Verlagsblog

Nachgefragt:
Michael Klett antwortet auf Fragen zu Stefan George

Freitag, 7. Juni 2013

Heute hat Dr. h.c. Michael Klett aus Anlass der Veröffentlichung des Schlussbandes (XVIII) der Neuausgabe der Sämtlichen Werke von Stefan George im Verlag Klett-Cotta auf Fragen zu Stefan George geantwortet.

> Stefan George (1868-1933) war ein Lyriker, zuerst ein Symbolist, er war Gast bei den berühmten Dienstagabenden bei Stéphane Mallarmé. George war sehr sprachbegabt und begann früh zu dichten. 1892 gründete er die Blätter für die Kunst. Die ersten Gedichtbände wie Die Bücher der Hirten- und Preisgedichte der Sagen und Sänge und der hängenden Gärten erschien 1895. Mit seinem George Kreis hat er ab 1892 eine ihm ganz eigene lyrisch-ästhetische Form gegründet. Kürzlich wurde im Stuttgarter Literaturhaus der Abschluss der Neudedition seiner Werke bei Klett-Cotta gefeiert. Jetzt liegen > Stefan Georges »Sämtliche Werke« zum 80. Todestag des Dichters 2013 in der großen Gesamtausgabe vor. Wir haben Herrn Klett gefragt, wann hat dieses Editions-Abenteuer – 18 Bände ! – angefangen hat?

Er hat uns über einige Hürden berichtet, die in diesem Prozess der Edition genommen werden mussten, und er hat von seinen ersten Begegnungen mit dem Werk von George erzählt. Wir haben auch gefragt: Welche Bedeutung hatte damals und hat heute das Rezitieren, das Hersagen der Werke Georges? Bernhard Böschenstein trug im Stuttgarter Literaturhaus außer George auch seine eigene Überzeugung vor, wie die Gedichte Georges zu lesen seien. Daraufhin haben wir Herrn Klett gefragt, Sie haben auch Erfahrungen mit dem Hersagen seiner Gedichte?

Außerdem wollten wir wissen: Gibt es heute eine „neue produktive Unbefangenheit“ mit Georges Werk, von der Joachim Kalka in seinem Artikel in der Stuttgarter Zeitung unter der Überschrift „Paradiesisches Zeitalter deutscher Kunst“ sprach?

In der Verlagsankündigung zu dieser Gesamtausgabe steht : „Georges Gesamtausgabe zu Lebzeiten war ein Dokument der Selbsthistorisierung. Mit ihr verband George zugleich das Vertrauen auf seine Modernität und Zukunftstauglichkeit.“ Was für eine Bedeutung verbinden Sie mit einem so großen Vorhaben wie diese Gesamtausgabe der Werke Stefan Georges für Ihren Verlag Klett-Cotta? und Warum sollte man George heute lesen?

Bernhard Böschenstein und Ute Oelmann im > Literaturhaus Stuttgart am 18.April 2013.

Stefan George
> Sämtliche Werke
Hrsg. von der Stefan George Stiftung, Stuttgart
1. Aufl. 2013, 18 Bände, Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, geprägter Einband
ISBN: 978-3-608-93951-4

Nachgefragt: Michael Klett über Klett-Cotta

Dienstag, 8. Dezember 2009

Bei seiner > Ansprache zum 350. Cotta-Jubiläum im Stuttgarter Rathaus hat Michael Klett dargestellt, wie die beiden Traditionslinien Cotta und die des Allgemeinen Verlages seines Vaters Ernst Klett zusammengefügt wurden. Heute hat Michael Klett in seinem Büro auf meine Fragen hin, verschiedene Aspekte der Verlagsgeschichte von Cotta erläutert. Wir haben über die Unterscheidung zwischen dem Schulbuchverlag und dem Literaturverlag und auch über >Johann Friedrich Cotta (1787-1832) gesprochen. In einem Verlagsprospekt von Klett-Cotta steht: „Als im Jahre 1977 das Haus Klett alle Anteile der J.G. Cotta’schen Buchhandlung Nachf. GmbH erwirbt, handelt es sich im wesentlichen um den Erwerb eines Namens,“ dabei hatte natürlich die literarische und wissenschaftliche Tradition von Cotta auch eine Bedeutung, wie Michael Klett in diesem Gespräch versichert. Außerdem haben wir auch über einzelne Segmente gesprochen, die das heutige Profil von Klett-Cotta bestimmen. Und zum Schluß habe ich noch nach E-Books gefragt.

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Ein Gespräch mit Michael Klett über
Ernst Jüngers Annäherungen

Freitag, 26. September 2008

Michael KlettErnst Jünger, AnnäherungenBei Klett-Cotta wurde in diesem Herbst, das Buch > Annäherungen. Drogen und Rausch von Ernst Jünger neu aeufgelegt. Heute hat Michael Klett mit mir ein Gespräch über dieses Buch geführt. Ich habe ihn gefragt, warum dieser Band jetzt neu aufgelegt wurde, und um was es Jünger bei seiner Beschäftigung mit Drogen tatsächlich ging? Wir haben auch über Jüngers eigene Drogenexperimente mit LSD und Mescalin gesprochen.

Jünger schreibt in den Annäherungen: „Der Rausch enthüllt, als ob ein Vorhang aufgezogen würde oder als ob er die Tür zu tiefen Krypten aufstieße. Er ist ein Schlüssel unter anderen.“ (S. 111) Man kann Drogen nicht abschaffen, so Michael Klett, es sei eine Aufgabe der Zivilisation und auch der Politik, die richtigen Grenzlinien zu finden. Es geht dabei auch um Aspekte der Freiheit aber auch die Risikoaspekte, die es zu beachten gelte.

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44,1Khz.

> Ernst Jünger
Annäherungen. Drogen und Rausch
Stuttgart 2008
456 Seiten
ISBN: 978-3-608-93841-8

Photo: H. Wittmann

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