Verlagsblog

Nachgefragt: Wolf Wagner über das Versagen der deutschen Hochschulen

16. Juli 2010 von Heiner Wittmann

In Ihrem neuen Buch Tatort Universität (Klett-Cotta) sprechen Sie vom Versagen deutscher Hochschulen. Warum?

Gegenwärtig klagen alle Beteiligten, also auch die Hochschulen, die Professoren, selbst die Hochschulleitung, was aus der gestuften Hochschulreform geworden ist. Wenn man aber genauer hinsieht, sind die, die am lautesten klagen, diejenigen, die das Ganze verursacht haben: Die extreme Verschulung, die vielen Klausuren, die Unbeweglichkeit, dass man Leistungen, die im Ausland erbracht werden, nicht richtig anerkennt – das sind Dinge, die alle lautstark beklagt werden, aber verantwortlich dafür sind die Professoren. Unter dem Namen Bologna haben sie Etikettenschwindel betrieben und genauso weitergemacht wie bisher. Sie haben in ein sechssemestriges Studium, das bisher acht oder zehn Semester dauerte, alles an Fachwissen reingepackt – und wundern sich dann, dass die Studierenden klagen.

Das ganze Interview stand im Klett Themendienst 49/März 2010:
> Diagnose: scheintot – Vom Versagen deutscher Hochschulen

Der Lesebericht: > 10 Jahre Bologna ohne Feierlaune
Wolf Wagner
Tatort Universität
Vom Versagen deutscher Hochschulen und ihrer Rettung
1. Aufl. 2010 – Ausstattung: broschiert – 188 Seiten
ISBN: 978-3-608-94614-7


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