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Lesebericht: Ulrich Alexander Boschwitz, Der Reisende

Von Ulrich Alexander Boschwitz (1915-1942) erscheint am 10.2.2018 bei Klett-Cotta der Roman > Der Reisende.

Ulrich Alexander Boschwitz emigrierte 1935 gemeinsam mit seiner Mutter nach Skandinavien, wo sein erster Roman Menschen neben dem Leben auf Schwedisch erschien: Människor utanför. Dieser Erfolg ermöglichte ihm ein Studium an der Pariser Sorbonne. In Belgien und Luxemburg entstand Der Reisende, der bisher nur 1939 in England unter dem Titel The man who took trains, der 1939 in England und in den USA als The fugitive und dann in Frankreich übersetzt von Maurice Rémon als Le fugitif veröffentlicht wurde. Kurz vor Kriegsbeginn wurde Boschwitz in England trotz seines jüdischen Hintergrunds als »enemy alien« interniert und nach Australien gebracht, wo er bis 1942 in einem Camp lebte. Auf der Rückreise wurde sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert und versenkt.

Kurz nach den Novemberpogromen wird der jüdische Kaufmann Otto Silbermann um sein Geschäft gebracht und aus seiner Wohnung vertrieben Peter Graf hat das Manuskript zu diesem Roman, das seit den 60er Jahren im Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek verwahrt wird, aufgespürt und für die Ausgabe bei Klett-Cotta lektoriert: vgl. S. 292-302.

Der Roman schildert mit einem Einzelschicksal die Summe der Gemeinheiten und die Niedertracht, mit denen die Nationalsozialisten die jüdischen Mitbürger aufgrund ihres Glaubens und allein schon wegen der Bezeichnung Juden verfolgt, erniedrigt, ausgegrenzt, verhöhnt, verhaftet und schließlich ermordet haben. Otto Silbermann muss sich anhören, wie sein Geschäftspartner und Nationalsozialist Becker ironisiert und auf die gemeinsame Weltkriegserfahrung anspielt: „alter Junge, für mich bist du ein Mann – ein deutscher Mann, kein Jude.“ (S. 10) Der Konsum seines Partners ärgert Silbermann, der ihn zum Zug schicken will: „Sauf meinetwegen im Speisewagen weiter…“. Becker: (1) „Wenn ich Antisemit wäre, würde ich mir diesen Leutnantston schwerlich bieten lassen.“ Juden dürfen nicht alles, klingt hier schon an. Silbermann muss warten und der Kellner entschuldigt sich mit einem Vorfall wo (2) jemand sich beschwert hat, einem Juden gegenüberzusitzen. Silbermann fragt sich: (3) „Was bin ich eigentlich? Ein Schimpfwort auf zwei Beinen, dem man es nicht ansieht, dass es ein Schimpfwort ist!“ und (4) „Ich habe keine Rechte mehr…“

Die Geheimrätin Zänkel ist sich sicher, sie begegnet Silbermann: (5) „Ihnen wird man niemals etwas tun…“

Zu Hause wartet Findler auf Silbermann, um ihm (6) Angebote weit unter Preis für sein Haus zu unterbreiten. Nein, neulich im Lokal konnte er (7) Silbermann nicht grüßen, das war doch voll von Nationalsozialisten. (8) „Ich nehme Ihnen die Bude ab, wenn ich’s nicht mache, macht’s der Staat.“ Am Telefon berichtet Silbermanns Schwester, (9) dass Juden verhaftet werden. Findler will das Zaudern von Silbermann nicht akzeptieren: (10) „Mit euch Juden hat der Staat ja noch allerhand im Sinn.“

Der Roman ist bestens als Schullektüre geeignet, da die Schüler/innen hier einen authentischen Bericht über die Judenverfolgungen durch die Nationalsozialisten und ihre Mitläufer erhalten. Fast in jedem Absatz steckt eine Aussage, mit der sich das Los der Juden verschlimmert, Manche meinen noch, es werde nicht so schlimm kommen und verpassen die letzten Chancen zur Ausreise. Boschwitz listet hier alle Anfeindungen, Vorwürfe und Anschuldigen auf, mit denen Juden entmachtet, entrechtet und erniedrigt werden. 1-10…: Die Liste, die so entsteht, kann nach Kategorien geordnet werden. Zum einen die staatlichen Willkürentscheidungen gegen die Juden, die Folgen für die Juden, wie sie ihre Lage einschätzten, und dann die Zustimmung aus der Bevölkerung (11) „Ihr Juden taugt nicht einmal zum Handel…“, mit denen der staatliche Verfolgungswahn gestützt wird. Dann wird die Wohnung von sechs oder sieben jungen Burschen auf der Suche nach Juden gestürmt, Findler wird schwer verletzt und Silbermann gelingt die Flucht.

Er beginnt eine Odyssee, bekommt seinen Geschäftsanteil zu einem kleinen Teil ausbezahlt, flieht weiter zunächst ziellos mit der Bahn, reist schließlich nach Aachen, wird von den belgischen Grenzern aufgegriffen und zurückgeschickt, reist nach Küstrin zu seinem Schwager, zu dem seine Frau gefahren ist, darf aber nicht vorsprechen, er würde ihn ja (… 25) kompromittieren, also muss er Küstrin wieder verlassen. Die Aktentasche mit 30 000 Mark, die er immer mit sich trägt, wird ihm im Zug entwendet. Er kehrt nochmal in seine Wohnung zurück, nimmt seine Flucht wieder auf, trägt sich mit Selbstmordgedanken. Eine letzte Möglichkeit zur Flucht, um Deutschland zu verlassen,  die sich zu spät bietet, scheitert.

Ulrich Alexander Boschwitz
> Der Reisende
1. Aufl. 2018, 303 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-98123-0

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