Verlagsblog

Neue Workshops mit David Schnarch: Intimität und Verlangen

Donnerstag, 15. März 2012

Zur Erinnerung auf diesem Blog: Der Lesebericht über > Intimität und Verlangen über das Buch von David Schnarch > Intimität und Verlangen. Sexuelle Leidenschaft wieder wecken, das Klett-Cotta erschienen ist

Im April 2011 antwortete David Schnarch, Klinischer Psychologe und Sexualtherapeut. Diekto des Crucible Institute, Marriage ans Family Center in Colorado, USA, auf unserer Fragen im transportablen TV-Studio, blogmäßig improvisiert, aber mit interessanten Aspekten zu seinem Buch. Schnarch zeigte sich überzeugt, das alle normalen Menschen früher oder später Probleme mit ihren sexuellen Verhalten bekommen. Ist ganz normal und gehört zum Lauf der Dinge. Schnarch meint, das müsse so nicht bleiben:

Im Mai 2012 wird Dr. Schnarch die folgenden Programme durchführen:

Ein-Tages-Workshops für die breite Öffentlichkeit und Therapeuten in Ulm (6. Mai) und Hamburg (17. Mai).
Vier-Tage-Trainings-Workshops für Therapeuten in Ulm (6.-9. Mai) und Hamburg (17.-20. Mai).
Öffentlicher Vortrag am Abend (11. Mai), gefolgt von einer eintägigen Paare Workshop (12. Mai) am Stuttgarter Hospitalhof.
Vom 25.-28.Oktober 2012 wird Dr. Schnarch nach Berlin zurückkehren, um einen > eintägigen Workshop für die Öffentlichkeit und Therapeuten, und eine > 3-tägige klinische Ausbildung durchzuführen.

Intimität und Verlangen. Sexuelle Leidenschaft wieder wecken
Aus dem amerikanischen Englisch von Theo Kierdorf und Hildegard Höhr
(Orig.: Intimacy and Desire. Awaken the Passion in your Relationship)
1. Aufl. 2011, 487 Seiten,gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94662-8

> Frisch verliebt. Und was jetzt?
> Die unendliche Freiheit und das Ende der Liebe
> Sex im Buchladen

Lesebericht: David Schnarch, Intimität und Verlangen

Dienstag, 8. März 2011

Der Untertitel resümiert das Anliegens Schnarchs: “Sexuelle Leidenschaft wieder wecken”. Das Buch richtet sich an alle. Schnarch ist überzeugt, das alle normalen Menschen früher oder später Probleme mit ihren sexuellen Verhalten bekommen. Für ihn steht die gemeinsame Lösungsfindung mit betroffenen Paaren an erster Stelle. Lustlosigkeit? Schnarch erklärt, wie das Gehirn neu programmiert werden kann. Er berichtet von vielen Paaren, und wie er ihnen geholfen hat. Es geht zunächst um die Sichtweise. Wenn beide verstehen, dass es in einer Beziehung immer einen Partner mit schwachem und einen mit einem starken Verlangen gibt, ist schon einiges gewonnen, besonders wenn man versteht, dass der Partner mit dem schwächeren Verlangen immer den Sex kontrolliert. Keine Beziehung unterliegt statischen Gesetzen, und daraus entwickelt Schnarch seinen Ansatz, der den Psychologen befähigt in diese Entwicklung behutsam einzugreifen.

Die Paare, deren Probleme Schnarch vorstellt, scheinen mit ihren Problemen wie für diese Kapitel gemacht, genausogut könnte man sagen, dass er mit ausgewählten Fällen seiner Klienten die Konzeption seines Buches geplant hat. Typische Fälle für seine Kapitel gibt es sowieso nicht. Die Leser werden sich bei allen Paaren in irgendeiner Form wiederfinden. Bei Robert und Sally geht es um das Problem der Funktionsübertragung (S. 69 ff.) oder auch geborgte psychische Funktionsfähigkeit mit alle ihren Folgen (S. 69-92) gehört zu den Schlüsselpassagen dieses Buches. Hier geht es um die Wirkung auf den anderen Partner und um das Selbstempfinden. Robert und Sally treten auf diesen Seiten ganz in den Hintergrund. Hier spricht der Psychologe und vermittelt interessante Einblicke in die Psyche.

Wie oben angedeutet empfiehlt Schnarch die gemeinsame Lösung von sexuellen Problemen. Das ist natürlich nicht neu. Schnarch begnügt sich nicht mit Beobachtungen und Ratschlägen. Er will Begründungen anbieten und erklärt wie die Differenzierung sich in Bindung und Selbstregulation ausdrücken kann. (S. 118 ff.) Er besteht, darauf, dass diese Prozesse immer unter dem Aspekt der Entwicklung und der Veränderung verstanden werden müssen. Auch wenn man mit allen Fragen der Intimität sich vertraut glaubt, so entwickelt Schnarch doch dazu einige Einsichten (S. 134-161), die bedenkenswert sind neue Sichtweisen eröffnen können. Schnarch empfiehlt zu Beginn, die Partner sollten dieses Buch jeder für sich lesen. Diese Seiten sind dazu am besten geeignet, weil sie und er sicherlich jeweils auf verschiedene Weise diese Seiten interpretieren werden.

Schnarchs These: “Das Verlangen erblasst, wenn Sie aufhören, sich zu entwickeln” ist eine logische Schlussfolgerung aus den ersten beiden Teilen seines Buches. Kann man Verlangen entwickeln? Schnarch ist überzeugt davon, dass das geht und widmet dieser Frage den 3. Teil seines Buches. Normaler ehelicher Sadismus, emotionale Patts und Entscheidungsdilemmatas sind das Thema des 9. Kapitels, in dem Ken und Barbie mit einer ziemlich zerrütteten Beziehung im Mittelpunkt stehen. Schnarchs Schlussfolgerung: “Menschen sind oft sadistisch, wenn sie versuchen, sich einem Entscheidungsdilemma zu entziehen.” Beide müssen den Punkt finden, an dem sie die Veränderung einleiten können (S. 288 f.) Schnarch spricht offen an, warum Paartherapien scheitern und was er dagegen empfiehlt. Sein viertes Kapitel ist etwas salopp mit der Neuprogrammierung des Gehirns überschrieben. Die auch ganz praktischen Anregungen Schnarchs -die ich aber hier auf dem Blog nicht vorstellen werde – in diesem Teil könnten jedem seiner in diesem Buch vorgestellten Paare helfen.

Schnarchs Buch unterscheidet sich von vergleichbaren Therapieberatern durch die Ausführlichkeit seiner theoretischen Erklärungen, die nicht von den Partnergeschichten illustriert werden, sondern er findet einen interessanten Dreh, um die Berichte seiner Klienten als Ausgangspunkt für präzise Erklärungen zu nutzen.

Auf diesem Blog > Liebe und Sex: Das Rüstzeug für alle Fälle

> David Schnarch
> Intimität und verrlangen. Sexuelle Leidenschaften wieder wecken

> Im Buch blättern

Aus dem amerikanischen Englisch von Theo Kierdorf und Hildegard Höhr
(Orig.: Intimacy and Desire. Awaken the Passion in your Relationship)
1. Aufl. 2011, 487 Seiten,gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94662-8

Liebe und Sex: Das Rüstzeug für alle Fälle

Montag, 3. Januar 2011

Jetzt gibt es auch einen richtig guten Trailer für das Buch von Daid Schnarch. Grund genug, diesen Artikel zum Jahresbeginn nochmal nach oben zu stellen:


Immer weniger sexuelles Interesse kommt immer wieder in einer Langzeitbeziehung vor und ist (leider) völlig normal. In seinem neuen Buch > Intimität und Verlangen. Sexuelle Leidenschaft wieder wecken – Erscheint im Frühjahr 2011 – hat sich
David Schnarch eine neue Erklärung ausgedacht, wie Erotik und Sexualität wiederkehren vorausgetzt beide Partner wachsen in ihrer Beziehung.

Müssen sich Paare, die eine langjährige Beziehung führen, mit der Langeweile im Bett und dem schwindenden Verlangen nach dem Partner abfinden? Kann es sein, dass das der Preis für eine verlässliche und monogame Bindung ist? David Schnarch verneint diese Frage mit Nachdruck. In seinem Buch erläutert er seine in zahllosen Paartherapien beobachteten neuen Erkenntnisse: Sexuelles Verlangen entsteht im Kopf und hängt mit allen Verhaltensmustern in einer Beziehung zusammen. Man muss einfach mehr über Sexualität wissen, sie besser verstehen, ja sie richtig gehend lernen, dann wird man die Dinge ändern können: So lautet das Résumé seines Buches: Mehr Nähe, tieferes Empfinden und eine erfüllende Sexualität sind möglich.

»Schnarch will im Leser Potentiale wecken, damit dieser ein Leben lang leidenschaftlich lieben kann.« Emotion

»Einer der richtungweisenden Sexualtherapeuten der Gegenwart« Ulrich Clement

Beim Blättern im Katalog von Klett-Cotta fällt auf, dass der Verlag eine ganze Reihe von praktischen Lebenshilfen anbietet. Für Anfänger und Fortgeschrittene, eigentlich für alle passt dieses Buch: > Frisch verliebt. Und was jetzt? hieß der der Lesebericht auf diesem Blog der den Band Erste Hilfe von Michael Eichhammer vorstellt. Ist die Liebe bei Fortgeschrittenen zur Gewohnheit und zum Alltag geworden, hilft bestimmt der Band von David Schnarch, einem der führenden Sexualtherapeuten in den USA: > Die Psychologie sexueller Leidenschaft. Er hat Pionierarbeit in der Behandlung von Problemen der menschlichen Sexualität geleistet und will langjährige Paare zu neuem erotischen Wachstum ermuntern. Was die Partner kaum mehr zu hoffen wagen, tritt ein: Sie finden zu neuer körperlicher und emotionaler Intimität zurück. Schnarch will weniger sexuellen Dysfunktionen untersuchen, sondern es geht ihm um die emotionale Erfüllung in jeder Partnerschaft. Alles vom Kuß bis zu gewagten sexuellen Stellungen ist ein Ausdruck, wie wir unseren Partner wahrnehmen und empfinden. > Jürg Willi schriebt in seinem Vorwort zu diesem Buch: “Durch David Schnarch kommt es nun zu einer Wiederbelebung der Sexualtherapie. Er geht von einer grundlegend anderen Haltung aus. Sein Schwerpunkt liegt nicht in der Wiederherstellung der sexuellen Funktionsfähigkeit, sondern darin, sexuelle Intimität und Erotik zu ermöglichen – ein Gesichtspunkt, der bisher vernachlässigt wurde. Sexuelle Intimität setzt nach seiner Meinung die Fähigkeit voraus, sich dem Partner so zu zeigen (und sich dem Partner so zuzumuten), wie man wirklich ist. Es braucht Mut und Reife, sich dem Partner mit all seinen Gefühlen und Ausdrucksmöglichkeiten anzuvertrauen und sich dabei mit sich selbst zu konfrontieren. Wenn man sich dem Partner offenbart, geht man das Risiko ein, daß er darauf nicht mit Entzücken und Empathie reagiert. Aber man hat keine andere Wahl, man muß das ertragen.” Das erinnert mich an den Beitrag > Sex im Buchladen auf diesem Blog.

Eine richtig gute Beziehung ist echte Arbeit: > “Die Liebe ist kein Ruhekisssen” Die geheimen Mechanismen der Liebe. Dirk Revenstorf legt hier eine Anleitung vor, wie man den tieferen Sinn hinter den wiederkehrenden Konflikten erkennt. einen ganz anderen Ansatz verfolgt Sven Hillenkamp: Ihm geht es um die Einsicht in die Unmöglichkeit einer grenzenlosen Liebe und um die Angst, die aus allen Versuchungen der Freiheit resultieren: > Nachgefragt: Die unendliche Freiheit und das Ende der Liebe. Polemisch, radikal und nachhaltig gehen Rainer Sachse und Claudia Sachse vor: > Wie ruiniere ich meine Beziehung – aber endgültig. Hanne Seemann, hat wohltuend an die Männer und ihre Rollen erinnert. > Artenschutz für Männer. Manchmal kommt es aber doch zu unlösbaren Konflikten, und dann kann man Roland Weber um Rat fragen: Gehen oder bleiben? Der Untertitel lautet Entscheidungshilfe für Paare.
Noch eins von vielen Fachbüchern bei Klett-Cotta: Ulrich Clement: > Systemische Sexualtherapie.

Französisch lernt am besten in Frankreich selber. Und damit man nicht sprachlos bleibt und über je t’aime hinauskommt, haben sich unsere Kollegen von > PONS ein kleines Wörterbuch mit den > 1000 wichtigsten Wörter für Französisch Lust und Liebe ausgedacht, in dem man schnell noch, bevor man rot wird, was nachschlagen kann und nie um eine Antwort verlegen sein wird. Gibt es auch für Italienisch: > PONS Die 1000 wichtigsten Wörter Italienisch Lust und Liebe.

Michael Eichhammer > www.hilfe-verliebt.de
> Erste Hilfe für Frischverliebte
1. Aufl. 2010 – 233 Seiten – ISBN: 978-3-608-94563-8

Sven Hillenkamp
> Das Ende der Liebe Gefühle im Zeitalter unendlicher Freiheit
1. Aufl. 2009 – 311 Seiten – ISBN: 978-3-608-94608-6

David Schnarch
> Die Psychologie sexueller Leidenschaft
Mit einem Vorwort von Jürg Willi
Aus dem Amerik. von Maja Ueberle-Pfaff und Christoph Trunk
(Orig.: Passionate Marriage. Love, Sex, and Intimacy in Emotionally Committed Relationships. Henry Holt and Company, New York)
6. Aufl. 2008 – 511 Seiten – ISBN: 978-3-608-94161-6

David Schnarch
> Intimität und Verlangen. Sexuelle Leidenschaft wieder wecken
Erscheint im Frühjahr 2011

Hanne Seemann
> Artenschutz für Männer. Die Wiederentdeckung des Männlichen.
230 Seiten – ISBN: 978-3-608-94554-6

Roland Weber
> Gehen oder bleiben? Entscheidungshilfe für Paare
1. Aufl. 2010 – ISBN: 978-3-608-86026-9

Rainer Sachse / Claudia Sachse
> Wie ruiniere ich meine Beziehung – aber endgültig
4. Aufl. 2009 – 191 Seiten – ISBN: 978-3-608-94405-1

Ulrich Clement
> Systemische Sexualtherapie
4. Aufl. 2008 – 240 Seiten – ISBN: 978-3-608-94398-6

Submarino

Donnerstag, 10. September 2009

Jonas T. Bengtsson, SumarinoEtwas ergänzt, Do., 10.9.09, w.
> Submarino ist die ungeschminkt realistische Erzählung aus dem Leben zweier Brüder, die sich ständig in einem Wirbel von Drogen, Sex, Gewalt, Verbrechen und Tod befinden. Der Klappentext hat den Leser gewarnt: “Wer dieses Buch liest, wird ein anderer Mensch,” das stimmt nicht ganz, die Lektüre von Submarino verändert den Leser nicht, sie beeindruckt ihn aber doch nachhaltig.
Beide Brüder haben schon durch ihre Kindheit einen vorgezeichneten Lebensweg, dem sie kaum und tatsächlich nicht entrinnen können. Die kurzen Sätze mit wenigen Adjektiven, einigen Adverbien ohne jede Ausschmückung wirken wir protokollartige Notizen. Nicht mal zaghafte Versuche gibt es, der Spirale von Drogen und Betäubung zu entkommen. Nicks Frau wurde von einem Auto überfahren. Sein Sohn Martin geht in den Kindergarten und scheint der einzige Halt seines Vaters zu sein, der zu Hause peinlich darauf achtet, alle Spuren seines Drogenkonsums vor Martin zu verbergen. Aber er dealt, um seinem Sohn Spielzeug kaufen zu können.

Die vielen Rückblenden und das Nachdenken in manchen Situationen verraten das Unwohlsein der beiden Brüder. Ein Anstoß zur Veränderung gar zum Ausstieg aus der Droge ergibt sich dadurch aber nicht. Der Leser wird Zeuge einer zwangsläufigen Entwicklung. Nick schlägt das Erbe der Mutter aus und Martins Vater geht voll ins Risiko, kauft Stoff bezahlt mit den vielen Scheinen aus seiner Sportasche, fixt immer regelmäßiger und stopft sich beim Dealen und Dealen lassen die Taschen mit den Scheinen voll.

Von außen betrachtet sind die Missgeschicke, Unglücke und auch die Gewalttaten wirklich selbst verschuldet, aus der Sicht der beiden Brüder muss das Bild wohl ähnlich sein, aber es kommt zu tragischen Todesfällen Der Unfalltod von Martins Mutter, das Alkoholproblem der Großmutter und ihr langsames Sterben in einem Krankenhaus lassen aus ihrer Sicht zusammen mit ihren Erinnerungen an die eher unglückliche Kindheit ihre Existenz so ziemlich perspektivlos erscheinen. Hinzu kommt noch der Tod ihres kleinen Bruders, der allerdings für die Vernachlässigung durch die beiden Großen unschuldig büssen musste.

Die Anordnung der Geschichten, die beiden Teile die jeweils aus der Ich-Perspektive eines der beiden Brüder erzählen, enthält einen der wichtigen Schlüssel zum Verständnis dieses Buches. Unvermittelt wird der Leser in eine frühere Epoche zurückgeführt, eine Art unwillkürliche Erinnerung ausgelöst durch einen Gedanken oder einen Vorgang. Manchmal fehlt auch der Zusammenhang, manchmal wird er erst im nächsten oder übernächsten Kapitel erkennbar. Wenn die Personen aus der Vergangenheit nochmal auftauchen. So sind beide Brüder doch auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, der Martins Bruder ohne über den Tag hinauszudenken nur durch Fixen entkommen will. Die Vergangenheit ist für ihn keine besondere Kategorie, wird aber doch auch als eine Art Entschuldigung oder Erklärung angeführt, vielleicht auch zum Vergleich mit den Möglichkeiten von Martin, der so scheint sich sein Vater es wohl doch zu wünschen von alledem nichts mitbekommen darf und soll.

Das Vorlesen der ersten Seiten, – auch wenn man manchmal stockt, weil so deutlich und drastisch berichtet wird, man kann ja hier nun wirklich nicht alles laut lesen – bringt es an den Tag. Es ist der Stil, dessen so flüssige Handhabung manchmal gar nicht so recht zum dumpfen Immerwiederfixen passen will. Fast so als wenn Martins Vater durch seinen Bericht sich selber intellektuell überlegen wäre. So gelingt es ihm aus seiner Sackgasse heraus ein zunächst erfolgreiches Geschäftsmodell zu entwickeln, in dem die Angst vor der Polizei und den Spitzeln miteingebaut ist. Kapitel 13 im zweiten Teil “Martin” illustriert die Beobachtungsgabe des Autors, die er ganz und gar auf den Vater überträgt. Martin sitzt vor zwei Psychologen und soll sein Zuhause malen. Wenn er bloß nicht den roten oder den schwarzen Stift nimmt, dann verliere ich ihn, denkt sich sein Vater. Martin nimmt den blauen Stift…, der Vater kann sich wieder beruhigen.

Wieder ein Buch, auf das nach der erwähnten lauten Leseprobe erstmal wieder zu Unrecht die neuen Bücher gelegt wurden. Beim zweiten zweiten Anlauf war das Buch am zweiten oder dritten Abend durchgelesen. Da komme ich nicht rein, sagen die einen, da bin ich steckengeblieben, sagen die anderen. Hier waren es etwa 10-12 Seiten, dann ging es so richtig los. Lesen als Aufwärmen. Man macht sich mit dem Personal und dem Start der Handlung bekannt, man lässt den Stil auf sich wirken, man muss aber auch neugierig sein, mal etwas anderes zu lesen, was nicht gleich in das bekannte Raster passt.

Der Roman wird derzeit von Thomas Vinterberg (»Das Fest«) verfilmt.

> Gespräch mit Tom Kraushaar über Submarino

Jonas T. Bengtsson
> Submarino
Roman
Aus dem Dänischen von Günther Frauenlob (Orig.: Submarino)
380 Seiten
ISBN: 978-3-608-50105-6

Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta
Klett-Cotta is proudly powered by WordPress and the 3 Column Relaxation Theme from Clemens Orth.
Entries (RSS) and Comments (RSS). 22 queries. 0,349 seconds.