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Nachgefragt: Arno Frank, So, und jetzt kommst du

28. März 2017 von Heiner Wittmann

> Leipziger Buchmesse 2017: 23.-26. März 2017


Wir haben in unserem Lesebricht zu dem Buch von Arno Frank festgestellt: Wenn Sie den Roman > So, und jetzt kommst du zur Hand nehmen, sollten Sie keine unmittelbaren Termine vor sich haben und möglichst eine Zugverbindung ohne Umsteigen gebucht haben. > Bitte weiterlesen.

Auf der Leipziger Buchmesse 2017 hatten wir die Gelegenheit, Arno Frank nach den beiden Lesarten seines Buches zu befragen:

Es gibt zwei Lesarten dieses Buches, die sich überschneiden:

1. Wie hat der Autor es angestellt, dass dieses Buch so unglaublich spannend ist?
2. Lesart: War es an der Zeit, dass Frank sich diese haarsträubende Geschichte seiner Kindheit jetzt endlich mal von der Seele schreiben?

1. Lesart: Welche Mittel hat der Autor eingesetzt, um diese Spannung zu erzeugen?

Jutta, die Muttermit ihren Kindern, der Erzähler, Jeany noch im Kinderwagen, Fabian zügelt nach, halten zu ihrem Mann und Vater Jürgen, auch als er auf die schiefe Bahn gerät und seine Familie unbarmherzig, kompromisslos immer mit dem Versprechen auf eine bessere Zukunft mit sich führt. Ist das ein Erziehungsroman?

Tragisch und komisch zugleich?

2. Lesart:
Arno Frank hat – so der Klappentext – eine wahren Geschichte aufgeschrieben. Wann wurde, jetzt kommt die Erinnerung des Autors – der biographische Aspekt – dran, ihm und seiner Familie klar, dass mit dem Vater etwas nicht stimmte? Die Ratschläge, die er ihnen gab, Jetzt kommst Du dran, hat er immer wieder gesagt, waren ja nicht so doll.

In unserem Lesebericht steht: „Das Geheimnis ist das alle bescheißen. Alle.“ Jürgens Lebensweisheiten sind etwas dürftig und sein Sohn mag ihm nicht so recht trauen.
Wie es um die Geschichte aus ihrer Erinnerung bestellt? „Soviel Kaltblütigkeit auf einmal gibt es doch gar nicht, sagt sich der Leser, wenn er die Familie auf ihrer Hatz durch Europa begleitet und mit den Kindern mitleidet. Ob der Vater glaubt, dass sich alle gegen ihn verschworen haben? Sein Kampf gegen alle?“ Welche Motive hatte er?

Wir müssen hier weg, wäre auch ein guter Titel gewesen.

Arno Frank
> So, und jetzt kommst du
1. Aufl. 2017, 352 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50369-2

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