar aufgezeichnet.

Der Lesebericht: > Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie

Marina Weisband
> Wir nennen es Politik. Ideen für eine zeitgemäße Demokratie
1. Aufl. 2013, 174 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50319-7


> Alle Termine zu diesem Buch


Annett Meiritz > Debatte um Online-Parteitage: Piraten drängen auf Mitmachrevolution SPIEGEL ONLINE, 9.3.2013

Buchpremiere in Leipzig: Oliver Plascka, Das Licht hinter den Wolken

Montag, 11. März 2013

Im gerade angekommenen > Klett-Cotta-Paket war auch das neue Buch von Oliver Plaschka > Das Licht hinter den Wolken. Lied des zwei Ringe Lands. Am Freitag haben wir uns auf der Frankfruter Buchmesse verabredet. “Nachgefragt…” wird dann der Beitrag heißen für den wir unser transportables TV-Studio unser Videogespräch aufzeichnen werden.

Anlässlich des Erscheines dieses Buches lädt Klett-Cotta zur Buchpremiere am Samstag ein:

La Chocolaterie
Waldstrße 12 – 04105 Leipzig
Samstag 16. März 2013 – 20 Uhr
Freier Eintritt

Es geht wieder um Magie, wie in seinem letzten Buch > Der Magier von Montparnasse, aber diesmal ist sie wohl der Welt abhandengekommen. Den Thron hat einer neuer Kaiser eingenommen, der die letzten Überlebenden der alten Völker umbarmherzig bis an die Grenzen der Welt verfolgt. April und der Söldner Janner fliehen. Es passiert ein Mord, April und Janner werden Gesetzlose. Dann treffen sie auf den nuralten Zauberer Sarik, der mit aller Macht das Ende der Magei aufhalten will. Und es werden sehr seltsame DInge passieren, die den Lauf der Welt verändern werden.

Oliver Plaschka
> Das Licht hinter den Wolken
Lied des Zwei-Ringe-Lands

1. Aufl. 2013, 686 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-93916-3 Auch als E-Book erhältlich

Lesereise: Joe R. Lansdale, Dunkle Gewaesser

Freitag, 22. Februar 2013

Als die schöne May Lynn tot aus dem Wasser gezogen wird, fängt die Suche nach dem geld an, das ihr Bruder sich mit einem Banküberfall beschafft werden soll. Und zunächst interessiert sich niemand dafür, wer May ermordert haben könnte. Auf die Lektüre folgt hier der Lesebericht.

»Bisher das beste Frühjahrsbuch 2013, das ich gelesen haben. Voller Humor, Liebe, Abenteuer und herrlich schräger Figuren. Eine moderne Huck Finn Geschichte, eine Reise auf dem Fluss, witzig, spannend, krude, nur schade um das schönste Mädchen …« Inge Baeuchle, Buchhandlung Baeuchle, Hinterzarten

» Joe R. Lansdale liest aus >Dunkle Gewässer und wird bei seinem Deutschlandbesuch von seiner Tochter Kasey begleitet, die Countrysängerin ist und > einen Song zum Buch geschrieben hat! Am Freitag, 15.3. geht es in Berlin los. Und am 16.3. sehen wir uns in Leipzig. > Alle Termine zu diesem Buch.

Joe R. Landale
>
Dunkle Gewässer/a>
Krimi, aus dem Englischen von Hannes Riffel (Original: Edge of Dark Water)
1. Aufl. 2013, 320 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50131-5

Buchpremiere: Torsten Schulz, Nilowski

Freitag, 22. Februar 2013

Noch ist es kalt, aber das Frühjahr mit den Lesungen bei Klett-Cotta beginnt in wenigen Tagen:

Torsten Schulz liest aus Nilowsky. Die Buchpremiere findet am 28. Februar 2013 um 20 Uhrin der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz statt Und hier gibt es einen Flyer zu dieser Premiere.

Nilowsky ist recht eigen und lässt sich von Markus Bäcker anhimmeln. Nilowsky übt auf ihn eine Faszination aus, er mit seinen recht seltsamen Vorstellungen vom Leben und der Liebe. Als Markus Bäcker sich in Carola, in Nilowskys große Liebe verliebt, wird ihre Freundschaft ihm fast zum Verhängnis…

Über > www.zehnseiten.de

Wenn de Lesebericht zu diesem Buch fertig ist, darf unser Blog vielleicht auch > nachfragen.
Es geht auch um das Erwachsenwerden, mit dem Markus Bäcker irgendwie immer gekämpft hat. Der Lesebericht folgt hier.

Torten Schulz
> Nilowski
Roman
2. Aufl. 2013, 285 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-93971-2

Buchpremiere:
Johanna Dombois und Richard Klein
Richard Wagner und seine Medien

Mittwoch, 6. Februar 2013

Am Sonntag, 3. Februar 2013 lud der Verlag Klett-Cotta zur Buchpremiere im Foyer im ersten Stock der Stuttgarter Oper: > Richard Wagner und die Medien. Für eine kritische Praxis des Musiktheaters. Was für ein gediegener Rahmen für dieses großartige Buch. Fadenheftung, 50 meist farbige Abbildungen! Ausgehend von “Richard Wagner und seinen Medien” wird in diesem Buch auf sehr informative und kritische Art die Praxis des Musiktheaters untersucht.

In der Oper begrüßte der Lektor des Buches, Thomas Kleffner, die Gäste. Die Leitung des Gesprächs übernahm Sergio Morabito.

In diesem Buch lernt man eine ganze Menge über Medien. Wenn heute Studenten sagen, sie möchten später mal “was mit Medien” machen, sollten sie unbedingt dieses Buch lesen. Zum einen wird hier erklärt, was Medien sind, und an konkreten Musikbeispielen wird dargelegt, was Medien vermitteln können. Die Einleitung der beiden Autoren (S. IX-XIX) macht unmissverständlich klar, dass es in diesem Buch um viel mehr als nur Wagner geht. Jemand sagte mir, er habe es nicht so mit Wagner, als ich ihm das Buch zeigte. Würde er diese kleine Hürde überwinden, hätte er es hinterher umso stärker mit den Medien und wahrscheinlich obendrein auch noch erst recht sogar heftig mit Wagner. Ich gebe zu, im Buchladen wäre ich vielleicht auch (an der Dicke) dieses Buches vorbeigelaufen, obwohl das Cover richtig gut gelungen ist: Ein Blick in die Technik und in die Oper. Diese Kombination macht neugierig. Da sich dieser Blog vorgenommen hat über neu erschienene Bücher von Klett-Cotta zu berichten und dieses Buch endlich geöffnet vor mir liegt, wird klar, wie gut es den beiden Autoren gelingt, ihre Leser in ihren Bann zu ziehen. “Besonders die ‘Neuen Medien’ sind für ein zeitgemäßes Wagnerverständnis wichtig, doch nicht alles kann sich um sie drehen. Eher darum, den Stellenwert des Neuen verständlich zu machen, indem wir die “alten Medien analytisch im Blick halten,” (S. X) schreiben Dombois und Klein. Ein Buch macht sich seine Leser, sie müssen es erst nur erst mal aufschlagen

Und dann geht es richtig los. Lehnen Sie sich zurück. Sie sitzen in der ersten Reihe. 1. Kapitel “Encore: Das Lied der unreinen Gattung. Zum Regietheater in der Oper:” “Keine Oper kann dem Konflikt zwischen Realismus und Theater ausweichen.” (S. 9) – Auch wenn ich pro Kapitel einen Satz nur zitiere oder zusammenfasse, bin ich heute Abend noch nicht fertig. Da wird der Blog zum Ring. Dann rezensiert Johanna Dombois Ulrich Schreibers letzten Streich den Opernführer für Fortgeschrittene im 399. Jahr des Bestehens der Oper. Richard Klein berichtet über Carl Dahlhaus oder die Musikwissenschaft im Clinch mit dem Musiktheater. “Kein Schwank” aus der Feder von J. Dombois erläutert, was heute Kommunikation ist. Danach erklärt sie die “Szenographie des Wagner-Vorhangs”: “Das Auge, das sich wechselnd öffnet und schießt.” Danach geht es um “Die ‘complicirte Ruhe’Schlaf als Struktur in Wagners Theater”, worüber bisher kaum oder nichts geschrieben wurde. Richard Klein berichtet über das Vorspiel zu Rheingold Raumkonstruktionen.

Johanna Dombois

Johanna Dombois und Richard Klein bringen die Themen zusammen, die bei Wagner zusammengehören, in der Interpretation aber meist getrennt werden: Schrift, Musik und Theater. In 23 Beiträgen wird Wagners Werk als Modell für ein Musiktheater von heute entfaltet, in dem alte Wahrheiten wie Neue Technologien ihren Platz finden. Die Bandbreite der sprachlichen Formen – philosophische Abhandlung und Künstlertext, Essay und Manual, Dramolett, Rezension und Gespräch – steht dabei für das »Experimentelle im Repertoire« und ein Theater der Medien, das einmal keinen ruinösen Widerspruch zur Tradition der Werke bildet. Überall werden Einblicke in den inszenatorischen Alltag mit ästhetisch-politischer Kritik verzahnt. So formiert sich auf der Grundlage von Wagners Musiktheater eine Neubestimmung der Oper. Besonders empfehlenswerte Lektüre ist das Kapitel: J. Dombois: Wagner und die Neuen Medien. Zehn Thesen, S. 424-447. Ein Gespräch mit der Autorin, das per Video aufgezeichnet wird, ist für Mitte März verabredet. Wir sehen uns dann hier auf dem Blog wieder?

Richard Klein

Die “Klangdramturgie” (S. 147-156) kommt nicht zu kurz. Klein erzählt auch über Wotan und analysiert dann “Die Tragödie der Zeit und das Problem des Politischen im Ring“. Auch einzelne Akte wie der III. Akt der Götterdämmerung. Ein bisschen unumgängliche Theorie, aber auch ein enorm profundes Wissen über die Aufführungspraxis zeichnet die Beiträge dieses Bandes aus, das beide Autoren bei der Besprechung und Bewertung vieler einzelner Szenen so eindrucksvoll zeigen. Wie kann man heute den Ring inszenieren? “Nach all den Jahren, Reden, Texten Proben ist eines klar: Der Ring lässt sich nicht mehr aus einem einheitlichen Gesamtkonzept heraus entwickeln.” (S. 281), da wird Dombois ganz formell: “Opus magnum / Opera minima”. Dann folgt “Das Fließwerk und der Tod”, Klein erinnert an Schlingensief in Bayreuth. Klein bespricht danach Marc A. Werners “Antisemitische Fantasien. Die Musikdramen Richard Wagners”, Berlin 2000.

Schaulust, und Applaus gehört auch zur Oper: “Die grausame Gunst des Applaus” hat Dombois ihren Beitrag genannt. Bis zum Ende des zweiten Teils hat er Leser genügend Material und Information bekommen, um den folgenden Teil über die Zusammenhänge von alten und die Neuen Medien sachgerecht einschätzen zu können. Klein legt einen Thesaurus der Träume Richard Wagners vor, und Dombois führt “Neue Technologien im klassischen Musiktheater” unter dem Titel Scheinschwangerschaften vor: “IV. Technik ist Entbergung und Entbergung ist Kunst”. (S. 382 ff) Dann R. Klein: “Wagners Medientechnologie – wie Friedrich Kittler sie sieht”: (Literaturhaus Stuttgart, 31.05.06, 20.00 Uhr > Liebe romantisch Friedrich Kittler Veranstaltungsreihe: Romantik. Vortrag. Fotos Heiner Wittmann)

Meine Zusammenfassung dieses Buches? Auf in die Oper.

Johanna Dombois ist Opernregisseurin; seit 1995 experimentelles Musiktheater und Medienkunst u.a. am Musiktheater Amsterdam, Akademie der Künste Berlin, Semperoper Dresden, ZKM Karlsruhe. 2001-05 Künstlerische Leiterin der »Bühne für Musikvisualisierung« des Beethoven-Hauses Bonn.

Richard Klein ist freier Autor, Musikphilosoph; Herausgeber der Zeitschrift »Musik & Ästhetik« (Klett-Cotta), 1998-2001 wissenschaftlicher Beirat beim »Stuttgarter Ring«, Bücher u. a. zu Wagner, Adorno und Bob Dylan.

Johanna Dombois Richard Klein
> Richard Wagner und die Medien. Für eine kritische Praxis des Musiktheaters
1. Aufl. 2012, 531 Seiten, Klappenbroschur mit Fadenheftung und Goldprägung, 50 farbige und s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-608-94740-3

Lesebericht: Ian Brodie, Herr der Ringe. Reiseführer zu den Schauplätzen

Dienstag, 9. Oktober 2012

Ian Brodie nimmt uns auf eines besondere Reise mit: > Herr der Ringe. Reiseführer zu den Schauplätzen. Wo brechen Frodo und die Seinen zu ihrer so überaus gefährlichen Reise auf? Wo genau ist die “Helms Klamm”, wo die Schlacht stattfindet? Und die “Grauen Anfurten” sind doch Häfen? Wo liegen die?

Ian Brodie führt uns mit diesem Buch zu allen wichtigen Drehorten, wo in Neuseeland der Film > Herr der Ringe gedreht wurde. Welche Plätze wurden für das Auenland, das Nebelgebirge (in den Neuseeländischen Alpen auf der Südinsel mit ihren Dreitausender) oder für die goldenen Wälder Lothlóriens, das Reich Celebors und Galadriels ausgesucht? Wo wurden Mordor und der Schicksalsberg gefunden? Brodies Reiseführer ist ein literarischer Führer und erzählt zugleich auch aufregende Filmgeschichte. Längere Ausflüge waren notwendig, um das Bruchtal zu finden. Für manche Orte wie Minas Tirith wurden gewaltige Kulissen gebaut. Brodie komponiert mit seinem Buch eine Ovation an die Naturschönheiten Neuseelands. Über die Hinuera Road kommt man nach Hobbingen, von wo aus man ins Auenland schauen kann. Reiseführer sind richtig gut, wenn man beim Durchblättern sich hier und da festliest. Die Schlacht des letzten Bündnisses, der Kampf Isildurs um den Ringe oder Gollums Fischfang sind dann gar nicht mehr so irreal, weil die Landschaft auch mehr als nur ein bisschen für die Wirklichkeit dieser Ereignisse bürgt. Ob nur auf Zelluloid oder einen modernen elektronischen Datenträger gebannt, egal, die Ereignisse haben hier wirklich stattgefunden. Der Baum, unter dem sich die Hobbits versteckten: S 41° 18.101′ – E 175° 47.319° (Diese Koordinaten gelten vom Pfad aus. (vgl. S. 45) -

Also wie angedeutet, das Festlesen in einem Reiseführer ist der erste Schritt zum Gedankenblitz, wie wäre es mit einer Reise nach Neuseeland? Normalerweise liegt das von hier aus gesehen geographisch, machbar und zeitlich völlig fern. Aber dieses Buch, diese Landschaft, die Schauplätze bei Queenstown (Karte S. 89) und ich habe einen Freund, der aus Neuseeland kommt… Ein richtiger Fan von > J.R.R. Tolkiens > Herr der Ringe wird mit diesem Reiseführer, den Karten mit Wegbeschreibungen zu den Drehorten sowie viele weitere Informationen zu Neuseeland mit Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurant-Tipps seine Reise in das Land des Herrn der Ringe perfekt planen können

Ian Brodie
> Herr der Ringe. Reiseführer zu den Schauplätzen.
Aus dem Englischen von Anja Welle (Orig: The Lord Of The Rings, Location Guide Book)
1. Aufl. 2012, 128 Seiten, broschiert, farbige, zahlreiche Abbildungen
ISBN: 978-3-608-93836-4

Wie genau haben Sie den HOBBIT gelesen?
Bilbo, Gandalf oder Gollum? Die Verkleidung gewinnt!

Donnerstag, 9. August 2012

Auf der Frankfurter Buchmesse vom 10.-14. Oktober 2012 wird Mittelerde Einzug halten. Wer am 13. Oktober bei seinem Besuch auf der Messe in einen Charakter aus dem »Hobbit« oder einem anderen Werk Tolkiens schlüpft, wird nur aufzufallen, sondern kann zu gewinnen. Mit Glück im besten Fall eine Reise nach Neuseeland für zwei Personen. Klett-Cotta hat noch ein paar Bücher als Preise draufgelegt.

Hier steht alles zum > Hobbit-Cosplay am Messe-Samstag.

Am Samstag, dem 13. Oktober zeigen die Hobbits, Orks und Elben ihr Cosplay-Können zeigen. Eine hochkarätige Jury wird ihr Urteil abgeben: Die Richard Taylor (Creative Director von Weta Workshop), Bruno Schwobthaler (Senior Vice President Marketing & Sales Warner Bros. Consumer Products) sowie Sonja Meier und Peter Müller (jeweils Cosplay-Spezialisten).

Tolle Preise zu gewinnen
Der 1. Preis ist eine Reise nach Neuseeland (Flug und Hotel) für zwei Personen.

2. Preis: Eine von Warner Bros. Pictures gesponserte Reise für zwei Personen zur Europa-Premiere von Peter Jacksons „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ inklusive Anreise und Übernachtung nach Berlin oder London.

3. – 5. Preis: Jeweils eine hochwertige ledergebundene Ausgabe von „Der Hobbit“ aus dem Verlag Klett-Cotta.

Die Erstplatzierten erhalten außerdem eine von Regisseur Peter Jackson exklusiv signierte “Herr der Ringe“-DVD. Als weitere Preise gibt es viele Hobbit-Bücher zu gewinnen.

Bitte nicht mehr anmelden, die Plätze für eine Teilnahme sind bereits ausgebucht!

Zum > HOBBIT Gewinnspiel

> > Der Hobbit oder Hin und zurück enthält die Übersetzung von Wolfgang Krege mit allen Liedern und Gedichten, Tolkiens Vorwort über Runen und den Original-Karten. „In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit“ – mit diesem berühmten Satz begann die moderne Fantasy-Literatur.

> J. R. R. Tolkien
> Der Hobbit oder Hin und zurück
Aus dem Engl. von Wolfgang Krege (Orig.: The Hobbit or There and Back Again)
16. Aufl. 2012, 382 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, zwei Vorsatzkarten
ISBN: 978-3-608-93818-0

Was wissen Sie über die Mafia?

Freitag, 13. Juli 2012

Hier > www.mafia-gewinnspiel.de/ können Sie Ihr Wissen erfolgversprechend unter Beweis stellen.

> das Blogleseprogramm im Juli

> Die Corleones habe ich schon durch, der Lesebericht kommt nach dem Wochenende. Richtig spannend. fast eine Ausbildung zum Mafioso. Vito Corleone schaltet seine Gegner aus, oder läßt sie ausschalten, bis er alle Fäden in der Hand hält. Und er weiß genau, was er tut und erklärt das seinem Sohn. Auf einer ICE-Fahrt wird man mit dieser Lektüre in eine ganz andere Welt entführt. Da können die Mitreisenden noch so laut sein, wenn da nicht die regelmäßigen Lautsprecherdurchsagen wären, ich hätte den Umsteigetermin in aller Ruhe mit viel Spannung einfach verpasst.

Literaturhaus Stuttgart:
Ilija Trojanow stellt Unigwe und Chirikure Chirikure vor

Mittwoch, 11. Juli 2012

Wie immer vor den Sommerferien stellt Ilija Trojanow morgen abend – am Donnerstag, 12. Juli, 20 h – , im Stuttgarter Literturhaus Autoren des afrikanischen Kontinents vor: Dieses Jahr sind es zwei wunderbar unterschiedliche Autoren, die Nigerianerin Unigwe, die in Belgien lebt und sich dem Thema des Exils widmet, und der simbabwische Dichter Chirikure, der mit der Poesie gegen die Diktatur im eigenen Land ankämpft.

Unigwes Roman > Schwarze Schwestern (Tropen Verlag) verfolgt das Schicksal dreier Frauen, die unter falschen Versprechen nach Antwerpen entführt werden, wo sie sich als Prostituierte verdingen müsse. Umgeben von einer brutalen Gegenwart versuchen sie über ihre Erinnerungen und die Freundschaft zueinander ihre Menschlichkeit zu bewahren.

Chirikures Gedichte (“Aussicht auf eigene Schatten”/Verlag Das Wunderhorn), die dreisprachig veröffentlicht werden (Shona, Englisch, Deutsch) werden erst beim explosiven Auftritt des Autors lebendig, ein bissiger und poetischer Gesang über die Zustände im Land sowie die Schwächen und Träume der Menschen. Seine Spoken-Word-Auftritte sind inzwischen legendär.

“Schwarze Schwestern – Aussicht auf eigene Schatten”
Donnerstag, 12.7.12 / 20 Uhr
> Literaturhaus Stuttgart

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