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Heinz Eppenich rezensiert die Biographie
über Jean Améry von Irene Heidelberger-Leonard

Irene Heidelberger-Leonard Bei Klett-Cotta erscheint seit 2002 eine auf neun Bände angelegte reich kommentierte > Werkausgabe mit zahlreichen noch nicht veröffentlichten Texten. Der 8. Band mit etwa > 350 Briefen Amérys aus dem Zeitraum von 1945 bis 1978 wird dieses Jahr noch erscheinen.

Irene Heidelberger-Leonard hat die erste Biographie über Jean Améry verfaßt, die 2004 unter dem Titel > Jean Améry. Revolte in der Resignation bei Klett-Cotta erscheinen ist.

Gerade habe ich die Fahnen des neuen Jahrbuchs der > Sartre-Gesellschaft erhalten. Heinz Eppenich hat für diesen Band, der Ende 2007 erscheinen wird, eine Rezension der Biographie von Irene Heidelberger-Leonhard verfaßt, aus der ich hier zwei Auszüge zitieren möchte:

„Die Brüsseler Literaturwissenschaftlerin Irene Heidelberger-Leonard ist Herausgeberin der Werkausgabe von Jean Améry (1912-1978) und hat nun dessen erste fundierte Biographie verfaßt. Sie schildert ein schweres Leben in leicht lesbarer Form. Auch dem mit Améry längst vertrauten Leser erschließt sich viel Neues durch ihre Textauslegung von unveröffentlichten Schriften aus dem Nachlaß und von früheren Schriften, die nicht mehr leicht zugänglich sind.

Jean AméryDas beschädigte Leben und das essayistische sowie erzählerische Werk von Hans Mayer alias Jean Améry sind eng aufeinander bezogen. Sie sind „ein essai, ein Versuch schreibend mit der immer offengehaltenen Wunde zu überleben“ (so die Biographin) und zugleich den Freitod vorzubereiten.Lange vor Simone de Beauvoirs Absage an jegliche Verklärung von Fortpflanzung und Schwangerschaft in Das andere Geschlecht schrieb Hans Mayer einer Frauenfigur in seinem literarischen Erstlingswerk von 1934/35,dem Roman bzw. der fiktionalisierten Autobiographie > Die Schiffbrüchigen, ähnliche Gedanken zu: „Ein planzenhaftes Gefühl hatte sie überkommen, stark und grauslich. Wächst es schon? hatte sie gedacht, pfui, etwas keimt in mir, eine eklige Kaulquappe. […] Ich empfinde das Aufwachsen des Geschöpfes in meinem klargeformten Körper als Krankheit, Schmutz, als deformierende Gemeinheit.“ Heidelberger-Leonard kommentiert nun diese „Genophobie“ so: „Der Blick eines 22jährigen, der hier Kenntnisse und Erfahrungen über angehende Mutterschaft imaginiert. Und doch weist diese Abwehr schon auf den späteren Schriftsteller Améry hin, dem jenseits aller Auschwitz-Erfahrung nicht nur die Idee des Zeugens von Kindern von jeher ein Greuel gewesen ist, sondern in dem allein der Gedanke, geschweige denn der Anblick einer schwangeren Frau, Ekel hervorruft, so als wenn sich die primärste Lebensform etwas unappetitlich Animalischem verdanke. Das Kreatürlich-Körperliche ist ihm Abscheu. Man fragt sich, ob dieser tiefe Widerwille vor Ungeistigkeit, sicherlich eher ästhetisch als ideologisch begründet, nicht eine Variante seines Selbstzerstörungstriebs ist.“ In diesem Jugendwerk wird bereits Amérys späterer Diskurs über den Suizid präfiguriert. Dieser erste Roman-Versuch sei zwar „als ästhetisches Produkt höchst problematisch“, so die Autorin, für das biographische Verständnis Amérys aber sehr aufschlußreich: „Wie früh ausgeprägt Amérys politisch-philosophische Positionen sind und keineswegs erst Ergebnis der Konzentrationslager, dafür sind die Schiffbrüchigen ein wertvoller Beleg.“

„Amérys Auseinandersetzung mit Sartre riß auch nach Beendigung seiner „Vateridentifizierung“ nicht ab. Mit Charles Bovary, Landarzt (1978) verfaßte er eine kritische Antwort auf Sartres monumentale Flaubert-Studie. Amérys letztes Buch vor seinem Freitod ist eine Abrechnung mit seinem früher lang geliebten Meister. Es ist eine Streitschrift gegen Flaubert und gegen Sartre. Amérys Vorwurf an Flaubert zielt auf dessen fehlendes politisches Gewissen in Madame Bovary. Sartre geht es um die Suche nach der psychologischen Wirklichkeit Flauberts, wohingegen Améry allein die soziale Wirklichkeit der Flaubertschen Romanfiguren beleuchtet. Bei Amérys Frage, warum Charles Bovary nicht hat „etwas machen können aus dem, wozu man ihn gemacht hat“, zeigt sich immer noch der unverkennbare Einfluß Sartres. Amérys Unbehagen an Flauberts Roman rührt vom existentialistischen Credo des frühen Sartre her. Und so wird der frühe Sartre gegen den späten Sartre ausgespielt. Die Autorin schreibt dazu: ‚Der Angriff gegen Sartre ist also letztlich ein politischer, um nicht zu sagen ein ideologischer. Améry verschreibt sich mit jeder Faser den Idealen der Aufklärung in der Demokratie. Und den Begriff des nützlichen Staatsbürgers als potentiellen Mikrokosmos dieser Aufklärung will er in die Literatur hinüberretten. Sartre dagegen bekennt sich seit 1968 immer deutlicher zu den Idealen der absoluten Revolution. Je mehr sich seine politische Haltung radikalisiert, desto esoterischer und unpolitischer wird seine Literatur. Diese Kluft versucht Jean Améry stellvertretend für Sartre zu überbrücken, indem er seinen Charles humanistisch aufarbeitet und ihm einen existentialistischen Anstrich gibt.‘ Améry identifizierte sich mit seiner Kunstfigur Charles Bovary, dem Außenseiter, dem Entrechteten. Heißenbüttel berichtet, ‚daß für ihn [Améry] Lesen von jeher eine Erfahrung gewesen ist, die tiefer reichte und wichtiger war als die des Lebens […], daß Text für diesen Autor realer war als Realität‘.“

Heinz Eppenich, Dr. med., aufgewachsen in Köln und dort erste Begegnung mit dem Werk Sartres, studierte in Tübingen Pharmazie und Medizin (Doppelapprobation als Apotheker und Arzt) sowie Philosophie und Ethnologie. Ärztliche Weiterbildung in Naturheilverfahren (bes. Heilfasten), Homöopathie und psychoanalytisch fundierter Psychotherapie. Promotion in Aachen über die Geschichte der deutschen homöopathischen Krankenhäuser (Stipendiat der Robert Bosch Stiftung). Homöopathiehistorische Forschung auch in Malaysia. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Beiträge für ein Lehrbuch der Homöopathie. Buddhologische Studien und Vipassana-Retreats in Indien, Thailand und Birma (Myanmar).

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