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Die zwei Körper des Präsidenten

Dieses Blog muss ja keinesfalls nur über die neuen Bücher berichten. Der Gang ins Archiv oder nur der Blick in den Katalog von Klett-Cotta erinnert an wunderbare Bücher, von denen so manches selbst Wissenschaftsgeschichte ist.

Heute erschien auf der > Twitter-Seite des Frankreich-Blogs ein etwas merkwürdiges Tweet, so heißen die Beiträge auf de Zwitscherseite: „Kantorowicz. Die zwei Körper des Königs! So auch heute in Frankreich : v. Interview mit Courtois heute in LE MONDE > http://bit.ly/ccguJ1„, www.bit.ly ist ein URL-Verkürzungsdienst, man muss ja bei Twitter das Limit von 140 Zeichen einhalten.

Anlass für diesen Zwischenruf war das Interview unter dem Titel > „Pour Sarkozy, la période des réformes est révolue“ oder eher Chat-Gespräch, bei dem der Direktor von LE MONDE, Gérard Courtois, zu den sinkenden Meinungsumfragewerten von Nicolas Sarkozy befragt wurde. Für die schlechten Werte des Präsidenten führt Courtois einige Erklärungen an, unter anderem auch den Stil des Präsidenten, der seine bisherige Amtszeit geprägt hat. Aber Courtois weist auch daraufhin, dass im Elyséepalast ein Umdenken begonnen hat: „… on assiste depuis à un recadrage en profondeur du style, de la communication, de l’équipe présidentielle et du mode de gouvernement“. Alles hängt für Sarkozy von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ab. Seine Wahlversprechen sind durch die Finanzkrise hinfällig geworden. Gelingt Frankreich aber eine wirtschaftliche Besserung, so hat er Chancen 2012 wiedergewählt zu werden.

Der persönliche Stil des Präsidenten und die Zwänge oder Gewohnheiten, die sein Amt mitbringt, also die Notwendigkeit für Nicolas Sarkozy jetzt wirklich oder endlich in die Haut des Präsidenten der V. Republik zu schlüpfen, erinnert mich an das Buch von > Ernst Kantorowicz (1895-1963), > Die zwei Körper des Königs mit dem Untertitel Eine Studie zur politischen Theologie des Mittelalters. Eines der besonderen Bücher, die ich im Studium verschlungen habe.

Ernst H. Kantorowicz
> Die zwei Körper des Königs Eine Studie zur politischen Theologie des Mittelalters.

Der Titel kommt aus einer Untersuchung elisabethanischer Kronjuristen. Sie schrieben dem König zwei Körper zu: den natürlichen und damit sterblichen, und einen »übernatürlichen«, der niemals stirbt. Das ist auch eine politische Glaubensformel, die Religion und Staatslehre vereint. Aus dieser mittelalterlichen juristischen Fiktion der zwei Körper des Königs entwickelt Kantorowicz eine Entstehungsgeschichte des modernen Staates, die historische Physiologie der Unterscheidung zwischen der öffentlichen Funktion und der konkreten Person, die sie ausfüllt. Und weil der französische Staatspräsident über eine so besondere Machtfülle auch aufgrund seiner direkten Wahl durch das Volk verfügt, kommt seine Stellung fast der eines gewählten Monarchen gleich. Nun, ganz richtig ist der Vergleich zwischen König und dem modernen Präsidenten nicht, denn in den Plowden-Reports, die zur Zeit der Königin Elisabeth verfasst wurden, in denen die königlichen Eigenschaften definiert wurden, ging es darum, die beiden Körper des Königs als eine Einheit vorzustellen, die zudem nicht teilbar war. Der Inhaber dieser Rolle konnte also nicht beliebig zwischen dem natürlichen Körper und dem politischen Körper so einfach hin- und herwechseln. Man merkt, es geht natürlich um Besitzansprüche und Erbschaftsangelegenheiten. Da es aber diese Unterscheidung nun einmal so gibt, kann Kantorowicz aber doch auf die Anziehungskraft oder Ausstrahlungskraft des politischen Körpers auf die natürliche Person des Königs eingehen. Man erinnere sich an François Mitterrand und sein Pamphlet gegen General de Gaulle: Le coup d’État permanent (Paris: Plon 1964), mit der er mit der politischen Praxis der V. Republik hart ins Gericht ging. 1981 wurde Mitterrand selbst Präsident und übte 14 Jahre lang alle Vorrechte eines gewählten Monarchen aus. Trotz aller Kritik hatte ihn das höchste Staatsamt offensichtlich total in seinen Bann gezogen. Auf die Machtfülle dieses Amtes angesprochen, stellte er in einem Fernsehinterview einmal lakonisch fest. Es ist richtig, der Staatspräsident hat viele Vorrechte. Und ich übe sie aus.

Nun ist natürlich beim Präsidenten keine Seelenwanderung aus seinem unsterblichen Teil zu seinem Nachfolger im Spiel. Aber das Amt verkörpert eine solche Machtfülle (vgl. die Verfassung der V. Republik), wenn auch 2002 die Dauer seines Mandats auf 5 Jahre beschränkt und 2008 festgelegt wurde, dass er nur zwei Amtszeiten nacheinander ausüben darf, dass eben immer wieder gerne die Einheit der beiden Körper betont wird, vielleicht auch um Auswüchsen vorzubauen, dass der natürliche Körper dem politischen überlegen sein will. Erinnern wir uns, Louis-Napoléon hatte sich vor Ablauf seines Mandats als Staatschef am 2. Dezember 1851 mit einem Staatsstreich seine Macht gesichert, hätter er doch nur eine Amtszeit ausüben dürfen. Damit hatte er das Präsidentenamt deart beschädigt, dass erst 1965 wieder ein Präsident vom Volk gewählt werden konnte, und Mitterrand zwang de Gaulle in eine Stichwahl.

Übrigens von Ernst Kantorowicz ist auch sein anderes großes Werk über Friedrich II. lieferbar:

> Kaiser Friedrich der Zweite. Hauptband (Hrsg. v. Eckhart Grünewald 2. Aufl. 2003 gebunden mit Schutzumschlag 572 Seiten, ISBN: 978-3-608-91926-4.) Ernst H. Kantorowicz läßt die Welt, in welcher der Staufer aufwuchs, lebendig werden: die Landschaft und die Architektur, die wirtschaftlichen Gegebenheiten, die Kenntnisse der führenden Schichten und die Sehnsüchte und Hoffnungen der unteren Schichten. Er folgt Friedrich, wenn dieser innere Unruhen beseitigt, eine wirtschaftliche Ordnung errichtet, neue Formen des Zusammenlebens gestaltet.

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