Imre Kertész erhält den Jean Améry-Preis für Essayistik 2009
In der Begründung der Jury heißt es: „Die Jury für den Jean-Améry-Preis für Essayistik des Jahres 2009 hat den Preis dem Schriftsteller Imre Kertész zuerkannt.
Der Nobelpreisträger des Jahres 2002 ist in seinem gesamten Werk, vor allem auch in seiner Essayistik dem Geiste Jean Amérys sehr nahe. Diese wesentliche Nähe hat er konkret in seinem Essay “Der Holocaust als Kultur” artikuliert: als entschiedene Kritik an jeglichem Totalitarismus und leidenschaftliche Verteidigung der Freiheit des Menschen. Kertész Essayistik arbeitet an einem aufgeklärten Denken, das seine Lehren aus der Barbarei des Faschismus und des Kommunismus gezogen hat, und für ein Europa, das entweder ein aufgeklärtes freies Europa sein wird oder einmal nicht mehr sein wird.“
Der Jury (moderiert von Robert Menasse) gehören an:
Wolfgang Büscher
(Journalist und Autor, Die Welt, Berlin)
Heinz Ludwig Arnold (Publizist, Herausgeber “Text und Kritik”, KLG und Kindler, Göttingen)
Karl-Markus Gauß (Autor und Kritiker, Salzburg)
Irène Heidelberger-Leonard (Literaturwissenschaftlerin, London)
Joachim Kalka (Kritiker und Übersetzer, Stuttgart)
Der von Robert Menasse initiierte und von der österreichischen ERSTE Bank und dem Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart, gesponserte Jean Améry-Preis für Essayistik ist mit 12.000 Euro dotiert und wird während der Frankfurter Buchmesse verliehen.
Letzte Preisträger waren: > Drago Jancar, Michael Jeismann, Doron Rabinovici und Franz Schuh.
Ein Blick ins > Foto-Archiv des Stuttgarter Literaturhaus:> Imre Kertész war dort am Montag, 19. Januar 2004 zu Gast. Und am 17. Oktober 2006 sprach Uwe Kossack ebenfalls im Stuttgarter Literaturhaus mit > Imre Kertész über sein Buch Dossier K.
Photo: (c) Heiner Wittmann, 2006




















Koloratur
Cotta. Das gelobte Land der Dichter
Alan Pauls
Frisch verliebt. Und was jetzt?
Die Beatles
Rafael Yglesias
Wolf Wagner
Peter Käding,
Walter Veltroni
Oliver Paschka
Rainer Sache,
Hallgrímur Helgason
Zwei schwarze Jäger
Die Geburt ist nicht der Anfang
Wie bekommt man eine Gehaltserhöhung?
Unglücklich glücklich
Wo die Zitronen blühen
Michael Klett
Eros der Freiheit
Venedig – Spätes Feuerwerk.
Alle Wasser laufen ins Meer
Michal Hvroecky, Eskorta
Mehmet Murat Somer
Rousseau ist heute noch vielen Trakten über die Pädagogik überlegen.
Die 7 Regeln für eine
Matthew Eck,
Tom Duruy
Klett-Cotta und Tropen
Jean Améry
Massimo Carlotto
Ekkehard Eickhoff
Mark Z. Danielewski
Monika Schiffer: Arno Gruen.
Douglas Hofstadter,
[...] Imre Kertész bekommt den Jean Améry Prize — der Preis für Essayistik geht dieses Jahr an den ungarischen Schriftsteller, wie Klett-Cotta am Donnerstag gebloggt hat. Überhaupt ist der Klett-Cotta-Blog mal ein gut gemachter Verlagsblog. [...]
2002: Imre Kertész (1929 – )…
Der Ungar Imre Kertész ist einer der erfolgreichsten Autoren des noch jungen Jahrhunderts und verdient sich besonders durch die abenteuerliche Darstellung des Einzelnen im Kampf gegen die geschichtlichen Hindernisse, die sich im Lauf dem Individuum in …