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Lesebericht: Stephen Hawking, Kurze Antworten auf große Fragen

> Buchpremiere von »Kurze Antworten auf große Fragen« mit Lucy Hawking
5. Dezember 2018 um 19 h 30

Das letzte Buch von Stephen Hawking (1942-2018) > Kurze Antworten auf große Fragen ist gerade in der Übersetzung von Heiner Kober unter Mitarbeit von Susanne Held bei Klett-Cotta erschienen.

Dieses Buch liest sich wie ein kurzgefasstes Lehrbuch der Astrophysik und der Kosmologie. Historische Rückblicke bis zum Urknall und Ausblicke in eine ferne Zukunft, wenn Menschen, folgen sie dem Rat von Hawking, einmal auf anderen, heute noch nicht erreichbaren Planeten siedeln müssen, werden auf der Grundlage der Naturgesetze erklärt. (Nicht vergessen: Die Sonne hat nur eine Lebensdauer von ca. zehn Milliarden Jahren.) Ein kleines Buch, das die Bedeutung des Universums für uns Menschen in den Griff bekommen will. Ein Buch, in dem trotz aller Zurückhaltung Hawkings seine Empörung aus guten Gründen deutlich wird, nämlich mit welcher Nonchalance, Fahr- und Nachlässigkeit die Menschen die wertvollen Ressourcen unseres Planeten verschwenden und zerstören. Und es ist auch ein Buch, das die Entdeckung und die Grundlagen von Naturgesetzen erläutert und dabei spannende Wissenschaftsgeschichte vorstellt.

Das Universum aus dem Nichts entstanden „aber ganz in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen“ S. 53, so vermutet man mittlerweile, dehnt sich nach dem Urknall immer weiter aus, vgl. S. 75-79, Stichwort Mikrowellenhintergrundstrahlung, S. 75, wird es einmal an eine Grenze stoßen? Man blättert zurück und liest einige Seiten nochmal und staunt, dass solche ungeheuren Raumdimensionen hier in so präziser Form anschaulich beschrieben werden können. Und man denkt unwillkürlich darüber nach. Handelt es sich nicht gar um eine Dekontraktion und eine Kontraktion des Universums, die für ewige Zeiten aufeinander folgen?

Hawking berichtet nebenbei von erstaunlichen Einsichten, so die Computerviren, denen er durchaus den Status von Lebewesen zukommen lässt und sich gleichzeitig darüber wundert, dass die einzige Lebensform, die wir erschaffen haben, „rein destruktiv ist“ S. 93. Das steht im 3. Kapitel mit der Frage „Gibt es intelligentes Leben im Universum?“ als Überschrift. Hawking will das nicht ausschließen, zweifelt aber daran, ob die „Feinabstimmung der physikalischen Konstanten“ woanders die günstigen Voraussetzungen wie auf der Erde antreffen wird. Wie gesagt ummöglich ist das nicht. Wenn man sich den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik genauer anschaut, der etwas über das Verhältnis von Unordnung und Ordnung aussagt und erklärt, dass die gesamte Unordnung im Universum immer zunimmt, dann kann die Ordnung in einem Körper wachsen, wenn eben drumherum  die Unordnung in einem größeren Umfang zunimmt. Das klingt nach Chaostheorie. Damit ist Hawking schon wieder bei der Biologie: Gene und Stoffwechsel, dazu kommen Kohlenstoffatome, Stickstoff oder Phosphor: Wir hätten im Biologieunterricht besser aufpassen sollen. Es folgt eine kurzgefasste Geschichte, wie intelligentes Leben auf unserem Planeten entstanden ist. Interessant, dass Hawking auch „die extern übermittelten Informationen“ S. 103 zur Evolution des Menschen dazuzählen will. Das Sonnensystem entstand aus einer Gaswolke, dann vereinigten sich Kohlenstoff und Sauerstoff zu DNA-Molekülen. Vielleicht wäre es in der Schule einfacher gewesen, wenn unsere Lehrer uns die Naturwissenschaften immer als Ganzes erklärt hätten und es die unnütze Trennung zwischen Chemie, Bio und Physik  in der Schule nicht geben würde. Und bald wird es um die Veränderung der DNA gehen: „Ein Geschlecht von Lebewesen wird den Ton angeben, das sich selbst designt und sich in immer rascherem Tempo optimiert.“ S. 105

Das 4. Kapitel „Können wir die Zukunft vorhersagen“ ist kurz, neun Seiten, aber ein Meisterwerk an klassischer Wissenschaftsgeschichte. Natürlich geht es nicht nur um die Große Zukunft, es geht um Teilchen, deren Bewegungen prognostiziert werden sollen. Dazu muss man erst einmal ihre genaue Lage im Raum zu bestimmen. Richtet sich ein Lichtstrahl darauf, kann es seine Position schon verändern: es kommt zur Unschärferelation von Werner Heisenberg (1901-1976). Damit ist ein großer Verdienst von Hawkings Buch genannt. Er schafft es, Theorien und Erkenntnisse auf dem Weg zu physikalischen Gesetzen zu erläutern, wie sie widerlegt oder bestätigt werden. Das ist wirklich spannende Wissenschaftsgeschichte.

5. Kapitel „Was befindet sich in einem schwarzen Loch?“ Das sind zusammengefallene Sterne, die so kompakt sind, dass selbst das Licht von dort aus auf keine Entweichgeschwindigkeit kommt und das Objekt schwarz bleibt. Sind dort Informationen hineingefallen und werden diese doch mal wieder preisgegeben?

6. „Sind Zeitreisen möglich?“ Ganz ausschließen will Hawking das nicht, nachdem er ihre Bedingungen diskutiert hat. Aber wir bräuchten schon mal ein Raumschiff, das schneller als das Licht ist. Hat man das nicht, benötigt man zum Mittelpunkt der Milchstraße nur 50000 Jahre. Kosmische Strings könnten helfen, aber auch wenn Lichtgeschwindigkeit erreicht würde, gäbe es dann schon wieder das Problem des Abbremsens.

Das 7. Kapitel „Werden wir auf der Erde überleben“ strotzt vor Pessimismus. Die Erde ist zu klein fürs uns, S. 171, und was machen wir, wenn dereinst der Klimawandel in eine selbsterhaltende Erwärmung übergeht, oder das nicht schon passiert ist? vgl. S. 172 Der knappe Lebensraum überzeugt Hawking, wir müssen auf andere Welten ausweichen. Vermutet das nur der Kosmophysiker, der sich das vorstellen kann und davon träumt, das eines Tages zu realisieren? Die Gefahren eines Nuklearkrieges oder einer weltweiten Umweltkatastrophe sind für ihn nur eine Frage der Zeit. Kommen wird eins von beiden.

Folgerichtig lautet die Überschrift des 8. Kapitels „Sollten wir den Weltraum besiedeln?“ O je, die Aussicht, sich zur Zwecke der Wärmedämmung auf einem anderen Planeten einzugraben, um sich auch vor unliebsamer Strahlung schützen zu können, ist doch ein Schreckenszenario. Eines Tages, meint die NASA, könne man in 260 Tagen den Mars erreichen, aber auch dann noch braucht es 3 Millionen Jahre, um das nächstgelegene Sonnensystem zu erreichen. S. 199. Dennoch ist Hawking überzeugt, will die Menschheit noch eine Million Jahre weiterleben, so bleibe ihr nur übrig, den Weltraum zu erkunden und zu besiedeln. (S. 204)

Besonders interessant ist das Kapitel 9 „Wird uns künstliche Intelligenz überflügeln“. S. 207-221 – Ja, sie wird es, allein schon weil sie es aus eigenem Antrieb tun werde, S. 211. Schon wird von autonomen Waffen gesprochen, zu einem Zeitpunkt, wo von amerikanischen Basen aus unbemannte Drohnen auf anderen Kontinenten gesteuert werden, um ihre todbringende Last ins Ziel zu bringen. Künstliche Intelligenz kann zur Bedrohung werden, Hawking ist davon überzeugt. Wir sprechen heute von der kollektiven Intelligenz… und die Algorithmen der Suchmaschinen bestimmen schon heute darüber, welche Websites wir uns ansehen werden. Und soziale Netzwerke übernehmen subtil die Herrschaft über unsere Entscheidungen, sie steuern uns und geben uns Bewegungsräume vor > vgl. Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I-IV). Hawking erinnert sich daran, als er jünger war und die Aussicht auf technische Neuerungen mehr Freizeit versprach, jetzt würden alle durch mehr Handlungsmöglichkeiten noch mehr beschäftigt. vgl. S. 217. Wie stellen wir es an, dass die Weisheit gewinnt?


Am 28. März 2018 übergab der französische Star-Mathematiker Cédric Villani Emmanuel Macron einen Bericht zur Zukunft der Forschung auf diesem Gebiet in Frankreich: > Frankreich hat eine Strategie für die künstliche Intelligenz vorgestellt. Im selben Jahr wurde in Frankreich ein Fördertopf mit 1,5 Milliarden Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren verabschiedet. Deutschland stellt mit dem 1988 gegründeten Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz eines der international führenden Forschungszentren.

Hier kann man den > Rapport Villani herunterladen:

> > Les grands axes du rapport Villani

>Frankreich hat eine Strategie für die künstliche Intelligenz vorgestellt – www.france-blog.info, 2. April 2018, von H. Wittmann

> 9. Deutsch-französisches Wirtschaftsgespräch: Die Künstliche Intelligenz – ein deutsch-französisches Zukunftsprojekt mit einem > Dossier
25.10. 2018 | 19 Uhr | Institut français Stuttgart | Schloßstr. 51
Anmeldung erforderlich unter info.stuttgart@institutfrancais.de


Im letzten Kapitel 11 fragt der Autor „Wie gestalten wir unser Zukunft?“ Dieses Buch hätte ich in der Schule schon gerne gelesen. Danach hätte ich die Bedeutung unseres Physikunterrichts verstanden: „Damit der Geist sein volles Potential erreicht, ist allerdings ein Funke erforderlich: der Funke der Wissbegierde und des Staunens,“ S. 225, schreibt Hawking und verrät so, was ihn angetrieben hat. Neugier entwickelt sich, wenn man einige wenige Fakten kennt und anfängt zu spüren, dass es da etwas zu entdecken, zu verstehen und zu fragen gibt: „Wenn Sie wissen, wie etwas funktioniert, können Sie es kontrollieren,“ S. 225, sagt Hawking und erinnert mich daran, wie ich damals als 8 oder 10-jähriger unseren alten Kühlschrank zerlegen durfte. Der hatte einen Motor! Oder wie ich dem alten Dampfradio wieder zur Musik verhalf, indem ich in dem kleinen Radioladen in der Kölner Innenstadt ihm eine neue Röhre spendierte oder wie ich in meinem ersten Auto den Wasserkühler ausgetauscht habe. Ein Anstoß genügt, und dann kann es losgehen. Bei Hawking war es sein Lehrer Tahta, dem er Zeit seines Lebens für die vermittelten Inspirationen dankbar war.

> Smartphones und alle anderen technischen Neuerungen, einschließlich der Satellitennavigation wie Soziale Netzwerke tragen für Hawking zu einer tiefgreifenden Verwandlung unserer künftigen Welt bei, aber nur mit Informationen ist es nicht getan: „sondern nur durch den intelligenten und kreativen Umgang mit Informationen.“ S. 232 In diesem Sinne ist Hawking auch ein Lehrer, der uns dazu anregt, wieder die Naturwissenschaften in den Blick zu nehmen

„Denkt also daran, zu den Sternen zu schauen und nicht auf Eure Füße.“ S. 235

Stephen Hawking,
> Kurze Antworten auf große Fragen
Aus dem Englischen von Heiner Kober unter Mitarbeit von Susanne Held (Orig.: Brief Answers to the Big Questions)
1. Aufl. 2018, ca. 240 Seiten, Gebunden mit s/w-Abbildungen
ISBN: 978-3-608-96376-2

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