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Lesebericht: Mariam Kühsel-Hussaini, EMIL

Emil Cioran (1911-1995) kommt im November 1933 für zwei Jahre als Stipendiat der Humboldt-Stiftung zum Philosophie-Studium nach Berlin. Eigentlich will er gegen die Philosophie rebellieren und träumt vom Selbstmord. Und da ist auch Rudolf Diels (1900-1957), der Chef der Geheimpolizei, der von Hitler einen Mordbefehl erhält. Beide stellen sich ihrem Schicksal oder besser werden vom Schicksal gestellt. Beide stehen vor dem Verderben, ihnen bleibt eine letzte Wahl, sich nicht anzupassen.

Das Quellenverzeichnis ist eine Liste der Autoren und Bücher, durch die Mariam Kühsel-Hussaini sich hat inspirieren lassen. Sie „lässt Emil Ciroan und Rudolf Diels bis in deren eigene literarische Pointierungen auftreten und erzählt sie weiter.“ (S. 313)

Emil Cioran beobachtet das Berlin und das unheilvolle Treiben der Nazis und scheint sich in diesem von Mord und Gewalt geprägten Ambiente gar nicht so unwohl zu fühlen. EMIL, so lautet kurz und knapp der Titel des Romans, in dem Mariam Kühsel-Hussaini die Parallelwelten von Cirona und Diels ausbreitet. Was machen die mit ihnen angesichts des Grauens und des Leids? Kann man dem allen entgehen oder zieht das Bleiben in der Stadt einen mit in den Abgrund? Zieht ihn dieser Abgrund oder einfach nur die inszenierte Macht der Nazis an? Ihre Verführungskünste, ihr Geraune von neuer deutscher Größe?

Eine durchgehende Handlung gibt es in diesem Roman nicht, es sind eher die vielen Versatzstücke, die mit allen ihren Grausamkeiten, ein Bild der Epoche entstehen lassen. Nicht nur nebenbei protokolliert die Autorin, wie Ciroan sich verführen ließ. Er beobachtet, ist neugierig: „Ich versuche, in diesen deutschen Linsen Wahrheiten zu finden, Hoffnungen vielleicht, irgendeine Zeitlichkeit…. Ich weiß, ich kann diese Wirklichkeit nicht betreten, ich muss sie erfahren“ (S. 35)

Der „Röhm-Putsch“ Ende Juni 1934 ist nur eines der vielen Ereignisse, das Cioran mit ihren entsetzlichen Einzelheiten schildert, fast so, als wolle er  sich davon distanzieren und zeigt doch zugleich den Rausch auf, in den diese Verbrechen die Nazis versetzten. Die eigene Stärke aus dem Leiden anderer ziehen und das Ausleben der Mordlust, um sich die eigene Stärke zu beweisen.

Bücher über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen führen auch immer wieder zu der Frage, wie dieses Inferno der Gewalt nicht nur an der Front, sondern auch schon im Jahrzehnt und sogst noch früher vor dem Krieg möglich war?

Die Begegnungen u. a. mit Carl Schmitt, der die Richtung weisen will: „Als Feind der Moral, als Gegner jedes ethischen Absolutismus, für den Gut und Böse primitive Wörter sind, ist Deutschland das Paradies!“ (S. 82) Sprache als Werkzug zur Verdrehung aller Sachverhalte wird von den Nazis als Waffe eingesetzt.

Damit stellt sich auch die Frage nach der Präzisierung der Gattung dieses Romans, der kein historischer Roman ist und keine biographische Erzählung, eher eine Art Essai eingebettet in eine Erzählung, die essayartig erhellen will, wie Verführung im totalitären Staat funktioniert. Versucht Emil Ciroan zu verstehen? Oder überlässt er alle möglichen Spuren dem Leser, diesen gradlinigen Weg in den Untergang, vor dem auch der Leser kapitulieren muss und damit etwas von der Unbarmherzigkeit, der Entschlossenheit der Nazi-Schergen erkennt?

Ganz exemplarisch für andere Karrieren unter den Nazis steht hier  Rudolf Diels, zuerst noch Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei und dann nach einer Phase der Radikalisierung näherte Dies sich den Nazis an. Er wurde Chef der Gestapo, bleibt eine ambivalente Figur und hilft wohl Konzentrationshäftlingen.

Kann der Roman auch als posthume Entschuldigung Ciorans für seine Nähe zu den Nazis gelesen werden? Und ist er damit, um das Motiv noch einmal aufzugreifen, als der Versuch, die Strategie der Verführungskünste der Nazis zu deuten? Würde man diese Interpretation des Romans privilegieren, würde seine Bedeutung in der Auseinandersetzung mit der heutigen extremen Rechte nur allzu offenkundig werden.

Mariam Kühsel-Hussaini
EMIL
Roman
1. Auflage 2022, 320 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98351-7

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