Verlagsblog

Frühjahr 2017

6. Dezember 2016 von

Das > Weihnachtsfest 2016 ist noch nicht gefeiert, das Jahresende liegt noch vor uns, da gibt es schon die Vorschauen für das Frühjahr 2017. Alles schon fertig, die Druckmaschinen arbeiten. Aber unsere Bücherstapel von der > Frankfurter Buchmesse sind noch nicht abgearbeitet. Noch sind einige Leseberichte nicht geschrieben, da ist die Versuchung schon groß, schon mal in den Vorschauen zu blättern, um nachzusehen, was uns das Frühjahr bieten wird: Leipziger Buchmesse! Sieben neue spannende Romane und eine Essayband von Ernst Jünger. Beren und Lúthien von J.R.R. Tolkien erscheint am 6.5.2017. Von Edgar Wolfrum erscheint am 11.2.2017 > Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts und Agnust Deatons > Der große Ausbruch. Von Armut und Wohlstand der Nationen steht am 14.1.2017 bei Ihrem Buchhändler. Und am 11. März wird > Die Psychoanalyse des Mädchens von Inge Seiffge-Krenke wird den Band von Hans Hopf, > Die Psychologie des Jungen im Fachbuchprogramm ergänzen.

Weihnachtswunschzettel 2016 zum Ausdrucken

1. Dezember 2016 von

Eines der ersten Fotos auf diesem Blog stammt aus dem Straßburger Münster und wurde Anfang Dezember 2008 aufgenommen und heißt “Warten auf das Christkind”:

Jedes Jahr die guten Vorsätze. Nein, dieses Jahr keine Hektik. Pakete an die Lieben sind am 10. auf der Post, danach wird nur noch entspannt Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bestellt. Auch keine Eile mehr beim Stöbern im Buchladen. Sondern ganz einfach, Wunschzettel
weihnachtsmann-jpg-31352aufrufen, eventuell den ein oder anderen Lesebericht nochmal lesen, überlegen, welcher Band zu wem passen wird. Bei unserer diesjährigen Auswahl ist für alle was dabei. Gelesen, geprüft und empfohlen. Ihr Buchhändler wird sich über diesen Service, wenn Sie ihm ihren Wunschzettel mitbringen, bestimmt freuen:
> Weihnachtswunschzettel-2016 *.pdf 4 Seiten

oder > > Weihnachtswunschzettel-2016 auf einer Seite

oder noch > weitere Tipps bei klett-cotta.de ansehen.

Lesebericht: J. Jefferson Farjeon, Geheimnis in Weiß. Kriminalroman

1. Dezember 2016 von

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Joseph Jefferson Farjeon (1883–1955) hat sechzig Krimis und Thriller verfasst. Sein Theaterstück »Number Seventeen« wurde von Alfred Hitchcock unter dem gleichnamigen Titel verfilmt.

Weihnachten kann kommen, der Schnee auch. Lassen Sie sich einschneien, aber besorgen Sie sich vorher den Krimi von J . Jefferson Farjeon > Geheimnis in Weiß. Fangen Sie an zu lesen und stellen Sie sich vor, es sei schon der 23.12. Sitzen Sie auch im Abteil dritter Klasse ab Euston um 11 h 37? Los gehts und es kommt wie es kommen muss, das Schneetreiben wird stärker, stärker, die Schneeverwehungen wachsen und der Zug kommt langsam aber sicher zum Stehen. Das ist dann wie in unseren ICEs, wenn es draußen stürmt und drinnen alle auf die Weiterfahrt warten. Bald macht der erste eine Bemerkung, und schon hat jeder eine Verspätungsgeschichte für alle parat. Was aber, wenn der Zug gar nicht mehr weiterfahren will, kein Schaffner vorbeikommt, sich von draußen Stille über das Abteil senkt, die Nacht anbricht?

Zuerst verlässt einer den Zug und wird von den Schneeböen schnell verschluckt. Schließlich wagen sich vier weitere Passagiere nach draußen und stapfen durch den hohen Schnee und verlieren den Zug schnell aus den Augen. Umkehren? Wohin? Jemand fällt hin und verletzt sich. Bis einer hinter oder in einer Schneewehe auf eine Tür stößt, die unverschlossen Einlass in eine Haus bietet. Das Kaminfeuer lodert, der Tisch ist gedeckt, ein Messer liegt auf dem Küchenboden. Die vier ergreifen Besitz von der unverhofften Herberge, zumal der oder die Bewohner sich nicht blicken lassen. Sie untersuchen die Zimmer. Später werden die Gruppe der Vier durch weitere Neuankömmlinge ergänzt, was die Beziehungen aller untereinander erstmal weiter verkompliziert.

Sie sollten sich für diesen Abend nichts weiteres mehr vornehmen, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, ums so weniger werden Sie bereit sein, dieses Buch aus der Hand zu legen. Schließlich gibt es die erste Leiche… von der Gesellschaft werden viele noch lange an dieses Weihnachtsfest zurückdenken, bzw. einige es nicht überleben.

Lesevergnügen *****
Krimirate *****
Figurenkonstellation(en) *****

Kommt auf unseren Blog-Weihnachtswunschzettel.

J. Jefferson Farjeon
> Geheimnis in Weiß
Kriminalroman aus dem Englischen von Eike Schönfeld (Orig.: Mystery in White. A Christmas Crime Story) Mit einem Nachwort von Martin Edwards
2. Druckaufl. 2016, 282 Seiten, gebunden, bedruckter Leinenband, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-96102-7

Lesebericht: Brigitte Kronauer, Der Scheik von Aachen. Roman (I)

21. November 2016 von

kronauer-scheik-aachen-110So wie es passt, beginnt die Lektüre neuer Bücher – ich habe da was mitgebracht – mit einer Maulprobe frei nach Flaubert.Vorlesen! Beim Anklingen-lassen zu Hause, gucken, ob der Klang der ersten Seiten bei den Zuhörern ankommt, – > Gustave Flaubert machte eine „épreuve du gueuloir“, eine Maulprobe, um seine Texte seinen Freunden vorzulesen, ob sie mochten oder nicht. Mal gucken, was die ersten Seiten so mitbringen, ganz so, wie Camus in Le premier homme erzählt, dass er sich nach Bibliotheksbesuch mit seinen Kameraden auf die Bank gesetzt hat, begierig und neugierig zu gucken, was das just ausgeliehene Buch ihnen zu bieten hat. Einmal gab es bei einem Buch von Brigitte Kronauer keine Lesepause, da endete die „épreuve du geuloir“, das Ausprobieren von ihrem Buch > Zwei schwarze Jäger erst nach zwei Abenden.

Mit ihrem neuen Roman > Der Scheik von Aachen ist das nicht viel anders. Nur er ist länger und der sehr große Bücherstapel und zusätzliche Termine verhindern gerade das lange Vorlesen. Aber der Auftakt war vorzüglich. Rotwein, Ruhe zu Hause und lesen Sie die ersten 15 Seiten vor. Danach werden Sie fragen, wieso gerade jetzt aufhören?

Anita kommt zurück, findet bei dem Antiquitätenhändler Marzahn ein Anstellung. Und da ist noch Mario, der Bergsteiger in den Anita sehr verliebt ist. Die Gespräch mit Marzahn kreisen um Liebe zwischen Tragik und Lächerlichkeit. Und ihre Tante lauscht den Geschichten Anitas in Anlehnung an Wilhelm Hauffs Zyklus »Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven«.

Ein Roman, der mit seinem beeindruckenden Erzählstil, Ruhe und Entspannung vermittelt. Sie entdecken die Eigenheiten der wenigen Protagonisten, ihre Reaktionen und Einstellungen, die sie allmählich immer genauer charakterisieren. Wenn wir Brigitte Kronauer nach den Personen der Handlungen befragen würden, wird sie uns sehr wahrscheinlich erklären, wie sie beim Schreiben ihres Romans deren Entwicklung observiert und verfolgt hat. Es ist kein Thriller, keine ungestüme Hektik, sondern Sie lernen die Figuren immer besser kennen, und dadurch entsteht Neugier, wie sie die neu eintretenden Umstände bewältigen werden. Nach einer von außen erzwungenen Lesepause, ist die Vorfreude groß, den > Scheik von Aachen wieder aufzuschlagen. Das Buch kommt auf den Weihnachtswunschzettel 2016.

Brigitte Kronauer
> Der Scheik von Aachen
Roman
1. Aufl. 2016, 399 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98314-2

Das Probevorlesen des neuen Buches von Brigitte Kronauer > Zwei schwarze Jäger endete erst nach der letzten Seite. Zwar mit einigen tagesbedingten Unterbrechungen, aber dann war das Buch auf einmal zu Ende. Mehr muss eigentlich hier gar nicht gesagt werden. > Bitte weiterlesen

Auspacken: J. R. R. Tolkien Der Herr der Ringe. Illustriert

21. November 2016 von

tolkien-herr-ringe-alan-lee-110Dieses Jahr hat Klett-Cotta DIE Geschenkidee für Weihnachten. Keineswegs nicht nur für alle Herr der Ringe-Fans auch für solche, die es jetzt (erst) werden. Die Ausgabe zum 125. Geburtstag Tolkiens am 3. Januar 2017 ist mit fünfzig Illustrationen von Alan Lee opulent geschmückt Seine Bilder haben ganz maßgeblich die Ästhetik der Herr-der-Ringe-Filme geprägt. Wer dieses Buch zu Weihnachten bekommt – er hat bestimmt schon mal etwas davon gehört – jetzt hält er die 1293 Seiten in seiner Hand, sie sind noch in einem eleganten Schuber, sanft gleitet das Prachtbuch heraus. Ob der Leser wirklich die beiden Lesebändchen brauchen wird? Denn in den dunklen Wintertagen wird nicht viel Zeit für wirklich große Lesepausen bleiben.

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„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“

Auspacken:

Die Ringe der Macht wurden von den Elben geschaffen und Sauron, der Dunkle Herrscher, schmiedete heimlich den Einen Ring und gab ihm seine ganze Macht, mit der über alle gebieten wollte. Das Unglück geschah. Der Eine Ring wurde ihm genommen. Alles Suchen in Mittelerde blieb erfolglos. Der Ring blieb verloren. Viele Zeitalter findet der Hobbit Bilbo Beutlin den Ringe … Schätze machen nur unglücklich ? So beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer der Fantasyliteratur.

Aus dem Englischen von Margaret Carroux (Orig.: The Lord of the Rings)
Einführungspreis
bis 31.03.2017: € 68,– (D/A)
ab 01.04.2017: € 88,– (D/A)
2. Druckaufl. 2016, 1293 Seiten, Einbändige Ausgabe, mit 50 Illustrationen von Alan Lee, gebunden, Leinenband mit Schutzumschlag und Goldprägung, Leinenschuber mit Goldprägung, Fadenheftung mit farbigem Heftfaden, zwei Lesebändchen, zwei Karten, Anhänge, Register
ISBN: 978-3-608-96035-8

Jasmin Ramadan liest in Stuttgart: Hotel Jasmin

15. November 2016 von

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Am Donnerstag, 17. 11. um 20 Uhr liest Jasmin Ramadan, bekanntgeworden durch ihre Romanvorlage zu „Soul Kitchen“, im 8. Stock der > Stadtbibliothek Stuttgart (Café LesBar).

Zur Vorbereitung:
> Lesebericht: Jasmin Ramadan, Hotel Jasmin – 21. September 2016

Mitten auf Deutschlands größter Baustelle spricht Jasmin Ramadan mit Journalist und Autor Björn Springorum über ihr neues Buch > „Hotel Jasmin“, unter anderem darüber, warum die Hamburger Lehrerin Christine Tarpenbek immer Kaisersülze isst und dazu den unvermeidlichen Malventee trinkt, warum ihr Sohn Roland sie nicht mehr sehen will und warum sie, die Reisen hasst, plötzlich im „Hotel Jasmin“ in Kairo sitzt und mit einem Fremden spricht.

Abendkasse: 5,- Euro

> www.jasminramadan.de

Jasmin Ramadan
> Hotel Jasmin
Roman
1. Aufl. 2016, 269 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50142-1

Lesebericht: Merkur 801 – Nov. 2016

14. November 2016 von

merkur-11-2016Stephan Wackwitz wohnt schon fünf Jahre in Tiflis und berichtet über den architektonischen Niedergang der Stadt. Im Dieter Gosewinkel fragt, ob das Staatsbürgerschaftsrecht noch zeitgemäß ist: „Ein Relikt europäischer Rechtskultur?“ „Es geht also um die Frage, ob und inwieweit die personale Grenzziehung zwischen politischen Einheiten dem Einzelnen die Basis und ein Mehr an Schutz und Freiheit seiner Person gab und gibt.“ (S. 19) Sein Fazit: „Stellen wir uns vor, dass die Staaten der Union ihren politischen Bund in Zukunft enger schließen. Dann ersetzen sie ihre nationalen Staatsangehörigkeiten durch eine Unionsbürgerschaft und überführen die national vielgestaltige in eine einheitliche Institution des ius publicum europaeum.“ Ist er seiner Zeit weit voraus oder entwickelt er nur logisch weiter, was die EU begonnen hat? Ernst-Wilhelm Händler stellt fest: Das Universum ist auch nicht mehr das, was es einmal war: „zur modernen Ksomologie der Möglichkeiten“. In seiner Religionskolumne berichtet Friedrich Wilhelm Graf über die »Letzten Gespräche« Benedikts XVI.
Christina Dongowski erinnert an die am 28. April 2016 verstorbene britische Autorin Jenny Diski, deren letzte Texte über ihre letzten Jahre als Buch In Gratitude, New York: Bloomsbury 2016 vorliegen.

> Lesebericht: Jenny Diski, Küsse und Schläge

Julia Griem vergleicht die mehrbändigen Werke von Elena Ferrante und Karl Ove Knausgård miteinander: „Nahkampf auf der Langsrecke“. Achim Wagner übersetzt ein Gedicht der türkischen Lyrikerin Müesser Yeniay – und erklärt seiner Übersetzerarbeit.

>> Dieses Merkur-Heft digital (PDF, epub, mobi)

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Heiko Christians schreibt über Selbstradikalisierung in Bibliotheken und vor Bildschirmen und errinnert and ie Bibliotheksarbeiten von Lenin: „Man stelle sich nun einfach mal vor, wie jemand heutzutage im World Wide Web zunächst angesichts der schieren Menge der Funde verzweifelt, wenn er auf vergleichbare Wahrheits- und Rollensuche, nicht aber auf Wissenssuche geht. Man stelle sich vor, wie dieser (sich) suchende, schon irgendwie »geladene« anonyme Nutzer surfend, klickend, spielend, chattend, postend (oder welche Gebrauchsformen digitaler Kommunikationstechnik er auch immer wählt), wie dieser Suchende unter solchen Bedingungen eine tragfähige Selbsterzählung zustande bringen soll, die sich mit jedem Klick oder Post bestätigt, statt sich in bloßes (für ihn wertloses) Mehrwissen oder gar in dieselben Belanglosigkeiten aufzulösen, die die anderen dort vermeintlich auch immer schon treiben.“ (S. 83) … „Die Zeiten der alten Leser und Bibliotheksbenutzer sind wohl vorbei.“ Nein, das glaube ich nicht: > Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet. 30. September 2016 von H. Wittmann

Christoph Schönberger liest und erinnert an Carl Schmitt als Literaten. Und Harry Walter sieht sich ein Fotoalbum von Wehrmachtssoldaten an.

> MERKUR Heft 11 / November 2016 – Heft 810

Nachgefragt: Cynthia D’Aprix Sweeney, Das Nest

14. November 2016 von

sweeney-nestIn ihrem ersten Roman > Das Nest erzählt Cynthia D’Aprix Sweeney von den vier Geschwister Plumb. Alle sind in den Vierzigern oder kurz davor wie die jüngste Melody. Sie leben über ihre Grenzen im Vertrauen auf das väterliche Erbe, das kommen wird, wenn die Jüngste 40 wird. Bis dahin ruht der Geldsegen in einem Fonds, liebevoll und erwartungsfroh von allen das Nest genannt. Die gewohnte Geborgenheit früher zu Hause wird von den Vieren in den Fonds projiziert, Geld gibt Sicherheit und Vertrauen. > Bitte weiterlesen.

d_aprix-sweeney-lh-10-11-16-1-250Am Tag nach Ihrer Lesung im Stuttgarter Literaturhaus hatten wir eine Gelegenheit, mit Cynthia D’Aprix Sweeney ein Gespräch über ihr Buch zu führen. Wir haben Sie nach der Familie Plumb gefragt, ob die trotz ihrer Geldsucht überhaupt noch in der Lage sind, sich untereinander zu helfen? Gibt es Ähnlichkeiten unter den Geschwistern? Was bedeutet SchrEIben für Bea? Macht Sie eine Art Storyboard vor dem Schreiben? Was ist für sie am wichtigsten: Die Entwicklung der Charaktere, die Gesellschaftskritik oder der Aufbau der Spannung in ihrem Buch?

sweeney-nestCynthia D’Aprix Sweeney
Das Nest
Roman, aus dem amerikanischen Englisch von Nicolai von Schweder-Schreiner (Orig.: The Nest)
1. Aufl. 2016, 410 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98000-4

Siehe auch:

> Denis Scheck im Interview mit Cynthia D’Aprix Sweeney, „Das Nest“ – Druckfrisch, 30.10.2016

> Rezension: Das Nest von Cynthia D’Aprix Sweeney – The Read pack

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