Nachgefragt: Philipp Meyer, Rost

Am Dienstag, 14.09.10, 20.00 Uhr, las Philipp Meyer im > Literaturhaus Stuttgart aus seinem jüngst bei Klett-Cotta erschienenem Roman > Rost. Tom Schilling las die deutschen Passagen. Der Übersetzer des Buches Frank Heibert moderierte die Veranstaltung.

Nach der > Lektüre von Rost auf der Zugfahrt von Stuttgart nach Hamburg und zurück über Berlin gab es nach der Lesung im Literaturhaus eine Gelegenheit bei Philipp Meyer nachzufragen: wieso hat ein Zitat aus > Albert Camus‘ Die Pest an den Anfang seines Buches gestellt: „(…) was man in Plagen lernt, nämlich daß es an den Menschen mehr zu bewundern als zu verachten gibt.“ Camus‘ Zitat fasst etwas zusammen, was ich als eine dem Buch zugrundeliegende Philosophie bezeichnen würde, antwortete Meyer.

Rupert Neudeck hatte in seinem Vortrag anlässlich des Bonner Kolloquiums am 29. Januar 2010 ebenfalls auf diese Stelle in La Peste und in wenigen Worten die > Bedeutung Camus‘ für die Arbeit der Humanitären, wie Neudeck die vertreter von NGOs nennt, hingewiesen. über U.a. habe ich Meyer auch nach nach dem Aufbau seines Buches und nach einzelnen Personen, wie z. B. Lee, die Schwester von Poe gefragt. Er hat die einzelnen Kapitel aus der Sicht der handelnden Personen geschrieben und lässt auf diese Weise ein spannendes Panorama zwischenmenschlicher Beziehungen entstehen, ohne diesejeweils explizit zu benennen.

Philipp Meyer:

1o Min.

Philipp Meyer, Rost> Philipp Meyer,
> Rost
Roman, aus dem Amerikanischen von Frank Heibert (Orig.: American Rust)
1. Auflage 2010
464 Seiten
ISBN: 978-3-608-93893-7

Literaturhaus Stuttgart. Hier der Blick ins Fotoarchiv: > Philipp Meyer, Rost

Die neue Website hat jetzt ein perfektes Suchsystem für das > Fotoarchiv bekommen. Mit rund 3-4000 Fotos von mehr als 400 Veranstaltungen seit der Eröffnung des Literaturhauses 2001.