Nachgefragt: Thomas Palzer, Die Zeit, die bleibt. Kriminalroman

Auf Colver wird ein Anschlag verübt. Er landet ziemlich heftig zugerichtet in einem Münchner Spital. Zehn Wochen braucht es, bis er wieder halbwegs zunächst an Krücken laufen kann. Und er zermartert sich sein Hirn, wer es sich in den Kopf gesetzt haben könnte, ihn umzubringen: > Bitte weiterlesen

Erst der > Lesebericht und dann > Nachgefragt. Unser Blogprinzip. Thomas Palzer ist Schriftsteller, Essayist, Hörfunk- und FIlmregisseur. Bei Tropen ist sein Kriminalroman > Die Zeit, die bleibt erschienen. Unsere Redaktion hat ihn gefragt: Was würden Sie einem unentschlossenen Buchkäufer über ihr Buch sagen? Jeder Krimi hat seine eigenen Schwerpunkte. Bei > Die Zeit, die bleibt ist es das Spiel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Ewart Colver wird überfallen und findet Indizien, die er mit einem früheren Fall verbindet. Was ist Schicksal, was ist Erinnerung?

Wie löst Palzer das Problem des allwissenden Erzählers? Tatsächlich weiß dieser weniger als Ewart Colver? Ab welcher Seite darf in einem Krimi die Präsentation von Indizien, die zur Lösung des Falls führen könnten, anfangen? Krimiautoren haben ein ganzes Arsenal an Methoden, um Spannung zu erzeugen. Hier wird auf das Unerwartete hingewiesen: „Wenn man nicht ständig auf der Hut war, würde man von allem, was einen umgab, belogen.“ (S. 61) Hat Palzer bei der Abfassung Ihres Romans daran gedacht, oder geliebäugelt, Spuren für den Leser auszulegen? S. 210 ? „Als Verletzung begreift man es heutzutage schon, wenn man mit der Wahrheit konfrontiert wird. Das ist das Ungeheuerliche. Wir leben im reinsten Irrationalismus,“ Sätze wie diese enthalten etwas mehr als nur Statements der Protagonisten?

Unsere Redaktion hat Thomas Palzer beim > Tropenfest im Literarischen Colloquium in Berlin getroffen, wo er auf der Terrasse sein Buch vorgestellt hat:

Thomas Palzer
> Die Zeit, die bleibt
Kriminalroman
1. Aufl. 2019, 251 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50415-6