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Lesebericht: Wolfgang Kraushaar, Die 68er-Bewegung international

Unsere Redaktion liest! Wolfgang Kraushaar, > Die 68er–Bewegung mit dem Untertitel „Eine illustrierte Chronik 1960 – 1969“. Das war ein aufregendes Jahrzehnt. Irgendwie hat jeder, der dieses Jahrzehnt erlebt hat, auch Erinnerungen daran. Damals hat der Fotograf unserer heutigen Blogredaktion bei den Schüler- und Studentendemonstrationen in der Nähe vom Rudolfplatz im Mai 68 Fotos gemacht: Ob die Erinnerung ihn trügt? Stehenbleiben, unterhaken, laut rufen: „Für die Bildung tun sie nix“ o.s.ä. und dann 50 m rennen, wieder stehenbleiben, und wieder ganz laut rufen… und unser Fotograf hatte schon wieder 20 Fotos gemacht. War eigentlich auch Polizei in der Nähe? Tagsdrauf kamen die Jungens aus der Oberprima zu ihm, Du hast Fotos gemacht, kriegen wir die? Kommst Du mit? In den Keller und schon war der Fotograf jüngstes Mitglied der Schülerzeitung TEAM im Schiller-Gymnasium in Köln, solange bis er mit Abstand der Älteste war. Soweit zum Mai 68 in Köln.

Jetzt sitzt unsre ganze Redaktion vor 4 großformatige Leinenbände im Schuber mit etwa 2000 Seiten, ca. 1000 Fotos und Abbildungen, Prägung & Fadenheftung, Durchgängig vierfarbig gedruckt und staunt über die Vielfalt, die Wolfgang Kraushaar hier zusammengetragen hat:

Unsere Redaktion hat nicht nur die vier Bände, sie hat auch die wunderbaren Erinnerungen an das Zusammentreffen mit Wolfgang Kraushaar auf der Buchmesse

 

Vier dicke Bände: I. 1960-1969, II. 1967, III. 1968, IV. 1969. Kein Lesebericht kann dieser Fülle in einem Artikel auch nur annähernd gerecht werden. Die Einleitung (I. S. VI-XLI erläutert dieses Projekt: es geht darum, „die Vor- und Hauptgeschichte der 68er-Bewegung in Einzelereignissen zu präsentieren“ S. VI. Und dies ist Wolfgang Kraushaar vorzüglich gelungen. Es wird deutlich, dass die Maiereignisse 1968 eine weitreichende internationale Vorgeschichte hatten, das wird in der Chronologie der ersten beiden Bände vorzüglich dokumentiert. Der Autor möchte Sie auf eine Zeitreise mitnehmen, das wird eine Reise, auf der Sie erstaunliche Entdeckungen machen werden, die ausführlichen Berichte über die Ereignisse decken in diesen Bänden viele Zusammenhänge auf und verdichten das Bild, die Bilder, die diese Jahre vor Ihren Augen entstehen lassen.

Die in einem Text kaum mögliche Anordnung der vielen Entwicklungslinien die auf den Maihöhepunkt 68 hinsteuern
, zeigen hier die so sehr unterschiedlichen Entwicklungen in vielen Ländern. Allerdings und das wird hier auch deutlich, entstanden diese Bewegungen fast gleichzeitig und verliefen parallel, weshalb Gründe und Einflüsse nicht einfach auszumachen sind. Es waren aber offenkundig, mehrere „Transformationsprozesse“, die die betroffenen Länder nachhaltig erschütterten. Alle fünf Kontinente waren betroffen. In den USA waren es die Südstaaten, in denen der Kampf der Bürgerrechtler um Gleichberechtigung im Vordergrund stand. Der ausufernde Vietnam-Krieg und die wachsende Kritik an ihm entwickelte sich in den 60er Jahren zu einem wichtigen Katalysator der Protestbewegungen, S. XXVII-XIX: Die Weltkarte, S. X f., vermittelt einen Eindruck vom weltweiten Aufflammen der Proteste.

Eine Kulturrevolution? In China rief Mao im Frühjahr eine Kulturrevolution aus. Eine von oben verordnete Revolution? Der chinesische Weg des Kommunismus auch die bundesdeutsche Linke. Was zuerst in die Zeit zu passen schien, entpuppte sich schnell als ein Machtkampf, mit dem der „große Vorsitzende“ sich seiner innerparteilichen Gegner entledigte: S. XX, um so die Diktatur kompromisslos zu bestätigen.

In jedem Land verliefen die Proteste ganz unterschiedlich, die Studenten waren beinahe überall in besonderem Maße daran beteiligt. In manchen Ländern, wie in den USA trugen die Proteste zu gesellschaftlichen Veränderungen bei, in Deutschland flammten die Proteste auf, auch aufgrund unmittelbarer Ereignisse, wie der Tod von Benno Ohnesorg oder das Attentat auf Rudi Dutschke bevor sie einige Monate später abebbten, während in Frankreich, die Studenten von Nanterre zur Sorbonne zogen, sie besetzten und im Verlauf heftigster Konfrontationen mit der CRS und der Polizei Frankreich an den Rand einer Revolution brachten, die de Gaulle Ende Mai mit einem beherzten Machtwort beendete. Im August 1968 rollen sowjetische Panzer durch Prag und beenden den Prager Frühling. Die Studentendemonstrationen thematisierten nicht nur den Bildungsnotstand, S. XXII, sie entwickelten auch das Teach-In, eine Gegenbewegung zum normalen Vorlesungsbetrieb. Im Endeffekt blieben die Studenten alleine. Besonders in Frankreich fehlte ihnen die Unterstützung der linken Parteien, die in der Endphase des Mai 68 das Abkommen der Rue de Grenelle unterzeichneten, das das Ende des Generalstreiks ankündigte.

> Nachgefragt: Wolfgang Kraushaar, Die blinden Flecken der 68er Bewegung – 17. Oktober 2018.

Die Frage der Gewalt, der gewalttätigen Auseinandersetzung hat in allen Ländern in einem ganz erheblichen Maße die Diskussion bestimmt. In Deutschland war es der Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der von einem Polizisten am 2. Juli aus nächster Nähe erschossen erschossen wurde, der freigesprochen wurde. Dass aber der Kommunarde Fritz Teufel wegen eines Steinwurfs lange in Untersuchungshaft blieb, hat das Vertrauen in die Justiz nachhaltigst erschüttert. Das Attentat auf Rudi Dutschke am 11. April 1968 schien dann alle Dämme brechen zu lassen.

Die Mai-Bewegungen waren die „erste globale Revolution“ S. XXIX, die weitreichende Folgen hatte. In Prag wurde die Nichtreformierbarkeit eines sowjetischen Satellitenstaates demonstriert, die in der Rückschau schon als Vorbote kommender Ereignisse heute gewertet werden kann. In diesem Sinne ist das Vorwort des Autors nicht nur eine Einleitung in dieses beachtliche Werk, sondern auch eine selbständige präzise politische Analyse der 60er Jahre, die einen politischen und gesellschaftlichen geradezu radikalen Transformationsprozess einleiteten, ohne denen die folgenden beiden Jahrzehnte mit ihren erneuten Umbrüchen gar nicht zu verstehen sind.

Die Signale, „die Körperlichkeit der Protestierenden“, ihre Kleidung, ihr Habitus und ihren Gesten, S. XXXI, war etwas Neues, auch aufgrund der ungeheuren Bilderflut, die diese Ereignisse weltweit dokumentierten. Beim Durchblättern dieser Bände werden sie immer wieder berühmt gewordene Fotos entdecken, die schon damals an die Stelle von politischen Kommentaren traten. Der ganz besondere Reiz dieser Bände mit den Beschreibungen und Erklärungen aus der Feder eines Autors besteht darin, dass diese Texte so klingen, als ob Kraushaar beim Blättern neben Ihnen stehen würde und eigentlich bei jedem Bild die Einordnung und damit auch die Zusammenhänge mit der Zeitgeschichte so überaus plastisch erklärt.

In ihrer vorliegenden Fülle sind diese vier Bände mit ihrer Zusammenstellung von Texten, die die Ereignisse chronologisch beschreiben und die Fotos begleiten oder umgekehrt in einer gewissen Weise dem Dokumentarfilm überlegen: Der Leser der sich qua Text mit den Ereignissen vertraut macht, wird die Bilder zunächst als Illustration sehen, sie aber bei näherer Betrachtung ihres Informationsgehalts als den Texten als ebenbürtig empfinden. Es sind diese Bezüge zwischen den Texten und dem klug ausgesuchten Bildern und Dokumenten, die dieser Darstellung ihre so besonderen Reize verleihen

Ganzseitige Fotos, Erklärungen von Stichworten, wie Ostermärsche , S. 17, Abbildungen von Dokumenten, viele Manifeste, eingefügte Zitate, strukturieren die Texte. Orts-und Personenregister ergänzen die Bände und erleichtern das Auffinden von Informationen.

Leseberichte dürfen nicht so lang sein… jedes Umblättern in diesem Buch verlängert ihn… wenn Sie die Fotos in diesem Blogartikel angesehen angesehen haben und bis hierhin gelesen haben, werden Sie schon ein Geschenk für jemanden auf Ihrem Besorgungszettel für Weihnachten stehen haben.

Wolfgang Kraushaar
> Die 68er–Bewegung
Eine illustrierte Chronik 1960 – 1969
1. Aufl. 2018, ca. 2000 Seiten, 4 großformatige Leinenbände im Schuber, Prägung, Fadenheftung, durchgängig vierfarbig gedruckt, mit ca. 1000 Fotos und Abbildungen
ISBN: 978-3-608-96292-5

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