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Alex Rühle: Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline

Wenn man unterwegs ist, wenn man kein mobiles Endgerät mit UMTS-Anschluß in die weite Welt mit sich führt und höchsten vielleicht einen Laptop in der Tasche hat, das immer eine WLAN-Verbindung braucht, ist man in so manchem Hotel aufgeschmissen, wenn es keinen Netzzugang gibt. Das nennt man offline, und für manche ist das ein ganz furchtbarer Zustand. Da sitzt man nun, und draußen braust die Welt vorbei, man ist nicht mehr mit dabei, keine E-Mails mehr, kein soziales Netzwerk, man kann seinen Freunden nicht mehr spontan zuwitschern, was einen gerade bewegt oder beschäftigt. Wenn dieser bedauernswerte Zustand wegen widriger Umstände sogar einige Tag dauerrn sollte, kommt schnell die Befürchtung auf, bald aus allen (sozialen) Netzen herauszufallen.

> Alex Rühle hat im letzten halben Jahr sich ganz freiwillig aus dem Netz abgemeldet. Und sozusagen zum Entzug angemeldet. Früher war der Blackberry schnell noch seine letzte Einschlaflektüre und tagsüber und meistens auch nachts die stete Verbindung zur Welt. Mails machen süchtig, und die meisten merken das gar nicht. So wie manche mit Knöpfen in den Ohren sich von den Stadtgeräuschen abschotten, in ihrer eigenen Welt herumlaufen, so schaffen die E-Mails eine Art Parallelwelt als Ersatz für die realen Bezüge. Man sieht sich, sagte man früher, heute heißt es nur noch, ich mail Dir. Früher schrieb man einen schönen Brief mit Füller und wartete geduldig mehrere Tage auf die Antwort, heute wechselt man immer öfters hektisch 4,5 oder mehr Mails mit seinen Korrespondenzpartnern in immer kürzerem Takt aus. Rechtschreibung, Stil und Formen gehen dabei unter. Briefe werden zu Informationen und Botschaften, die leisen Zwischentöne auf dem Briefpapier weichen der Aufmerksamkeit, die der Erwartung auf die schnelle Antwort gezollt wird. Vor einem halben Jahr Alex Rühle hat die Notbremse gezogen. Zurück in die analoge Welt, lautete seine Entscheidung. Und wie überlebt man heute diesen Offline-Zustand, zumal wenn man seine Pflichten als Journalist und Vater nicht vernachlässigen will? Die Anworten auf diese Fragen stehen in seinem Buch > Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline, das am 19. Juli 2010 bei Klett-Cotta erscheint.

Am vierten Tag seiner Entziehungskur fragt sich Alex Rühle, warum er sich freiwillig vom Netz verabschiedet:

„Ich will einfach wissen, wie es ohne ist, gerade weil ich mir ein Leben ohne Netz schlichtweg nicht mehr vorstellen kann. Die Welt wird eine Google, das Netz dringt wie Wasser in alle Lebensbereiche ein (weshalb es auch so elend lächerlich ist, diese Neuerung mit Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks oder mit dem Telefon zu vergleichen). Ja, es gehört für die, die drin sind, so selbstverständlich zum Lebenshintergrund wie die Schwerkraft oder die Luft zum Atmen. Da ist es doch mal interessant, sich für eine Weile danebenzustellen und zu schauen, was das für Konsequenzen hat. Werde ich selber ruhiger dadurch oder, im Gegenteil, unruhiger? Erholt sich mein Gedächtnis oder hat meine phänomenale Schussligkeit gar nichts mit dem Leben am Computer zu tun? Bin ich tatsächlich süchtig und tue mir dementsprechend schwer mit dem Entzug oder schreite ich nach drei Tagen munter in mein analoges Leben aus und sage achselzuckend, das ganze Sucht-Gerede war doch wieder nur unbedachte Journalistenmetaphorik? Ist überhaupt ein Leben ohne Netz noch möglich, ohne aus allen Bezügen zu fallen? “

Sich Ausklinken aus der digitalen Welt. Das ist ja eigentlich gar nicht so einfach. Einfach wegbleiben reicht ja nicht. Würde ein Blogautor für 6 Wochen die Biege machen, würden manche seine Pause vielleicht erst nach nach zwei Wochen merken sagen, der schreibt im Augenblick aber wirklich nicht viel. Nach drei Wochen würde die Verwunderung schwächer, und nach vier Wochen hätten auch die RSS-Feeds seinen Blog vergessen. Aber es ist schon was dran, das Ausknipsen der digitalen Welt stürzt zuerst nur den Ausknipser in eine neue Einsamkeit, die der bekannten, alten, guten analogen Welt. Das einzige was er seinen Mitmenschen antut, ist, dass diese sich wieder an Fax und Briefmarken gewöhnen müssen. „Ich habe aber das Gefühl, dass ich mir darin selbst abhanden komme,“ sagt Alex Rühle zum Internet, ohne dass dies nach einer Fundamentalkritik am Internet klingen soll. Er will sich nur dagegen wehren, vom Netz total vereinnahmt zu werden. Und damit muss man ihn ernstnehmen. Auf die Lektüre seines Buches bin ich gespannt. Der Lesebericht folgt hier.

> Blättern im Buch

> Alex Rühle
> Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline
Erscheinungstermin: 19.07. 2010
Auflage: 1. Aufl. 2010
220 Seiten
ISBN: 978-3-608-94617-8

Veranstaltungen von Alex Rühle:

München
Premiere

27.07. 2010 20:00
Alex Rühle stellt sein Buch Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline. vor.
Die Veranstaltung wird von Dirk von Geelen moderiert.
Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, 80333 München.

Würzburg

Lesung
30.09. 2010 20:00
Alex Rühle stellt sein Buch Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline. vor.
Stadtbücherei Würzburg, Haus zum Falken, Marktplatz 9, 97070 Würzburg.

Stuttgart
Buchvorstellung
19.11. 2010 20:15
Alex Rühle stellt sein Buch vor: „Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline.“ Eine Veranstaltung des Klett-Cotta Verlags und des Buchhandelsverbandes Baden-Württemberg im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen. Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart

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