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Lesebericht: Odd Arne Westad, Der Kalte Krieg Eine Weltgeschichte

Wenn Sie demnächst in den Buchladen gehen, um Weihnachtsgeschenke zu erwerben > Wunschzettel für Weihnachten 2019 und Ihnen dabei das dicke Buch mit 760 Seiten auffällt, dann wundern Sie sich nicht. – Zu dick? – > Der Kalte Krieg von Odd Arne Westad hat nämlich einen Untertitel, der die Seitenzahl voll rechtfertigt: „Eine Weltgeschichte“, denn Westad nimmt nicht nur die Epoche nach 1945 bis zum Fall der Berliner Mauer und des Zusammenbruchs der UdSSR in den Blick, sondern er entwickelt eine Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts mit ihren Auswirkungen bis heute. Seine These: Vieles von dem, was den Antagonismus der beiden Supermächte nach 1945 in den Kalten Krieg schlittern ließ, war schon lange vor 1945 angelegt.

Kommen wir gleich zur wichtigsten Erkenntnis nach der Lektüre dieses Werkes: Es präsentiert  Weltgeschichte in einer erstaunlich gut lesbaren Form, die überzeugt,  und entwickelt dabei eine Perspektive, die das Memorieren der Fakten sehr erleichtert. Geschichtswerke dieser Art sind oft so faktengesättigt, dass hinterher nur ein Zahlenkarussel übrigbleibt. Westad hingegen hat die Gabe, Geschichte und Politik so zu erzählen, dass die Zusammenhänge zwischen den handelnden Personen und ihrer Zeit, zwischen den Ereignissen und ihre Epoche im Gedächtnis haften bleiben. Geschickt verknüpft er Ideen- und Ideologiegeschichte mit Sozial-und Wirtschaftsgeschichte, so dass ein  mehrdimensionaler Ansatz ein ganzes Panorama entfaltet, und dieses immer wieder sei es im jeweiligen Kapitel oder im Rahmen der Ereignisse auf einen Punkt gebracht wird, so wie ein Brennglas Ereignisse beleuchtet. Westad erzählt nicht nur Geschichte, er erklärt und führt auf diese Weise ganz unaufdringlich dem Leser die Zusammenhänge vor.

Eine Weltgeschichte für alle. Ein Buch für Studenten zum Vorbereiten von Haus- und Examensarbeiten, aber auch für jeden Geschichts- und Politologiestudenten, die hier ihre Wegweiser für das Begreifen dieser Epoche finden. Genausogut ist der Band für alle geeignet, die sich für die internationale Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Man wird die Zeitenwende von 1989 und die folgenden Jahrzehnte nicht verstehen können, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Wie will man z. B. heute den Konflikt in der Ukraine verstehen, wenn man die Geschichte der osteuropäischen Staaten unter dem Einfluss der UdSSR nicht kennt? Oder die Handlungsoptionen der vier Politiker, Staatspräsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Präsident Wladimir Putin und Präsident Wolodymyr Selenskyj einschätzen und verstehen, wenn man bloß weiß, dass sie sich gestern im Elysée-Palast in Paris getroffen haben. > Sommet de Paris en format « Normandie » – Website des Elysée-Palastes

Um ihre Handlungsoptionen zu verstehen, muss ihre Herkunft geklärt werden. Im politikwissenschaftlichen Seminar in Bonn bei Professor Jacobsen hieß es, die Perzeptionen und Bedrohungvorstellungen beider Seiten müssen untersucht werden. Und die kann man nur begreifen, wenn man die Geschichte des 20. Jahrhunderts in den Blick nimmt und versteht, wieso der Kalte Krieg mit seiner Konfrontation zwischen Kapitalismus und Sozialismus die Entstehung unserer heutigen Welt so maßgeblich geprägt hat.

Der Blick in das Inhaltsverzeichnis offenbart den Ansatz dieses Buches: Asien, Korea, China, Vietnam, Lateinamerika, Indien und der Nahe Osten sind hier mit eigenen Kapiteln vertreten. Das ist ungewöhnlich für einen Band, der den Kalten Krieg in den Blick nimmt. Aber Westad erklärt schon in der Einleitung, dass dieses Thema eine globale Aufbereitung (vgl. bes. S. 13 f.) erfordert, um wirklich alle Implikationen  dieses Wettstreits der Systeme erfassen und verstehen zu können. Und das löst er ein und zeigt zugleich, dass die Konfrontation zwischen Kapitalismus und Sozialismus auch mit der Zeitenwende von 1989 nicht aufgehört hat. Verschiedene Gesellschaftssysteme stehen auch heute als Konkurrenten gegenüber. Erst jüngst haben die Teilnehmer des NATO-Gipfels in London sich gegenseitig versprochen, China verstärkt in den Blick zu nehmen.

„Veränderungsprozesse in der internationalen Politik“ (S. 15) gehören auch zu den Bedingungsfaktoren der Auslöser des Kalten Krieges. Historischer Wandel alleine reicht nicht aus, um die Veränderungen zu deuten, es ist dessen Qualität, die sprunghafte Zunahme der Anzahl der Staaten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die internationalen Beziehungen hinsichtlich ihrer Quantität, aber vor allem Qualität so entscheidend verändert haben. Dabei gerät zu Recht der Nationalismus in den Blick: Die Einsicht, dass der „Appell an irgendeine nationale Identität manchmal die besten ideologischen Pläne für menschlichen Fortschritt vereiteln“ darf nicht überlesen werden. Am Anfang der 4. Minuten im folgenden Video erinnert François Mitterrand 1995 in einem Satz an die Gefahren des Nationalismus:


François Mitterrand à Strasbourg en 1995 von segolene-royal

Damit zieht Mitterrand in einem Satz die Lehren aus seiner Epoche, seinen zwei Mandaten als französischer Staatspräsident von 1981 -1995 und indirekt auch aus dem vorliegenden Buch. Der Nationalismus bringt das Unheil, er stand am Beginn des Ersten Weltkriegs und in viel schärferer, überhöhter Form  wurde er von den Nazis auf die Spitze getrieben , die die Europa und die Welt erneut in einen Krieg stürzten.

„Prüfungen des Krieges“, das zweite Kapitel enthält einen Überblick über die Auswirkungen des Zeiten Weltkriegs und wie die beiden entstehenden Großmächte je nach ihren Interessen die Nachkriegsordnung formen wollten.  Fast sieht es so als, als ob die Gründung der Vereinten Nationen mit ihrem Sicherheitsrat gerade noch rechtzeitig geschah, bevor der Kalte Krieg den Dialog zischen Ost und West so erschwerte. Politische Analyse lebt auch vom Vergleich und hüben wie drüben gab es Bedrohungsvorstellungen, deren Verständnis heute noch eine Rolle spielt, auch wenn die Welt sich inzwischen so gewandelt hat. Die Osterweiterung der EU ging nicht immer mit vertrauensbildenden Maßnahmen gegenüber Russland einher. Und am 2. März 1999 traten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei. 2004 folgten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien. Albanien und Kroatien traten am 1. April 2009 der NATO bei. Damals hat man Lehrern aus der Konfrontation des Kalten Krieges vernachlässigt.

> Russland und die Verhandlungen zur Deutschen Einheit 1990. Die Wurzeln des Misstrauens
DLF: Das Feature, 57 min 10.12.2019. Von Andreas von Westphalen.

„Europäische Assymetrien“ im 3. Kapitel drehen sich wieder um Perzeptionen und den Vergleich, aber auch um das Ungleichgewicht zweier durch den Eisernen Vorhang getrennten Systeme. Die allem Anschein ungebremste Expansion der UdSSR und der Vereinnahmung des Ostblocks löste im Westen immer größere Besorgnisse aus. So entstand der Marshall-Plan, um Europas Wirtschaft wieder zu neuer Kraft zu verhelfen.

Das Ende der Kolonialreiche war mit dem ideologischer Wettbewerb zwischen den USA und Russland in Europa verknüpft: S. 293 ff. Das 10. Kapitel „Zerfallende Imperien“ ist besonders interessant, weil hier am Beispiel des Wiederauferstehen Asiens ein weiterer Bedingungsfaktor oder auch Ergebnis des Kalten Krieges in den Blick genommen wird. Hinzu kam eine Erschöpfung der Hegemonialmächte und ihre Konzentration auf andere Schauplätze hatte unweigerlich zur Folge, dass ihre Kolonien nacheinander den Weg in die Unabhängigkeit fanden. Westad: „… das Schicksal der europäischen Kolonialmächte war 1945 besiegelt.“ Das internationale System wurde noch eine Spur unübersichtlicher und die Flut von Staatenneugründungen brachte z. B. Indien am 15. August 1947 die Unabhängigkeit.

„Die Herausforderungen Kennedys“ untersuchen, wie nah die Welt im Kalten Krieg am Rande des Abgrunds stand. Er legte einen hohen riskanten Einsatz vor, der Erfolg gab ihm Recht. Was aber wenn Chruschtschow anders reagiert hätte? Er war es schließlich, der über den Erfolg Kennedys entschied. Es folgte der Vietnamkrieg mit seiner unaufhörlichen Gewaltspirale. Immer wieder wie im Falle aller amerikanischen Präsidenten aber auch anderen Staatsmännern, waren es einzelne Personen, die in bestimmten Moment  weltbewegende Entscheidungen trafen, über die sich dann die Politikwissenschaftler beugen, um ihre Beweggründe, alternativen, Entscheidungsgründe etc. zu analysieren: Nixon in China,und Gorbatschow mit seiner Perestroika gehören in ihre Reihe, wie aber auch de Gaulle, der einen für alle Parteien aussichtslosen Algerienkrieg beendete. Und Helmut Kohl, der in einer bestimmten, kaum wiederholbaren Situation die Deutsche Einheit durchsetzte.

Das 17. Kapitel behandelt den Nahen Osten: „In den Strudeln des Nahen Ostens“. Auch heute ist noch kein Wille erkennbar, die schwerwiegende Probleme z. B. der besetzten Gebiete, der Palästinenser oder des Gaza-Streifens zu lösen. „Beide Supermächte unterstützten Regime, die nicht viel für ihre Völker taten.“ (S. 527) Das ist noch heute so, wo der Machthaber in Syrien immer noch gegen die eigenen Landsleute kämpft. Eine Verständigung zwischen den Großmächten ist in weiter Ferne. Und der Angriff eines Mitgliedslands der NATO auf Nordsyrien hat den französischen Präsidenten sagen lassen, > die NATO sei „hirntod“ wegen einer nicht erkennbaren Strategie.

Wir erinnern uns, François Mitterrand erklärte 1983 – während die Spannungen des Kalten Krieges wieder zunahmen S. 567 – der erstaunten SPD im Bundestag, die Nachrüstung sei unverzichtbar. Eine spektakuläre Einmischung in die deutsche Politik, an die kürzlich > Brigadegeneral Klaus Wittmann in einem Interview auf unserem Blog erinnerte. Der Doppelbeschluss der NATO zwang letztendlich die UdSSR dazu, ihre Mittelstreckenraketen zurückzuziehen. Der Beginn vom Endes des Kalten Krieges, der zu 1989 führte.

Heute lässt jede Konfrontation der Supermächte aufhorchen: Statt für den Frieden zu kooperieren, gibt es Streitigkeiten bis zu kriegerischen Aktionen wie in Syrien. Und der Krieg in der Ostukraine ist nur schwer zu befrieden und drückt letztendlich die Sorge Russlands aus, die Ukraine an die NATO zu verlieren. Und heute? US-Präsident Trump hat das so mühsame in den 80er Jahren ausgehandelte Abkommen über die Mittelstreckenraketen aufgekündigt. Und am 23. Oktober 2019 hat Emmanuel Macorn Putin Gespräche zu diesem Thema angeboten. Schon im Interview mit The Economist hatte Macron Gespräche mit Moskau empfohlen: Wenn wir den Frieden in Europa schaffen wollen, müssten wir unser Verhältnis zu Russland überdenken.  (vgl. H. Wittmann, > Emmanuel Macron: Die Nato und Europa  – 10. November 2019 > www.france-blog.info/emmanuel-macron-die-nato-und-europa). Damit meint er, Russlands Befürchtungen müssten ernstgenommen werden und das Ausgreifen der NATO und der EU sollten wohl bedacht sein. Vgl. dazu: K. Wittmann, Towards a new Strategic Concept for NATO. NATO Defense College, Rom, September 2009 (Forum Paper 10). S. 31-38. Online > www.ndc.nato.int/download/downloads.php?icode=123

In diesen Zusammenhängen ist die Lektüre der letzten Kapitel 18. Kapitel Abkehr von der Entspannung und 19. Neue Vorzeichen für Europa besonders lohnend Dann kommt 20. Gorbatschow. Wieder ist es ein besonderer Schub 21. Globaler Transformationen, die alles erneut in Bewegung brachten. Wie in Camus‘ La Peste die Seuche aufhört, als die Einwohner von Oran Hoffnung schöpften, so gilt für Westad auch diese Einsicht: „Der Kalte Krieg in E

uropa endete, weil sich die Angst, die Ost und West voreinander hatten, durch jahrelangen Kontakt vermindert hatte und weil die Europäische Gemeinschaft beweisen hatte, dass sie auch periphere Länder erfolgreich integrieren konnte.“ (S. 645)

Odd Arne Westad
> Der Kalte Krieg
Eine Weltgeschichte
Aus dem Amerikanischen von Helmut Dierlamm und Hans Freundl (Orig.: The Cold War. A World History)
1. Aufl. 2019, 763 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98148-3

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