Verlagsblog

Klett-Cotta und Tropen:
Das Leseprogramm für März und April

Montag, 1. März 2010

Eben kam ein große Paket an. Kurz darauf haben die beiden verlegerischen Geschäftsführer von Klett-Cotta, Michael Zöllner und Tom Kraushaar, meine Fragen zum Frühjahrsprogramm beantwortet. Das alles wird jetzt wohlsortiert nacheinander hier auf dem Blog erscheinen. Zuerst das Bücherpaket.

Zuerst kommt das Buch von Wolf Wagner, > Tatort Universität. Vom Versagen deutscher Hochschulen und ihrer Rettung. Die Fahnen habe ich schon gelesen, morgen kommt dazu der Beitrag hier auf dem Blog. Das Buch kommt zum richtigen Zeitpunkt, an dem die ersten Erfahrungen aus dem Bologna-Prozeß die Verschulung der Universität belegen und gleichzeitig den Studenten den für ein erfolgreiches Studium so dringend benötigten Freiraum beschneidet. Ob die täglichen Kreativitätsschübe, die ich mir im Bonner Dreieck zwischen dem Romanischen Seminar, dem Historischen Seminar und den Politologen am Hofgarten holen konnte, in der gleichen Art und Weise heute noch möglich sind? Die Vielfalt der Lehre am Romanischen Seminar in den Seminaren und Vorlesungen von Professor Dirk Hoeges hat sich in der Reihe > Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs konkretisiert, die in der deutschen Romanistik unübertroffen ist. Damit sei auch gesagt, dass die Geisteswissenschaften an Innovationsprozessen mehr Anteil haben, als mancher Politiker vermutet, und damit meine ich besonders diejenigen, die die Philologien, insbesondere die Romanistik, für eine Quantité négligeable halten, und gerne Romanische Seminare schließen.

In dem Paket waren auch drei Bücher aus der Sparte Literatur:



Zuerst komm Neil Gaiman, > Zerbrechliche Dinge. Geschichten & Wunder dran. Er ist Träger sämtlicher Fantasy- Preise (Lokus-, Hugo-,World- Fantasy-Award u.a.) und Bestsellerautor der Comicserie »Sandman« und »American Gods«. Gaiman kann meisterhaft, den Übergang von Traum und Wirklichkeit schildern. Ein LKW bleibt auf einem einsamen Highway liegen, ein düsteres Zirkuszelt steckt voller versteckter Geheimnisse, die flirrende Hitze der ägyptischen Wüste, wohin auch Neil Gaiman seine Figuren führt, sie müssen stets mit dm Zerbrechen ihrer Welt rechnen. „Mir gefällt es, wenn das Leben wie eine Geschcihte verläuft,“ so lautet der erste Satz.
> Berlin Palace von Jörg-Uwe Albig erzählt wie deutsche Arbeiter die marode Heimat verlassen, um in Asien zu einem Zeitpunkt ihr Glück zu finden, wenn die westliche Welt ihre globale Vormachtstellung an China verloren haben wird. In 20 oder 30 Jahren? Der Werbefilmer Ai, ein junger Chinese, begeistert sich für germanische Folklore -die Märchen der Gebrüder Grimm, er liebt die deutsche Küche und die deutsche Musik – , die sich von der »Schwalbenstadt«, einem futuristischen Vorstadtslum ausbreitet.
Und ein neuer Roman von Tom Drury: > Das Ende des Vandalismus Drei Kapitel: Verstörte Welt, Himmel, Hölle, Italien und ein langes Personenregister. Und auf dem Klappentext steht: „EIn Dieb, der in der Kirche staubsuagt, bevor er den Messkelch stiehlt… Ein einsame Frau, die sich die Zehennägel in einem zugigen Farmhaus lackiert… Willkommen in Grouse County.“ Und es geht mit der jährlichen Blutspendeaktion im Geräteschuppen der Feuerwehr in Grafton los. Bald mehr dazu.

> Robert Spaemann legt uns Aufsätze und Reden aus 60 Jahren in einem ersten Band vor > Schritte über uns hinaus. Gesammelte Reden und Aufsätze I. U. a. über Descartes, Leibniz, Whitehead, Luhmann, Jonas, Jaspers und Habermas. „Versuche, das Ganze zu denken. Anstelle eines Vorwortes“ ist die Überschrift der Einleitung, die den Bogen von einer Theorie der Moderne zur Metaphysik und zur Dialektik spannt: „Dass wir niemals einen Schritt über uns hinaus tun, diesen Satz David Humes finde ich bei Durchsicht meiner Texte aus den letzten Jahren immer wieder zitiert. Er erscheint mir als ein Schlüssel zur modernen Weltanschauung.“ (S. 7)

Robin Lane Fox
> Die klassische Welt. Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian: Schon mehrmals habe ich auf diesem Blog Bücher von Klett-Cotta zitiert, die für Historiker u.a. Orientierungswissen bieten. Dieser Band ist davor ein Beispiel par excellence: Es geht um die Geschichte der antiken Welt von 900 v. Ch. bis 120 n. Chr. Keine thematische Tiefbohrung, sondern eine sehr interessant verfasste Übersicht, die Einzelheiten und Zusammenhänge erläutert.

Und jetzt noch vier Bücher über die Menschen, Körper, Seele und Geist:


Egon Fabian hat keinen Ratgeber verfasst. In seinem Buch > Anatomie der Angst. Ängste annehmen und an ihnen wachsen erklärt, woher Ängste kommen und warum wir sie nicht umgehen können, aber lernen können, mit ihnen umzugehen.

Ap Dijksterhuis erklärt in > Das kluge Unbewusste. Denken mit Gefühl und Intuition manche unserer Handlungen. Warum geben wir einem Kellner mehr Trinkgeld als einem anderen?Wann sollte man Entscheidungen aufschieben, oder wie manipuliert man uns, ohne dass wir es merken? Kann das Sein, dass es das Unbewusste doch gibt? Sartre meint ja, es gebe das Unbewusste nicht, Bewusstsein immer ein Bewusstsein von etwas. Ich bin gespannt auf die Lektüre dieses Buches.

Karl Heinz Brisch hat eiges bedenkswertes in > SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern mit dem Untertitel „Sichere Bindung zwischen Eltern und Kind“ zusammengetragen. Wenn ich mir den Klappentext und unsere Tochter so angucke, haben wir wohl fast alles richtig gemacht.

Jetzt liegt da aber noch ein Buch im Paket, das aus dem Rahmen fällt: Julia Ross erklärt mit der > Mood Cure, was die Seele essen will. Sie verrät uns, wie Depressionen, Stess, Suchtproblemen, Ängste u .a. mit richtiger Ernährung verschwinden können.

Das Leseprogramm für Februar und März

Montag, 15. Februar 2010

Eben kam wieder ein Paket von Klett-Cotta an:

Mit John Grays > Von Menschen und anderen Tieren. Abschied vom Humanismus habe ich schon angefangen. Nachdem ich die Einleitung gelsen habe, kann ich nur zustimmen. Eines seiner provokativsten Bücher. Mal gucken wie es mir nach der Lektüre geht. Ob das Buch wirklich viel ins Wanken bringen wird? Der Anfang klingt wie ein Gegenmittel, nachdem ich über > Camus und Sartre geschrieben habe. Nun das Programm: Danach kommt Roger Smith, > Blutiges Erwachen dran. Ich bin kein S-Bahn-Fahrer, um eines meiner bekannten Blog-Topoi zu bemühen, dann für die S-Bahn wird das Buch gänzlich ungeeignet sein. Statt an der Station Feuersee würde ich am Flughafen landen. Wahrscheinlich wird das bald ein Abend und eine lange Nacht werden. Das blutige Messer auf dem Umschlag verrät einiges Unheil.

Und dann ein Fantasy-Buch. Oliver Plaschka, > Der Magier von Paris: Wollen Sie schon mal > probelesen, bevor Ihr Vorkoster durch ist? Mal was ganz anders: Paris 1926, ein Varieté am Montparnasse, kann ich da nur sagen. Aber neugierig bin ich doch schon.

Und dann ist da noch der Roman von Walter Veltroni, dessen Titel > Die Entdeckung des Sonnenaufgangs so gar nichts über den Inhalt verrät.

Gut, dass noch nicht alle neuen Bücher angekommen sind. Die Frühjahrskataloge Klett-Cotta verraten ein echt starkes Programm. Am 24. Februar werden Tom Kraushaar und Michael Zöllner mit mir über das Programm sprechen. Bin gespannt, wie sie ihre Schwerpunkte erklären werden. Vor allem das Geschichtsprogrmm mit dem Band von Robin Lane Fox > Die klassische Welt. Eine Weltgeschichte von Homer bis Hadrian hat wieder einige interessante Werke. Und dann kommt noch ein Buch von Wolf Wagner, > Tatort Universität. Vom Versagen deutscher Hochschulen und ihrer Rettung, dessen Fahnen ich schon gelesen habe. Endlich mal ein paar deutliche Worte zu dem, was in den deutschen Unis angerichtet worden ist.

Und dann kommt noch was zur Befindlichkeit der Seele. Mit > Die Mood Cure zeigt uns Julia Ross, wie wir in durch richtige Ernährung zum seelischen Gleichgewicht kommen. Mit einem Fragebogen kann man sein eigenes emotionales Profil erkunden und versteht damit etwas über das chemische Gleichgewicht in seinem Körper. Und dann gibt es Tipps zum besseren, ausgewogeneren Essen. Ängste, Stress und Stimmungsprobleme können altes Mögliche auslösen. Julia Ross zeigt, dass viele Problem durch eine falsche Ernährung verursacht werden.


Und den Herbstbücherstapel bin ich gar nicht fertig geworden. Die drei Bände von > Fernand Braudel über > Frankreich kommen noch dran. Schade, die Kassette steht schon länger auf meinem Schreibtisch: „Man kann sich keinen besseren Reiseführer wünschen als Braudel,“ hat Michael Jeismann in der F.A.Z. geschrieben. Mal sehen, ob das stimmt. Aber drei Bände, das dauert noch ein bisschen, zumal das Frühjahrsprogramm noch einige hier nicht genannte Titel bereit hält. Das nächste Paket sei schon unterwegs.

Und auch der Band über > Der Herr der Ringe und die Philosophie muss noch gelesen werden: „Frodo und die Gefährten treffen auf Platon, Aristoteles, Nietzsche…“ steht auf dem Klappentext. Mit dem Buch kann man sicher alle, die sagen, Herr der Ringe habe ich nicht gelesen, bekehren. Mal gucken. Mehr, wenn es im > Regal der gelesenen Bücher steht.

Noch mehr Frühjahrs-Titel bei Klett-Cotta

Donnerstag, 9. April 2009

Konstruktive KommunikationZusammen mit den Modernen Klassikern (Harry Graf Kessler, Wilhelm Lehmann) liegt jetzt auch das gesamte Psychologie-Fachbuchprogramm in den Buchhandlungen; z. B. ein Buch über »Angst in Gruppen« oder über »Konstruktive Kommunikation«.

> Alle Bücher aus Psychologie, Psychotherapie und – analyse

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