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Lesebericht: Daniel-Pascal Zorn, Das Geheimnis der Gewalt

Der Untertitel Warum wir ihr nicht entkommen und was wir trotzdem dagegen tun können des Buches von Daniel-Pascal Zorn > Das Geheimnis der Gewalt  resümiert diesen Band in einem Satz und wird ihm dennoch nicht so ganz gerecht, denn dieses Buch, in dem alle Erscheinungsformen der Gewalt hier in 28 Kapiteln auf 194 Seiten vorgestellt werden, ist weit mehr als ein bloßer Essay über die Gewalt. Das Geheimnis um die Gewalt wird von verschiedenen Seiten aus, eben wie in einem Essay, erläutert, das Thema wird eingekreist. In den Kapiteln gibt es viele kulturwissenschaftliche, historische und gesellschaftliche Fallstudien, mit denen Einzelaspekte der Gewalt erläutert werden. Die Kapitel bauen aufeinander auf, bieten aber auch jedes für sich genommen Stoff für ein Wochenendseminar und verraten die Passion des Autors, philosophischen Themen im Gespräch mit Anderen ganz auf den Grund zu gehen.

Dieser Essay über die Gewalt ist auch ein kurzgefasstes praktisches Lehrbuch über die Anwendung philosophischer Grundsätze. Freude am Disput ist ein weiterer Gewinn für den Leser. Viele entdecken vertraute Situationen wieder und werden angeleitet, diese unter verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Ein Patentrezept zur Vermeidung von Gewalt kann und will der Autor nicht vorlegen, Aber auch wenn es so ein Rezept gäbe, müssten wir zunächst wie in diesem Band eine Art Anamnese betreiben, was ist Gewalt, wieso werden wir immer wieder mit ihr konfrontiert, ist sie gar ein Teil der menschlichen Natur?

Gewalt und Geheimnis sind eng miteinander verbunden. Jedes Kapitel wird dem Leser diese Beziehung vor Augen führen, wenn der Leser sich darauf einlässt , dieses Buch „literarisch“ zu lesen. (vgl. S. 21) Damit will der Autor nicht in Abrede stellen, dass er hier Thesen vertrete, aber er will gerade nicht, dass die „Dialektik von Gewalt und Geheimnis“ vorbehaltlos akzeptiert werde. Es geht dem Autor nicht um Resignation, sondern um das Verstehen von Gewalt qua einer Art Phänomenologie der Gewalt.

Mit dem Versprechen der Apokalypse wurde die Welt mit einem Geheimnis ausgestattet, die schon eine Dualität in sich barg, denn die Menschen resignierten nie sondern versuchen sich ständig durch alle erdenkbaren Weisen Fortschritte zu erzielen, sei es für die Offenbarung gewappnet zu sein. Der Text von Immanuel Kant Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie und seine Warnung, von der Wahrheit zu reden und das schon für die Wahrheit zu halten, erinnert an Lessing „Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: wähle! Ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater gib! die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!“ (Gotthold Ephraim Lessing > Über die Wahrheit, 1777). „Eine Aussage wird da nicht dadurch wahr, dass sie sich selbst für wahr erklärt,“ legt Zorn dar und lässt so durchblicken, dass auch dieses Kapitel ganz aktuelle politische Bezüge aufweist.

Erfolgte die Aufklärung im Geheimen? Die nächsten Kapitel enthalten einen sehr kurzgefassten historischen Abriss, in dem geschildert wird, wie das Wissen in die Welt kam, immer unter dem Aspekt der Machtbewahrung. Trotz allem Fortschritt hielt sich die Magie, die nicht Ursachen und Wirkungen sondern Geister und Dämonen am Werk sieht. (vgl. S. 61)

Kapitel 9 leitet eine Reihe von soziologischen, gesellschaftlichen Betrachtungen ein und beginnt zuerst mit der Gewalt in der Partnerschaften, auch wenn sie nicht offen ausgeübt wird, so doch in jahrelanger Erniedrigung des einen durch den anderen bestehen kann. (vgl. S. 69 und S. 141 ff) Die wenigen Seiten ersetzen durch die Präzision und Klarheit  Therapiebücher und sind so mancher Eheberatung überlegen. Das Kapitel ist richtig platziert, weil alles in der Partnerschaft beginnt. Ein falsches Wort, ein kleines Missverständnis und jeder beharrt auf seiner Position, die Eskalation ist kaum zu umgehen und die Gewalt äußert sich schon, lange bevor jemand tätlich wird. Das Kapitel über die Gewaltfreiheit beginnt mit dem „zwanglosen Zwang“. Danach werden Macht Angst und Ordnung bis zur Despotie behandelt. Freiheit und Selbstbestimmung oder doch Unfreiheit und Zwänge? Ein Blick in die Arbeitswelt. Digital und fortschrittlich, locker und flache Hierarchien oder gar keine? Wie auch immer, auch hier gibt es Grenzen, die ohne Konsequenzen nicht überschritten werden dürfen. Erziehung zur Mündigkeit ist ein so hehres Ziel nicht nur der Schulpädagogik? Ist das nicht auch eine Erziehung zur Unmündigkeit? Die Normalität im Alltagsleben ist uns vertraut, angewöhnt, ein Ausbruch wird aber von den anderen Normalos ungerne gesehen.

Das Kapitel über die Folgen der Digitalisierung erinnert an das große Freiheitsversprechen, die aber gleichzeitig die geringstmögliche Verantwortung nach sich zieht. Foren verlangten schnell nach Moderatoren und einer Netiquette, so etwas, was die Regierungen jetzt per Gesetz einführen wollen, um Faked News und Hass im Netz zu bekämpfen. Eine Regierung, der es wirklich gelingt, den Hass per Gesetz zu verbannen, wird bestimmt wiedergewählt. Dann könnte sich auch ein Gesetz gegen Gewalt vorlegen. Gerade hat ein Gericht keinen Grund gesehen, fiese Beschimpfungen gegen eine Politikerin zu rügen, anstatt dieser Gewalt ganz entschieden einen Riegel vorzuschieben.

„Das Geheimnis der eigenen Existenz kann belastend sein,“ (S. 130) mit Sätzen wie diesen werden grundsätzliche Überlegungen eingeleitet: Das nächste Seminar ist eröffnet. Das Streben nach Perfektion, überhaupt das Überschreiten einer Situation, das Verbergen sogar das Ziel vor uns, vielleicht, weil es ins Nichts führt (vgl. S. 131). „Liberté, situation, dépassement, existence, responsabilité, mauvaise foi, néant,“ sind die Stichworte, die Sartre in L’être et le néant (1943) entwickelt. „Double-Bind“ mit ihren unverhohlenen Drohungen und der ihnen inhärenten Gewalt sind ein Kapitel der Psychiatrie. Die Erinnerung an Bartleby der Schreiber von Herman Melville verweist auf ein besonderes Dilemma, nämlich nicht verneinen zu wollen, dass man verneint.

Täter, Gewalt, Opfer wird es immer geben, solange sich der Täter einen geringen Vorteil verspricht. Gibt es einen Weg aus der Hölle? Wir brauchen noch ein WE-Seminar, um den Schluss dieses Bandes S. 185 ff. zu diskutieren. Man spürt sehr wohl, wie Daniel-Pascal Zorn uns dazu einlädt. Er erinnert an die Besiedelung Amerikas, wie dort Freiheit auf Gewalt aufgebaut wurde. Aber grundsätzlich gefragt: Gewalt ist nicht überwindbar. Aber müssen wir aus ihr ein Geheimnis machen? Vgl. S. 198.

Daniel-Pascal Zorn
> Das Geheimnis der Gewalt
Warum wir ihr nicht entkommen und was wir trotzdem dagegen tun können
1. Aufl. 2019, 198 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-96239-0

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